Der letzte König von Schottland - In den Fängen der Macht
START 15.03.2007
DRAMA | 123 MINUTEN | THE LAST KING OF SCOTLAND | GROßBRITANNIEN 2006 | FOX
Höchst packende Verfilmung des Romans von Giles Foden über einen (fiktiven) jungen Briten, der zum Leibarzt des ugandischen Diktators Idi Amin wird.
Den jungen Arzt Nicholas Garrigan (James McAvoy) zieht es fort von seinem bornierten Elternhaus nach Uganda, wo er in einem Dorf mit Kollegin Sarah Merrit (Gillian Anderson) die Bevölkerung versorgt. Zufällig zur Stelle, als Putsch-Präsident Idi Amin (Forest Whitaker) sich leicht verletzt, nimmt er dessen Angebot an und wird Leibarzt des Diktators. Vor den Gräueltaten und Massenmorden will Nicholas in der schönen Welt der Mächtigen nichts merken, erst eine Affäre mit Amins Frau Kay (Kerry Washington) bringt ihn in Lebensgefahr.Die Oscar-würdige Gänsehaut-Performance von Forest Whitaker als "Schlächter von Afrika" ist das dunkle Herz dieses schillernden Moralstücks um einen der furchtbarsten Diktatoren unserer Zeit. Kevin Macdonald ("Sturz ins Leere") packt einen direkt an der Gurgel.
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Die Oscar-würdige Gänsehaut-Performance von Forest Whitaker als "Schlächter von Afrika" ist das dunkle Herz dieses schillernden Moralstücks um einen der furchtbarsten Diktatoren unserer Zeit. Kevin Macdonald ("Sturz ins Leere") packt einen direkt an der Gurgel.
Der junge schottische Arzt Nicholas Garrigan (James McAvoy) bricht in den 70er-Jahren auf, die Welt zu erkunden und landet in einem kleinen Missionskrankenhaus in Uganda. Bei einem Autounfall trifft er zufällig auf Idi Amin (Forest Whitaker), den Diktator, der von 1971 bis 1979 Uganda regierte. Amin, der in den Geschichtsbüchern als Schlächter Afrikas bezeichnet wird, mag den mutigen Weißen, der ihm keinen Honig ums Maul schmiert und engagiert ihn als persönlichen Leibarzt.
Garrigan lässt sich von diesem neuen Job überrumpeln und vom Charme des charismatischen Präsidenten umgarnen, bis er entsetzt mitkriegt, welche Gräuel der Diktator befiehlt. Nach einem missglückten Anschlag lässt der paranoide Herrscher Freund und Feind bestialisch hinmetzeln, schlimmste Folter und grausamer Tod sind Alltag. Als sich der Schotte in eine der zahlreichen Frauen Amins verliebt, bekommt das Paar den mörderischen Zorn des brutalen Monsters zu spüren.
Psycho-Thriller und Polit-Krimi - Kevin Macdonald entwirft ein packendes Porträt des Diktators und stellt ihm den sympathischen Doktor gegenüber, ein spannender Kontrast, wie auch die Kombination des massigen Forest Whitaker mit dem jungenhaften James McAvoy.
Das Herz des schwarzen Kontinents: In dieser wilden Mischung aus Wahn und Wirklichkeit schlägt es laut und bedrohlich.
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Zusammen mit Kevin Macdonald will Ridley Scott in einem Experiment die ganze Welt an einem Tag erfassen - und jeder soll mitmachen.
Linsen geputzt, Handys geladen - am 24. Juli ist Drehtag für alle. Denn die Star-Regisseure Ridley Scott und Kevin Macdonald starten das Filmexperiment "The Life in a Day".Die Regisseure Ridley Scott ("Gladiator") und Kevin Macdonald ("Der letzte König von Schottland") haben bekanntlich selbst schon großartige Geschichten erzählt. Jetzt wollen sie andere erzählen lassen - und zwar jeden der Lust hat: "The Life in a Day" ("Das Leben in einem Tag") heißt ihr aktuelles Projekt. Hauptdarsteller: die ganze Menschheit. Oder doch zumindest der Teil, der einen kurzen Clip drehen und bei youtube.com hochladen kann. Was dank Handycam und Flatrate mittlerweile ja fast zum Volkssport geworden ist.
Die Initiatoren der Aktion wollen das Alltagsleben der Menschen an einem bestimmten Tag - dem 24. Juli 2010 - filmisch erfassen. Nicht das große Weltgeschehen von Politik, Glamour und Hochfinanz, sondern die abermilliarden kleinen Momente des Lebens, die in Summe den Alltag der Menschheit bilden. Daher ist jeder aufgerufen, diesen Tag mit der Kamera zu begleiten; komplett, Minuten, vielleicht nur Sekunden. Was er liebt, was er fürchtet, erlebt oder erleidet. "Eine Welt. 24 Stunden. Sechs Milliarden Blickwinkel", lautet das Motto des Experiments.
Zeitkapsel "Life in a Day"
Aus der Gesamtheit der Aufnahmen wollen Scott und Macdonald dann eine Dokumentation zusammenschneiden, die diesen Tag global beleuchtet. Ein filmisches Puzzle, das zusammengefasst ein buchstäbliches Big Picture des 24. Juli ergeben soll. "'Life in a Day' wird eine Zeitkapsel die zukünftigen Generationen erzählen soll, wie es war, wenn man am 24. Juli 2010 gelebt hat, erklärte Macdonald vor den Medien. "Es ist ein einmaliges Experiment im social filmmaking - und was könnte geeigneter sein, endloses Filmmaterial zu sammeln, als hier die weltgrößte Online Community einzuspannen."
youtube.com stellt dazu den nötigen Speicherplatz zur Verfügung, Scott und Macdonald Know-how und Kreativität. Und hoffentlich genug Nervennahrung für ihre Cutter. Denn aus der Flut und Vielfalt der zu erwartenden Beiträgen einen Film zu basteln, dürfte in punkto Schneidearbeit wohl alles bisherige in den Schatten stellen.
Die Bond-Produzenten haben Topautor Peter Morgan ("Die Queen") die Lizenz zum Schreiben für das neuste Bond-Abenteuer erteilt.
Erfolgsautor Peter Morgan unterstützt Neal Purvis und Robert Wade beim Schreiben des neuen Bond-Drehbuchs.Die Wogen des letzten Bond-Abenteuers "James Bond 007: Ein Quantum Trost" sind noch nicht ganz geglättet, da steht schon das Autorenteam für den nächsten Spionstreich fest. Neben dem bewährten Gespann Neal Purvis und Robert Wade, die bereits an den letzten vier Teilen mitwirkten, konnten die Produzenten nun Peter Morgan für die Geheimsache begeistern. Der 46-Jährige machte sich einen Namen durch die Drehbücher von "Die Queen", "Frost/Nixon" und "Der letzte König von Schottland - In den Fängen der Macht". Als Lohn seiner Kreativität konnte der Schreiber bereits eine Oscar-Nominierung einfahren.
Die Filmemacher dürfen zufrieden sein, haben sie doch mit der Verpflichtung des illustren Autorenteams einen wichtigen Schritt in Richtung Dreh getan. Derweil wird über die Beteiligten viel spekuliert. Daniel Craig wird zum dritten Mal den smarten Superagenten spielen. Als Regisseur wurde bereits Oscar-Abräumer Danny Boyle gehandelt. Auch dessen "Slumdog"-Hauptdarstellerin Freida Pinto sowie Jennifer Aniston und Angelina Jolie sind im Gespräch. Bis die genaue Besetzungsliste steht, dürften noch einige Tage ins Land ziehen. Der Filmstart ist nämlich erst für 2011 angesetzt.
In "State of Play - Stand der Dinge" wird Ben Affleck zum Politiker: Er spielt einen Kongressabgeordneten, der durch einen Mord in Bedrängnis gerät.
"Eigentlich bin ich total unsicher", sagte Ben Affleck einst. Auf der Leinwand ist davon nichts zu spüren - hier weiß der Star mit den dunklen Augen stets souverän zu überzeugen.In "State of Play" gibt Ben Affleck einen Kongressabgeordneten, der in eine hässliche Affäre verwickelt wird. Mit ihm versucht ein Journalist, gespielt von Russell Crowe, Licht in ein Gewirr von Lügen und Intrigen zu bringen.
Die Rolle in diesem Thriller von Kevin Macdonald ("Der letzte König von Schottland") verdankt Affleck einem wilden Besetzungschaos: Edward Norton, der für diesen Part vorgesehen war, stieg aus. Ihm folgte Kollege Brad Pitt, der den Journalisten spielen sollte. Ben hatte Zeit, griff zu und bildet nun mit Crowe ein sehr ansehnliches Thriller-Gespann.
Schon früh ist die Schauspielerei für Affleck ein Thema. Als Kind wirbt er für eine Fast-Food-Kette und mit acht Jahren tritt er in der TV-Serie "The Voyage of Mimi" auf. Hier macht er eine schicksalhafte Begegnung: Ben trifft den zwei Jahre älteren Matt Damon, der von da ab in seinem Leben eine Konstante bleibt.
Nach einer kurzen Stippvisite an der Universität von Vermont zieht es Ben nach Hollywood. Dort trifft er Regisseur Kevin Smith, der sein Leben verändert: Smith gibt Affleck nicht nur in seinen Independentfilmen "Mallrats" und "Chasing Amy" die Möglichkeit, sich schauspielerisch weiterzuentwickeln.
Er beschafft dem damals 25-Jährigen und seinem Kumpel Damon auch die entsprechenden Kontakte, um ihr gemeinsam verfasstes Drehbuch "Good Will Hunting" an den Mann zu bringen. Für das Erstlingswerk sahnen die Busenfreunde den Oscar ab und steigen damit in Hollywoods erste Liga auf.
Ob als Astronaut wider Willen, der zum Helden mutiert und Liv Tyler in "Armageddon" küssen darf oder als Theaterschauspieler im Blockbuster "Shakespeare in Love" - Hollywood hat den smarten jungen Mann für sich entdeckt. Auch privat hat Ben Glück: Am Set von "Shakespeare in Love" trifft er Gwyneth Paltrow, die ihr Leben ein gutes Jahr mit dem Motorradfan teilt.
Auch seinen Freunden hält Ben die Treue: Als (B)Engelduo brillieren Matt Damon und Ben Affleck in Kevin Smiths Kirchensatire "Dogma". Aber der berufliche Erfolg zeigt bald seine Schattenseiten. Den Sommer 2001 verbringt Ben in einer Entzugsklinik in Malibu, wo er seine Alkoholsucht zu überwinden versucht.
Frisch genesen findet er ein Jahr später wieder Glück in der Liebe, die aber seiner zarten Seele viel abverlangt. Die Beziehung zu Popstar Jennifer Lopez wird in der Öffentlichkeit breitgetreten und das Paar ist fortan nur noch als "Bennifer" in den Schlagzeilen. "Es fühlte sich an, als ob ich in einer Seifenoper mitspielte, für die ich weder besetzt wurde, und aus der ich nicht aussteigen kann", bekennt der Hollywood-Beau. Die beiden gemeinsamen Filme "Jersey Girl" und "Liebe mit Risiko" floppen und am Ende scheitert die Beziehung.
Affleck nimmt erstmal eine Auszeit. Als Anhänger der Demokratischen Partei widmet er sich dem Wahlkampf des Präsidentschaftskandidaten John Kerry und verblüfft im Sommer 2004 weltweit die Kartenspieler-Fraktion, als er die kalifornischen Poker-Meisterschaften gewinnt.
Echtes Glück gibt es für Ben mit Jennifer Nummer zwei an seiner Seite. Bereits in "Pearl Harbor" und in "Daredevil" spielte der Comicfan neben Jennifer Garner, aber erst bei den Dreharbeiten zu "Elektra" funkte es. Da störte es Ben auch nicht weiter, dass sein Cameoauftritt am Ende aus dem Film geschnitten wurde.
Gekrönt wird das junge Glück durch die Geburt von Tocher Violet im Dezember 2005. Auch beruflich geht es nun für den "Sexiest Man Alive 2002" wieder steil bergauf. Im Biopic "Die Hollywood-Verschwörung" schlüpft er in die Rolle des ersten Superman-Darstellers George Reeves und gewinnt bei der 63. Biennale in Venedig den "Coppa Volpi" als bester Schauspieler.
Nach einem Auftritt in "Clerks 2" und dem Action-Kracher "Smokin' Aces" beeindruckt Affleck 2007 mit seinem Regiedebüt: "Gone Baby Gone". Der Thriller, der sich um das Thema Kindesentführung dreht, wird von den Kritikern sehr gelobt. Ein Jahr später ist Affleck in der Komödie "Er steht einfach nicht auf Dich" zu sehen, die allerdings nicht das ganz große Kinopublikum erreicht.
Demnächst steht wieder ein Regieprojekt an: Affleck soll beim Thriller "Arizona" das Zepter führen - dies wünscht sich zumindest das Filmstudio, das den Star hoffentlich erfolgreich locken kann.




































