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Jude Law

Portrait von Jude Law
Jude Law

User-Bewertung

6 VOTES
97%
GEBURTSTAG:
29.12.1972 in Black Heath, London

LEBT IN:
Großbritannien

Kurzinfo

"Mein Vater baut Schiffe, und ich segle damit." Der Satz aus "Der talentierte Mr. Ripley" trifft auf eine Reihe von Personen zu, die der britische Schauspieler Jude Law seit seinem sensationellen Debüt in "Shopping" verkörperte.
Meist sind es launische Egoisten, die ihr Leben ganz nach ihren Vorstellungen sorglos leben, keine Tradition oder Verantwortung kennen und sich herkömmlichen Moralvorstellungen bewusst entziehen. Der ...

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GEBURTSDATUM: 29.12.1972 | GEBURTSORT: GROßBRITANNIEN
"Mein Vater baut Schiffe, und ich segle damit." Der Satz aus "Der talentierte Mr. Ripley" trifft auf eine Reihe von Personen zu, die der britische Schauspieler Jude Law seit seinem sensationellen Debüt in "Shopping" verkörperte.
Meist sind es launische Egoisten, die ihr Leben ganz nach ihren Vorstellungen sorglos leben, keine Tradition oder Verantwortung kennen und sich herkömmlichen Moralvorstellungen bewusst entziehen. Der von seinem Freund Tom Ripley (Matt Damon) ermordete Dickie brachte Law eine Oscar-Nominierung und einen British Academy Award als bester Nebendarsteller ein.
In "Shopping" fuhren Law und seine zeitweilige Ehefrau Sadie Frost hemmungslos mit Luxusautos Fensterscheiben zu Bruch, um die Konsumwelt zu brüskieren - bis dieses Vergnügen ein tödliches Ende findet. Als junger schwuler Lord spielte Law bedenkenlos mit den Gefühlswelten des Schriftstellers "Oscar Wilde" (Stephen Fry). Die Rolle dieses Exzentrikers brachte ihm mehrere britische Filmpreise ein.
Ähnlich angelegt waren seine Rollen als Vampir in "Die Weisheit der Krokodile", als schwuler Liebhaber eines reichen Südstaatlers (Kevin Spacey) in Clint Eastwoods Gesellschaftskrimi "Mitternacht im Garten von Gut und Böse" und als durch einen Unfall an den Rollstuhl gefesselter Jerome, der im Science-Fiction-Film "Gattaca" die nötigen Gene der Elite hat und sie mit seinem Freund Vincent (Ethan Hawke) tauscht.
Als Begleiter von Spieledesignerin Jennifer Jason Leigh reiste Law in David Cronenbergs "eXistenZ" durch die virtuellen Welten des Cyberspace, als künstlicher Mensch in Steven Spielbergs "A. I. - Künstliche Intelligenz" stand er dem jungen David (Haley Joel Osment) auf der Flucht vor Kopfgeldjägern zur Seite.
Als Scharfschütze an der Front des Zweiten Weltkriegs in Stalingrad in Jean-Jacques Annauds "Duell - Enemy at the Gates" gelang ihm in absoluter Konzentration eine beinahe meditative Darstellung der Person des Heckenschützen.
Wegen seiner makellosen Gesichtszüge und der Ähnlichkeit mit dem jungen Alain Delon wird Law als schöner "eiskalter Engel" mit ähnlichen schauspielerischen Fähigkeiten eingeschätzt. In Sam Mendes' düsterem Gangster-Epos "Road to Perdition" spielte er aber ebenso überzeugend gegen sein Image als Schönling und bewies als Furcht einflößendes Narbengesicht Maguire seine dunkle Seite.
Für das hochkarätig besetzte Drama "Unterwegs nach Cold Mountain" arbeitete Law erneut mit Anthony Minghella zusammen: Als verwundeter Deserteur kämpft er sich während des amerikanischen Bürgerkrieges 300 Meilen nach Hause zurück, wo seine Liebe Ada (Nicole Kidman) auf ihn wartet.
Eine neue Erfahrung konnte Law mit dem Science Fiction-Abenteuer "Sky Captain and the World of Tomorrow" machen, da er seine Rolle des tollkühnen, titelgebenden Piloten komplett in digitalen Kulissen spielen musste. Sein eigenes Image als Schönling nimmt Law in der außergewöhnlichen Farce "I Heart Huckabees" als aalglatter, opportunistischer Yuppie auf die Schippe, während er in Mike Nichols' "Hautnah" Leinwand und Bett Julia Roberts teilen darf.
Jude Law trat in Alfie das Erbe von Originaldarsteller Michael Caine als gewissenloser Herzensbrecher an, turtelte in der Weihnachtskomödie "Liebe braucht keine Ferien" mit Cameron Diaz und gab in Wong Kar-Wais poetischem "My Blueberry Nights" den lange unerkannten Traummann von Norah Jones.
Law war zudem einer von drei Schauspielern, die in Terry Gilliams Märchenspektakel "Das Kabinett des Dr. Parnassus" die Rolle des während der Dreharbeiten verstorbenen Heath Ledger weiterführte.
Die Rolle als intelligenter und ausnahmsweise höchst attraktiver Dr. Watson in Guy Ritchies Neuinterpretation von "Sherlock Holmes" neben Titelheld Robert Downey jr. führte Law dann wieder in Blockbuster-Gefilde.
Spannend ist Jude Laws Auftritt im kleinen aber feinen SciFi-Schocker "Repo Men": Als Zwangsvollstrecker operiert er Patienten Spenderorgane wieder heraus, die diese nicht bezahlen können. Doch dann trifft es ihn selbst.
Jude Law spielt regelmäßig Theater, in London und New York unter anderem an der Seite von Kathleen Turner.
Er war von 1997 bis 2003 mit der Schauspielerin Sadie Frost verheiratet und hat mit ihr drei gemeinsame Kinder.
GEBURTSDATUM: 29.12.1972 | GEBURTSORT: GROßBRITANNIEN
Jude Law und Sienna Miller gehen getrennte Wege 09.02.2011

Angeblich war die Beziehung der beiden Schauspieler in einer Sackgasse angelangt. Jetzt sind Jude Law und Sienna Miller wieder zu haben.

Sie können nicht mit, aber auch nicht ohne einander. Aber Letzteres wollen sie jetzt doch wieder versuchen.
Jude Law und Sienna Miller haben zum zweiten Mal ihre Verlobung gelöst. Irgendwie scheinen die beiden Schauspieler den endgültigen Schritt vor den Altar nicht zu schaffen. Zum Glück haben sie noch rechtzeitig gemerkt, dass ihre Beziehung am Ende angekommen ist.
Angeblich gehen Jude Law und Sienna Miller bereits seit Wochen wieder getrennte Wege. Ein Sprecher der beiden ließ verlauten, dass sie sich in aller Freundschaft voneinander verabschiedet hätten und auch weiterhin Kontakt halten werden. Schon 2005 wollten sich Sienna Miller und Jude Law das Ja-Wort geben. Doch dann kam eine Affäre mit dem Kindermädchen dazwischen.
Nach drei Jahren Trennung und diversen Affären, die zumindest Womanizer Jude Law weiteren Nachwuchs bescherten, schienen es die beiden Ende 2009 doch nicht mehr ohne den anderen auszuhalten. Erst im Mai vergangenen Jahres gaben sie erneut ihre Hochzeitspläne bekannt. Aber manchmal hat es eben einen tieferen Sinn, warum es schon beim ersten Mal nicht so richtig geklappt hat ?
"Heath starb nicht wegen des Jokers!" 12.01.2010

Terry Gilliam drehte "Das Kabinett des Dr. Parnassus" ohne seinen Hauptdarsteller fertig. Der Regisseur über seinen Blick auf den Tod von Heath Ledger.

Als Heath Ledger am 22.1.2008 durch einen tödlichen Medikamentencocktail ums Leben kam, war nicht nur die Filmwelt fassungslos. Terry Gilliam steckte zu dieser Zeit mitten in den Dreharbeiten zum Fantasy-Spektakel "Das Kabinett des Dr. Parnassus", in dem Ledger die Hauptrolle spielte. Heute erzählt der Regisseur, warum er den Film entgegen seinem ursprünglichem Vorhaben trotzdem fertig stellte, wem er das verdankt und wie er persönlich mit der unfassbaren Nachricht umging.
Wie haben Sie vom Tod Heath Ledgers erfahren?
TERRY GILLIAM: Ich darf gar nicht daran zurückdenken. Wir hatten drei Tage vorher noch in London gedreht und sehe noch immer, wie er in der letzten Szene um die Ecke bog. Ich bin nach Vancouver geflogen und Heath nach New York. Plötzlich kam meine Tochter Amy und sagte, komm mit, es ist was Schreckliches passiert. Und dann sahen wir die Meldung auf der BBC-Webside "Heath Ledger tot aufgefunden". Erst habe ich das für einen obskuren PR-Gag gehalten. Dann wurde mir klar, Heath ist wirklich tot. Ich war zu keinem Gedanken mehr fähig und wie vor den Kopf geschlagen.
Haben Sie vorher etwas Auffälliges bemerkt? Die Zeitungen schreiben von einer morbiden Atmosphäre.
Bullshit! Glauben Sie nicht, was sich irgendwelche Schreiberlinge aus den Fingern saugen. Da war nichts von düsterer Atmosphäre zu spüren, und das Gerede, die Rolle des Jokers habe ihn verrückt gemacht, ist blühender Unsinn. Dieses dämliche Geschichten-Erfinden nervt mich, das hat Heath nicht verdient. Heath war voller Lebenslust und Energie und keiner dieser Method-Actor-Typen oder Neurotiker, die ihr Ego nicht unter Kontrolle haben, sondern stand mit beiden Beinen auf dem Boden, wie ein Fels. Und er machte die Stunts ohne Angst selbst, auch wenn es mal haarig war. Ein großzügiger und großartiger Mensch. Jeder Tag mit ihm war ein Erlebnis. Das Problem war, dass er nicht schlief. Er schwebte irgendwie. Aber Drogen hat er nicht genommen, nur Medikamente, die ihm der Arzt verschrieben hat. Ich kann immer noch nicht fassen, dass er tot ist. Im ersten Moment wollte ich auch alles hinschmeißen. "Das Kabinett des Dr. Parnassus" ohne Heath konnte ich mir nicht vorstellen.
Aber dann haben Sie den Film doch weitergedreht.
Eine Woche war ich wie gelähmt. Meine Tochter und Kameramann Nicola Pecorini ließen mir keine Ruhe, haben mir ständig in den Ohren gelegen, du musst den Film fertig stellen, Heath will es und irgendwann gab ich meinen Widerstand auf und dachte, vielleicht kriegen wir doch noch alles hin. Den beiden ist es zu verdanken, dass "Parnassus" die Leinwand erblickt hat. Ohne ihre Geduld und Durchsetzungsfähigkeit hätte ich aufgegeben.
Und wie kam es dann zur Besetzung mit Johnny Depp, Jude Law und Colin Farrell?
In meiner Not habe ich Johnny Depp als ersten angerufen, ich hatte keinen Plan und sagte, Johnny, was soll ich machen? Die Idee, dass sich die Figur jedes Mal anders darstellt, wenn sie durch den Spiegel schreitet, ist ein Kniff, um das Trio unterzubringen. Ich hoffe, dass es geklappt hat. Glück im Unglück war, dass sich seine Dreharbeiten zu "Public Enemies" verschoben und Johnny mitmachen konnte. Ich hatte schon Probleme mit manchen Szenen, in denen Heath auftreten sollte. Aber habe dann doch am Skript festgehalten und auch die Dialoge nicht geändert.
Hört sich alles ziemlich gespenstisch an.
Kann man so sagen, wir kriegten schon manchmal eine Gänsehaut, vieles erhielt plötzlich eine andere Bedeutung. So weigerte sich Christopher Plummer erst zu sagen "It's a romance, a comedy, a tale of unforeseen death". Aber ich bestand darauf. Heath hätte gewollt, dass wir den Film beenden. Ich finde es toll, dass Johnny, Colin und Jude eingesprungen sind. Die ganze Gage ging an Heaths Tochter.
Downey Jr. gefährdet "Holmes"-Sequel 05.01.2010

Witz, liberal oder geschmacklos? Laut Robert Downey Jr. könne Sherlock Holmes durchaus auch ein physisches Faible für Dr. Watson haben.

Sherlock Holmes turtelt mit Dr. Watson? Für Robert Downey Jr. naheliegend, für Literatur-Puristen Blasphemie - und auch die Rechte-Inhaberin zeigt sich alles andere als erbaut von dieser Vorstellung.
Robert Downey Jr., Star aus "Iron Man" und ab 28. Januar auch hierzulande als "Sherlock Holmes" zu betrachten, ist ja generell nie um einen flotten Spruch verlegen. Allerdings sollte er aufpassen, sich nicht sein Kerngeschäft kaputt zu quatschen.
Aktuell lösen seine lockeren Ausführungen in der Show von Talker David Letterman stark gemischtes Echo aus. Hier hatte der Schauspieler nämlich angeregt, das geplante Sequel zu "Sherlock Holmes" um homoerotische Aspekte zu bereichern. Bei dem von ihm verkörperten Meisterdetektiv könne es sich sehr wohl um einen "sehr männlichen Schwulen" handeln. Nicht das erste Mal, dass Downey Jr. das Verhältnis des Kult-Ermittlers zu seinem Chronisten und Begleiter Dr. Watson - im Film verkörpert von Jude Law - tendenziös kommentierte: "Wir sind zwei Männer, die Zimmer samt Bett teilen und gerne ringen" lautete eines seiner süffisanten Statements.
Nicht so witzig fand das allerdings Andrea Plunkett, die Inhaberin der US-Rechte an der Romanfigur: "Ich hoffe, es handelt sich nur um ein Beispiel für Downeys Sinn für schwarzen Humor", äußerte sie sich zu dem brisanten Thema. Sie habe beim besten Willen nichts gegen Schwule - wohl aber gegen Menschen, die den Geist der Bücher verfälschen wollen. "Es wäre zwar eine drastische Maßnahme, aber ich müsste die Rechte für weitere Filme entziehen, wenn das eines der zukünftigen Themen wäre." Somit ginge auch Downey Jr. ein Engagement flöten, dass ihn vermutlich im Laufe mehrerer geplanter Fortsetzungen noch viele Millionen Gage aufs Konto gespült hätte. Wer's hat...
Und auch, wenn Jude Law zweifellos eine Verlockung für Männlein wie Weiblein darstellen kann: Besonders werksgetreu wäre diese Variante tatsächlich nicht. Im ganzen Holmes-Zyklus von Sir Arthur Conan Doyle gibt es letztlich nicht eine in homophobe Richtung interpretationsfähige Stelle. Selbst, wenn seit Erscheinen der Romane immer wieder versucht wird, den beiden Figuren diese Neigung mit auf den literarischen Weg zu geben.
Guy Ritchie dreht Homo-Holmes 04.08.2009

In der Sherlock-Holmes-Verfilmung von Guy Ritchie teilt der berühmteste Detektiv der Welt sein Bett mit Gehilfe Watson.

Eine Schnüffelei mit Anfassen präsentiert Guy Ritchie in seiner Version von "Sherlock Holmes" - glaubt man Hauptdarsteller Robert Downey Jr.
An Action und Explosionen wird es auch in Guy Ritchies neuem Filmwerk "Sherlock Holmes" mit Robert Robert Downey Jr. als opiumsüchtigen Superschnüffler und Jude Law als dessen ergebenem Assistenten Dr. Watson nicht mangeln. Der Brite hat jedoch eine Überraschung für alle Krimifreunde parat: Das Ermittlerduo teilt sich nicht nur die akribische Jagd nach Verbrechern, sondern auch das Bett.
Ja, richtig gelesen! Downey verriet sogar ein paar pikante Details: "Wir spielen zwei Männer, die Zimmerkameraden sind, viel miteinander ringen und ein Bett zusammen teilen. Das ist knallhart!" Das kann man wohl sagen. Wobei beide Darsteller bereits Erfahrungen im Spielen von homoerotischen Rollen haben. Downey kommen für die Rolle sogar seine Drogeneskapaden zu gute. Wie der Top-Detektiv steckte der 43-Jährige in der Vergangenheit seine Nase gerne in ein Häufchen Koks. Im Januar werden wir wissen, wie viel von dieser Meldung wahr ist...
Bescheidener Spätzünder 18.03.2009

In der Untergrundkomödie "Rock'n Rolla" gibt Tom Wilkinson einen knurrigen Gangsterboss - eine Rolle, die der Brite wie gewohnt mit Bravour spielt.

Er war in "Hamlet" und anderen großen Bühnenrollen zu sehen. Doch erst, als Wilkinson für "Ganz oder gar nicht" die Hüllen fallen ließ, fühlte sich auch die Filmwelt richtig angezogen.
"Ganz oder gar nicht" im Jahr 1997 war die Wendemarke in der Karriere des Briten. Eine charmante Komödie mit sozialem Gewissen, in der er sich als Spießer vorstellte und als Stripper verabschiedete. 21 Jahre zurück lag damals sein Filmdebüt "Die Schattenlinie".
Mittlerweile hat sich Tom Wilkinson als Schauspieler so herausgeputzt, dass er zu den gefragtesten Darstellern gehört - besonders wenn es darum geht, einen "typischen Briten" zu besetzen: Graumeliertes Haar gepaart mit einem Schuss behäbiger Höflichkeit und einem feinen, machmal boshaftem Humor. Den zeigt er jetzt in Guy Ritchies Gangsterposse ""RocknRolla" an der Seite von Gerard Butler und Thandie Newton. Wilkinson spielt den verschlagenen Unterwelt-Don Lenny Cole, der auf die feine englische Art versucht, einen frisch verliehenen Batzen Geld gleich wieder zurückzugaunern.
Dass es mit seinem Durchbruch so lange dauerte, sieht Wilkinson heute gelassen: "Ich bin für die Schauspielerei gut geeignet, bin ziemlich fatalistisch eingestellt. Wenn etwas nicht passiert, passiert es eben nicht, viel daran ändern kann man nicht." Dieses Understatement passt zu vielen seiner Rollen - Figuren mit unterdrückten Emotionen, auf deren Explosion man wartet.
In Interviews wirkt Wilkinson ausgeglichen und freundlich, präsentiert sich gerne als Promi-Analphabet. So soll er Jackie Chan anfangs für die Regisseurin seines US-Debüts "Rush Hour" gehalten haben. Der Mann mit der sanft-sonoren Stimme strahlt Selbstbewusstsein aus, kennt aber auch seine Grenzen: "Herausforderungen sind eher nichts für mich", erklärte er einst.
"An meine tote Großmutter dachte ich jedenfalls nicht", witzelte er auf die Frage, wie er sich auf seine oscarnominierte Rolle, auf den Schmerz eines plötzlich kinderlosen Vaters im Drama "In the Bedroom" von 2000 eingestimmt hatte. "Es ist nicht meine Trauer, sondern die meiner Figur. Hätte ich mir dafür den Tod meiner eigenen Kinder vorgestellt, wäre ich verrückt geworden."
Richtig aus der Spur gerät Wilkinson nur auf der Leinwand, so als Staranwalt Arthur Edens in "Michael Clayton", den sein Gewissen zerfrisst. Mit der Rolle des manisch-depressiven Mannes, der unter seiner Schuld zerbricht, ging er 2008 erneut ins Oscarrennen.
Doch Wilkinson kann noch mehr: So gab er den väterlich-gutmütigen Typen als Gutsbesitzer in "Ride With The Devil", den betrogenen Ehemann in "Geliebte Lügen" oder den verliebten Verehrer von Helen Hunt in "Good Woman - ein Sommer in Amalfi". Aber er kann auch brutal sein, wie als Jude Laws Vater in "Oscar Wilde", als Mafiaboss in "Batman Begins" oder als Machtmensch, der "Das Mädchen mit dem Perlenohrring" vergewaltigen wollte.
Überhaupt ist der Sexualtrieb einiger Rollen, die Wilkinson spielte, manchmal recht ausgeprägt: Als "Der Priester" schlief er mit seiner Haushälterin, als Arzt in "Vergiss mein nicht!" mit Praxishelferin Kirsten Dunst und als Familienvater in "The Governess" mit Erzieherin Minnie Driver. Dass sein größter Erfolg "In the Bedroom" heißt, ist freilich nur Zufall. Heute läuft es für Wilkinson mit Rollen wie in "Rock'n Rolla" oder davor in "Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat auch jenseits von Eden bestens.
Privat ist der Lyrikliebhaber und Absolvent der Royal Academy of Dramatic Arts seit 1988 mit seiner Kollegin Diana Hardcastle verheiratet und hat zwei Töchter Alice und Molly.
Die Orientierungslosigkeit, die er durch seinen unsteten Vater als Kind spürte, scheint vorbei. Papa Wilkinson war erst in der Landwirtschaft tätig, wanderte dann mit der Familie nach Kanada aus, wo er fünf Jahre als Schmelzer arbeitete um nach seiner Rückkehr bis zu seinem Tod ein Pub zu führen.
Wilkinson lernte lieber Golf und belegte so manchen Kurs, wenn die Angebote ausblieben. Der Mann, der schon "König Lear" war, nimmt die Dinge eben gern so, wie sie kommen und verzichtet auf übertriebene Ansprüche und Allüren: "Bis zu meinem 40. Lebensjahr hatte ich kein eigenes Haus. Ich bin zufrieden, wenn ich genug Geld für eine Flasche Wein und ein gutes italienisches Essen habe." Es sei ihm gegönnt.
GEBURTSDATUM: 29.12.1972 | GEBURTSORT: GROßBRITANNIEN
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GEBURTSDATUM: 29.12.1972 | GEBURTSORT: GROßBRITANNIEN

Familie

Mutter: Maggie Law (Lehrerin)
Vater: Peter Law (Lehrer)
Schwester: Natasha Law (Fotografin)
Ehefrau: Sadie Frost (Schauspielerin, 1997 - 2003)
Lebenspartnerin: Sienna Miller (Schauspielerin, November 2006 getrennt)
Tochter: Iris Law (von Sadie Frost)
Söhne:
Rafferty Law (von Sadie Frost)
Ruby Law (von Sadie Frost)
Finley Kemp (Stiefsohn, Sohn von Sadie Frost)

Autogrammadresse

13 Shorts Garden
London WC2H 9AT
England

 
 

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