Der fantastische Mr. Fox
START 13.05.2010
TRICKFILM/KOMÖDIE | 87 MINUTEN | FANTASTIC MR. FOX | USA 2009 | FOX
Stop-Motion-Film von Regieexzentriker Wes Anderson, der sein Lieblingsthema nach Roald Dahls Vorlage in gewohnt kurioser Art variiert.
Foxy, schlauer Fuchs mit etwas zu engem Maßanzug, unerschütterlichem Ego und der Marotte, zu pfeifen und mit den Fingern zu schnippen wie Hawkeye Pierce aus "M.A.S.H.", ist ein Hallodri, unter dessen Sperenzchen die geplagte Ehefrau Mrs Fox und vor allem Sprössling Ash zu leiden haben. Erst recht, als er anfängt, sich mit den Großbauern Bean, Boggis und Bunce anzulegen. Im Verlauf des Stellungskriegs muss die Familie Bewährungsproben, Härten und den Verlust des Schweifs von Foxy verkraften.START 13.05.2010
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Film Trailer
| Filmtrailer | 07.10.2009 |
| Making Of: The World Of Roald Dahl | 18.05.2010 |
| Making Of 2: Wes Anderson | 19.05.2010 |
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Geburtstag: 01.05.1969FILMOGRAFIE2009 | Der fantastische Mr. Fox2007 | Darjeeling Limited 2004 | Die Tiefseetaucher 2001 | Die Royal Tenenbaums 1998 | Rushmore 0 | Moonrise Kingdom weiter » |
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TRICKFILM/KOMÖDIE | 87 MINUTEN | FANTASTIC MR. FOX | USA 2009 | FOX
Dieser Filmstoff hat nur auf ihn gewartet: Der Kultregisseur lässt mit dem morbiden Clan wieder richtig die Puppen tanzen.
Kaum geht sein Hochglanzspektakel "Alice im Wunderland" in den Kinos wie geschnitten Brot, schon plant Tim Burton das nächste Projekt - typischerweise in eine komplett andere Richtung.Der Regisseur mit dem Händchen fürs gepflegte Kuriosum will offenbar die Addams Family reanimieren - und dabei innovative Technik mit Oldschool-Filmemachen kombinieren. Seine Vision der dysfunktionalen Kultfamilie spielt komplett in 3D - aber nichts desto weniger im nostalgischen Stop-Motion-Style. Dieser erlebt zur Zeit per se eine Renaissance - nicht umsonst waren das Parallelwelt-Abenteuer "Coraline" und Wes Andersons "fantastischer Mr. Fox" für den Oscar als bester Animationsfilm nominiert.
Hinzu kommt, dass Burton ja bereits zwei Mal erfolgreich die Puppen hat tanzen lassen: Bei "Corpse Bride - Hochzeit mit einer Leiche" saß er im Regiestuhl und produzierte Henry Selicks Stop-Motion-Klassiker "The Nightmare Before Christmas".
"They're creepy and their kooky..."
Bei seiner geplanten Familiengeschichte der monströsen Art will sich Burton aber weniger an der Verfilmung von Barry Sonnenfeld aus dem Jahr 1991 orientieren, sondern eher den Original-Cartoons von Charles Addams folgen. Düsteres Setting, morbider Humor, schräge Vorlage - eigentlich alle Zutaten für einen echten Burton.
Bleibt nur noch die Frage, wie er Johnny Depp und Helena Bonham Carter in der Puppenstube unterbringt, die seine Werke ja anscheinend erst komplettieren. Und ob er wenigstens die legendäre Titelmusik wieder aufnimmt - Sie wissen: vier aufsteigende Töne, doppeltes Fingerschnippsen - ohne die eine Verfilmung der "Addams Family" an Blasphemie grenzen würde. Welche andererseits ja wieder in bester Tradition von Gomez, Morticia, Fester & Co. stünde.
"Avatar", "Tödliches Kommando" und "Inglourious Basterds" streiten sich um die meisten Oscars. "Das weiße Band" und Christoph Waltz dürfen hoffen.
Blau ist zwar an der Kinokasse die absolut dominante Farbe, bei den Nominierungen zum wichtigsten Filmpreis gibt's aber einen harten Konkurrenten.Bei uns war das Irakkriegs-Drama "Tödliches Kommando - The Hurt Locker" zwar nur mäßig erfolgreich, aber bei den Oscars ist es mit neun Nominierungen der große Rivale des SciFi-Krachers "Avatar - Aufbruch nach Pandora", der ebenfalls neun Oscar-Chancen hat. Damit kommt es bei der Verleihung am 8. März zum Showdown eines Ex-Ehepaars: "Avatar"-Regisseur James Cameron und "Kommando"-Macherin Kathryn Bigelow waren einst verheiratet und sind nun beide für den besten Film und die beste Regie nominiert.
In die Suppe spucken könnte ihnen allerdings Academy-Querulant Quentin Tarantino, dessen "Inglourious Basterds" mit acht Oscar-Chancen dicht dahinter liegt. Auch Tarantino ist in den Königskategorien Bester Film und Beste Regie nominiert. Wie von allen Experten vorhergesagt, ist dabei auch Christoph Waltz als bester Nebendarsteller berücksichtigt worden - sein Sieg gilt als ziemlich sicher.
In der Kategorie Bester Film wurden erstmals seit 1939 wieder statt fünf nun zehn Filme nominiert. So fanden neben "Avatar", "Tödliches Kommando" und den "Inglourious Basterds" auch kleinere Filme wie das Liebesdrama "An Education", das recht Experimentelle SciFi-Juwel "District 9" und mit "Oben" sogar ein Animationsfilm Berücksichtigung. Außerdem sind nominiert das Football-Drama "Blind Side - Die große Chance", "Up in the Air" mit George Clooney, die harte Romanverfilmung "Precious - Das Leben ist kostbar" sowie der neue Coen-Film "A Serious Man".
Bei den Hauptdarstellern ist Jeff Bridges in der Rolle als versoffener Country-Sänger in "Crazy Heart" der klare Favorit. Sein härtester Gegner ist wohl George Clooney als vielfliegender Entlassungsexperte auf Sinnsuche in "Up in the Air". Der sensible Film heimste insgesamt sechs Nominierungen ein - diese aber alle in wichtigen Kategorien wie Bester Film, Regie (Jason Reitman) und Hauptdarsteller. Dazu sind außerdem gleich beide Nebendarstellerinnen Vera Farmiga und Anna Kendrick nominiert. Ansonsten haben bei den Herren Jeremy Renner aus "Tödliches Kommando", Colin Firth als schwuler Professor in "A Single Man" und Morgan Freeman als der große Nelson Mandela in "Invictus - Unbezwungen" Chancen.
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Großen Jubel gab's in den Sälen der Academy über die Nominierung von Sandra Bullock als beste Hauptdarstellerin im Football-Drama "Blind Side - Die große Chance". Gabourey 'Gabby' Sidibe spielt im Drama "Precious - Das Leben ist kostbar" als misshandelte übergewichtige Schwarze groß auf und gilt ebenfalls als aussichtsreiche Kandidatin. Wie immer ist auch Meryl Streep unter den Oscar-Anwärterinnen, ihr Auftritt als Koch-Ikone in "Julie & Julia" könnte ihr auch tatsächlich den nächsten Goldjungen bescheren. Außenseiterchancen dürfen sich Carey Mulligan als 16-Jährige machen, die in der Nick-Hornby-Verfilmung "An Education" einem wesentlich älteren Liebhaber verfällt, sowie Helen Mirren in der Tolstoi-Hommage "Ein russischer Sommer".
Erneut zeigt sich, wie wichtig der Academy die Regie-Arbeit ist, denn alle nominierten Filmemacher wurden auch in der Königskategorie Bester Film berücksichtigt: Cameron für "Avatar", Bigelow für "Tödliches Kommando", Reitman für "Up in the Air", Tarantino für "Inglourious Basterds" und Lee Daniels für "Precious - Das Leben ist kostbar".
Als bester Animationsfilm wird wohl "Oben" ausgezeichnet werden, der vier weitere Nominierungen einheimsen konnte - erstaunlicherweise auch die als Bester Film, was ein absolutes Oscar-Novum darstellt! Die Konkurrenten "Der fantastische Mr. Fox", "Coraline", "Küss den Frosch" (hier sind gleich zwei Songs nominiert) und "The Secret of Kells" werden daher wohl das Nachsehen haben.
Michael Haneke darf nach dem Triumph bei den Filmfestspielen in Cannes mit "Das weiße Band" auch auf den Oscar für den besten nicht-englischsprachigen Film hoffen. Schärfster Konkurrent ist vermutlich die französische Eingabe "Ein Prophet".
Verkündet hat die Nominierungen mit viel Charme und Witz Anne Hathaway, die Verleihung selbst wird am 8. März von Steve Martin und Alec Baldwin moderiert - zum ersten Mal seit 1987 gibt es also wieder ein Duett, wenn es heißt: "And the Oscar goes to..."

































