True Grit
START 24.02.2011
WESTERN | 111 MINUTEN | USA 2010 | PARAMOUNT
TRUE GRIT, das neuste Werk der Coen-Brüder, wird am 10. Februar 2011 als Eröffnungsfilm der diesjährigen Berlinale gezeigt und feiert damit seine internationale Premiere: Ein knüppelharter Western im Stil von "No Country for Old Men".
Nach NO COUNTRY FOR OLD MEN schießen die COEN-Brüder wieder scharf: Ihr neuer Hit ist ein großartiger Western mit JEFF BRIDGES als Raubein mit Herz! Wieder begeben sie sich in karges, gesetzloses Brachland, um eine weitere düstere Moritat aus dem Westen, diesmal tatsächlich dem Wilden, in denkwürdige Bilder zu bannen. Und Bridges steigt in die Fußstapfen von John Wayne in seinem ersten Auftritt für die Coens seit THE BIG LEBOWSKY. Frank Ross wird in einem kleinen Kaff wegen einer Lappalie von Tom Chaney kaltblütig erschossen. Seine 14-jährige Tochter Mattie reist an, um den Leichnam abzuholen. Sie hat sich in den Kopf gesetzt, den Mörder zur Strecke zu bringen. Dafür heuert sie den kantigen Haudegen Rooster Cogburn an, der widerwillig einschlägt.D: Bridges, Matt Damon, Hailee Steinfeld
START 24.02.2011
WESTERN | 111 MINUTEN | USA 2010 | PARAMOUNT
Film Trailer
| Filmtrailer | 01.02.2011 |
| Theatrical trailer (englisch) | 05.10.2010 |
| Filmtrailer (englisch) | 06.10.2010 |
| Trailer (englisch) | 26.11.2010 |
START 24.02.2011
WESTERN | 111 MINUTEN | USA 2010 | PARAMOUNT
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Geburtstag: 21.09.1957 | Land: USAFILMOGRAFIE2010 | True Grit2009 | A Serious Man 2008 | Burn After Reading - Wer verbrennt sich hier die Finger? 2007 | No Country for Old Men 2006 | Paris je t'aime 2004 | Ladykillers weiter » |
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Geburtstag: 29.11.1954 | Land: USAFILMOGRAFIE2010 | True Grit2009 | A Serious Man 2008 | Burn After Reading - Wer verbrennt sich hier die Finger? 2007 | No Country for Old Men 2006 | Paris je t'aime 2004 | Ladykillers 2003 | Ein (un)möglicher Härtefall 2001 | The Man Who Wasn't There 2000 | O Brother, Where Art Thou? - Eine Mississippi-Odyssee 1999 | Blood Simple - Director's Cut 1997 | The Big Lebowski 1995 | Fargo 1994 | Hudsucker - Der große Sprung 1990 | Miller's Crossing weiter » |
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WESTERN | 111 MINUTEN | USA 2010 | PARAMOUNT
Colin Firth erstottert für "The King's Speech" vier Oscars, auch "Inception" erhält 4. Natalie Portman gewinnt unter Tränen, "True Grit" verliert 10 Mal!
"Wenn Du nominiert bist und dann Deinen Namen hörst - das fühlt sich an wie ein lautloses impressionistisches Gemälde?"So beschrieb Hollywoods Liebling Tom Hanks zu Beginn den besonderen Reiz einer Oscar-Verleihung. Dieser blumige Vergleich muss auch den großen Sieger Colin Firth verwirrt haben. Denn der Brite rang ganz wie seine stotternde Filmfigur König George in "The King's Speech" mit den richtigen Worten, nachdem er den magischen Satz "And the Oscar goes to? Colin Firth" gehört hatte: "Ich habe so ein komisches Gefühl im Bauch, das sich den Weg zu meinen Füßen bahnen will - aber meinen Freudentanz will ich lieber niemandem zumuten."
Den Rest seiner Dankesrede absolvierte Colin Firth sichtlich um Fassung bemüht im Stotterrhythmus - und dabei war garantiert kein Method Acting im Spiel: Der feinsinnige Brite steckte nicht etwa noch in seiner Rolle fest, er war schlicht vollkommen überwältigt.
Dabei war Colin Firths Sieg ebenso wenig überraschend wie der Preis für Natalie Portmans Glanzleistung in "Black Swan". Als Ballerina, die unter enormem Leistungsdruck die Grenzen ihres Körpers und ihrer Seele überschreitet, beeindruckte sie wie Millionen deutscher Kinozuschauer auch die ehrwürdige Academy - und nahm den Oscar als beste Hauptdarstellerin entgegen.
"Das ist der Wahnsinn!", rief Natalie Portman und kämpfte bei jedem Wort mit den Tränen. Sie dankte brav ihren Eltern sowie Luc Besson für ihre erste Rolle in "Leon - der Profi". Als sie sich schließlich an den Choreographen von "Black Swan", Benjamin Millepied, wandte, verlor Portman endgültig die Fassung: "Du hast mir die wichtigste Rolle meines Lebens gegeben", schluchzte Natalie dem Mann entgegen, von dem sie ein Kind erwartet.
Tränen dürfte es auch bei den Coen-Brüdern gegeben haben: Ihr Western-Remake "True Grit" war zehn Mal nominiert und ging dennoch vollkommen leer aus. Stattdessen wurde "The King's Speech" mit vier Goldjungs neben "Inception" (ebenfalls vier Preise) der meistausgezeichnete Film des Abends. Dabei heimste das berührende Monarchendrama, das insgesamt zwölf Mal nominiert war, allerdings den wichtigsten Oscar für den besten Film ein. Außerdem gewann Newcomer Tom Hooper gleich auf Anhieb den begehrten Regie-Oscar. Auch fürs Drehbuch gab's einen Academy Award. "Inception" erhielt die Preise eher in den kleineren technischen Kategorien wie Visual Effects, Kamera und Ton.
Auch der hochgehandelte "The Social Network" gewann nur drei von acht möglichen Oscars (adaptiertes Drehbuch, Schnitt und Musik). Dafür überraschte Autor Aaron Sorkin mit einem Plädoyer für Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, der im Film alles andere als gut wegkommt: Ohne ihn wäre keine Revolution in Nordafrika möglich geworden, gab Aaron Sorkin zu bedenken.
Einer der wenigen Momente schallenden Gelächters in einer ansonsten arg braven Oscar-Nacht war ausgerechnet Christian Bale zu verdanken. Er gewann den Preis für die beste Nebenrolle als Mark Wahlbergs Bruder in "The Fighter" und spielte auf der Bühne mit seinem Image als spaßgebremster Perfektionist: "Ich werde hier keine F**k-Arie ablassen, das kennt ihr ja schon zur Genüge von mir!" Bale hatte sich am Set von "Terminator 4" einen legendären Ausraster geleistet und einen Beleuchter minutenlang wüst beschimpft, weil dieser durchs Bild gelaufen war.
Auch der zweite Nebenrollen-Oscar ging an "The Fighter": Melissa Leo, die zuletzt schon für "Frozen River" nominiert gewesen war, wurde für ihren Part als biestige Mutter der boxenden Brüder Wahlberg und Bale ausgezeichnet. Sie benutzte in ihrer Dankesrede allerdings tatsächlich das böse F-Wort: "Als Kate Winslet hier oben stand, sah das so verf*ckt einfach aus!" In der US-Übertragung, die wegen des Superbowl-Eklats (Janet Jacksons "Nipplegate") um einige Sekunden zeitversetzt über den Äther ging, wurde diese Stelle prompt überpiept.
Den Auslands-Oscar gewann Susanne Bier für Dänemark mit dem Familiendrama "In einer besseren Welt". Ein deutscher Beitrag war in diesem Jahr ausnahmsweise nicht nominiert. Deutsche Oscar-Chancen hatten aber Hans Zimmer für die Musik in "Inception" sowie Jakob Schuh und Max Lang für ihren animierten Kurzfilm "Der Grüffelo" gehabt. Die Preise gewannen jedoch "The Social Network" respektive "The Lost Thing".
Als bester animierter Spielfilm wurde erwartungsgemäß "Toy Story 3" geehrt, der auch als bester Film nominiert gewesen war. Für Ausstattung und Kostüme erhielt Tim Burtons knallbunte Mär "Alice im Wunderland" zwei Oscars, beim Makeup triumphierte - fast zwangsläufig - "Wolfman".
Einiges Aufsehen erregte die Dankesrede von Charles Ferguson, der für seine Finanzkrisen-Doku "Inside Job" einen Oscar erhielt: "Vor drei Jahren wurde eine weltweite Finanzkatastrophe durch massive Betrügereien verursacht. Doch bis heute musste dafür noch kein einziger Finanz-Manager ins Gefängnis. Da läuft etwas völlig falsch!"
Ach ja, außer den Gewinnern waren auch noch zwei Moderatoren im Kodak Theatre von Los Angeles zugange. Allerdings fielen Anne Hathaway und James Franco kaum auf, obwohl Letzterer sogar als Hauptdarsteller in "127 Hours" (der bei sechs Nominierungen übrigens auch komplett leer ausging) selbst eine Oscar-Chance hatte. Wie mau die Gags der beiden waren, zeigte eine Rückblende auf Bob Hopes genial-pointierte Moderationen - die waren sogar in schwarzweiß lebendiger als die des Jahres 2011!
So war der schönste Oscar-Moment der 83. Verleihung auch nicht Anne Hathaway oder James Franco zu verdanken, sondern einer 94-jährigen Hollywood-Legende: Kirk Douglas! Am Stock gehend und mit schleppender, kaum noch zu verstehender Stimme verlieh er den Preis für die beste Nebendarstellerin. Dabei erwies er sich als galanter Charmeur: "Du siehst toll aus! Wo warst Du nur, als ich noch Filme gedreht habe?", fragte er eine mädchenhaft errötende Anne Hathaway.
Antwort: weit weg von einer Oscar-Verleihung - und das wäre wohl besser auch so geblieben?
Sollte 'Marshal' Jeff Bridges zum zweitenmal Colin Firth den Oscar vor der Nase wegschnappen, hätte er dabei keine Schuldgefühle.
Obwohl er Konkurrent Colin Firth in "The King's Speech" bewundert - den Oscar will Jeff Bridges auch in diesem Jahr selbst abräumen.Im letzten Jahr triumphierte Jeff Bridges mit "Crazy Heart" bei den Oscars über Colin Firth, der für "A Single Man" nominiert war. Die Geschichte soll sich Ende des Monats wiederholen, zumindest, wenn es nach Bridges geht.
Er ist für seine Leistung als schieß- und trinkfreudiger Marshal in "True Grit" nominiert und Colin Firth, weil er "The King's Speech" so grandios gehalten hat. Und wenn es tatsächlich schon wieder "And the Oscar goes to ... Jeff Bridges" heißt? "Dann werde ich mich kaum schuldig fühlen", lacht der 61-jährige. Man hat ja auch was davon: "Der Gewinn des Oscars war in ganz anderer Richtung hilfreich", erzählt Bridges, "Ich nehme gerade ein Album mit T-Bone Burnett auf. Das hat sich direkt aus dem Erfolg von "Crazy Heart" ergeben.
Wenn der Oscar für "Crazy Heart" bei einer Extra-Karriere als Sänger hilft - was um Himmels Willen plant Jeff Bridges dann mit einem für "True Grit"? Nun, es könnte ja auch gut sein, dass der lachende Dritte oder Vierte das Rennen macht, während alle auf Bridges und Firth schauen. Javier Bardem für "Biutiful" ist ebenso ein heißer Kandidat und James Franco für "127 Hours" sowieso.
Aber Trommeln gehört zum Geschäft. "Ein Teil meines Berufes ist es, ein Jahrmarktschreier zu sein", sagt Jeff Bridges. "Wenn du soviel Kraft in einen Film gesteckt hast, dann willst du ja auch, dass ihn die Leute ansehen." An den zahlreichen Promotion- und Werbeterminen stört ihn nur eines:
"Es tut mir sehr leid, dass mir so viele Filme entgehen. Aber die, die ich gesehen haben, waren fantastisch. "The King's Speech" beispielsweise ist wundervoll!" Faire Geste.
Die Verleihung der Oscars 2011 findet am 27. Februar im Kodak Theatre in Los Angeles statt.
Jeff Bridges gegen Dämonen: In "The Seventh Son" bildet er einen Jungen mit übernatürlichen Kräften im Kampf Gut gegen Böse aus.
Die Romanverfilmung könnte der Auftakt für eine neue Fantasyserie á la "Harry Potter" und "Twilight" werden.Besser könnte es für Jeff Bridges momentan nicht laufen. Mit "Tron: Legacy" lockt er derzeit die Massen ins Kino, mit "True Grit" hat er sich im zweiten Jahr in Folge eine Oscarnominierung gesichert. Jetzt nimmt der smarte Mime Kurs auf einen potentiellen Serien-Blockbuster: In dem Fantasyfilm "The Seventh Son" spielt Bridges einen Exorzisten, der seinen jungen Nachfolger ausbildet.
Sein Zögling ist der 13-jährige Tom, der im England des 18. Jahrhunderts auf einer abgelegenen Farm lebt. Tom ist der siebte Sohn eines siebten Sohnes - eine ungewöhnliche Herkunft, die ihm nicht minder ungewöhnliche Fähigkeiten beschert hat. Er sieht Geister und Hexen, kann mit dieser Gabe jedoch nichts anfangen. Bis ein Mann namens The Spook (True Grit) auftaucht: Er ist ein Exorzist und verdient sein Brot mit der Jagd auf jene Zwischenweltwesen.
Ein Film voller Oscar-Kandidaten
Unter den Arbeitstiteln "The Last Apprentice" und "The Spook's Apprentice" kursierte das Drehbuch schon seit geraumer Zeit in Hollywood. Es basiert auf der erfolgreichen Fantasy-Jugendbuchreihe "The Wardstone Chronicles" von Joseph Delaney und könnte somit in Konkurrenz zu Verfilmungen wie "Harry Potter" und "Twilight" treten.
Wie nah sich das Skript am Original bewegen wird, ist fraglich. Für die Rolle des jungen Exorzisten-Zöglings ist momentan Alex Pettyfer im Gespräch - und der hat die 13 schon lange hinter sich gelassen. Eine weitere Aspirantin für das Filmteam ist Oscar-Kandidatin Jennifer Lawrence: sie soll eine vermeintliche Hexe darstellen. Regie führt Sergei Bodrov. Ein Starttermin steht noch nicht fest.
Colin Firth sorgt als Stotter-Monarch in "The King's Speech" für 12 Oscar-Chancen, Jeff Bridges im Western "True Grit" für 10. "Black Swan" enttäuscht.
Königlicher Zungen-Akrobat gegen Western-Veteran mit Augenklappe.Das sind Helden, wie Hollywood sie liebt: Colin Firth glänzt im wundervollen Historienfilm "The King's Speech" als englischer König George VI, der den Thron nie wollte, weil er schlimm stottert, und dann doch am Vorabend des Zweiten Weltkriegs Britannien auf den Kampf gegen Hitler einschwören soll. Die gefühlvoll inszenierte Antihelden-Geschichte wurde von der Academy of Motions Picture Arts and Sciences für sage und schreibe 12 Oscars nominiert - und ist damit sicher auch der Favorit auf die Auszeichnung als bester Film.
Dahinter folgt der neue Streich der Academy-Lieblinge Joel und Ethan Coen, die zuletzt mit "No Country for Old Men" abgeräumt hatten. Ihr Remake des John Wayne-Klassikers "Der Marshall" unter dem Titel "True Grit" bringt es für die Verleihung am 27. Februar auf insgesamt 10 Nominierungen. Darunter selbstverständlich auch Jeff Bridges, der in die offensichtlich doch nicht unausfüllbaren Fußstapfen von John Wayne tritt.
Trotzdem gilt Colin Firth als Favorit auf den Oscar für den besten Hauptdarsteller, nicht zuletzt da Bridges erst letztes Jahr den Oscar für "Crazy Heart" gewann. Bestenfalls Außenseiterchancen haben Jesse Eisenberg als Facebook-Gründer in "The Social Network", James Franco als Outdoor-Freak in "127 Hours" und Javier Bardem in "Biutiful", dessen Film auch als Favorit in der Kategorie Bester nicht-englischsprachiger Film gehandelt wird - ein deutscher Beitrag ist dort diesmal leider nicht nominiert.
Als Gewinner dürfen sich zudem schon jetzt das Facebook-Drama "The Social Network" und Christopher Nolans SciFi-Verwirrspiel "Inception" mit 8 Nominierungen zählen. Das Box-Drama "The Fighter" mit Mark Wahlberg und Christian Bale, beide auch als Darsteller nominiert, bringt es auf 7 Oscar-Chancen, dann folgt mit 6 Nominierungen das Extremsportler-Drama "127 Hours" von "Slumdog Millionär"-Macher Danny Boyle um einen Mann, der sich den eigenen Arm abtrennt.
Erst dann reiht sich der im Vorfeld schwer gehypete Ballett-Thriller "Black Swan" ein, der es überraschend auf lediglich 5 Oscar-Chancen bringt. Trotzdem ist Natalie Portman weiter die unantastbare Favoritin für den Oscar als beste Hauptdarstellerin: Die Mitbewerberinnen Nicole Kidman im Familiendrama "Rabbit Hole", Annette Bening im Patchwork-Familienfilm "The Kids Are All Right", Jennifer Lawrence im Südstaatendrama "Winter's Bone" und Michelle Williams im Liebestagebuch "Blue Valentine" haben nicht annähernd so eindringliche schauspielerische Leistungen zu bieten.
Ebenfalls 5 Nominierungen gab's etwas überraschend für "Toy Story 3", der nicht nur als bester Animationsfilm, sondern auch als bester Film nominiert ist, dazu in den Kategorien Drehbuch, Filmsong und Tonschnitt.
Als beste Filme sind konsequenterweise hauptsächlich die Filme nominiert, die auch insgesamt die meisten Nominierungen erhielten. Neben den erwähnten "The King's Speech", "True Grit", "The Social Network", "Inception" (der allerdings fast nur in "technischen" Kategorien nominiert ist), "The Fighter", "127 Hours", "Der Seeräuber" und "Toy Story 3" sind das außerdem "The Kids Are All Right" (4 Nominierungen) und "Winter's Bone" (ebenfalls 4).
Der Regisseur trägt enorm zum Gelingen oder Scheitern des gesamten Films bei, meint auch dieses Jahr wieder die Academy, und so sind die Macher der multipel nominierten Filme auch hier ganz vorn dabei. Tom Hooper dürfte logischerweise für "The King's Speech" die besten Karten haben, gefolgt von den Coens für "True Grit", die aber möglicherweise schon den ein oder anderen Preis zu viel gewonnen haben. David Fincher für "The Social Network", David O. Russell für "The Fighter" und Darren Aronofsky für "Black Swan" werden wohl das Nachsehen haben.
Klarer Favorit auf den Oscar als bester Nebendarsteller ist eindeutig Geoffrey Rush, der in "The King's Speech" den exzentrischen Sprachtherapeuten von King George spielt. Christian Bale hat als Mark Wahlbergs Boxer-Bruder in "The Fighter" eine Außenseiterchance.
Enger geht's bei den Damen zu: Die junge Hailee Steinfeld gilt als Geheimtipp, sie bittet in "True Grit" Jeff Bridges um Hilfe bei der Suche nach dem Mörder ihres Vaters. Amy Adams spielt in "The Fighter" groß auf, ihre Kollegin Melissa Leo (zuletzt für "Frozen River" nominiert) macht ihr im selben Film direkte Konkurrenz. Auch Helena Bonham Carter könnte als Ehefrau von Colin Firth alias König George in "The King's Speech" gewinnen und von einem möglichen Goldregen in anderen Kategorien profitieren. Für Jackie Weaver aus "Animal Kingdom" gilt dagegen wohl eher die alte Oscar-Platitüde: "Es ist schon eine Ehre, nur nominiert zu sein?"
Voll ins Schwarze: Mit ihrer Neuinterpretation des John-Wayne-Westerns "Der Marshall" eröffnen die Coen-Brüder am 10.2. das Festival in Berlin.
Sie brachten schon den "Dude" an die Spree..."True Grit", die Neuinterpretation des John Wayne-Westerns "Der Marshall", eröffnet die kommende Berlinale am 10. Februar 2011. Joel und Ethan Coen kehren damit nach mehr als einem Jahrzehnt nach Berlin zurück, wo sie 1998 "The Big Lebowski" im Wettbewerb präsentiert hatten.
"Joel und Ethan Coen stehen für erstklassiges amerikanisches Independent-Kino. Mit ihrem Faible für Ironie, schräge Charaktere und Geschichten haben sie immer wieder das Publikum begeistert. 'True Grit' ist ein schöner Kinoauftakt für die Berlinale 2011", erklärt Festivaldirektor Dieter Kosslick die Wahl des Eröffnungsfilms, der als internationale Premiere außerhalb des Wettbewerbs gezeigt und am 24. Februar in die deutschen Kinos kommt.
Für John Waynes Spätwerk um einen Marshall, der einem Mädchen bei der Suche nach dem Mörder ihrer Eltern hilft, hatte dieser endlich einen Oscar gewonnen und daraufhin gescherzt: "Wenn ich gewusst hätte, dass ich dafür einfach nur eine Augenklappe aufsetzen muss, hätte ich das schon früher getan." In die nicht gerade kleinen Fußstapfen eines der größten Helden Hollywoods tritt in der Neuverfilmung Jeff Bridges, seit "Crazy Heart" ebenfalls Oscar-gekrönt. Damit schließt sich auch für den "Dude" aus "The Big Lebowski" ein Kreis...



































