Melancholia

Plakat zu Melancholia
Melancholia - Plakat 1

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Freigegeben ab 12 Jahren
START 06.10.2011
DRAMA | 135 MINUTEN | DÄNEMARK / SCHWEDEN / FRANKREICH / DEUTSCHLAND 2011 | CONCORDE

Lars von Trier inszeniert das Ende der Welt als intimes Drama über zwei unterschiedliche Schwestern, die ein auf die Erde zurasender Planet zwingt, Bilanz zu ziehen.

LARS VON TRIERS Meisterwerk über das Weltende und zwei Schwestern, die gezwungen werden, Bilanz zu ziehen. Verbunden mit wunderbaren Schauspielerleistungen und einer regelrecht herausragenden Vision ist sein selbsterklärter "Schönster Film über das Ende der Welt" ein Höhepunkt des Kinojahres. Nach einer betörenden Ouvertüre folgen zwei Kapitel über die Schwestern. Das erste wirkt wie DAS FEST im Teilchenbeschleuniger - bösartiger war von Triers Humor nie. Im zweiten versöhnen sich die Schwestern im Angesicht der Katastrophe mit großer Zärtlichkeit. Mit KIRSTEN DUNST, CHARLOTTE GAINSBOURG, KIEFER SUTHERLAND u.v.a.


Filmtrailer 1 | 16.05.2011

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DRAMA | 135 MINUTEN | DÄNEMARK / SCHWEDEN / FRANKREICH / DEUTSCHLAND 2011 | CONCORDE
Lars von Trier Geburtstag: 30.04.1956 | Land: Dänemark

FILMOGRAFIE

2011 | Melancholia
2009 | Antichrist
2006 | The Boss of It All
2005 | Manderlay
2003 | Dogville
2003 | The Five Obstructions
2000 | Dancer in the Dark
1998 | Idioten
1996 | Breaking the Waves
1994 | The Kingdom - Hospital der Geister
1990 | Europa
1987 | Epidemic
1984 | The Element of Crime
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Manuel Alberto Claro

FILMOGRAFIE

2011 | Melancholia
2003 | Reconstruction
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Charlotte Gainsbourg als Claire Darsteller
Charlotte Gainsbourg Geburtstag: 22.07.1971

FILMOGRAFIE

2012 | Confession of a Child of the Century
2011 | Melancholia
2010 | The Tree
2009 | Antichrist
2003 | 21 Gramm
2001 | Meine Frau die Schauspielerin
1996 | Love etc.
1995 | Jane Eyre
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John Hurt als Dexter Darsteller
Alexander Skarsgård als Michael Darsteller
Alexander Skarsgård Geburtstag: 25.08.1976

FILMOGRAFIE

2012 | Battleship
2011 | Melancholia
2011 | Straw Dogs - Wer Gewalt sät
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Brady Corbet als Tim Darsteller
Brady Corbet

FILMOGRAFIE

2011 | Martha Marcy May Marlene
2011 | Melancholia
2007 | Funny Games U.S.
2004 | Thunderbirds
2003 | Dreizehn
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Europäischer Filmpreis für "Melancholia"03.12.2011

Im Berliner Tempodrom wurde der 24. Europäische Filmpreis verliehen. Favorit "Melancholia" triumphierte, Wim Wenders erhielt den Dokumentarfilmpreis für "Pina".

Heute wurde im Berliner Tempodrom im Rahmen einer feierlichen Gala der 24. Europäische Filmpreis verliehen. "Melancholia" wurde dabei seiner Favoritenrolle gerecht, Wim Wenders freute sich über den Dokumentarfilmpreis für "Pina".
Lars von Triers "Melancholia" wurde beim 24. Europäischen Filmpreis als bester Film prämiert. Der bildgewaltige Weltuntergangsfilm wurde zudem für die beste Kamera (Carlo Di Palma European Cinematographer Award für Manuel Alberto Claro) sowie für das beste Produktionsdesign (Jette Lehmann) ausgezeichnet. "Melancholia" war mit acht Nominierungen als Favorit ins Rennen gegangen.
Susanne Bier wurde mit dem Regiepreis für "In einer besseren Welt" ausgezeichnet. Die Darstellerpreise gingen an Colin Firth, der für "The King's Speech" im Februar bereits mit dem Oscar prämiert worden war, und an Tilda Swinton für "We Need To Talk About Kevin". Mit dem Drehbuchpreis wurden Jean-Pierre Dardenne und Luc Dardenne für "Der Junge mit dem Fahrrad" prämiert. Der Schnittpreis wurde Tariq Anwar für "The King's Speech" übergeben.
Der European Film Academy Documentary 2001 - Prix Arte ging an Wim Wenders für "Pina", der Deutschland im Oscarrennen vertritt. Als bester Komponist wurde Ludovic Bource für "The Artist" prämiert. Als European Discovery reüssierte Hans Van Nuffel mit "Adem" (Oxygen).
Bester Animationsfilm wurde "Chico & Rita" von Tono Errando, Javier Mariscal und Fernando Trueba. Bester Kurzfilm wurde Terry Gilliams "The Whole Family". Der Koproduzentepreis Prix Eurimages ging an Mariela Besuievsky. Der Publikumspreis People's Choce Award ging an "The King's Speech". Ehrenpreise nahmen Mads Mikkelsen, Stephen Frears und Michel Piccoli in Empfang.
Kirsten Dunst ist Deutsche geworden10.10.2011

Herzlich willkommen: Kirsten Dunst hat die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen und will auch bei uns Filme drehen.

Ihre europäischen Wurzeln bringen Kirsten Dunst in die komfortable Situation der doppelten Staatsbürgerschaft.
Die amerikanische Schauspielerin Kirsten Dunst gönnt sich einen zweiten Pass. Der schöne Star aus "Melancholia" und der "Spider-Man"-Reihe ist jetzt auch deutsche Staatsbürgerin.
Möglich wurde das dank Dunsts europäischer Wurzeln. Ihr Vater ist Deutscher, die Mutter Schwedin. "Ich bin jetzt eine richtige internationale Lady, die problemlos in Europa drehen kann", sagte Kirsten Dunst gegenüber der Tageszeitung B.Z. "In einer deutschen Filmproduktion mitzuspielen wäre die größte Freude für mich."
Dazu muss es aber mit der Sprache besser klappen. Kirsten Dunst gibt zu, nur noch "Kinderdeutsch" zu können. Das will sie umgehend aufbessern und sich bei uns auch einen Zweitwohnsitz zulegen.
Zwar gibt es noch Verwandtschaft in Hamburg, aber die Stadt der Wahl ist eine andere: "Ich würde eine Wohnung in Berlin bevorzugen", sagt Kirsten Dunst. "Es ist einfach die jüngere Stadt, und momentan passiert einfach sehr viel in Berlin."
Derzeit ist Kirsten Dunst im Kino mit "Melancholia" zu sehen.
"Wir hätten besser die Klappe halten sollen"05.10.2011

Die "Spider-Man"-Schönheit über das Meisterwerk "Melancholia", den Eklat um Regisseur Lars von Triers Hitler-Entgleisung in Cannes und ihre Porno-Weigerung.

Für Ihre Leistung im Psycho-Drama "Melancholia" gewann Kirsten Dunst in Cannes die Silberne Palme als beste Darstellerin. Doch die Kontroverse um Regisseur Lars von Triers Nazi-Scherze überdeckte fast, welches großartige Meisterwerk der Däne geschaffen hat.
Wie war Ihre Arbeitsbeziehung mit Lars von Trier?
KIRSTEN DUNST: Für mich sehr angenehm. Wir haben uns gut verstanden und viel zusammen gelacht.
Sie wechseln von Hollywood-Blockbustern zu Independent-Produktionen ... War der Dreh von "Melancholia" für Sie trotzdem etwas Neues?
Ich habe schon vor Melancholia mit anderen ausländischen Independent-Regisseuren und auch internationalem Cast gearbeitet, das kannte ich also schon. Neu für mich war die Arbeitsweise, die bei Lars von Trier am Set herrscht. Er erlaubt den Schauspielern, sehr natürlich zu sein und ermöglicht damit eine unglaubliche Erfahrung von Freiheit.
Inwiefern?
Man übt nicht vorher bei ihm. Normalerweise kommst du am morgen zu Set, du besprichst die Szene und probst sie, kommst nach dem Essen zurück und drehst genau das Eingeübte, oft mit Markierungen am Boden, wo du zu stehen hast. Mit Lars marschierst du einfach los, und die Kamera folgt dir. Das war für mich das tollste Erlebnis, das ich je hatte, diese Freiheit!
Ihm eilt der Ruf eines enfant terrible voraus, dem er in Cannes mehr als gerecht geworden ist. Warum wollten Sie mit ihm arbeiten?
Ich wollte mit ihm drehen, weil er für mich einer der größten Arthouse-Filmemacher unserer Zeit ist, der einzige, der Filme nur für Frauen schreiben kann, mit ganz großen Emotionen. Ich kenne keinen anderen männlichen Regisseur, der fähig ist, sich so in eine dieser Frauen hineinzuversetzen. Leider macht er nicht so oft Filme, und eine seiner Frauenfiguren zu sein, das empfand ich als Riesen-Chance und -Ehre.
Sie spielen eine von Depressionen heimgesuchte junge Frau, die dem Ende der Welt entgegen sieht. Keine leichte Rolle. Hat der Regisseur Ihnen geholfen?
Wir haben vorher viel gesprochen und Lars war sehr offen, was seine eigene Geschichte betrifft. Er hat von seinen Depressionen und Zusammenbrüchen erzählt, und wir haben gemeinsam überlegt, wie so etwas im Film aussieht, wie man das darstellen kann. Es gibt Szenen im Film, die sind autobiographisch im Hinblick auf seine eigenen Krankheitserfahrungen. Wenn sich ein Regisseur so öffnet und eine solch vertrauensvolle Atmosphäre erzeugt, dann ist man selbst auch bereit, sich an Orte zu begeben, die man sonst vielleicht meiden würde. Es ist eher wie eine Erfahrung, die man selber macht, nicht wie schauspielern. Lars hasst es, wenn etwas "wie gespielt" aussieht. Durch diese intensive Arbeit mit ihm hat sich bei mir die Art geändert, wie ich mich seitdem einem Film annähere.
Haben Sie Neues ausprobiert?
Ich mache schon seit Ewigkeiten Filme, bin schon sehr lange in dem Geschäft. Aber diesmal habe mich ganz anders geöffnet, habe Erfahrungen gemacht, die ich nie zuvor erlebt habe. Das war sehr erfrischend und anregend.
Was ist das Besondere an seinem Set?
Die Intimität, die er am Set aufbaut, die Familie, die er hat, Designer, Artdirector, Kameramann, jeder ist mit ihm sehr eng verbunden. Es ist wie eine Familie, jeder ist beteiligt, und gleichzeitig ist es sehr still, sehr natürlich. Du bekommst plötzlich Komplimente von Seiten, von denen du sie nicht erwartet hast, und das bestärkt dich. Er schafft eine Atmosphäre, wie ich sie nie zuvor erlebt habe.
Hören Sie in einem typischen Hollywood-Movie denn keine Komplimente?
Doch, aber sie sind nicht so echt, so unverfälscht, wie wenn sie z.B. von der Kostümbildnerin kommen. Alle sind dabei, weil sie Teil dieses Indie-Projekts sein wollen, nicht weil irgendein großes Budget dahintersteht. Das ist eine ganz andere Motivation.
Fiel es Ihnen schwer, den richtigen Ausdruck für Ihre Figur zu finden?
Dein Job als Schauspieler ist es, alles, was dir im Leben zur Verfügung steht, zu benutzen, um auszudrücken, was das Drehbuch von dir verlangt. Wenn ich das Gefühl habe, ich kann das nicht, dann spiele ich die Rolle nicht. Ich wüsste nicht, wie man spielen könnte, ohne auf Erfahrungen aus seiner eigenen Biografie, seiner Persönlichkeit zurückzugreifen. Am Ende des Tages ist das eine kathartische Erfahrung. Es kann dich sehr stark emotional treffen. Aus diesem Film kann man viel mitnehmen.
Können Sie sich vorstellen, ein reguläres Mitglied der Lars von Trier-Filmfamilie zu werden?
Lacht: Nicht, wenn es sich um einen Porno handelt! (in Anspielung auf von Triers Bemerkungen während der skandalträchtigen Pressekonferenz in Cannes, wo er als nächstes Projekt einen Porno mit Kirsten Dunst angekündigt hatte)
Mit welchen Regisseuren würden Sie gerne arbeiten?
Tarantino, ein ganz wichtiger für mich. Und Europäer? Da steht Michael Haneke ganz vorn. Ich wollte immer in anderer Sprache drehen, sehr gern einmal in deutsch. (spricht deutsch): Ich kann das ein bisschen, weil mein Vater Deutscher ist und aus Hamburg, kommt.
Wie war Ihre Reaktion, als diese Pressekonferenz aus dem Ruder lief? Sie sahen etwas entgeistert aus ...
Ich dachte, es wäre gut, wenn einer von uns jetzt einfach die Klappe halten würde...
Was gefällt Ihnen besonders an "Melancholia"?
Diese wahnsinnige visuelle Kraft. Der Anfang und das Ende sind unglaublich anzuschauen, überwältigend.
Glauben Sie, das Ende der Welt ist nah?
Nein!
Kirsten Dunst findet Depression normal27.09.2011

Die "Spider-Man"-Schönheit spielt im hochgelobten "Melancholia" eine depressive Frau - und nennt Menschen ohne die psychische Erkrankung "seltsam".

Stress, Burnout, Depression - wer nichts davon hat, ist schon fast die Ausnahme.
Ob "normaler" Angestellter, Leistungssportler oder Fußballtrainer - der zunehmende Leistungsdruck macht vielen zu schaffen und führt immer häufiger zu psychischen Problemen verschiedener Ausmaße. Kirsten Dunst geht dabei sogar soweit, dass sie Menschen, die noch nie eine Depression durchlitten haben, für die Ausnahme hält.
"Ich glaube, dass die meisten Menschen irgendwann in ihrem Leben eine Art depressiver Phase durchmachen", erklärt die Schauspielerin. "Bei wem das nicht der Fall ist, den halte ich für ziemlich seltsam!"
Kirsten Dunst spielt in ihrem neuen Film, dem hochgelobten Weltuntergangsdrama "Melancholia" von Lars von Trier, eine depressive Frau. Zudem war sie 2008 selbst wegen Depressionen in einer Klinik in Utah in Behandlung - Dunst hatte seit ihrem Status als Kinderstar durch ihre frühe Rolle in "Interview mit einem Vampir" immer wieder mit psychischen Störungen zu kämpfen.
"Den Menschen ist es immer noch peinlich über eine solche Erfahrung zu sprechen", meint Kirsten Dunst. "Ich selbst würde niemals einen Menschen, der so etwas durchleiden musste, in irgendeiner Form abkanzeln oder abwerten!", so die "Spider-Man"-Schönheit.
Ob man dabei allerdings so weit gehen muss, Menschen abzukanzeln, die eine solche Erfahrung nicht gemacht haben, sei dahingestellt.
Kirsten Dunsts neuer Film "Melancholia" bietet jedenfalls für Betroffene und Nichtbetroffene gleichermaßen ein bereicherndes Kinoerlebnis: Regisseur Lars von Trier, der bei der Präsentation seines Films in Festival in Cannes mit unbedachten Hitlerkommentaren für einen Eklat sorgte, macht aus seinen eigenen depressiven Störungen ebenfalls keinen Hehl. Anders als der Titel vermuten lässt, bietet sein neuer Film um zwei Schwestern, die im Angesicht eines auf die Erde zustürzenden Planeten, der die Apokalypse bringen wird, aber ein lebensbejahendes Finale, wie man es noch nie in einem von Trier-Film gesehen hat.
Kirsten Dunst will wieder mit von Trier drehen23.05.2011

Wegen Äußerungen über Hitler wurde Lars von Trier in Cannes ausgeschlossen. Seine Hauptdarstellerin und Palmengewinnerin Kirsten Dunst hält zu ihm.

Ohne ihn hätte sie kein Palme bekommen - also zeigt sich Kirsten Dunst dankbar gegenüber der Cannes-Skandalnudel Lars von Trier.
"Ich würde jederzeit wieder mit Lars von Trier drehen - allerdings keinen Porno" - so der mit der Palme als beste Darstellerin ausgezeichnete "Melancholia"-Star Kirsten Dunst, die damit auf die zweideutigen Äußerungen seines Regisseurs in der skandalträchtigen Pressekonferenz am 18. Mai in Cannes anspielte.
Dort hatte das dänische Regie-Enfant-terrible seine Leading Lady vor versammelter Weltpresse damit aufgezogen, sie habe auf ihren Nacktauftritten im Film bestanden. "Jetzt will sie mehr davon. So sind die Frauen nun mal." Als nächstes Projekt sei daher, so scherzte von Trier, ein Hardcore-Porno mit Kirsten Dunst denkbar ...
Die rang auf dem Podium sichtlich um Fassung. Darauf angesprochen, wie sie sich gefühlt habe, als der Däne mit seinen provozierenden Äußerungen, er sei ein Nazi und verstehe Hitler, für einen Eklat sorgte, sagt Kirsten Dunst: "Ich dachte nur, einer von uns sollte jetzt besser ganz schnell den Mund halten."
Im Interview und in ihrer Dankesrede bei der Preisverleihung stand Kirsten Dunst aber zu ihrem Regisseur. Er habe wundervolle Arbeit geleistet und schaffe Frauenrollen wie kein anderer. Er habe sich sehr intensiv mit ihr auf die Rolle vorbereitet. Das Besondere an der Arbeit mit Lars von Trier: Vor den Szenen wird nicht geprobt, er verlässt sich auf die Intuition seiner Darsteller - neben Kirsten Dunst eine hochkarätige Schauspieler-Riege, darunter seine "Antichrist"-Muse Charlotte Gainsbourg, Kiefer Sutherland und Charlotte Rampling.
Lars von Trier ließ sich auch ausführlich über die Eignung seiner Hauptdarstellerin für den Höllenritt aus, den sie zu absolvieren hat: Als von schweren Depressionen gebeutelte junge Frau setzt sie ihre Traumhochzeit in den Sand, ehe die Welt in "Melancholia" mit Pauken und Trompeten sowieso untergeht. Kirsten Dunst sei aufgrund persönlicher Erfahrungen mit der Krankheit prädestiniert gewesen für den Part. Lars von Trier: "Ihr Vorteil war, dass sie selbst einmal eine Depression hatte. Alle sensiblen Menschen haben das ..."
"Spider-Mans" Dauerfreundin, im Alter von drei Jahren von der Mutter bereits als Fotomodell untergebracht und seit ihrem Debüt mit sieben im Woody Allen-Segment von "New Yorker Geschichten" vor der Kamera zu Hause, lässt sich auch von einem Lars von Trier nicht aus dem Konzept bringen. Kirsten Dunst erweist sich als Vollprofi und verteidigt das außergewöhnliche Werk, das es wahrlich nicht verdient hat, durch die Eskapaden seines Regisseurs Schaden zu nehmen.
Der Traum der deutschstämmigen Blondine, deren Vater aus Hamburg kommt: Sie möchte einmal einen Film auf deutsch drehen, am liebsten einen mit Michael Haneke ("Das weiße Band"). Mit "Melancholia" hat sie sich beim "Funny Games"-Regisseur, der Psycho-Schockmomente auf der Leinwand zelebriert, damit bestens ins Spiel gebracht.
Lars von Trier: "Ich bin wirklich kein Mel Gibson"20.05.2011

Lars von Trier sorgte in Cannes mit Hitler-freundlichen Äußerungen für einen Eklat. Im Exklusiv-Interview mit Blickpunkt:Film zeigt er sich überrascht.

Nach dem Eklat bei der Pressekonferenz und der öffentlichen Entschuldigung für seine wirren Aussagen zu Adolf Hitler wurde Lars von Trier vom Festival-Board zur "Persona non grata", zur unerwünschten Person, erklärt und erhielt Hausverbot. Sein Film "Melancholia" bleibt im Rennen um die Goldene Palme. Im Exklusiv-Interview mit Blickpunkt:Film zeigt sich der dänische Regisseur überrascht über den "Skandal".
Wie fühlen Sie sich nach dem "Rausschmiss"?
LARS VON TRIER: Persönlich tut mir die ganze Sache leid. Ich habe mich für die unbedachten Worte entschuldigt und war mir überhaupt nicht über die Tragweite klar. Gilles Jacob ist ein persönlicher Freund von mir. Es wäre schrecklich, durch diese lächerliche Situation den langjährigen guten Kontakt zum Festival zu verlieren. Ich bin wirklich kein Mel Gibson. Und ehrlich gesagt, wenn ich Hitler wäre, was ich nun wirklich nicht bin, und hätte einen großen Film gemacht, müsste der im Programm von Cannes laufen.
Welcher Teufel hat Sie überhaupt geritten, Sympathie mit Hitler zu bekunden?
Alle erwarten von mir, dass ich etwas Provokatives sage und mir fiel nichts ein, es war einfach langweilig. Ich bin kein Antisemit, kein Rassist und kein Nazi. Wer kann denn wirklich glauben, dass ich mit Hitler sympathisiere? Ich kann mir vorstellen, wie es ist, wie er in einem Bunker zu hocken. Das ist alles. Aber ich bin ein bisschen stolz, eine "Persona non grata" zu sein, und bin gespannt, ob mir die Franzosen jetzt auch den Orden, den sie mir verliehen haben, von der Brust reißen. Dem Festivalpalais darf ich nicht näher als 100 Meter kommen. Ich bin froh, dass meine Familie zu mir hält.
Der Eklat könnte weitere Folgen für Sie haben?
Wenn er dazu führt, dass ich in Zukunft weniger Geld zur Verfügung habe und Förderungen abspringen oder die Besetzung schwieriger wird, wäre das eine Katastrophe.
Ein argentinischer Verleiher will Ihren Film nicht mehr rausbringen. Was sagen Sie dazu?
Don't cry?
 
 
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