Jonas Hämmerle
Regisseur Michael Bully Herbig und "Wickie"-Darsteller Jonas Hämmerle verraten erste Geheimnisse aus "Wickie und die starken Männer".
Derzeit dreht Bully in den Bavaria Film Studios bei München seine neue Komödie "Wickie und die starken Männer". Für KINO.DE nahmen sich der Regisseur und sein kleiner Hauptdarsteller Zeit für ein kurzes Gespräch.» Bully, übernimmst du in deinem neuen Film "Wickie und die starken Männer" wieder eine Rolle?
MICHAEL BULLY HERBIG: Das war nicht geplant. Aber wir haben eine klitzekleine Rolle für mich gefunden. Eine Figur, die in der TV-Serie nicht vorkam - mehr wird nicht verraten. Jemand hat mich mal gefragt, ob ich den Wickie spiele. Das fasse ich als Kompliment auf.
Für die Hauptrolle haben wir nach einem Casting mit 600 Kindern die perfekte Besetzung gefunden. Viele Mädchen glauben ja, Wickie sei ein Mädchen, während Jungs wissen, dass es sich um einen Jungen handelt. Aber es gibt eine Folge, in der Wickie mit Seelöwen schwimmt, da sieht man überraschenderweise sehr deutlich, dass er tatsächlich ein Junge ist.
» Jonas, wie war das Vorsprechen mit Bully?
JONAS HÄMMERLE: Er hat mich gefragt, was mein Lieblingsfilm ist. Da hab ich gesagt "Der Schuh des Manitu".
Bully: Deshalb hat Jonas die Rolle bekommen.
» Jonas, kannst du uns ein wenig über dich verraten?
Jonas: Ich bin zehn Jahre alt und komme aus Berlin-Zehlendorf. Während der Dreharbeiten muss ich nicht zur Schule gehen, sondern bekomme Nachhilfeunterreicht von einem Privatlehrer. Aber meine Klassenkameraden sind nicht neidisch, sondern freuen sich für mich. In meiner Freizeit spiele ich gerne Fußball und Tennis, mache Taekwondo und spiele Cello.
Bully: Das habe alles ich ihm beigebracht.
» Hast du schon Erfahrung als Schauspieler?
Jonas: Ja, "Wickie und die starken Männer" ist mein dritter Film. Ich habe schon den Kinofilm "Morphus" und den Fernsehfilm "Das Kuckuckskind" gedreht, aber die waren beide bisher noch nicht zu sehen. Außerdem bin ich schon für einen Auto-Werbespot vor der Kamera gestanden.
» Als Hauptdarsteller hast du sicher viel Text. Kommst du mit dem Auswändiglernen der vielen Dialoge zurecht?
Jonas: Ja, ich bereite mich immer nur für den nächsten Drehtag vor und muss deshalb nicht das ganze Drehbuch auswendig lernen.
Bully: Das ist mehr, als mancher erwachsene Schauspieler hinbekommt.
» Könnt ihr beide euch mit Wickie identifizieren?
Jonas: Ich bin auch klein, nur 1,32 Meter. Deshalb denken manche, ich wäre erst acht, aber ich bin schon zehn. Außerdem habe ich auch manchmal ganz schlaue Ideen - allerdings nicht ganz so verrückte wie Wickie.
Bully: Früher konnte ich mich natürlich besser mit Wickie identifizieren. Aber ich bin auch klein, und ab und zu habe ich auch gute Einfälle. Als Kind habe ich die Serie geliebt und einen hysterischen Anfall bekommen, wenn ich eine Folge verpasst habe. Sie hat einen ganz besonderen Charme und eine subtile Botschaft: Nicht immer kommt man mit Gebrüll weiter.
» Bully, warum drehst du dieses Mal ohne deine Kumpels aus der "bullyparade", Rick Kavanian und Christian Tramitz?
Bully: Ich möchte dem Original möglichst treu bleiben. Keine prominenten Gesichter sollen von den Figuren ablenken, außerdem will ich nicht in eine Parodie abgleiten. Deswegen haben wir die Darsteller der "starken Männer" über ein Fernseh-Casting gesucht. Wir wollten einfach diejenigen finden, die am besten auf die Rollen passen. Jetzt verkörpern vier Profis und zwei Laien die wilde Wikingertruppe.
» Kannst du schon etwas über die Handlung verraten?
Bully: Wir haben eine völlig neue Geschichte geschrieben, aber Fans der Serie werden natürlich Einiges wiedererkennen. Wir bauen in den Bavaria Film Studios in München das Wikingerdorf Flake nach, werden aber auch auf Malta drehen - vor allem die Szenen auf offenem Meer. Das ist ja das Schlimmste, was einem als Regisseur passieren kann: ein Dreh mit Kindern, mit Tieren oder auf dem Wasser - wir haben alles.











