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Das Kabinett des Dr. Parnassus

Plakat zu Das Kabinett des Dr. Parnassus
Das Kabinett des Dr. Parnassus - Plakat 1
Das Kabinett des Dr. Parnassus - Plakat 2

User-Bewertung

1136 VOTES
75%
Freigegeben ab 12 Jahren
START 07.01.2010
FANTASY | 122 MINUTEN | THE IMAGINARIUM OF DOCTOR PARNASSUS | FRANKREICH/KANADA 2009 | CONCORDE

Überbordende Fantasy-Extravaganz von Terry Gilliam über einen unsterblichen Mann, der sich auf einen Pakt mit dem Teufel eingelassen hat, ihm nun aber ein Schnippchen schlagen will. Letzter Film mit Heath Ledger, der während des Drehs verstarb.

Doctor Parnassus, mehrere tausend Jahre alt, bereist die Welt mit seinem Imaginarium, um den Menschen ihre Träume und Fantasien vorführen zu können. Doch Parnassus trägt ein dunkles Geheimnis in sich: Seine Unsterblichkeit verdankt er einem Pakt mit dem Teufel, Mr. Nick. Später überredet ein verliebter Parnassus den Teufel, den Handel umzuwandeln: Jetzt will er wieder jung sein, um seine Liebe gewinnen zu können. Dafür verspricht er, dass sein Erstgeborenes an seinem 16. Geburtstag in den Besitz von Mr. Nick übergeht. Als er anreist, um Parnassus' Tochter Valentina einzufordern, lässt er sich auf einen weiteren Pakt ein.


Filmtrailer | 05.11.2009

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Film Trailer
Filmtrailer 05.11.2009
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FANTASY | 122 MINUTEN | THE IMAGINARIUM OF DOCTOR PARNASSUS | FRANKREICH/KANADA 2009 | CONCORDE
Nicola Pecorini

FILMOGRAFIE

2009 | Das Kabinett des Dr. Parnassus
2008 | Das ganze Leben liegt vor dir
2003 | Sin Eater - Die Seele des Bösen
1998 | Fear and Loathing in Las Vegas
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Heath Ledger als Tony Darsteller
Heath Ledger Geburtstag: 04.04.1979

FILMOGRAFIE

2009 | Das Kabinett des Dr. Parnassus
2008 | The Dark Knight
2007 | I'm Not There
2005 | Brothers Grimm
2005 | Casanova
2005 | Dogtown Boys
2003 | Gesetzlos - Die Geschichte des Ned Kelly
2003 | Sin Eater - Die Seele des Bösen
2002 | Die vier Federn
2001 | Monster's Ball
2001 | Ritter aus Leidenschaft
2000 | Der Patriot
1998 | 10 Dinge, die ich an dir hasse
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Johnny Depp als Imaginarium Tony #1 Darsteller
Jude Law als Imaginarium Tony #2 Darsteller
Colin Farrell als Imaginarium Tony #3 Darsteller
Colin Farrell Geburtstag: 31.03.1976 | Land: Irland

FILMOGRAFIE

2011 | Fright Night
2011 | Kill the Boss
2010 | The Way Back - Der lange Weg
2010 | London Boulevard
2009 | Das Kabinett des Dr. Parnassus
2009 | Ondine - Das Mädchen aus dem Meer
2008 | Brügge sehen... und sterben?
2007 | Das Gesetz der Ehre
2007 | Cassandras Traum
2005 | The New World
2004 | Alexander
2003 | Der Einsatz
2003 | S.W.A.T. - Die Spezialeinheit
2003 | Daredevil
2002 | Nicht auflegen!
2002 | Minority Report
2002 | Das Tribunal
2001 | American Outlaws
2000 | Tigerland
1998 | The War Zone
0 | Total Recall
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Andrew Garfield als Anton Darsteller
Andrew Garfield Geburtstag: 20.08.1983

FILMOGRAFIE

2010 | The Social Network
2010 | Alles, was wir geben mussten
2009 | Das Kabinett des Dr. Parnassus
2007 | Von Löwen und Lämmern
2007 | Boy A
0 | The Amazing Spider-Man
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Verne J. Troyer als Percy Darsteller
Verne J. Troyer Geburtstag: 01.01.1969

FILMOGRAFIE

2009 | Das Kabinett des Dr. Parnassus
2002 | Austin Powers in Goldständer
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Richard Riddell als Martin Darsteller
Richard Riddell

FILMOGRAFIE

2009 | Das Kabinett des Dr. Parnassus
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Tom Waits als Mr. Nick Darsteller
Tom Waits Geburtstag: 07.12.1949 | Land: USA

FILMOGRAFIE

2009 | Das Kabinett des Dr. Parnassus
2009 | The Book of Eli
2005 | Der Tiger und der Schnee
2003 | Coffee and Cigarettes
1987 | Wolfsmilch
1987 | Blue Jean Cop
1986 | Down by Law
1984 | Cotton Club
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Lily Cole als Valentina Darsteller
Lily Cole

FILMOGRAFIE

2009 | Das Kabinett des Dr. Parnassus
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"Heath starb nicht wegen des Jokers!"12.01.2010

Terry Gilliam drehte "Das Kabinett des Dr. Parnassus" ohne seinen Hauptdarsteller fertig. Der Regisseur über seinen Blick auf den Tod von Heath Ledger.

Als Heath Ledger am 22.1.2008 durch einen tödlichen Medikamentencocktail ums Leben kam, war nicht nur die Filmwelt fassungslos. Terry Gilliam steckte zu dieser Zeit mitten in den Dreharbeiten zum Fantasy-Spektakel "Das Kabinett des Dr. Parnassus", in dem Ledger die Hauptrolle spielte. Heute erzählt der Regisseur, warum er den Film entgegen seinem ursprünglichem Vorhaben trotzdem fertig stellte, wem er das verdankt und wie er persönlich mit der unfassbaren Nachricht umging.
Wie haben Sie vom Tod Heath Ledgers erfahren?
TERRY GILLIAM: Ich darf gar nicht daran zurückdenken. Wir hatten drei Tage vorher noch in London gedreht und sehe noch immer, wie er in der letzten Szene um die Ecke bog. Ich bin nach Vancouver geflogen und Heath nach New York. Plötzlich kam meine Tochter Amy und sagte, komm mit, es ist was Schreckliches passiert. Und dann sahen wir die Meldung auf der BBC-Webside "Heath Ledger tot aufgefunden". Erst habe ich das für einen obskuren PR-Gag gehalten. Dann wurde mir klar, Heath ist wirklich tot. Ich war zu keinem Gedanken mehr fähig und wie vor den Kopf geschlagen.
Haben Sie vorher etwas Auffälliges bemerkt? Die Zeitungen schreiben von einer morbiden Atmosphäre.
Bullshit! Glauben Sie nicht, was sich irgendwelche Schreiberlinge aus den Fingern saugen. Da war nichts von düsterer Atmosphäre zu spüren, und das Gerede, die Rolle des Jokers habe ihn verrückt gemacht, ist blühender Unsinn. Dieses dämliche Geschichten-Erfinden nervt mich, das hat Heath nicht verdient. Heath war voller Lebenslust und Energie und keiner dieser Method-Actor-Typen oder Neurotiker, die ihr Ego nicht unter Kontrolle haben, sondern stand mit beiden Beinen auf dem Boden, wie ein Fels. Und er machte die Stunts ohne Angst selbst, auch wenn es mal haarig war. Ein großzügiger und großartiger Mensch. Jeder Tag mit ihm war ein Erlebnis. Das Problem war, dass er nicht schlief. Er schwebte irgendwie. Aber Drogen hat er nicht genommen, nur Medikamente, die ihm der Arzt verschrieben hat. Ich kann immer noch nicht fassen, dass er tot ist. Im ersten Moment wollte ich auch alles hinschmeißen. "Das Kabinett des Dr. Parnassus" ohne Heath konnte ich mir nicht vorstellen.
Aber dann haben Sie den Film doch weitergedreht.
Eine Woche war ich wie gelähmt. Meine Tochter und Kameramann Nicola Pecorini ließen mir keine Ruhe, haben mir ständig in den Ohren gelegen, du musst den Film fertig stellen, Heath will es und irgendwann gab ich meinen Widerstand auf und dachte, vielleicht kriegen wir doch noch alles hin. Den beiden ist es zu verdanken, dass "Parnassus" die Leinwand erblickt hat. Ohne ihre Geduld und Durchsetzungsfähigkeit hätte ich aufgegeben.
Und wie kam es dann zur Besetzung mit Johnny Depp, Jude Law und Colin Farrell?
In meiner Not habe ich Johnny Depp als ersten angerufen, ich hatte keinen Plan und sagte, Johnny, was soll ich machen? Die Idee, dass sich die Figur jedes Mal anders darstellt, wenn sie durch den Spiegel schreitet, ist ein Kniff, um das Trio unterzubringen. Ich hoffe, dass es geklappt hat. Glück im Unglück war, dass sich seine Dreharbeiten zu "Public Enemies" verschoben und Johnny mitmachen konnte. Ich hatte schon Probleme mit manchen Szenen, in denen Heath auftreten sollte. Aber habe dann doch am Skript festgehalten und auch die Dialoge nicht geändert.
Hört sich alles ziemlich gespenstisch an.
Kann man so sagen, wir kriegten schon manchmal eine Gänsehaut, vieles erhielt plötzlich eine andere Bedeutung. So weigerte sich Christopher Plummer erst zu sagen "It's a romance, a comedy, a tale of unforeseen death". Aber ich bestand darauf. Heath hätte gewollt, dass wir den Film beenden. Ich finde es toll, dass Johnny, Colin und Jude eingesprungen sind. Die ganze Gage ging an Heaths Tochter.
Unbeugsam und unwiderstehlich21.01.2009

Sein Ruf als Womanizer und Rebell ist legendär. In "Das Gesetz der Ehre" spielt Colin nun einen zwielichtigen Cop.

Drei Jahre nur brauchte Colin Farrell, die Verbindung aus Pub-Prolet und Gentleman, um Hollywood zu stürmen.
Als Colin Farrell in Oliver Stones Historienfilm "Alexander" als makedonischer König den Streitwagen bestieg, erfüllte sich für ihn ein Traum, den sonst nur Schizophrene leben dürfen: Alexander der Große war eine multiple Persönlichkeit. Er war Philosoph und Feldherr, unterwarf Kulturen und versöhnte sich mit ihnen. Er heiratete, liebte aber gleichzeitig Männer, verehrte seine Freunde, tötete sie aber auch.
Es war eine Rolle für Furchtlose, aber wer Colins Bruder Eamon reden hörte ("Ich mache mir Sorgen um Hollywood"), ahnte, wie hier die Kräfte verteilt waren.
Offen wie ein Scheunentor
Draufgängertum zeigt Farrell auch bei Interviews, in denen er ohne Rücksicht auf verbrannte Erde vom Leder zieht: Die IRA hasst er, zu Bildern von Naomi Campbell masturbiert er, käuflichen Sex schätzt er, und sein Leben in Irland liebt er über alles. Die Öffnungszeiten seiner großen Klappe sollen trotz erregter Gemüter weiterhin unbeschränkt bleiben:
"Wenn ich anfange, mir über alles Gedanken zu machen, werde ich daran scheitern, es jedem recht machen zu wollen. Ich könnte mich dann selbst schnell in all diesem Wahnsinn verlieren."
Nein, du wirst nicht singen!
Erfrischend unbekümmert ist der wilde Ire, der mit Bruder und zwei Schwestern in einem Vorort Dublins aufwuchs. Trotz des Machoumfelds - Vater und Onkel spielten für den Fußballclub Shamrock Rovers - zog es Colin zur Kunst. Von seiner Mutter Rita in den Tanzunterricht getrieben, tourte er bald durch die Schwulenclubs Dublins, um sich dort als Raver auszutoben.
Mit 16 verliebte er sich in die junge Portugiesin Amelia, mit 25 heiratete er eine gleichnamige Britin (Amelia Warner, Michael Caines Liebestaube in "Quills"), von der er sich vier Monate später wieder scheiden ließ. Auch seine Beziehung zur Boygroup Boyzone war nur von kurzer Dauer, weil man ihn nach dem Casting als musikalisch untauglich ablehnte.
Zur rechten Zeit am rechten Ort
Auf der Schauspielschule in Dublin wurde sein Leben konstanter, auch wenn er sie wegen seines ersten TV-Engagements 1996 vorzeitig verließ.
"A fucking coincidence", einen verdammten Zufall würde Farrell seine Entdeckung durch Kevin Spacey nennen, der ihn im Theaterstück "In a Little World Of Our Own" sah und ihn für "Ein ganz gewöhnlicher Dieb" vorschlug. Als jüngstes Mitglied von Spaceys Bühnenbande fiel er Regisseur Joel Schumacher auf, der ihm auf Anhieb die Hauptrolle des Rebellen in "Tigerland" gab.
Sympathieträger mit Rückgrat
Mit dem Militärdrama war ein Rudelführer geboren, der Präsenz und darstellerische Klasse zeigte und in seinen Hollywood-Projekten auch vor Weltstars nicht katzbuckelte - weder vor Bruce Willis ("Das Tribunal") noch vor Tom Cruise ("Minority Report") und auch nicht vor seinem Idol Al Pacino, der im CIA-Thriller "The Recruit" seinen Ausbilder spielt.
Wie schon als Cartoonkiller in "Daredevil" mit Jennifer Garner blieb Crazy Colin dann auch in Schumachers Telefonzellenthriller "Nicht auflegen!" Sympathieträger.
Star mit Bodenhaftung
In Terrence Malicks Historienfilm "The New World" wirft Farrell ein Auge auf die wunderschöne Indianerprinzessin Pocahontas, verkörpert von Newcomerin Q'Orianka Kilcher. Doch die Beziehung scheint zum Scheitern verurteilt.
Nicht scheitern dürfte hingegen Colins aktuelles Projekt, der Copthriller "Das Gesetz der Ehre". Neben Edward Norton und Jon Voight spielt er darin einen Polizisten mit einem dunklen Geheimnis. Demnächst ist Farrell in "The Imaginarium of Doctor Parnassus" zu sehen - seine Rolle in dem Fantasy-Film hätte ursprünglich der verstorbene Heath Ledger spielen sollen.
Trotz des Rummels um seine Person ist der 32-Jährige auf dem Boden der Tatsachen geblieben: "Es zeigt, wie es um das Business und einige Leute darin bestellt ist, wenn ich schon dafür Anerkennung finde, anständig und normal zu sein und anderen mit Respekt zu begegnen."