Brautalarm

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Brautalarm - Plakat 1

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63%
Freigegeben ab 12 Jahren
START 21.07.2011
KOMÖDIE | 125 MINUTEN | BRIDESMAIDS | USA 2011 | UNIVERSAL

Eine Art weibliche Variante von "Hangover" aus der Judd-Apatow-Schmiede.

Annie wird Brautjungfer bei der Hochzeit ihrer besten Freundin Lillian. Sie ist unglücklich im Job, wo sie es ständig mit furchtbar glücklichen Paaren zu tun hat, und zu Hause, will ihrer Freundin aber natürlich perfekte Feier organisieren. Dafür tut sie sich mit vier weiteren Brautjungfern zusammen. Doch sei es die Kleideranprobe oder Jungesellinnenparty, alles wandelt sich zur Katastrophe. Da hilft es auch nicht, dass sie ein Auge auf einen netten Polizisten geworfen hat.


Filmtrailer | 03.06.2011

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KOMÖDIE | 125 MINUTEN | BRIDESMAIDS | USA 2011 | UNIVERSAL
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KOMÖDIE | 125 MINUTEN | BRIDESMAIDS | USA 2011 | UNIVERSAL
Film Trailer
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KOMÖDIE | 125 MINUTEN | BRIDESMAIDS | USA 2011 | UNIVERSAL
Paul Feig Regie
Paul Feig

FILMOGRAFIE

2011 | Brautalarm
2006 | Oh je, du Fröhliche!
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Kristen Wiig Darsteller
Kristen Wiig Geburtstag: 22.08.1973

FILMOGRAFIE

2011 | Brautalarm
2011 | Paul - Ein Alien auf der Flucht
2009 | Roller Girl
2008 | Wen die Geister lieben
2008 | Adventureland
2007 | Die Solomon Brüder
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Rose Byrne Darsteller
Rose Byrne Geburtstag: 24.07.1979

FILMOGRAFIE

2011 | Brautalarm
2011 | X-Men: Erste Entscheidung
2010 | Insidious
2010 | Männertrip
2009 | Adam
2008 | Knowing
2007 | 28 Weeks Later
2007 | Sunshine
2004 | Sehnsüchtig
2001 | City of Ghosts
2000 | The Goddess of 1967
1994 | Dallas Doll
0 | The Place Beyond the Pines
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Terry Crews als Boot Camp Instructor Darsteller
Terry Crews

FILMOGRAFIE

2011 | Brautalarm
2010 | The Expendables
2009 | Middle Men
2009 | Gamer
2008 | Street Kings
2007 | Norbit
2007 | Balls of Fury
2005 | Spiel ohne Regeln
2004 | White Chicks
2002 | Mann umständehalber abzugeben!
0 | The Expendables 2
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Jessica St. Clair als Whitney Darsteller
Jessica St. Clair

FILMOGRAFIE

2011 | Brautalarm
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Maya Rudolph Darsteller
Maya Rudolph Geburtstag: 27.07.1972 | Land: USA

FILMOGRAFIE

2011 | Brautalarm
2010 | Kindsköpfe
2009 | Away We Go - Auf nach Irgendwo
0 | Grown Ups 2
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Tom Yi als Juwelierkunde Darsteller
Tom Yi

FILMOGRAFIE

2011 | Brautalarm
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Ellie Kemper als Becca Darsteller
Ellie Kemper Geburtstag: 02.05.1980

FILMOGRAFIE

2011 | Brautalarm
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Wendi McLendon-Covey als Rita Darsteller
Wendi McLendon-Covey Geburtstag: 10.10.1969

FILMOGRAFIE

2011 | Brautalarm
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Elaine Kao als Juwelierkundin Darsteller
Elaine Kao

FILMOGRAFIE

2011 | Brautalarm
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Michael Hitchcock als Don Cholodecki Darsteller
Michael Hitchcock Geburtstag: 28.07.1958 | Land: USA

FILMOGRAFIE

2011 | Brautalarm
2000 | Best in Show
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Melissa McCarthy als Megan Darsteller
Melissa McCarthy

FILMOGRAFIE

2011 | Brautalarm
2010 | So spielt das Leben
0 | Identity Thief
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Matt Lucas als Gil Darsteller
Matt Lucas Geburtstag: 05.03.1974

FILMOGRAFIE

2011 | Brautalarm
2010 | Alice im Wunderland
2010 | Alles koscher!
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Kali Hawk als Kahlua Darsteller
Kali Hawk

FILMOGRAFIE

2011 | Brautalarm
2009 | All Inclusive
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KOMÖDIE | 125 MINUTEN | BRIDESMAIDS | USA 2011 | UNIVERSAL
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11 Oscar-Nominierungen für Kinderfilm "Hugo Cabret", 10 für Stummfilm "The Artist&quo24.01.2012

Martin Scorseses "Hugo Cabret" um einen Waisen im Pariser Bahnhof hat die meisten Oscar-Chancen, 10 der Kritikerliebling "The Artist". Wim Wenders' "Pina" ist als Doku nominiert.

Völlig überraschend ist der Kritikerliebling "The Artist" bei den Oscar-Nominierungen von Martin Scorseses "Hugo Cabret" um einen Waisen im Pariser Bahnhof überholt worden.
Hollywood hatte schon die Revolution des Kinos ausgerufen. Schließlich galt - und das in den Zeiten der Megaerfolge von Spektakeln wie "Avatar" & Co. - mit "The Artist" ein kleiner, feiner Stummfilm in Schwarzweiß über die Liebe zweier Schauspieler am Ende der Stummfilmära als Favorit bei den Oscar-Nominierungen.
Nachdem Jungstar Jennifer Lawrence und Academy-Präsident Tom Sherak nun die Nominierungen bekannt gegeben haben, steht das belgisch-französische Kunstwerk mit insgesamt zehn Nominierungen zwar auch ordentlich da, doch ein Altmeister hat den Kritikerliebling noch überholt:
Martin Scorseses in prächtigen Bildern schwelgende 3D-Kinderbuchverfilmung "Hugo Cabret" um einen Waisenjungen, der im Pariser Bahnhof Montparnasse Gare lebt, heimste insgesamt elf Oscar-Nominierungen ein. Die leidlich bekannte Vorliebe der Academy für US-Produktionen gegenüber europäischen mag dabei eine Rolle gespielt haben.
Allerdings ist "Hugo Cabret" zwar in den Hauptkategorien Bester Film und Beste Regie nominiert, ansonsten gab's die Award-Chancen aber eher in den technischen Nebenkategorien wie Visual Effects, Kamera, Schnitt, Ausstattung, Ton, Tonschnitt, Musik und Drehbuchadaption. Dagegen sind mit Jean Dujardin und Bérénice Bejo in "The Artist" auch der Haupt- und die Nebendarstellerin nominiert. Die beiden Filme werden wohl den Oscar für den besten Film unter sich ausmachen.
Dujardin wird sich allerdings sehr wahrscheinlich George Clooney beugen müssen, der als überforderter Vater, der in "The Descendants" erfährt, dass ihn seine im Koma liegende Frau betrogen hat, als Favorit für den Hauptrollen-Oscar gilt. Auch Clooneys Regisseur Alexander Payne ("Sideways") ist nominiert und darf sich darüberhinaus über eine Berücksichtigung als bester Film und insgesamt 5 Oscar-Chancen freuen.
Clooneys Kumpel Brad Pitt ist als Coach, der erstmals Computerstatistiken benutzt, im Baseballdrama "Moneyball" für den Hauptrollenoscar nominiert. Das Sportspektakel gehört mit insgesamt 5 Nominierungen, darunter als bester Film, ebenfalls zu den meistberücksichtigten Werken. Gefährlich könnte George Clooney vermutlich eher noch Gary Oldman werden, der in "Dame, König, As, Spion" einen Maulfwurf im Secret Service aufspüren soll. Lediglich Außenseiterchancen hat Demián Bichir, dessen Nominierung für "A Better Life" bereits eine Riesenüberraschung und -ehre darstellt.
Absolut gesetzt ist Meryl Streep für den weiblichen Hauptrollenoscar. Ihre gespenstisch gute Verkörperung der britischen Permierministerin Margaret Thatcher in "Die Eiserne Lady" brachte ihr bereits die 17. Oscar-Nominierung ein. Da wird es höchste Zeit für den dritten Sieg nach "Kramer gegen Kramer" und "Sophies Entscheidung", wie ganz Hollywood meint.
Ansonsten wäre Rooney Mara als Lisbeth Salander in der US-Neuverfilmung des ersten Teils der schwedischen Kultkrimi-Trilogie "Millennium", "Verblendung", eine starke Herausforderin, ebenso Michelle Williams als Leinwand-Legende Marilyn Monroe in "My Week with Marilyn" und Glenn Close, die sich in "Albert Nobbs" im Dublin des 19. Jahrhundert als Mann verkleidet, um in der Gesellschaft aufzusteigen. Auch Viola Davis glänzte im Südstaatendrama um die ersten afroamerikanischen Haushaltsgehilfinnen in "The Help", das insgesamt sechs Nominierungen erhielt, darunter als bester Film und für Octavia Spencer als beste Nebendarstellerin.
In jener Kategorie gilt wiederum Bérénice Bejo aus "The Artist" als leichte Favoritin. Sie glänzt als eine der ersten Tonfilm-Diven, die ausgerechnet einen alten Stummfilm-Star (Jean Dujardin) liebt, dessen Stern nun am Sinken ist. Octavia Spencer und Jessica Chastain, beide für "The Help" nominiert, werden als starke Herausforderinnen gesehen. Janet McTeer, die in "Albert Nobbs" ebenfalls einen Mann spielt, und Melissa McCarthy in der Komödie "Brautalarm" dürften eher geringe Chancen haben.
Einen glasklaren Favoriten gibt es bei den männlichen Nebendarstellern: Albert Brooks mutet in "Beginners" seinem Filmsohn Ewan McGregor ein spätes schwules Coming out zu - beeindruckend und herzerweichend. Das Nachsehen haben werden daher Max von Sydow als Holocaust-Opfer im 9/11-Drama "Extrem laut und unglaublich nah", Kenneth Branagh als Sir Laurence Olivier in "My Week with Marilyn", Jonah Hill als Sidekick von Coach Brad Pitt in "Moneyball" und Nick Nolte als versoffener Rabenvater in "Warrior".
Unter den Regisseuren dürfte es dagegen extrem spannend werden. Von den fünf Nominierten Michel Hazanavicius ("The Artist"), Alexander Payne ("The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten"), Woody Allen ("Midnight in Paris"), Terrence Malick ("The Tree of Life") und Martin Scorsese ("Hugo Cabret") kann eigentlich jeder gewinnen. Nachdem die Filme der fünf Macher auch allesamt in der Kategorie Bester Film ins Rennen gehen, könnte der gewinnen, dessen Werk auch den Königspreis abräumt. Denn die Regie wird dafür von der Academy traditionell als Schlüsselkategorie angesehen.
Aus deutscher Sicht gab es zwar nicht wie erhofft eine Chance auf den Auslandsoscar für Wim Wenders' "Pina", hier gilt der iranische Beitrag "Nader und Simin - Eine Trennung" als Favorit, der auch für das Drehbuch nominiert wurde. Dafür wurde der bildstarke deutsche Beitrag über die Choreographen-Legende Pina Bausch als beste Doku nominiert und hat hier auch berechtigte Sieg-Chancen.
Bei den für die Academy immer wichtiger werdenden Animationsfilmen zeichnet sich ein Dreikampf zwischen "Rango", "Der gestiefelte Kater" und "Kung Fu Panda 2" ab. Den Spezialeffekte-Oscar dürften entweder "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2" oder "Planet der Affen: PRevolution" einheimsen.
Wer dann tatsächlich alles einen Goldjungen mit nach Hause nehmen darf, das entscheidet sich in der Nacht von Sonntag, den 26.2., auf Montag, den 27.2., im Kodak Theatre von Los Angeles. Moderieren darf den wichtigsten Abend der Traumfabrik dabei Comedy-Superstar Billy Crystal - und das bereits zum neunten Mal!
Doch Crystal ist nur ein Notnagel, denn eigentlich sollte ein anderer die Filmschaffenden mit coolen Sprüchen begeistern: Eddie Murphy! Aber der sagte ab, weil der als Regisseur der Zeremonie geplante Brett Ratner, mit dem Murphy zuletzt den Komödienhit "Aushilfsgangster" gedreht hat, abgesetzt wurde: Er hatte sich im Vorfeld zu schwulenfeindlichen Witzen hinreißen lassen.
Nun freut sich also Billy Crystal auf die Goldjungs-Gala. Und auch wenn natürlich selbst er noch keine Preisträger kennt und auch wenn sein gespannt erwarteter Eröffnungs-Monolog ebenfalls streng geheim bleibt, so hat er zumindest soviel über seine Pläne für die Verleihung verraten: "Mein großes Thema für den Abend lautet: 'Wie habt Ihr Euch eigentlich ins Kino verliebt?' Schließlich verbindet uns das alle und das müssen wir mal so richtig feiern!"
Was für ein schönes Motto für die Nacht, in der diejenigen geehrt werden, die dieser Liebe immer wieder Nahrung geben...
Oscars 2012 - Alle Infos, Bilder und Hintergründe
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"Übergeben und kacken ist nicht lustig"20.07.2011

Der Regisseur der derben Komödie "Brautalarm" über seinen Überraschungserfolg, Vergleiche mit "Hangover", Fäkalhumor und passiv-aggressive Frauen.

"Brautalarm" ist mit über 150 Mio. Dollar Einspiel mittlerweile die erfolgreichste von Comedy-Koryphäe Judd Apatow produzierte Komödie am US-Boxoffice und überholte auch "Sex and the City" als erfolgreichste Komödie, in der Frauen die tragenden Rollen spielen. Regie führte Paul Feig, der auch als Executive Producer verantwortlich zeichnet.
Haben Sie mit einem solchen Erfolg gerechnet?
PAUL FEIG: Man hofft natürlich immer auf einen Hit und ist nie von Anfang an überzeugt, dass der Film einschlagen wird. So bin ich positiv überrascht vom Erfolg von "Brautalarm". Insbesondere, weil ich mich während der Vorbereitung und Produktion unter Druck fühlte. Ich dachte mir, wenn wir diesen Film nicht gut hinkriegen, wird Hollywood vielleicht so bald keine Filme mehr drehen, in dem so viele Frauen tragende Rollen haben. Jetzt, wo der Film so erfolgreich ist, bin ich beruhigt.
Dieser Erfolg ist wahrscheinlich erfüllender als in einer Show Geld zu gewinnen, wie Sie es am Anfang ihrer Karriere getan haben?
Ja, nichts ist besser als Erfolg an der Kinokasse zu haben.
Was zieht das Publikum in "Brautalarm"?
Die Leute gehen in den Film, weil sie hören, dass der Film lustig ist, und man wirklich fast die ganze Zeit lachen kann, was nicht unbedingt typisch für Hollywoodkomödien ist. Dass Leute den Film dann auch mögen, liegt vor allem daran, dass er im Kern eine emotionale Geschichte erzählt und dass Kristen Wiig die durchaus nicht ganz einfache Hauptfigur so liebenswert macht. Schließlich und endlich können die Leute einen persönlichen Bezug herstellen.
"Brautalarm" wird gerne mit "Hangover" verglichen. Mögen Sie den Vergleich?
Ich finde der Vergleich stimmt nicht ganz. Zu Anfang hat er mich nicht gestört. Mit einem so erfolgreichen Film verglichen zu werden, ist ja eine gute Sache. Natürlich ist "Brautalarm" wie "Hangover" ein Film über eine Gruppe lustiger Menschen, es wird geheiratet und fast hätte die Junggesellinnenparty auch in Vegas stattgefunden. Aber jetzt mag ich den Vergleich nicht mehr so, weil ich befürchte, dass ein Teil unseres potenziellen Publikums abgeschreckt wird, weil es denkt, dass es ein weiteres "Hangover" zu sehen bekommt. Auf Twitter schreiben viele Kinobesucher schon, dass "Brautalarm" nicht so wie "Hangover" ist. Die Mundpropaganda lief schon sehr gut, deswegen ist "Brautalarm" nach den ersten Wochen auch gar nicht so stark eingebrochen.
Ja, der Film läuft sehr gut, trotz auch zum Teil harscher Kritik. Hat Sie die geärgert?
Ich weiß, es ist kleinlich, und die Mehrheit der Kritiken sind sehr gut, ich glaube "Brautalarm" ist sogar die am besten besprochene Komödie des Jahres, aber die negativen bleiben hängen. Ich habe mich geärgert, war frustriert, dass die Leute den Film nicht verstanden haben. Die Kritik, über die ich mich am meisten geärgert habe, stand in dem kleinen lokalen Blatt aus der Gegend, in der ich lebe. Da hieß es, der Film sei respektlos gegenüber Frauen. Die Besprechung hat unsere Bewertung bei rottentomatoes um ein Prozent heruntergezogen.
Als Sie das Buch gelesen haben, hat Sie die heftige Szene im Brautmodenladen nicht wenigstens ein wenig abgeschreckt?
Diese Szene stand so nicht im Buch, als ich an Bord kam. Tatsächlich war es Judd Apatow, der vorgeschlagen hat, dass die Frauen eine Nahrungsmittelvergiftung kriegen sollten. Und ich dachte, das wird sicher richtig lustig! Wir beide sind also die Übeltäter. Kristen Wiig war am Anfang zwar etwas unsicher wegen der Szene, aber hat sie dann super umgesetzt. Vor Szenen wie diesen habe ich grundsätzlich keine Angst. Meine einzige Sorge ist, kann ich sie gut herüberbringen? Der Schlüssel dazu ist ja nicht, zu zeigen, wie die Frauen sich tatsächlich übergeben und kacken, das wäre nicht lustig, sondern zu zeigen, wie die Frauen damit umgehen. Es ist wirklich lustig, das Publikum bei der Szene zu beobachten.
Haben Sie viele Testscreenings gemacht, um die Reaktionen etwa dazu zu sehen?
Judd Apatow hat dieses System perfektioniert, viele Testscreenings zu machen und die Ergebnisse im Schnitt einzuarbeiten. Anderswo ist es so, dass nach zehn Wochen Schnitt der Film erstmals gescreent wird, hier war es so, dass ich nach drei Wochen schon Material vorgeführt habe und wir geschaut haben, was funktioniert und was nicht.
Sie haben bereits während der Vorbereitung und des Drehs viel improvisiert?
Ja, nachdem Drehbuch und Casting so weit waren, haben wir geprobt, die Schauspielerinnen die Dialoge lesen und verschiedene Ansätze ausprobieren lassen. Sie haben ihre Persönlichkeit eingebracht und den Figuren drei Dimensionen gegeben. Die Ergebnisse flossen in das Drehbuch ein und wir probten noch einmal. Auch am Drehort haben wir noch improvisiert.
Das heißt, Sie haben oft mit zwei Kameras gearbeitet?
Ja, Cross-Shooting ist meine Lieblingsdrehart bei Komödien. Mit zwei Kameras zu drehen, ist unschätzbar, es gibt einfach Momente, die nicht wiederholbar sind.
Ein Teil der Impro gibt es dann auf der DVD zu sehen?
Es wird eine um etwa sechs Minuten längere Extended Version mit einer Szene, wo Kristen Wiigs Figur zu einem Blind Date geht, und einige Entfalle und Outtakes geben. Da sieht man, wie lustig all die Schauspielerinnen wirklich sind, auch die in den kleineren Rollen, es ist ein kleines Showcase für sie alle.
Wie sieht die Zusammenarbeit mit Judd Apatow aus?
Wir sind alte Freunde, ich kenne ihn seit er 17 war. Wir haben zusammen Standup-Comedy in den Achtzigerjahren gemacht. Wir haben einen ähnlichen Sinn für Humor und fürs Geschichtenerzählen. Bei der Serie "Freaks and Geeks" haben wir dann erstmals wieder kreativ zusammengearbeitet. Wir ergänzen uns, des einen Schwäche wird durch des anderen Stärke ausgeglichen, wir fordern uns gegenseitig heraus. Er hat gute Ideen und ich kann sie, auch die ausgefallenen, einbauen.
Mischt er sich viel ein?
So viel ich ihn lasse. Ich schätze seinen Rat, er ist ein toller Geschichtenerzähler und erkennt Probleme. Er vertraut mir. Judd war vielleicht fünf von 50 Drehtagen am Set, rief an und fragte, ob alles okay sei und schaute auch beim Schnitt vorbei.
Wie würden sie Ihren und seinen Komödienstil beschreiben?
Er ist sehr ehrlich. Der Humor entsteht aus menschlichen Geschichten, die sich aus wirklichen Erlebnissen speisen, oder sich zumindest so anfühlen. Wir mögen keine Geschichten, die total verrückt und abgehoben sind, in denen das Publikum nicht nachvollziehen kann, warum die Figuren etwas tun. Nur wenn die Zuschauer sich in die Figuren einfühlen können, entwickelt sich gute Komödie.
Wie war es als Mann unter so vielen Frauen, von denen zwei auch noch das Drehbuch schrieben und mitproduzierten?
Ich habe etwas gelernt. Es war nicht so, dass ich sagte, also Ladies, wir machen jetzt das und das. Ich habe schon gefragt, was würden Frauen jetzt tun? An sich arbeite ich gerne mit Frauen zusammen, ich hatte auch immer mehr weibliche Freunde als männliche. Männer neigen dazu aggressiver zu sein, auch in einer Komödie, Frauen sind eher passiv-aggressiv. Jedenfalls finde ich Frauen lustiger als Männer, sie überraschen mehr, sind nicht ganz so krude. Was besonders angenehm ist, ist, dass Frauen, die Komödie spielen, weniger eitel sind und nicht sagen, ich will nicht von dieser Seite aufgenommen werden oder ähnliches. Komödienschauspielerinnen wollen in erster Linie lustig sein und scheren sich nicht um ihr Aussehen.
Haben Sie ein nächstes gemeinsames Projekt?
Ich habe gerade eine Originalidee an Universal verkauft, das Projekt, eine unkonventionelle Liebesgeschichte, wird wieder Judd Apatow produzieren und wir werden wohl einige Darsteller aus "Brautalarm" casten. Ich schreibe das Drehbuch und hoffe nächsten Sommer zu drehen. Möglicherweise drehe ich diesen Herbst noch eine größere Komödie, wieder geht es um Frauen, ein Sequel, für das die Schauspieler-Verträge aber noch nicht unterschrieben sind.
Ist der nächste Film nach einem Hit nicht besonders schwierig, weil die Erwartungen so hoch sind?
Hmm, wenn man den letzten Film nicht toppt, dann sieht das aus wie Versagen, aber nein, ich finde das ist ein Luxusproblem. Ich schätze eine Herausforderung.
 
 
KINO