The Artist
START 26.01.2012
KOMÖDIE | 100 MINUTEN | FRANKREICH / BELGIEN 2011 | DELPHI
Schwarz-Weiß-Filmkomödie über die Konkurrenz und Hassliebe zweier Schauspieler am Übergang vom Stumm- zum Tonfilm.
In klassischem Schwarz-Weiß erzählt der Stummfilm des Franzosen MICHEL HAZANAVICIUS von zwei Schauspieler-Schicksalen: In den wilden Zwanzigern liegt dem Playboy und Lebemann George Valentin (JEAN DURJARDIN) ganz Hollywood zu Füßen. Am Set entdeckt der Megastar das Talent der jungen Statistin Peppy Miller (BERENICE BEJO) und öffnet ihr wichtige Karriere-Türen. Mit der Einführung des Tonfilms kommt die große Zäsur, denn plötzlich sind stumm gestikulierende Leinwandhelden passe. Valentins Stern sinkt rasend schnell, während Peppy sich zum lustig plappernden It-Girl aufschwingt. Mit opulenten Sets, viel flotter Musik und Happy End garniert, hat der Film das Zeug zum Kassenerfolg und Oscar-Aspiranten.START 26.01.2012
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Film Trailer
| Filmtrailer | 13.12.2011 |
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KOMÖDIE | 100 MINUTEN | FRANKREICH / BELGIEN 2011 | DELPHI
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Geburtstag: 19.06.1972FILMOGRAFIE2012 | Les Infidèles2011 | The Artist 2010 | Kleine wahre Lügen 2007 | 39,90 weiter » |
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Geburtstag: 20.06.1952 | Land: USAFILMOGRAFIE2011 | The Artist2011 | Extrem laut und unglaublich nah 2009 | Shopaholic - Die Schnäppchenjägerin 2009 | Die Päpstin 2008 | Speed Racer 2007 | Death Sentence - Todesurteil 2007 | Evan Allmächtig 2004 | Beyond the Sea - Musik war sein Leben 2001 | My First Mister 2000 | Eine Nacht bei McCool's 2000 | Coyote Ugly 2000 | Good Vibrations - Sex vom anderen Stern 2000 | O Brother, Where Art Thou? - Eine Mississippi-Odyssee 1999 | Bringing Out the Dead - Nächte der Erinnerung 1998 | Blues Brothers 2000 1997 | The Big Lebowski 1997 | Dämon 1997 | Ein Fall für die Borger 1994 | Flintstones - Familie Feuerstein 1990 | King Ralph 1990 | Arachnophobia 1989 | Always 1989 | Sea of Love - Melodie des Todes 0 | Argo weiter » |
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5 Oscars für den besten Film "The Artist", darunter Hauptdarsteller Jean Durjardin. Bei den Damen siegt Meryl Streep als "Eiserne Lady". Keine deutsche Hauptgewinner.
Ich habe einen Oscar! Ich ? ich habe meine Dankesrede vergessen!Regisseur Michel Hazanavicius ging es wie den Helden seines Films - er war sprachlos! Sein Filmkunstwerk "The Artist" um eine Liebe in den letzten Tagen des Stummfilms ist von der Academy überraschend mit 5 Oscars zum meistprämierten Film gekürt worden - darunter Preise in allen drei "Königskategorien": Bester Film, Beste Regie und Bester Hauptdarsteller!
Doch der Franzose mit litauischen Vorfahren fand seine Sprache bald wieder, hielt eine überschwängliche Dankesrede und endete mit Worten, so poetisch wie sein Filmkunstwerk: "Im Film geht es um das Leben. Und an manchen Tagen ist das Leben wunderbar. Heute ist solch ein Tag. Danke! Danke!"
Ebenfalls fünf Oscars gingen an Martin Scorseses Verfilmung des Kultkinderbuchs "Hugo Cabret". Allerdings gab's die Goldjungs ausnahmslos in Bereichen, die in Hollywood eher zu den Nebenkategorien gezählt werden: Kamera, Visual Effects (hier stach man etwas überraschend den Blockbuster "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2" aus), Ausstattung, Ton und Tonschnitt. Damit war Martin Scorsese eher einer der Verlierer des Abends.
Ganz anders Academy-Liebling Meryl Streep. Auch sie hatte zu den Oscar-Favoriten gezählt, doch ihr Traum erfüllte sich auch: Streeps fast schon gespenstisch gute Leistung als britische Ex-Premierministerin Margaret Thatcher in "Die Eiserne Lady" brachte ihr bei der siebzehnten (!) Nominierung erwartungsgemäß endlich den dritten Oscar nach "Kramer gegen Kramer" und "Sophies Entscheidung".
Überraschenderweise verlor die Veteranin auf der Bühne des Kodak Theatre nach einem launigen Einstieg in ihre Dankesrede ("Ganz Amerika denkt sich jetzt 'Oh nein, nicht sie schon wieder'"!) komplett die Fassung und brach - unter stehenden Ovationen - in Tränen aus: "Ich werde wahrscheinlich nicht noch einmal hier oben stehen, also danke an Euch alle!" Trotz ihrer überragenden mimischen Leistung dankte Meryl Streep auch ihren Maskenbildnern, die ebenfalls einen Oscar erhielten.
Kollege Jean Dujardin, der als Stummfilmstar in "The Artist" wirklich alle darstellerischen Register zieht, machte es dagegen kurz: "Ich liebe Euer Land!", schmeichelte er französisch-charmant dem Auditorium in Los Angeles, das eher mit George Clooney als Sieger für seine Rolle als überforderter Vater in "The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten" gerechnet hatte. Clooney durfte sich aber zumindest über einen Drehbuch-Oscar für "The Ides of March" freuen.
Eine herbe Enttäuschung war die Oscar-Verleihung sowohl für Steven Spielbergs Kriegspferd-Epos "Gefährten" wie auch "Moneyball" mit Brad Pitt als revolutionärem Baseball-Coach. Trotz sechs Nominierungen gingen beide Filme komplett leer aus -weil in den entsprechenden Kategorien zumeist entweder "Hugo Cabret" oder "The Artist" punkteten.
Auch aus deutscher Sicht boten die 84. Academy Awards keinen Grund zum Feiern. Für den Auslands-Oscar war der deutsche Vorschlag "Pina" gar nicht erst nominiert worden, hier machte erwartungsgemäß erstmals ein iranischer Beitrag das Rennen, "Nader und Simin - Eine Trennung". Aber als beste Doku war Wim Wenders' lyrisches 3D-Juwel um das Schaffen der verstorbenen Choreographie-Legende Pina Bausch nominiert und als Sieg-Kandidat gehandelt worden. Hier machte aber der US-Beitrag "Undefeated" um den Aufstieg eines erfolglosen Football-Teams das Rennen.
Die deutsche Kostümbildnerin Lisy Christl ("Anonymus") musste sich den Oscar-Abonnenten Dante Ferretti und Francesca Lo Schiavo für "Hugo Cabret" geschlagen geben und der deutsche Kurzfilm "Raju" zog gegen "The Shore" um eine Freundschaft im Nordirlandkonflikt den Kürzeren. Zumindest waren aber die deutschen Effektkünstler Alex Henning und Ben Grossmann von der Frankfurter Firma Pixomondo am Visual-FX-Oscar für "Hugo Cabret" beteiligt.
Als ältester Schauspieler aller Zeiten gewann Christopher Plummer einen Oscar als Nebendarsteller in "Beginners". Der 82-Jährige erlebt im Film von Mike Mills zum Erstaunen seines Sohnes (Ewan McGregor) ein spätes Coming Out. Die Dankesrede des Veteranen zählte zu den absoluten Highlights der diesjährigen Academy Awards. Mit Blick auf die Oscar-Statue in seinen Händen begann Christopher Plummer:
"Mann, Du bist nur zwei Jahre älter als ich, wo warst Du nur die ganze Zeit?!?" Dann wandte er sich ans Publikum: "Wisst ihr, schon als ich aus der Gebärmutter meiner Mutter kam, habe ich diese Dankesrede einzuüben begonnen. Zu Eurem Glück ist das jetzt so lange her, dass ich sie inzwischen vergessen habe. Also: Danke!"
Den Preis für die beste weibliche Nebenrolle überreichte Batman Christian Bale an Octavia Spencer, die in "The Help" eine mutige schwarze Haushaltsgehilfin spielt. Die Gewinnerin nutzte die Chance für einen Flirt: "Danke, dass ihr mich neben den heißesten Typen im Raum gestellt habt!" Spencers Dankesrede ersoff dann aber fast komplett in einer Tränenflut, die Halle Berry alle Ehre machte. Die letzten Worte "Danke? Welt!" konnte man nur noch erahnen.
Zum besten Animationsfilm wurde erwartungsgemäß "Rango" gekürt - eine besondere Genugtuung für Regisseur Gore Verbinski, der in Hollywood wegen seiner drei "Fluch der Karibik"-Filme als Popcorn-Filmemacher verschrien gewesen war. Er dankte überschwänglich Johnny Depp, der im Original dem titelgebenden Wildwest-Chamäleon seine Stimme leiht.
Als großes Highlight war eine Performance der legendären Artisten des Cirque du Soleil angekündigt worden - auch, weil mit 50 Künstlern die größte Truppe für einen Einzelauftritt der Truppe bereit stand. Die Hommage an Filmklassiker wie Hitchcocks "Verdacht" oder "King Kong" wirkte aber recht konventionell, trotz hoch in der Kuppel des Kodak Theatre schwebender Trapeze.
Erwartet souverän agierte Moderator Billy Crystal, der nur Notnagel war, nachdem das eigentlich vorgesehene Duo von Moderator Eddie Murphy und Produzent Brett Ratner wegen rassistischer Entgleisungen Ratners gehen musste. So kündigte Crystal den von seiner Krebserkrankung sichtbar erholten Michael Douglas als Präsentator für den Regie-Oscar mit den Worten an: "He occupied Wall Street, long before that was cool - Er besetzte die Wall Street, lange bevor das als cool galt!"
Und Crystal, der schon zum neunten Mal Oscar-Gastgeber war, lieferte den besten Trost für alle Verlierer des Abends, indem er die Bedeutung der Preisverleihung mit den ironischen Worten relativierte: "Nichts lenkt einen besser von den Wirtschaftskrisen in aller Welt ab, als einem Haufen Millionäre dabei zuzusehen, wie sie sich gegenseitig goldene Statuen in die Hand drücken?"
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Beim Oscar-Dinner tummeln sich vor der Verleihung am 26. Februar Hollywoods Superstars. George Clooney gesteht dabei Sehnsucht nach Brad Pitt!
Hier geht's noch völlig friedlich zu?Das Rennen um die Oscars ist in Hollywood mitunter ziemlich hart: Die großen Filmstudios fahren riesige PR-Kampagnen um die stimmberechtigten Mitglieder der Academy auf ihre Seite zu ziehen. Schließlich werden die Oscars von den Filmschaffenden verliehen, die größtenteils in Los Angeles leben. Und bei der Zeremonie im Kodak Theatre selbst stehen die Nominierten natürlich in größter Konkurrenz, jeder hofft für sich auf den Goldjungen.
Doch vier Wochen vor der Verleihung feiert die Academy traditionell ein Treffen, bei dem nochmal durchgeatmet wird: Das Oscar-Lunch für alle Nominierten, die dabei auch ihre offizielle Nominierungs-Urkunde erhalten. Naturgemäß ist das Event ein Stelldichein der Superstars.
So tummelten sich unter anderem die Nominierten für den Hauptrollenoscar George Clooney ("The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten"), Brad Pitt ("Die Kunst zu gewinnen - Moneyball"), Jean Dujardin ("The Artist"), Gary Oldman ("Dame, König, As, Spion") und Außenseiter Demián Bichir ("A Better Life"). Dabei verriet George Clooney Überraschendes über sein Verhältnis zu seinem angeblichen Kumpel Brad Pitt:
"Viele glauben ja, Brad und ich würden andauernd zusammen abhängen", sagt George Clooney. Die Wahrheit ist, dass ich Brad vor den Golden Globes ein ganzes Jahr lang nicht gesehen hatte. Drum macht es großen Spaß, sich gegenseitig mal auf den aktuellen Stand zu bringen, und Leute zu treffen, die ich lange nicht gesehen habe."
Auch Jonah Hill, der als Nebendarsteller in Brad Pitts "Moneyball" nominiert ist, wusste etwas über den Lebensgefährten von Angelina Jolie zu berichten: "Er ist der größte Streiche-Spieler allerzeiten, denn wenn Du versuchst, ihn hereinzulegen, ist er dir schon mindestens drei Schritte voraus."
Bisher galten Brad Pitt und George Clooney als die beiden größten Scherzkekse am Set, wie sie vor allem bei den Drehs zur "Ocean's"-Trilogie bewiesen.
Indessen freute sich Rooney Mara, die als Hauptdarstellerin in "Verblendung" nominiert ist, über den Sieg der New York Giants im Superbowl: Ihre Familie ist Mitbesitzer des traditionsreichen Football-Teams. "Das war einfach großartig", strahlte Mara und man wusste nicht so recht, ob sie ihr erstes Oscar-Dinner meinte oder das Spiel - vermutlich beides.
Bei der Verleihung selbst wird Rooney Mara wohl nicht ganz so viel Grund zur Freude haben, da Meryl Streep für ihre punktgenaue Darstellung der britischen Ex-Premierministerin Margaret Thatcher in "Die Eiserne Lady" als klare Oscar-Favoritin gilt.
Verliehen werden die Goldjungen in der Nacht zum 27. Februar ab etwa 3 Uhr deutscher Zeit im Kodak Theatre. Comedy-Superstar Billy Crystal wird die Gala moderieren, bereits zum neunten Mal - und dann in 24 Kategorien die magischen Worte erklingen hören "And the Oscar goes to?"
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Martin Scorseses "Hugo Cabret" um einen Waisen im Pariser Bahnhof hat die meisten Oscar-Chancen, 10 der Kritikerliebling "The Artist". Wim Wenders' "Pina" ist als Doku nominiert.
Völlig überraschend ist der Kritikerliebling "The Artist" bei den Oscar-Nominierungen von Martin Scorseses "Hugo Cabret" um einen Waisen im Pariser Bahnhof überholt worden.Hollywood hatte schon die Revolution des Kinos ausgerufen. Schließlich galt - und das in den Zeiten der Megaerfolge von Spektakeln wie "Avatar" & Co. - mit "The Artist" ein kleiner, feiner Stummfilm in Schwarzweiß über die Liebe zweier Schauspieler am Ende der Stummfilmära als Favorit bei den Oscar-Nominierungen.
Nachdem Jungstar Jennifer Lawrence und Academy-Präsident Tom Sherak nun die Nominierungen bekannt gegeben haben, steht das belgisch-französische Kunstwerk mit insgesamt zehn Nominierungen zwar auch ordentlich da, doch ein Altmeister hat den Kritikerliebling noch überholt:
Martin Scorseses in prächtigen Bildern schwelgende 3D-Kinderbuchverfilmung "Hugo Cabret" um einen Waisenjungen, der im Pariser Bahnhof Montparnasse Gare lebt, heimste insgesamt elf Oscar-Nominierungen ein. Die leidlich bekannte Vorliebe der Academy für US-Produktionen gegenüber europäischen mag dabei eine Rolle gespielt haben.
Allerdings ist "Hugo Cabret" zwar in den Hauptkategorien Bester Film und Beste Regie nominiert, ansonsten gab's die Award-Chancen aber eher in den technischen Nebenkategorien wie Visual Effects, Kamera, Schnitt, Ausstattung, Ton, Tonschnitt, Musik und Drehbuchadaption. Dagegen sind mit Jean Dujardin und Bérénice Bejo in "The Artist" auch der Haupt- und die Nebendarstellerin nominiert. Die beiden Filme werden wohl den Oscar für den besten Film unter sich ausmachen.
Dujardin wird sich allerdings sehr wahrscheinlich George Clooney beugen müssen, der als überforderter Vater, der in "The Descendants" erfährt, dass ihn seine im Koma liegende Frau betrogen hat, als Favorit für den Hauptrollen-Oscar gilt. Auch Clooneys Regisseur Alexander Payne ("Sideways") ist nominiert und darf sich darüberhinaus über eine Berücksichtigung als bester Film und insgesamt 5 Oscar-Chancen freuen.
Clooneys Kumpel Brad Pitt ist als Coach, der erstmals Computerstatistiken benutzt, im Baseballdrama "Moneyball" für den Hauptrollenoscar nominiert. Das Sportspektakel gehört mit insgesamt 5 Nominierungen, darunter als bester Film, ebenfalls zu den meistberücksichtigten Werken. Gefährlich könnte George Clooney vermutlich eher noch Gary Oldman werden, der in "Dame, König, As, Spion" einen Maulfwurf im Secret Service aufspüren soll. Lediglich Außenseiterchancen hat Demián Bichir, dessen Nominierung für "A Better Life" bereits eine Riesenüberraschung und -ehre darstellt.
Absolut gesetzt ist Meryl Streep für den weiblichen Hauptrollenoscar. Ihre gespenstisch gute Verkörperung der britischen Permierministerin Margaret Thatcher in "Die Eiserne Lady" brachte ihr bereits die 17. Oscar-Nominierung ein. Da wird es höchste Zeit für den dritten Sieg nach "Kramer gegen Kramer" und "Sophies Entscheidung", wie ganz Hollywood meint.
Ansonsten wäre Rooney Mara als Lisbeth Salander in der US-Neuverfilmung des ersten Teils der schwedischen Kultkrimi-Trilogie "Millennium", "Verblendung", eine starke Herausforderin, ebenso Michelle Williams als Leinwand-Legende Marilyn Monroe in "My Week with Marilyn" und Glenn Close, die sich in "Albert Nobbs" im Dublin des 19. Jahrhundert als Mann verkleidet, um in der Gesellschaft aufzusteigen. Auch Viola Davis glänzte im Südstaatendrama um die ersten afroamerikanischen Haushaltsgehilfinnen in "The Help", das insgesamt sechs Nominierungen erhielt, darunter als bester Film und für Octavia Spencer als beste Nebendarstellerin.
In jener Kategorie gilt wiederum Bérénice Bejo aus "The Artist" als leichte Favoritin. Sie glänzt als eine der ersten Tonfilm-Diven, die ausgerechnet einen alten Stummfilm-Star (Jean Dujardin) liebt, dessen Stern nun am Sinken ist. Octavia Spencer und Jessica Chastain, beide für "The Help" nominiert, werden als starke Herausforderinnen gesehen. Janet McTeer, die in "Albert Nobbs" ebenfalls einen Mann spielt, und Melissa McCarthy in der Komödie "Brautalarm" dürften eher geringe Chancen haben.
Einen glasklaren Favoriten gibt es bei den männlichen Nebendarstellern: Albert Brooks mutet in "Beginners" seinem Filmsohn Ewan McGregor ein spätes schwules Coming out zu - beeindruckend und herzerweichend. Das Nachsehen haben werden daher Max von Sydow als Holocaust-Opfer im 9/11-Drama "Extrem laut und unglaublich nah", Kenneth Branagh als Sir Laurence Olivier in "My Week with Marilyn", Jonah Hill als Sidekick von Coach Brad Pitt in "Moneyball" und Nick Nolte als versoffener Rabenvater in "Warrior".
Unter den Regisseuren dürfte es dagegen extrem spannend werden. Von den fünf Nominierten Michel Hazanavicius ("The Artist"), Alexander Payne ("The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten"), Woody Allen ("Midnight in Paris"), Terrence Malick ("The Tree of Life") und Martin Scorsese ("Hugo Cabret") kann eigentlich jeder gewinnen. Nachdem die Filme der fünf Macher auch allesamt in der Kategorie Bester Film ins Rennen gehen, könnte der gewinnen, dessen Werk auch den Königspreis abräumt. Denn die Regie wird dafür von der Academy traditionell als Schlüsselkategorie angesehen.
Aus deutscher Sicht gab es zwar nicht wie erhofft eine Chance auf den Auslandsoscar für Wim Wenders' "Pina", hier gilt der iranische Beitrag "Nader und Simin - Eine Trennung" als Favorit, der auch für das Drehbuch nominiert wurde. Dafür wurde der bildstarke deutsche Beitrag über die Choreographen-Legende Pina Bausch als beste Doku nominiert und hat hier auch berechtigte Sieg-Chancen.
Bei den für die Academy immer wichtiger werdenden Animationsfilmen zeichnet sich ein Dreikampf zwischen "Rango", "Der gestiefelte Kater" und "Kung Fu Panda 2" ab. Den Spezialeffekte-Oscar dürften entweder "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2" oder "Planet der Affen: PRevolution" einheimsen.
Wer dann tatsächlich alles einen Goldjungen mit nach Hause nehmen darf, das entscheidet sich in der Nacht von Sonntag, den 26.2., auf Montag, den 27.2., im Kodak Theatre von Los Angeles. Moderieren darf den wichtigsten Abend der Traumfabrik dabei Comedy-Superstar Billy Crystal - und das bereits zum neunten Mal!
Doch Crystal ist nur ein Notnagel, denn eigentlich sollte ein anderer die Filmschaffenden mit coolen Sprüchen begeistern: Eddie Murphy! Aber der sagte ab, weil der als Regisseur der Zeremonie geplante Brett Ratner, mit dem Murphy zuletzt den Komödienhit "Aushilfsgangster" gedreht hat, abgesetzt wurde: Er hatte sich im Vorfeld zu schwulenfeindlichen Witzen hinreißen lassen.
Nun freut sich also Billy Crystal auf die Goldjungs-Gala. Und auch wenn natürlich selbst er noch keine Preisträger kennt und auch wenn sein gespannt erwarteter Eröffnungs-Monolog ebenfalls streng geheim bleibt, so hat er zumindest soviel über seine Pläne für die Verleihung verraten: "Mein großes Thema für den Abend lautet: 'Wie habt Ihr Euch eigentlich ins Kino verliebt?' Schließlich verbindet uns das alle und das müssen wir mal so richtig feiern!"
Was für ein schönes Motto für die Nacht, in der diejenigen geehrt werden, die dieser Liebe immer wieder Nahrung geben...
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EXTERN: Oscar-Partner - Die Awards auf glamour.de
Bisher gab's den Anti-Oscar "Goldene Himbeere" immer am Tag vor der "echten" Verleihung, ab sofort erst am 1.4.! Bei "Twilight" und "Transformers" zittert man schon?
Ganz Hollywood ist bereits im Bann der Oscars?Am Dienstag, 14:30 Uhr unserer Zeit, werden in Los Angeles feierlich die Oscar-Nominierungen für die diesjährige Verleihung in der Nacht des 26. Februar verkündet. Doch eine kleine Gruppe besonders kritischer Filmfans schielt weniger auf Filme wie "The Artist" oder "The Descendants", den Favoriten für die Oscar-Verleihung, sondern auf die Gemeinheiten, die sich die Organisatoren der "Goldenen Himbeere" ausgedacht haben.
Die Macher des sogenannten "Anti-Oscars" hatten bisher immer am Tag vor der Oscar-Zeremonie die Preise für die schlechtesten Leistungen des Jahres verliehen. Doch 2012 werden zu diesem Termin lediglich die Nominierungen für die "Golden Raspberry Awards", kurz "Razzies", bekannt gegeben. Das vernichtende Urteil fällt dann - passenderweise - erst am 1. April. Das war schon immer der erklärte Wunschtermin von Gründer John J.B. Wilson.
"Außerdem wollten wir den 600 Razzie-Wählern zusätzliche Zeit verschaffen um allen Müll zu sehen, den sie dann schließlich nominieren", erklärt Wilson weiter. Der Razzie-Meister beschreibt seinen Preis als "beschwingte Parodie auf peinliche Award-Shows im Allgmeinen und die Oscars im Besonderen".
Stein des Anstoßes ist dabei die Tatsache, dass die Oscars von den Filmschaffenden selbst an andere Filmschaffende vergeben werden. Das verleiht der Gala stets den Ruch von aufwändig inszeniertem Eigenlob.
Bei den Razzies kann dagegen jeder abstimmen, der bereit ist, die 40 Dollar Mitgliedsgebühr zu entrichten (http://razzies.com/join.asp). Das tun vornehmlich Filmfreaks wie Wilson selbst, der auch als wortgewaltiger Kritiker gefürchtet ist.
Als Favoriten für die diesjährige Verleihung gelten bei den Schauspielern "Twilight"-Werwolf Taylor Lautner (Ein Sixpack ersetzt keinen Schauspielunterricht!) und Adam Sandler, der sich in "Jack und Jill" als nervige Zwillingsschwester seiner selbst zeigt (Einen Mann in Frauenkleidern dürfen nur Größen wie Tony Curtis, Jack Lemmon oder Dustin Hoffman spielen!*). Bei den Frauen ist "Transformers"-Babe Rosie Huntington-Whiteley (Ihre "Ausbildung" als Wäsche-Model merkt man in jeder Szene!) ein sicherer Tipp.
Der Karriere muss eine Goldene Himbeere indes nicht immer schaden: Halle Berry hatte 2005 die Größe, sich ihre "Razzie" für "Catwoman" persönlich abzuholen und erwarb damit jede Menge Sympathiepunkte. Und Sandra Bullock gewann vor zwei Jahren als Himbeeren-Siegerin für "Verrückt nach Steve" tags darauf den Oscar für "Blind Side - Die große Chance".
Darüber muss sich die Ausnahme-Mimin Meryl Streep, die für ihre gespenstisch gute Leistung als ehemalige britische Premierministerin Margaret Thatcher in "Die Eiserne Lady" als Oscar-Favoritin 2012 gilt, sicher keine Gedanken machen?
* Manche mögen's heiß, Tootsie
Weil Kinozuschauer nicht wussten, dass "The Artist" ein Stummfilm ist, wollten sie ihr Geld zurück: Für einen Film ohne Ton bezahle man nicht.
Mit einem Stummfilm hatte das Publikum in Liverpool bei "The Artist" nun überhaupt nicht gerechnet.Was für die einen große Kunst ist, ist für die anderen nur ein Film mit kaputter Tonspur. So ging es dem hochgelobten Projekt "The Artist", das schon einige Preise abräumte und als heißer Oscarkandidat gehandelt wird. "The Artist" nämlich ist nicht nur ein Schwarz-Weiß-Film, sondern auch stumm. Das war offensichtlich einigen Kinobesuchern in Liverpool weder klar, noch hatten sie Lust, sich darauf einzulassen. Und so forderten sie kurzerhand ihr Geld zurück mit der Begründung, dass ihnen keiner etwas von einem farblosen Film ohne Ton und in einem kleineren Format gesagt hatte.
Mit was für Vorstellungen manche Menschen ins Kino gehen, mag man sich angesichts solcher absurder Vorfälle nicht ausmalen. Regisseur Michel Hazanavicius hat aber einen generellen Tip für ein Publikum, das sich einfach gern überraschen lässt: "Wenn ich diesen Leuten einen Rat geben kann, so sollten sie immer ihr Geld zurückfordern, wenn sie einen Film zu sehen bekommen, den sie nicht erwartet haben", so Hazanavicius. "Wenn auf dem Poster nicht steht 'Dieser Film ist doof' und sie dann denken, der Film ist aber doch ganz blöd, sollte man sich den Eintritt zurückholen!"
"The Artist", von den Kritikern hochgelobt, ist eine äußerst charmante Komödie, die sich mit wunderbaren Mitteln vor dem frühen Hollywood verbeugt. Erzählt wird die (Liebes)-Geschichte eines großen Stummfilmstars, dessen Karriere mit Aufkommen des Tonfilms zu Ende geht. Eine eigene Meinung zu "The Artist" kann man sich ab dem 26. Januar bilden, denn da startet der Film bei uns im Kino.
Der Regisseur des Oscar-Favoriten "The Artist" über seinen Sensationserfolg, die ungewöhnliche Kombi aus 3D und Stummfilm sowie Vorbilder wie Chaplin und Keaton.
Die brillante Stummfilmhommage "The Artist" im Höhenrausch. Renommierte US-Kritikerpreise, sechs Golden-Globe-Nominierungen, auch der Oscar ist in Reichweite. Für den französischen Regisseur Michel Hazanavicius erfüllt sich ein Traum.Können Sie vor lauter Nervosität überhaupt noch schlafen?
MICHEL HAZANAVICIUS: Ich bin nicht nervös, sondern total zufrieden, ein Traum wurde wahr. Es gibt genug Leute, die tolle Filme machen, aber nie so eine Chance erhalten. Ich hatte einfach Glück. "The Artist" konnte Festivalmeriten vorweisen, kam gut in den USA an, und Harvey Weinstein kaufte ihn. Wenn man nicht in Englisch dreht, hat man schlechte Karten für einen Oscar, es sei denn, in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film. Es geht nicht darum, dass man ihn verdient, sondern darum, die richtigen Leute zur richtigen Zeit zu treffen. Wie meinen Produzenten Thomas Langmann, ein Verrückter mit dem notwendigen Mut für so eine Geschichte. Er vertraute mir blindlings und hielt mich auch nicht wie andere für übergeschnappt.
Die Oscarkampagne soll um die zehn bis 15 Mio. Dollar kosten, ist das nicht absurd in Relation zum Budget?
Das sprengt schon den Rahmen. Das Budget beläuft sich auf knappe 10,5 Mio. Euro, aber nur, weil wir alle, auch Produzent und Schauspieler, auf eine adäquate Bezahlung verzichtet haben.
Was trieb Sie in der Hochzeit von 3D zum schwarz-weißen Stummfilm?
3D und die ganzen Tricks kosten viel Geld, man kann einen guten Film auch anders machen. Mich hat das Format interessiert, die Stilisierung der Wirklichkeit. Mein Ziel war ein publikumswirksamer Stummfilm in Schwarz-Weiß. Davon träumte ich schon seit zehn Jahren, jedoch erst die Erfolge mit den beiden OSS-Agentenfilmparodien erlaubten mir die Realisierung.
Ist "The Artist" die Liebeserklärung eines französischen Regisseurs an das Goldene Zeitalter von Hollywood?
Ich sehe keinen speziell französischen Blick. "The Artist" ist die Liebeserklärung eines Regisseurs egal welcher Nationalität an das leider in Vergessenheit geratene Format, an die Filmkunst unserer Vorfahren.
Erinnern Sie sich noch an Ihren ersten Stummfilm?
Mit meinem Großvater habe ich oft Kurzfilme geguckt, ich war ein Fan von Buster Keaton. Später faszinierten mich Charly Chaplin und "The Kid", als Erwachsener liebte ich die Filme von Erich von Stroheim, und total gepackt hat mich Friedrich Wilhelm Murnaus "Sunrise".
Was war die größte Herausforderung?
Das Drehbuchschreiben. Es erfordert eine ungewohnte Technik und ungewohntes Handwerkszeug. Man kann nur mit Bildern arbeiten, nicht mit Worten und Dialogen, die sonst ein wichtiges Instrument zum Verständnis eines Films sind. Ich musste vergessen, wie man sich im Alltag ausdrückt, und eine andere, rein kinematografische Art der Ausdrucksweise suchen. Die Ironie und der Spott meiner bisherigen Komödien fielen hier weg. Die Geschichte musste klar sein, mit einfach dargestellten Figuren und ohne zu vielen Zwischentiteln. Das schränkt zwar ein, gibt aber gleichzeitig auch eine große Freiheit.
Mussten die Schauspieler mit auffälliger Mimik arbeiten?
Die Leute denken beim Stummfilm immer an den Slapstick von Charlie Chaplin oder Buster Keaton. Es gibt auch noch andere wie Murnau oder Josef von Sternberg, Ford oder Hitchcock, die mit Schauspielern mehr klassisch arbeiteten. Ohne Ton gucken die Zuschauer intensiver hin. Sie achten mehr auf die Schauspieler, sind viel aufmerksamer. Die Wahrnehmung ändert sich, da fällt schon die kleinste Bewegung im Gesicht auf. Von den Schauspielern habe ich daher keine Übertreibung verlangt.
Welche Rolle spielt die Musik?
Bestimmte Melodien habe ich schon beim Schreiben gehört und am Set immer Musik gespielt, um eine passende Atmosphäre zu schaffen. Ich arbeite seit zwölf Jahren mit dem gleichen Komponisten, Ludovic Bource, aber diesmal stand unsere Freundschaft vor einer Zerreißprobe, weil er sehr genau meiner vorgegebenen Struktur und dem Spiel der Schauspieler folgen musste. Die Musik war der emotionale Leitfaden und die rechte Hand der Bilder, gemeinsam erzählen sie die Geschichte. Normalerweise darf nicht zu viel Musik in einem Film sein. Hier darf man sie nicht wegnehmen, weil dann nur noch Stille herrscht. Die Musik muss manchmal der Stille entsprechen.
"OSS 117" spielte in den 1950er- und 1960er-Jahren, "The Artist" in den 1920er-Jahren. In welcher Zeit planen Sie Ihr nächstes Projekt?
Ich habe Lust auf einen Zeitsprung. Zwar gibt es noch kein konkretes Projekt, ich glaube aber, dass ich einen modernen und aktuellen Film drehen werde.
Würde Sie ein Ausflug nach Amerika reizen?
Warum nicht? Ich habe kein Problem, international zu arbeiten, das bereichert. Den einen "OSS"-Film habe ich zur Hälfte in Marokko, den anderen zur Hälfte in Brasilien gedreht, diesen in Los Angeles. Es langweilt mich, im Studio in Frankreich Locations nachzustellen. Es kommt auf das Projekt an, auf das Drehbuch und die Arbeitsbedingungen. Ich muss mich wohlfühlen. Alles ist möglich.
Michel Hazanavicius: Der französische Filmemacher, Jahrgang 1967, feierte mit den zwei Agentenfilmparodien um "OSS 117" (2006 und 2009) Hits im Heimatland. Hierzulande wurden sie auf DVD ausgewertet. Mit "The Artist", der beim Festival de Cannes prämiert wurde und in Frankreich ein Nummer-eins-Hit war, erreichte er auch international Ansehen. Die Komödie spielte bis dato 7,1 Mio. Dollar in den USA ein. Mit der Hauptdarstellerin von "The Artist", Bérénice Bejo, hat er zwei Kinder.




























































