Rocky Balboa
START 08.02.2007
DRAMA | 102 MINUTEN | USA 2006 | FOX
Sechster und letzter "Rocky"-Film, mit dem der "Italian Stallion" zu seinen Wurzeln und in den Ring zurückkehrt.
Mittfünfziger Rocky Balboa (Sylvester Stallone) hat dem Boxgeschäft seit langem den Rücken gekehrt. Vom Ruhm als Schwergewichtsweltmeister ist ihm wenig geblieben. Sein Restaurant in Philadelphia läuft schlecht, weshalb es den Witwer notgedrungen wieder in den Ring zieht. In einem virtuellen Vergleich gelingt es ihm, den amtierenden Champ Mason "The Line" Dixon (Antonio Traver) zu besiegen. Der bietet ihm daraufhin ein echtes Match an. Paulie (Burt Young) und Rockys Sohn (Milo Ventimiglia) trainieren ihn.Zum sechsten Mal seit dem Klassiker von 1976 zieht sich Sly Stallone wieder die Boxhandschuhe an, um zu seiner Größe als Underdog-Ikone zurückzukehren. 16 Jahre nach dem letzten Auftritt als Rocky gibt er - im Film wie im Leben - ein furioses Comeback.
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Obwohl er nie in einem echten Ring stand, ist Sylvester Stallone für seine "Rocky"-Filme in die Boxing Hall of Fame aufgenommen worden - neben Mike Tyson!
Filme sind keine Wirklichkeit und Schauspieler tun nur so als ob?Die Binsenweisheit, dass die Ereignisse in einem Hollywood-Film nur erfunden sind, ist in den USA offenbar vergessen worden. Wie sonst wäre zu erklären, dass Sylvester Stallone in die Boxing Hall of Fame aufgenommen wurde, wo sonst echte Boxgrößen wie Muhammed Ali, George Foreman oder Max Schmeling geehrt werden?
Als Grund gab die Jury an, Stallone habe mit seinen "Rocky"-Filmen "viel zur Popularität des Boxsports beigetragen". Sly war sich dabei durchaus bewusst, dass seine Ehrung nicht bei jedem auf Verständnis stößt: "Ich habe nie so getan, als sei ich wirklich ein Boxer - aber ich habe zumindest ein gewisses Verständnis davon, was im Ring passiert", rechtfertigte sich Stallone bei den Feierlichkeiten in der Kleinstadt Canastota, 400 km nördlich von New York City.
Das ist sicher nicht übertrieben, denn der 63-Jährige hat drei Jahrzehnte seines Lebens einem Kino-Boxer geschenkt - vom ersten "Rocky"-Film, der 1976 sogar drei Oscars gewann, bis zum sechsten Boxdrama, das schlicht nur noch hieß wie sein Held: "Rocky Balboa".
Zudem ist Sly Stallone beileibe nicht der erste Nicht-Boxer, der in die Hall of Fame aufgenommen wird. Auch Trainer, Promoter, Funktionäre und Sportjournalisten wurden schon geehrt. Allerdings haben auch diese alle etwas mit dem realen Boxsport zu tun und nicht nur mit dem rein fiktiven.
Ebenfalls aufgenommen wurde in diesem Jahr übrigens der einstige K.o.-König "Iron" Mike Tyson, der aktuell auch wieder in "Hangover 2" seinen kultigen und schlagkräftigen Cameo-Part aus dem ersten Film wiederholt. Der exzentrische Schläger, der für seine Blitzknockouts ebenso berühmt wurde wie später für das abgebissene Ohr von Evander Holyfield und regelmäßige Konflikte mit dem Gesetz, überraschte mit seiner Reaktion alle: Sein "Danke, danke, danke" brachte er mühsam unter vielen Tränen hervor.
Das waren - anders als bei Rockys "Adrian"-Heulbojenkonzerten - reale Emotionen, denen sich keiner der Anwesenden, egal ob Tyson-Fan oder -Kritiker, entziehen konnte.
13 Morde, Schutzgelderpressung, Polizistenbestechung: Sylvester Stallone will das Leben von John Gotti alias "Teflon-Don" verfilmen.
Bei Sylvester Gardenzio Stallone - so Slys voller Name - schlagen die italienischen Wurzeln durch.Dabei ist es nach dem blamablen WM-Aus der Azzurri eigentlich gerade keine gute Zeit, um seinen italienischen Nationalstolz zu pflegen. Doch das kümmert Sylvester Stallone, mit Rocky-Kampfnamen "The Italian Stallion", zu deutsch "Der italienische Hengst", herzlich wenig: Er plant einen Film über den legendären Mafiaboss John Gotti, der aus dem New Yorker Stadtteil Little Italy seine ebenso dubiosen wie tödlichen Geschäfte dirigierte.
Dazu verhandelt Stallone gerade mit dessen Sohn John Gotti jr., der ein angespanntes Verhältnis zu seinem Vater hatte. Ganz schön mutig, mit der Mafia einen Deal auszuhandeln - aber wer, wenn nicht Sly, hat dazu die nötige Coolness samt Pokerface.
Das Leben von John Gotti sr. bietet allerdings auch exzellenten Filmstoff: Er war lange Zeit der Kopf der gefürchteten Gambino-Familie. Gotti liebte - sehr zum Missfallen anderer Mafia-Familien - die öffentliche Aufmerksamkeit und war entsprechend oft in den Schlagzeilen. 1986 scheiterte gar ein Bombenattentat seiner Konkurrenten. Trotz unzähliger Prozesse gegen blieb Gotti das Gefängnis lange erspart - der Mafiaboss bestach einfach die Geschworenen und bezahlte mehrere Spitzel bei der Polizei. Das brachte ihm den Spitznamen "Teflon-Don" ein: An ihm perlte jeder Angriff ab wie an einer beschichteten Bratpfanne.
Erst als einer von Gottis Handlangern von der New Yorker Polizei zur Aussage gegen den Paten erpresst wurde, landete er hinter Gittern. Von dort führte Gotti seine dunklen Geschäfte allerdings munter weiter - dank der Hilfe mehrerer Polizisten und seines Sohnes John Gotti jr. Erst als auch der jüngere Gotti 1998 hinter Schloss und Riegel musste, endete die spektakuläre Herrschaft der Gambino-Familie. 2002 starb Gotti sr. dann im Gefängnis.
John Gotti junior wurde 2005 aus dem Gefängnis entlassen und hat seitdem angeblich der Mafia abgeschworen. Da käme ein Filmdeal gerade Recht, um sich den Lebensunterhalt auf ehrliche Weise zu finanzieren. Und wenn Gotti jr. im Knast nicht alle Verhandlungstricks verlernt hat, lässt er sich sicher am Gewinn des Films beteiligen - was mit Sylvester Stallone in der Hauptrolle sicher ein ordentliches Geschäft wäre. Falls der Film jedoch floppt, kennt Gotti sicher Mittel und Wege, ein paar Menschen zum Kinobesuch zu "überreden" ...
Auf dem Festival de Cannes verspricht ein Plakat den Start von "Rambo V" für 2011. Dabei hatte Sly Stallone eben das Aus für die Ein-Mann-Armee verkündet.
"Ich bin zu 99 Prozent sicher, dass es Rambo endgültig hinter sich hat!"So äußerte sich Sylvester Stallone letzte Woche zum Aus für "Rambo V". Doch möglicherweise reicht die eine Prozent große Restchance nun doch aus, damit die Ein-Mann-Armee ein fünftes Mal ins Feld zieht: Auf den Filmfestspielen in Cannes prangt am Infostand der Produktionsfirma Millenium Films, die zuletzt auch den vierten Teil "John Rambo" an den Mann brachte, ein großes Plakat für "Rambo V"! Dieses verspricht den Kinostart für 2011.
Sylvester Stallone hatte inhaltliche Überlegungen als Grund für Rambos Rente angegeben: Nach dem Einsatz in Burma in "John Rambo" hätte ein weiterer Einsatz den Veteranen langsam wie einen x-beliebigen Söldner erscheinen lassen, sagte Sylvester Stallone. Zudem wolle er sich lieber auf eine Fortsetzung seines Action-Krachers "Expendables" konzentrieren, in dem Stallone demnächst Seite an Seite mit den Action-Haudegen Jason Statham, Dolph Lundgren, Jet Li, Mickey Rourke und Steve Austin zu sehen ist. Sogar Arnold Schwarzenegger und Bruce Willis sind kurz in Gastauftritten zu sehen.
Möglicherweise hakt es bei "Rambo V" aber auch am Drehbuch, das Sylvester Stallone wie zuletzt bei "Rocky Balboa" und "Rambo IV" selbst verfassen wollte und dessen Inhalt er alle Nase lang änderte: Zunächst sollte sich der fünfte Film um Menschenhandel an der Grenze zwischen den USA und Mexiko drehen, dann sollte eine Stadt, aus der junge Frauen verschwinden, im Mittelpunkt stehen und zuletzt hieß es, Rambo müsse gegen außer Kontrolle geratene Supersoldaten antreten, deren Gehirne für übermenschliche Kampfkraft manipuliert wurden.
Vielleicht sollte sich Stallone einfach an einen Drehbuchautoren wenden, der ihm in Sachen Story aus der Patsche hilft. Denn so effektiv Sly als Action-Darsteller auch sein mag - sein letztes richtig gutes Drehbuch stammt aus dem Jahr 1976: "Rocky"!




















































