Der entsorgte Vater
START 11.06.2009
DOKUMENTARFILM | 86 MINUTEN | DEUTSCHLAND 2008 | GMFILMS
Dokumentarfilm über Väter, die von ihren Ex-Frauen aus dem Leben ihrer Kinder gedrängt wurden.
Douglas Wolfsperger ist seit fünf Jahren von seiner Frau geschieden. Fast ebenso lang dauert der Rosenkrieg um die gemeinsame Tochter. Zunächst durfte der Vater sie alle paar Monate kontaktieren, doch dann verbot ein Gericht den Umgang mit ihr vollständig, weil die Mutter darauf bestand. Den Fall hat sie damit juristisch für sich entschieden. Auf seiner letzten Reise zur 550 km entfernt lebenden Tochter trifft Wolfsperger auf erstaunlich viele Leidensgenossen.Auch wenn der Europäische Gerichtshof wiederholt die Missachtung des Menschenrechts auf Familienleben moniert hat, kämpfen Väter hierzulande weiter aussichtslos gegen staatliche Windmühlen, die ihnen ihre Kinder nehmen. Douglas Wolfsperger dokumentiert diesen Irrwitz am eigenen Leib.
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Auch wenn der Europäische Gerichtshof wiederholt die Missachtung des Menschenrechts auf Familienleben moniert hat, kämpfen Väter hierzulande weiter aussichtslos gegen staatliche Windmühlen, die ihnen ihre Kinder nehmen. Douglas Wolfsperger dokumentiert diesen Irrwitz am eigenen Leib.
Nach dem Scheitern ihrer Ehen sind fünf Väter mit dem gleichen Problem konfrontiert. Ihre Ex-Frauen erschweren oder verhindern den Kontakt zu ihren Kindern, die sie zum Teil seit Jahren nicht gesehen haben.
Die fortschreitende Entfremdung, die manchmal de facto auch vollzogen ist, nehmen die Mütter bewusst in Kauf, wenn sie weit fortziehen oder ihre neuen Lebenspartner die Vaterrolle übernehmen lassen. So tragen mit den entsorgten Vätern auch die Kinder die Nebenwirkungen chronisch vergifteter Beziehungen.
Die neue Dokumentation von Douglas Wolfsperger beleuchtet die Entfremdung von Vätern und Trennungskindern, die von deren Müttern forciert wurde. Fünf Väter kommen zu Wort, aber keine ihrer Ex-Frauen, die laut Wolfsperger zu keinem Statement bereit waren.
So bleibt der Ansatz monoperspektivisch etwas unbefriedigend, auch wenn eine andere alleinerziehende Mutter ihren Standpunkt vertritt. Trotzdem hat Wolfspergers Plädoyer für den Kontakt von Vätern und Kindern, unabhängig vom Gift der ruinierten Beziehungen, seine Berechtigung.
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