Der lange Weg ans Licht
START 28.02.2008
DOKUMENTARFILM | 102 MINUTEN | DEUTSCHLAND 2006 | FARBFILM (BARNSTEINER)
Filmische Reise in die Welt der Geburten und das Porträt einer Hebamme.
Seit beinahe 20 Jahren bringt Edeltraut Hertel Kinder auf die Welt - die Hebamme arbeitet in ihrem Geburtsort Meerane bei Chemnitz. Ihre größten Stärken sind Erfahrung und Einfühlungsvermögen: Eigenschaften, die sie im zunehmend harten Verdrängungswettbewerb und in andauernder gesundheitspolitischer Notlage dringend benötigt. In Zeiten von Abwanderung und Geburtenrückgang buhlen Kliniken und Geburtshäuser immer rücksichtsloser um den wenigen Nachwuchs.Mit Sinn fürs Skurrile beschreibt der renommierte Douglas Wolfsperger ("Bellaria", "Die Blutritter") das alltägliche Wunder der Geburt am Beispiel einer ostdeutschen Hebamme. Mit Humor und Leichtigkeit entstand ein farbenprächtiges Kaleidoskop der heutigen Gesellschaft.
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DOKUMENTARFILM | 102 MINUTEN | DEUTSCHLAND 2006 | FARBFILM (BARNSTEINER)
Mit Sinn fürs Skurrile beschreibt der renommierte Douglas Wolfsperger ("Bellaria", "Die Blutritter") das alltägliche Wunder der Geburt am Beispiel einer ostdeutschen Hebamme. Mit Humor und Leichtigkeit entstand ein farbenprächtiges Kaleidoskop der heutigen Gesellschaft.
Auf die Idee zu diesem Film über die Wunder des Lebens kam Douglas Wolfsperger, als er zum zweiten Mal Vater wurde. Durch Zufall geriet er nach Meerane, einem kleinen Ort nahe Zwickau, und traf dort Edeltraud Hertel, eine warmherzige Frau, die Vertrauen weckt - egal ob in der einfachen Krankenstation in Tansania oder im technisch bestens ausgerüsteten Krankenhaus in Meerane.
Die Hebamme, deren Biografie nicht geradlinig verläuft und die selbst bedauert, keine Kinder kriegen zu können, war christlich und deshalb in der ehemaligen DDR nicht in der Partei. Ihr Weg führte sie über eine Ausbildung zur Krankenschwester und ein Medizinpädagogikstudium zu ihrem jetzigen Traumberuf, der 1989 als ehrenamtliche Geburtshelferin in Tansania begann.
Die Doku begleitet Hertel, wie sie Blumen auf die Bäuche von Schwangeren pinseln lässt, ihnen Mut macht und sie auch emotional unterstützt. "Der lange Weg ans Licht" beobachtet wie Gebärende in Afrika ohne Schmerzensschreie ihr Kind entbinden, wie deutsche Frauen sowohl bei von Ärzten argwöhnisch beäugten Hausgeburten als auch in Kliniken stöhnen oder aus Angst auf einen Kaiserschnitt ausweichen.
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