Hugo Cabret
START 09.02.2012
ABENTEUER | 126 MINUTEN | HUGO | USA 2011 | PARAMOUNT
Martin Scorseses erster Kinderfilm: Das 12-jährige Waisenkind Hugo, das in den Mauern einer Pariser Metrostation lebt, wird aus seiner Anonymität gerissen, als er ein Mädchen kennenlernt und diversen Geheimnissen auf die Spur kommt.
MARTIN SCORSESEs traumhaft schöne Liebeserklärung an das Kino garantiert mit Fantasie, Gefühl und Herz das ultimative 3D-Erlebnis – soeben für 11 OSCARS nominiert! Der Film ist mehr als ein Familienfilm, er ist ein erster unverzichtbarer Filmgenuss für das Jahr 2012. Paris, 1931: Der 12jährige Hugo Cabret lebt nach dem Tod seines Vaters bei seinem versoffenen Onkel hoch über dem Bahnhof von Montparnasse und sorgt dafür, dass die Uhren richtig ticken. Nur ein Notizbuch und ein Automatenmensch, den er reparieren will, sind ihm von seinem geliebten Vater geblieben. Heimlich stiehlt er beim Spielzeughändler Georges die notwendigen Ersatzteile… Mit Sir BEN KINGSLEY, SACHA BARON COHEN, ASA BUTTERFIELD, JUDE LAW und EMILY MORTIMER.START 09.02.2012
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Film Trailer
| Filmtrailer | 28.11.2011 |
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Geburtstag: 17.11.1942 | Land: USAFILMOGRAFIE2011 | Hugo Cabret2009 | Shutter Island 2008 | Shine a Light 2006 | Departed - Unter Feinden 2004 | Aviator 2003 | Feel Like Going Home 2002 | Gangs of New York 1999 | Bringing Out the Dead - Nächte der Erinnerung 1997 | Kundun 1995 | Casino 1993 | Zeit der Unschuld 1991 | Schuldig bei Verdacht 1991 | Kap der Angst 1990 | Good Fellas - Drei Jahrzehnte in der Mafia 1988 | Die letzte Versuchung Christi 1986 | Die Farbe des Geldes 1985 | Die Zeit nach Mitternacht 1980 | Wie ein wilder Stier weiter » |
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FILMOGRAFIE2011 | Hugo Cabret2010 | Eat, Pray, Love 2009 | Inglourious Basterds 2009 | Shutter Island 2008 | Shine a Light 2006 | Der gute Hirte 2004 | Kill Bill Vol. 2 2004 | Aviator 2003 | Kill Bill Vol. 1 2002 | Die vier Federn 1999 | Bringing Out the Dead - Nächte der Erinnerung 1999 | Schnee, der auf Zedern fällt 1998 | Der Pferdeflüsterer 1997 | U-Turn - Kein Weg zurück 1997 | Wag the Dog - Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt 1995 | Nixon 1995 | Casino 1994 | Natural Born Killers 1993 | Zwischen Himmel und Hölle 1992 | Eine Frage der Ehre 1991 | JFK - John F. Kennedy - Tatort Dallas 1990 | The Doors 1989 | Geboren am 4. Juli 1988 | Talk Radio 1987 | Wall Street 1986 | Platoon weiter » |
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Geburtstag: 10.02.1997FILMOGRAFIE2012 | Dark Shadows2011 | Gregs Tagebuch 2: Gibt's Probleme? 2011 | Hugo Cabret 2010 | Let Me In 2010 | Kick-Ass 2010 | Gregs Tagebuch - Von Idioten umzingelt! 2009 | (500) Days of Summer 2005 | Amityville Horror weiter » |
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FILMOGRAFIE2011 | Hugo Cabret2010 | Eine zauberhafte Nanny - Knall auf Fall in ein neues Abenteuer 2008 | Der Junge im gestreiften Pyjama weiter » |
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Geburtstag: 29.12.1972 | Land: GroßbritannienFILMOGRAFIE2011 | Hugo Cabret2011 | Contagion 2011 | Sherlock Holmes: Spiel im Schatten 2011 | 360 2010 | Repo Men 2009 | Das Kabinett des Dr. Parnassus 2009 | Sherlock Holmes 2007 | My Blueberry Nights 2007 | 1 Mord für 2 2006 | Liebe braucht keine Ferien 2006 | Das Spiel der Macht 2006 | Breaking and Entering 2004 | Lemony Snicket - Rätselhafte Ereignisse 2004 | Sky Captain and the World of Tomorrow 2004 | Hautnah 2004 | Alfie 2004 | I Heart Huckabees 2004 | Aviator 2003 | Unterwegs nach Cold Mountain 2002 | Road to Perdition 2001 | A.I. - Künstliche Intelligenz 2000 | Duell - Enemy at the Gates 1999 | Der talentierte Mr. Ripley 1998 | Die Weisheit der Krokodile 1998 | eXistenZ 1997 | Oscar Wilde 1997 | Gattaca 1997 | Mitternacht im Garten von Gut und Böse 0 | Anna Karenina weiter » |
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Geburtstag: 01.12.1971 | Land: GroßbritannienFILMOGRAFIE2011 | Hugo Cabret2011 | Our Idiot Brother 2009 | Pink Panther 2 - Der rosarote Panther 2 2007 | Transsiberian 2007 | Redbelt 2007 | Lars und die Frauen 2004 | Lieber Frankie 2003 | Young Adam 2002 | Selima & John 2000 | The Kid - Image ist alles weiter » |
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Geburtstag: 13.10.1971FILMOGRAFIE2012 | Der Diktator2011 | Hugo Cabret 2009 | Brüno 2007 | Sweeney Todd - Der teuflische Barbier aus der Fleet Street 2006 | Ricky Bobby - König der Rennfahrer 2006 | Borat 2002 | Ali G in da House weiter » |
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Geburtstag: 31.12.1943FILMOGRAFIE2012 | Der Diktator2011 | Hugo Cabret 2010 | Prince of Persia - Der Sand der Zeit 2009 | Shutter Island 2008 | Der Love Guru 2008 | Elegy oder die Kunst zu lieben 2007 | Transsiberian 2007 | Die letzte Legion 2007 | Die Zehn Gebote 2007 | You Kill Me 2005 | A Sound of Thunder 2005 | Oliver Twist 2004 | Thunderbirds 2004 | Suspect Zero 2003 | Haus aus Sand und Nebel 2000 | Sexy Beast 2000 | Good Vibrations - Sex vom anderen Stern 2000 | Rules - Sekunden der Entscheidung 1997 | The Assignment 1996 | Was ihr wollt 1995 | Species 1994 | Der Tod und das Mädchen 1993 | Schindlers Liste 1993 | Dave 1992 | Sneakers - Die Lautlosen 1991 | Bugsy 1989 | Genie und Schnauze 1982 | Gandhi weiter » |
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Geburtstag: 27.05.1922 | Land: GroßbritannienFILMOGRAFIE2011 | Hugo Cabret2010 | Der letzte Tempelritter 2010 | Alice im Wunderland 2005 | Charlie und die Schokoladenfabrik 2005 | Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith 2004 | Die purpurnen Flüsse 2 - Die Engel der Apokalypse 2002 | Star Wars: Episode II - Angriff der Klonkrieger 1994 | Police Academy 7 1990 | Gremlins 2 - Die Rückkehr der kleinen Monster 1987 | Mio, mein Mio 1974 | James Bond 007: Der Mann mit dem goldenen Colt 1969 | Nachts, wenn Dracula erwacht 1963 | Das Schloß des Grauens 1961 | Das Geheimnis der gelben Narzissen 1958 | Dracula 1957 | Frankensteins Fluch weiter » |
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Geburtstag: 19.02.1957 | Land: GroßbritannienFILMOGRAFIE2012 | Snow White & the Huntsman2011 | Hugo Cabret 2010 | London Boulevard 2010 | Auftrag Rache 2008 | Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels 2007 | Ein Schatz zum Verlieben 2007 | Die Legende von Beowulf 2006 | Breaking and Entering 2006 | Departed - Unter Feinden 2003 | Unterwegs nach Cold Mountain 2003 | King Arthur 2001 | Letzte Runde 2000 | Sexy Beast 1998 | The War Zone 1997 | Martha trifft Frank, Daniel und Laurence 1997 | Face weiter » |
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5 Oscars für den besten Film "The Artist", darunter Hauptdarsteller Jean Durjardin. Bei den Damen siegt Meryl Streep als "Eiserne Lady". Keine deutsche Hauptgewinner.
Ich habe einen Oscar! Ich ? ich habe meine Dankesrede vergessen!Regisseur Michel Hazanavicius ging es wie den Helden seines Films - er war sprachlos! Sein Filmkunstwerk "The Artist" um eine Liebe in den letzten Tagen des Stummfilms ist von der Academy überraschend mit 5 Oscars zum meistprämierten Film gekürt worden - darunter Preise in allen drei "Königskategorien": Bester Film, Beste Regie und Bester Hauptdarsteller!
Doch der Franzose mit litauischen Vorfahren fand seine Sprache bald wieder, hielt eine überschwängliche Dankesrede und endete mit Worten, so poetisch wie sein Filmkunstwerk: "Im Film geht es um das Leben. Und an manchen Tagen ist das Leben wunderbar. Heute ist solch ein Tag. Danke! Danke!"
Ebenfalls fünf Oscars gingen an Martin Scorseses Verfilmung des Kultkinderbuchs "Hugo Cabret". Allerdings gab's die Goldjungs ausnahmslos in Bereichen, die in Hollywood eher zu den Nebenkategorien gezählt werden: Kamera, Visual Effects (hier stach man etwas überraschend den Blockbuster "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2" aus), Ausstattung, Ton und Tonschnitt. Damit war Martin Scorsese eher einer der Verlierer des Abends.
Ganz anders Academy-Liebling Meryl Streep. Auch sie hatte zu den Oscar-Favoriten gezählt, doch ihr Traum erfüllte sich auch: Streeps fast schon gespenstisch gute Leistung als britische Ex-Premierministerin Margaret Thatcher in "Die Eiserne Lady" brachte ihr bei der siebzehnten (!) Nominierung erwartungsgemäß endlich den dritten Oscar nach "Kramer gegen Kramer" und "Sophies Entscheidung".
Überraschenderweise verlor die Veteranin auf der Bühne des Kodak Theatre nach einem launigen Einstieg in ihre Dankesrede ("Ganz Amerika denkt sich jetzt 'Oh nein, nicht sie schon wieder'"!) komplett die Fassung und brach - unter stehenden Ovationen - in Tränen aus: "Ich werde wahrscheinlich nicht noch einmal hier oben stehen, also danke an Euch alle!" Trotz ihrer überragenden mimischen Leistung dankte Meryl Streep auch ihren Maskenbildnern, die ebenfalls einen Oscar erhielten.
Kollege Jean Dujardin, der als Stummfilmstar in "The Artist" wirklich alle darstellerischen Register zieht, machte es dagegen kurz: "Ich liebe Euer Land!", schmeichelte er französisch-charmant dem Auditorium in Los Angeles, das eher mit George Clooney als Sieger für seine Rolle als überforderter Vater in "The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten" gerechnet hatte. Clooney durfte sich aber zumindest über einen Drehbuch-Oscar für "The Ides of March" freuen.
Eine herbe Enttäuschung war die Oscar-Verleihung sowohl für Steven Spielbergs Kriegspferd-Epos "Gefährten" wie auch "Moneyball" mit Brad Pitt als revolutionärem Baseball-Coach. Trotz sechs Nominierungen gingen beide Filme komplett leer aus -weil in den entsprechenden Kategorien zumeist entweder "Hugo Cabret" oder "The Artist" punkteten.
Auch aus deutscher Sicht boten die 84. Academy Awards keinen Grund zum Feiern. Für den Auslands-Oscar war der deutsche Vorschlag "Pina" gar nicht erst nominiert worden, hier machte erwartungsgemäß erstmals ein iranischer Beitrag das Rennen, "Nader und Simin - Eine Trennung". Aber als beste Doku war Wim Wenders' lyrisches 3D-Juwel um das Schaffen der verstorbenen Choreographie-Legende Pina Bausch nominiert und als Sieg-Kandidat gehandelt worden. Hier machte aber der US-Beitrag "Undefeated" um den Aufstieg eines erfolglosen Football-Teams das Rennen.
Die deutsche Kostümbildnerin Lisy Christl ("Anonymus") musste sich den Oscar-Abonnenten Dante Ferretti und Francesca Lo Schiavo für "Hugo Cabret" geschlagen geben und der deutsche Kurzfilm "Raju" zog gegen "The Shore" um eine Freundschaft im Nordirlandkonflikt den Kürzeren. Zumindest waren aber die deutschen Effektkünstler Alex Henning und Ben Grossmann von der Frankfurter Firma Pixomondo am Visual-FX-Oscar für "Hugo Cabret" beteiligt.
Als ältester Schauspieler aller Zeiten gewann Christopher Plummer einen Oscar als Nebendarsteller in "Beginners". Der 82-Jährige erlebt im Film von Mike Mills zum Erstaunen seines Sohnes (Ewan McGregor) ein spätes Coming Out. Die Dankesrede des Veteranen zählte zu den absoluten Highlights der diesjährigen Academy Awards. Mit Blick auf die Oscar-Statue in seinen Händen begann Christopher Plummer:
"Mann, Du bist nur zwei Jahre älter als ich, wo warst Du nur die ganze Zeit?!?" Dann wandte er sich ans Publikum: "Wisst ihr, schon als ich aus der Gebärmutter meiner Mutter kam, habe ich diese Dankesrede einzuüben begonnen. Zu Eurem Glück ist das jetzt so lange her, dass ich sie inzwischen vergessen habe. Also: Danke!"
Den Preis für die beste weibliche Nebenrolle überreichte Batman Christian Bale an Octavia Spencer, die in "The Help" eine mutige schwarze Haushaltsgehilfin spielt. Die Gewinnerin nutzte die Chance für einen Flirt: "Danke, dass ihr mich neben den heißesten Typen im Raum gestellt habt!" Spencers Dankesrede ersoff dann aber fast komplett in einer Tränenflut, die Halle Berry alle Ehre machte. Die letzten Worte "Danke? Welt!" konnte man nur noch erahnen.
Zum besten Animationsfilm wurde erwartungsgemäß "Rango" gekürt - eine besondere Genugtuung für Regisseur Gore Verbinski, der in Hollywood wegen seiner drei "Fluch der Karibik"-Filme als Popcorn-Filmemacher verschrien gewesen war. Er dankte überschwänglich Johnny Depp, der im Original dem titelgebenden Wildwest-Chamäleon seine Stimme leiht.
Als großes Highlight war eine Performance der legendären Artisten des Cirque du Soleil angekündigt worden - auch, weil mit 50 Künstlern die größte Truppe für einen Einzelauftritt der Truppe bereit stand. Die Hommage an Filmklassiker wie Hitchcocks "Verdacht" oder "King Kong" wirkte aber recht konventionell, trotz hoch in der Kuppel des Kodak Theatre schwebender Trapeze.
Erwartet souverän agierte Moderator Billy Crystal, der nur Notnagel war, nachdem das eigentlich vorgesehene Duo von Moderator Eddie Murphy und Produzent Brett Ratner wegen rassistischer Entgleisungen Ratners gehen musste. So kündigte Crystal den von seiner Krebserkrankung sichtbar erholten Michael Douglas als Präsentator für den Regie-Oscar mit den Worten an: "He occupied Wall Street, long before that was cool - Er besetzte die Wall Street, lange bevor das als cool galt!"
Und Crystal, der schon zum neunten Mal Oscar-Gastgeber war, lieferte den besten Trost für alle Verlierer des Abends, indem er die Bedeutung der Preisverleihung mit den ironischen Worten relativierte: "Nichts lenkt einen besser von den Wirtschaftskrisen in aller Welt ab, als einem Haufen Millionäre dabei zuzusehen, wie sie sich gegenseitig goldene Statuen in die Hand drücken?"
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Martin Scorseses "Hugo Cabret" um einen Waisen im Pariser Bahnhof hat die meisten Oscar-Chancen, 10 der Kritikerliebling "The Artist". Wim Wenders' "Pina" ist als Doku nominiert.
Völlig überraschend ist der Kritikerliebling "The Artist" bei den Oscar-Nominierungen von Martin Scorseses "Hugo Cabret" um einen Waisen im Pariser Bahnhof überholt worden.Hollywood hatte schon die Revolution des Kinos ausgerufen. Schließlich galt - und das in den Zeiten der Megaerfolge von Spektakeln wie "Avatar" & Co. - mit "The Artist" ein kleiner, feiner Stummfilm in Schwarzweiß über die Liebe zweier Schauspieler am Ende der Stummfilmära als Favorit bei den Oscar-Nominierungen.
Nachdem Jungstar Jennifer Lawrence und Academy-Präsident Tom Sherak nun die Nominierungen bekannt gegeben haben, steht das belgisch-französische Kunstwerk mit insgesamt zehn Nominierungen zwar auch ordentlich da, doch ein Altmeister hat den Kritikerliebling noch überholt:
Martin Scorseses in prächtigen Bildern schwelgende 3D-Kinderbuchverfilmung "Hugo Cabret" um einen Waisenjungen, der im Pariser Bahnhof Montparnasse Gare lebt, heimste insgesamt elf Oscar-Nominierungen ein. Die leidlich bekannte Vorliebe der Academy für US-Produktionen gegenüber europäischen mag dabei eine Rolle gespielt haben.
Allerdings ist "Hugo Cabret" zwar in den Hauptkategorien Bester Film und Beste Regie nominiert, ansonsten gab's die Award-Chancen aber eher in den technischen Nebenkategorien wie Visual Effects, Kamera, Schnitt, Ausstattung, Ton, Tonschnitt, Musik und Drehbuchadaption. Dagegen sind mit Jean Dujardin und Bérénice Bejo in "The Artist" auch der Haupt- und die Nebendarstellerin nominiert. Die beiden Filme werden wohl den Oscar für den besten Film unter sich ausmachen.
Dujardin wird sich allerdings sehr wahrscheinlich George Clooney beugen müssen, der als überforderter Vater, der in "The Descendants" erfährt, dass ihn seine im Koma liegende Frau betrogen hat, als Favorit für den Hauptrollen-Oscar gilt. Auch Clooneys Regisseur Alexander Payne ("Sideways") ist nominiert und darf sich darüberhinaus über eine Berücksichtigung als bester Film und insgesamt 5 Oscar-Chancen freuen.
Clooneys Kumpel Brad Pitt ist als Coach, der erstmals Computerstatistiken benutzt, im Baseballdrama "Moneyball" für den Hauptrollenoscar nominiert. Das Sportspektakel gehört mit insgesamt 5 Nominierungen, darunter als bester Film, ebenfalls zu den meistberücksichtigten Werken. Gefährlich könnte George Clooney vermutlich eher noch Gary Oldman werden, der in "Dame, König, As, Spion" einen Maulfwurf im Secret Service aufspüren soll. Lediglich Außenseiterchancen hat Demián Bichir, dessen Nominierung für "A Better Life" bereits eine Riesenüberraschung und -ehre darstellt.
Absolut gesetzt ist Meryl Streep für den weiblichen Hauptrollenoscar. Ihre gespenstisch gute Verkörperung der britischen Permierministerin Margaret Thatcher in "Die Eiserne Lady" brachte ihr bereits die 17. Oscar-Nominierung ein. Da wird es höchste Zeit für den dritten Sieg nach "Kramer gegen Kramer" und "Sophies Entscheidung", wie ganz Hollywood meint.
Ansonsten wäre Rooney Mara als Lisbeth Salander in der US-Neuverfilmung des ersten Teils der schwedischen Kultkrimi-Trilogie "Millennium", "Verblendung", eine starke Herausforderin, ebenso Michelle Williams als Leinwand-Legende Marilyn Monroe in "My Week with Marilyn" und Glenn Close, die sich in "Albert Nobbs" im Dublin des 19. Jahrhundert als Mann verkleidet, um in der Gesellschaft aufzusteigen. Auch Viola Davis glänzte im Südstaatendrama um die ersten afroamerikanischen Haushaltsgehilfinnen in "The Help", das insgesamt sechs Nominierungen erhielt, darunter als bester Film und für Octavia Spencer als beste Nebendarstellerin.
In jener Kategorie gilt wiederum Bérénice Bejo aus "The Artist" als leichte Favoritin. Sie glänzt als eine der ersten Tonfilm-Diven, die ausgerechnet einen alten Stummfilm-Star (Jean Dujardin) liebt, dessen Stern nun am Sinken ist. Octavia Spencer und Jessica Chastain, beide für "The Help" nominiert, werden als starke Herausforderinnen gesehen. Janet McTeer, die in "Albert Nobbs" ebenfalls einen Mann spielt, und Melissa McCarthy in der Komödie "Brautalarm" dürften eher geringe Chancen haben.
Einen glasklaren Favoriten gibt es bei den männlichen Nebendarstellern: Albert Brooks mutet in "Beginners" seinem Filmsohn Ewan McGregor ein spätes schwules Coming out zu - beeindruckend und herzerweichend. Das Nachsehen haben werden daher Max von Sydow als Holocaust-Opfer im 9/11-Drama "Extrem laut und unglaublich nah", Kenneth Branagh als Sir Laurence Olivier in "My Week with Marilyn", Jonah Hill als Sidekick von Coach Brad Pitt in "Moneyball" und Nick Nolte als versoffener Rabenvater in "Warrior".
Unter den Regisseuren dürfte es dagegen extrem spannend werden. Von den fünf Nominierten Michel Hazanavicius ("The Artist"), Alexander Payne ("The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten"), Woody Allen ("Midnight in Paris"), Terrence Malick ("The Tree of Life") und Martin Scorsese ("Hugo Cabret") kann eigentlich jeder gewinnen. Nachdem die Filme der fünf Macher auch allesamt in der Kategorie Bester Film ins Rennen gehen, könnte der gewinnen, dessen Werk auch den Königspreis abräumt. Denn die Regie wird dafür von der Academy traditionell als Schlüsselkategorie angesehen.
Aus deutscher Sicht gab es zwar nicht wie erhofft eine Chance auf den Auslandsoscar für Wim Wenders' "Pina", hier gilt der iranische Beitrag "Nader und Simin - Eine Trennung" als Favorit, der auch für das Drehbuch nominiert wurde. Dafür wurde der bildstarke deutsche Beitrag über die Choreographen-Legende Pina Bausch als beste Doku nominiert und hat hier auch berechtigte Sieg-Chancen.
Bei den für die Academy immer wichtiger werdenden Animationsfilmen zeichnet sich ein Dreikampf zwischen "Rango", "Der gestiefelte Kater" und "Kung Fu Panda 2" ab. Den Spezialeffekte-Oscar dürften entweder "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2" oder "Planet der Affen: PRevolution" einheimsen.
Wer dann tatsächlich alles einen Goldjungen mit nach Hause nehmen darf, das entscheidet sich in der Nacht von Sonntag, den 26.2., auf Montag, den 27.2., im Kodak Theatre von Los Angeles. Moderieren darf den wichtigsten Abend der Traumfabrik dabei Comedy-Superstar Billy Crystal - und das bereits zum neunten Mal!
Doch Crystal ist nur ein Notnagel, denn eigentlich sollte ein anderer die Filmschaffenden mit coolen Sprüchen begeistern: Eddie Murphy! Aber der sagte ab, weil der als Regisseur der Zeremonie geplante Brett Ratner, mit dem Murphy zuletzt den Komödienhit "Aushilfsgangster" gedreht hat, abgesetzt wurde: Er hatte sich im Vorfeld zu schwulenfeindlichen Witzen hinreißen lassen.
Nun freut sich also Billy Crystal auf die Goldjungs-Gala. Und auch wenn natürlich selbst er noch keine Preisträger kennt und auch wenn sein gespannt erwarteter Eröffnungs-Monolog ebenfalls streng geheim bleibt, so hat er zumindest soviel über seine Pläne für die Verleihung verraten: "Mein großes Thema für den Abend lautet: 'Wie habt Ihr Euch eigentlich ins Kino verliebt?' Schließlich verbindet uns das alle und das müssen wir mal so richtig feiern!"
Was für ein schönes Motto für die Nacht, in der diejenigen geehrt werden, die dieser Liebe immer wieder Nahrung geben...
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Nach seinem ersten 3D-Film "Hugo Cabret" sieht Star-Regisseur Martin Scorsese die Zukunft des Kinos wie auf einem Holodeck der Enterprise?
Plastisches Kino ist schön und gut - aber warum bei der Frontalansicht bleiben?Von einem Technik-Freak wie James Cameron konnte man eine neue Evolutionsstufe des Kinos wie mit der bahnbrechenden 3D-Technik seines "Avatar" durchaus erwarten. Doch nun hat sich ein Regisseur mit einer Zukunftsvision zu Wort gemeldet, den man vor allem als Meister der Darsteller- und Story-getriebenen Kinokunst kennt: Martin Scorsese!
Der Star-Regisseur hat gerade mit der Verfilmung des Kinderbuchbestsellers "Hugo Cabret" seinen ersten 3D-Film in die US-Kinos gebracht (deutscher Start am 9. Februar). Die neuen Möglichkeiten des dreidimensionalen Erzählens haben den Filmemacher dabei offensichtlich sehr inspiriert, wie er im Interview verrät:
"Wenn wir uns unterhalten, sehe ich Sie ja auch in 3D von allen Seiten", erklärt Martin Scorsese. "Warum sollten wir diesen Aspekt unseres Seins unterschlagen? Ich würde ihn lieber nutzen! Wenn die Dinge ihren Lauf nehmen und keine große Katastrophe dazwischenkommt, geht's für mich ganz klar in Richtung Hologramm-Kino!"
Doch Scorsese geht es dabei nicht nur um die Ansicht von allen Seiten, die einen Hologramm-Film von einem 3D-Film unterscheidet, der die Akteure ja immer nur von vorne auf einer festen Leinwand zeigt - um ein Hologramm könnten die Zuschauer dagegen auch herumgehen und das Geschehen von allen Seiten betrachten. Scorsese geht aber noch einen Schritt weiter: Er will die holografische Projektion eines Schauspielers durch den Kinosaal schreiten und direkt mit dem Publikum sprechen lassen.
"In diese Richtung muss man denken und dabei sollte man sich nicht durch vermeintliche andere Trends oder wirtschaftliche Probleme abhalten lassen", fordert Martin Scorsese.
Damit wäre das Kino der Zukunft á la Scorsese nicht nur dreidimensional und multiperspektivisch, sondern auch interaktiv, da die Zuschauer das Geschehen in gewissen Grenzen beeinflussen könnten!
In ähnlicher Weise kennt man das heute schon aus aufwändig inszenierten Computer-Games wie z.B. "Mass Effect", dessen Handlung in cinematischen Sequenzen vorangetrieben wird, die fast schon in Kinoqualität produziert werden und deren Verlauf der Spieler zuvor über verschiedene Dialogoptionen ausgewählt hat.
Damit würden die Kunstformen Kino und Games sich deutlich aufeinander zu bewegen und am Ende stünde ein Erlebnis ähnlich dem auf dem Holodeck der Enterprise in "Star Trek - The Next Generation"?





























































