The Social Network
START 07.10.2010
THRILLER | 121 MINUTEN | USA 2010 | SONY PICTURES
Atemloses Porträt der Entstehung von Facebook - und zugleich ein großartiges Sittengemälde der Nullerjahre.
Wieder beweist Star-Regisseur DAVID FINCHER Meisterklasse und zeigt, dass auch die Welt sozialer Netzwerke ein Fightclub sein kann. Sein Parforceritt ist nicht nur der Facebook-Film, sondern ein Sittenbild des 21. Jahrhunderts im Stil von "Der große Gatsby", das eine Reihe junger Schauspieler wie JESSE EISENBERG, ANDREW GARFIELD und ROONEY MARA zu Stars macht. Und mit dabei: JUSTIN TIMBERLAKE. 2003 setzt sich in Harvard der unscheinbare Student Mark Zuckerberg hin, um an einer Idee zu feilen. Er erschafft das soziale Netzwerk Facebook, das binnen kürzester Zeit ein Sensationserfolg wird. Sechs Jahre später ist Zuckerberg der jüngste Milliardär der Welt – und hat nicht nur Fans: Mitstudenten wollen etwas vom Kuchen abhaben…START 07.10.2010
THRILLER | 121 MINUTEN | USA 2010 | SONY PICTURES
Film Trailer
| Filmtrailer 2 | 26.07.2010 |
| Featurette | 27.09.2010 |
| Filmtrailer 1 | 26.07.2010 |
| TV Spot - Extended Version (englisch) | 03.08.2010 |
| Teaser (englisch) | 12.07.2010 |
| Filmtrailer (englisch) | 16.07.2010 |
| B-Roll 01 | 27.09.2010 |
| B-Roll 02 | 27.09.2010 |
| Filmclip 01: "Algorithmus" | 27.09.2010 |
| Filmclip 02: "Beziehungsstatus" | 27.09.2010 |
| Filmclip 03: "Betrogen fühlen" | 27.09.2010 |
| Filmclip 04: "Erica konfrontiert Mark" | 27.09.2010 |
| Filmclip 05: "Mark hasst niemanden" | 27.09.2010 |
| Filmclip 06: "Sean Parker" | 27.09.2010 |
| Filmtrailer | 05.10.2010 |
START 07.10.2010
THRILLER | 121 MINUTEN | USA 2010 | SONY PICTURES
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Neue Jack-Sparrow-Rolle für Johnny Depp? Für "Fluch der Karibik"-Regisseur Gore Verbinski spielt er im Film zur Kultserie "Lone Ranger" den Indianer Tonto.
Hauptsache schräge Verkleidung!Dunkles Augen-Makeup, Korallenschmuck und farbenfrohes Freibeuter-Outfit: Superstar Johnny Depp mag seine Auftritte als Jack Sparrow in den "Fluch der Karibik"-Filmen nicht zuletzt wegen seiner Vorliebe für schräge Verkleidungen so gerne.
Nun hat ihm Gore Verbinski, Regisseur der ersten drei Piraten-Filme, eine ähnliche Rolle auf den Leib geschneidert: als Indianer Tonto im Kinofilm zur Kultserie "The Lone Ranger"! Und das erste Bild von Johnny Depp beweist, dass der weise Häuptling Jack Sparrow zumindest in Sachen Outfit in nichts nachsteht!
Johnny Depp spielt in "The Lone Ranger" zwar "nur" den Sidekick der Titelfigur, doch für viele Fans ist er der heimliche Held der Serie, der dem Wildwest-Rächer mit weisem, teils scheinbar zunächst verwirrendem Rat zur Seite steht. Im Film wird die Geschichte des Lone Ranger sogar aus Tontos Perspektive erzählt.
Den Lone Ranger spielt dabei Jungstar Armie Hammer, der kleinere Rollen in "The Social Network" und "J. Edgar" vorzuweisen hat, ab 5. April aber als Hauptdarsteller in "Spieglein, Spieglein - Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen" neben Lily Collins und Julia Roberts zu sehen ist.
Der Lone Ranger flimmerte in den USA zwischen 1949 und 1957 über die Bildschirme, selbstverständlich in Schwarzweiß. Anders als später Wildwest-Rüpel wie Charles Bronson & Co. hatte er einen strengen Moralkodex, da er als Vorbild für Kinder dienen sollte: Er flucht nie und spricht immer in grammatikalisch absolut korrekten Sätzen, er tötet mit seinen Schüssen nie, sondern verwundet seine Gegner nur, er trinkt oder raucht nicht. Um den Wert des Lebens zu ehren, verwendet er nur silberne Kugeln, damit jeder Schuss mit Bedacht gesetzt werde.
In der heutigen Zeit verleiht dieser Kodex dem Lone Ranger und Johnny Depps Figur Tonto natürlich eine gewisse Absurdität. Damit knüpft Gore Verbinski quasi direkt an seinen schrägen Western-Animationshit "Rango" an, für den er gerade den Oscar gewonnen hat.
In Deutschland reiten Armie Hammer als Lone Ranger und Johnny Depp als Tonto ab 30. Mai 2013 durchs Kino.
"Transformers"-Star Shia LaBeouf wird neben Robert Redford in dessem Polit-Thriller "The Company You Keep" spielen.
"127 Hours" war Shia LaBeouf einst nicht gut genug. Dieser Robert Redford-Film nun gewann seine Gunst.Nach "Transformers" geht Shia LaBeouf erstmal in den Untergrund - allerdings nur in einen politischen. Zusammen mit Robert Redford wird LaBeouf im Thriller "The Company You Keep" vor der Kamera stehen und die zweite Hauptrolle belegen. Redford, der schon seit Jahren an diesem Projekt sitzt, führt Regie. Das Drehbuch basiert auf dem gleichnamigen Roman von Neil Gordon.
Im Mittelpunkt steht ein ehemaliges Mitglied der US-Terrororganisation Weather Underground, die besonders in den 70er Jahren aktiv war. Die linksmilitante Gruppe richtete sich zuerst gegen den Vietnamkrieg und später mit Anschlägen gegen den Staat allgemein. Redford spielt so einen ehemaligen Weather-Man, der 30 Jahre vom FBI gesucht wurde. Als ein junger, überambitionierter Journalist (LaBeouf) seine wahre Identität aufdeckt, gerät er erneut ins Kreuzfeuer.
Diese Rolle dürfte für Shia LaBeouf ein echter Hit werden. Zum Glück für den Star, dass er das Angebot diesmal nicht ausgeschlagen hat, wie einst "The Bourne Legacy", "The Social Network" oder "127 Hours" - Diese Projekte nämlich sagten Shia überhaupt nicht zu, angeblich weil sie ihm teilweise nicht groß genug waren.
Falsch beraten oder eingebildet? "Transformers"-Star Shia LaBeouf waren Projekte wie "Bourne" oder "The Social Network" nicht gut genug.
Gesundes Selbstbewusstsein vs. gesunden Menschenverstand: "Transformers"-Gesicht Shia LaBeouf lehnte Traumrollen ab: "Zu klein!"In einem Interview ließ Shia LaBeouf, Held der "Transformers"-Saga, tief blicken: Er listete die Filme auf, bei denen er die Hauptrolle abgelehnt hatte. Pech: Darunter waren auch zwei der letzten Oscar-Kandidaten.
LaBeouf bestätigte, dass er in Verhandlungen für "The Bourne Legacy" gestanden hatte. Die ließ er platzen, als ihm klar wurde, dass er keine Action-Filme mehr drehen wolle. Da muss man konsequent sein - warum sollte man sich als Megastar auch mit Pipifax wie der "Bourne"-Marke und der Nachfolge von Matt Damon abgeben? Das Action-Argument zog bei David Fincher allerdings nicht, als der wegen "The Social Network" anrief.
Fincher kassierte von Shia LaBeouf dieselbe Absage wie Danny Boyle für "127 Hours": LaBeouf meinte, er sei Fan dieser Filme, aber er wäre nicht überzeugt gewesen, dass sie groß genug für ihn seien. Das ist mal selbstbewusst. Beide Filme waren Kassenknüller und für Oscars nominiert. "Ich muss vor allem mich selbst beeindrucken", fügt Shia LaBeouf hinzu.
Bei "127 Hours" wäre sogar eine Nominierung als beste Hauptrolle drin gewesen. Davon profitierte dann James Franco, den LaBeouf glatt ein zweites Mal hätte ausstechen können: Nach eigener Aussage wollte man Shia LaBeouf auch für "Planet der Affen: PRevolution" gewinnen. Interessierte ihn auch nicht. Begründung? Vielleicht war ihm das Projekt zu affig ...
Was, wenn man heute sehen könnte, wie das eigene Facebook-Profil in 15 Jahren aussieht? Der Roman zum Thema, "The Future of Us", wird nun verfilmt.
Zeig' mir Dein Facebook-Profil, und ich weiß, wer Du bist!In "The Social Network" ging's noch um die Macher der beliebtesten Social-Website. Nach dem Kino-Erfolg des Dramas hinter den Kulissen von Facebook plant Hollywodd nun einen Film über die Nutzer - allerdings mit einer Prise Science Fiction.
Im Roman "The Future of Us" vom Autorenduo Jay Asher und Carolyn Macker wählt sich ein junges Mädchen zusammen mit einer Freundin 1996 über Modem und AOL ins Internet ein. Plötzlich erblicken die beiden eine seltsame Website in weiß, blau und schwarz, die intime Daten über sie enthält - allerdings über eine 15 Jahre ältere Version ihrer selbst im Jahr 2011!
Die eine entschließt sich daraufhin, alles zu tun, um bloß nicht so zu werden, wie die Person, die sie auf Facebook kennenlernt. Die andere will unbedingt genau so sein, wir ihr zukünftiges Ich?
Der Roman, der erst im November in den USA erscheint, wird nun verfilmt. Hollywood-Riese Warner Brothers hat sich die Rechte gesichert, mit Tim Burton-Weggefährtin Denise Di Novi ("Edward mit den Scherenhänden", "Nightmare Before Christmas", "So spielt das Leben") ist auch schon eine Produzentin am Ruder. Wenn Hollywood bereits ein halbes Jahr vor Veröffentlichung der Vorlage derart Gas gibt, handelt es sich meist um extrem heißes Material.
Kein Wunder, denn das Thema Facebook garantiert automatisch große Aufmerksamkeit. Dazu steckt in "The Future of Us" natürlich die spannende Frage, wie aussagekräftig Personenprofile im Web überhaupt sind: Was geschieht, wenn man wirklich genau die Person wird, die man laut Facebook zu sein scheint - wo doch dort eigentlich nur ein Bild von sich erkennbar wird, das man anderen gerne vermitteln möchte?
In der Verfilmung des Geiseldramas um den Kapitän der "Maersk Alabama" Richard Phillips spielt Tom Hanks die Hauptrolle.
Drei Tage harrte Phillips freiwillig in Geiselhaft aus.Tom Hanks wird die Hauptrolle in der Verfilmung des Geiseldramas um Richard Phillips, Kapitän der "Maersk Alabama", übernehmen. Phillips Containerschiff wurde im April 2009 von somalischen Piraten gekapert. Um seine Mannschaft zu schützen, hatte sich Phillips selbst als Geisel "angeboten" und wurde von den Seeräubern verschleppt. Drei Tage harrte er in einem kleinen Beiboot unter sengender Sonne aus, bis die US-Marine ihn befreien konnte.
Phillips überstand die Geiselnahmen halbwegs schadlos und wurde für seine mutige und selbstlose Aktion als Held gefeiert. Er schrieb seine Erinnerungen in dem Buch "A Captain's Duty: Somali Pirates, Navy SEALS, and Dangerous Days at Sea" nieder, an dem sich Sony Pictures schon länger die die Rechte gesichert hat.
Produziert wird der Film vom "The Social Network"-Team Scott Rudin, Michael De Luca, Dana Brunetti und Kevin Spacey. Zur weiteren Besetzung und zum Drehbeginn ist noch nichts bekannt. Tom Hanks sehen wir als nächstes mit "Larry Crowne" im Kino wieder. Die von Hanks selbst inszenierte Komödie dreht sich um einen Mann, der gezwungen ist, in der Mitte seines Lebens noch einmal ganz von vorn zu beginnen.
Steven Spielberg wird das Leben von Wikileaks-Gründer Julian Assange ins Kino bringen. Filmfans können sich auf Sex, Skandale und Nervenkitzel freuen.
Steven Spielberg hat schon immer ein gutes Händchen für spannende Stoffe gehabt. Jetzt hat sich der Film-Tycoon die Rechte an der Verfilmung des Lebens von Wikileaks-Gründer Julian Assange gesichert.Die besten Geschichten schreibt das Leben. Und einige davon landen in Hollywood. Zuletzt sorgte "The Social Network", die Verfilmung des raketenhaften Aufstiegs von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, für klingende Kassen und kam sogar zu Oscar-Ehren. Jetzt steht eine besonders spannende Episode eines weiteren Online-Pioniers in den Startlöchern. Der Stoff verspricht allerdings wesentlich mehr Brisanz als "The Social Network".
Es geht nämlich um Spionage, Skandale und Sex - genauer gesagt die Story von Wikileaks-Gründer Julian Assange. Mit den Veröffentlichungen geheimer Dokumente auf seiner Internetplattform Wikileaks hat sich der Web-Unternehmer mächtige Feinde gemacht. Hinzu kamen Vergewaltigungsvorwürfe in seinem Gastland Schweden.
Momentan steht Assange in London unter Hausarrest. Mit Händen und Füßen wehrt sich der Wikileaks-Boss gegen seine Auslieferung an Schweden, wo ihm der Prozess gemacht werden soll. In der Zwischenzeit hat sich Dreamworks, das Filmstudio von Hollywood-Mogul Steven Spielberg, die Filmrechte am Buch "Das Innenleben von Julian Assanges Krieg gegen die Heimlichkeit" unter den Nagel gerissen. In dem Bestseller beschreiben die beiden "Guardian"-Journalisten David Leigh und Luke Harding das Leben von Julian Assange von seiner Kindheit bis zur aufsehenerregenden Veröffentlichung geheimer US-Regierungsdokumente.
Zusätzlich hat Spielberg mit Dreamworks die Rechte am Buch "Inside Wikileaks" des deutschen Wikileaks-Aussteigers Daniel Domscheit-Berg erworben. Dreamworks und Spielberg möchten einen Enthüllungsthriller daraus schmieden.
Colin Firth erstottert für "The King's Speech" vier Oscars, auch "Inception" erhält 4. Natalie Portman gewinnt unter Tränen, "True Grit" verliert 10 Mal!
"Wenn Du nominiert bist und dann Deinen Namen hörst - das fühlt sich an wie ein lautloses impressionistisches Gemälde?"So beschrieb Hollywoods Liebling Tom Hanks zu Beginn den besonderen Reiz einer Oscar-Verleihung. Dieser blumige Vergleich muss auch den großen Sieger Colin Firth verwirrt haben. Denn der Brite rang ganz wie seine stotternde Filmfigur König George in "The King's Speech" mit den richtigen Worten, nachdem er den magischen Satz "And the Oscar goes to? Colin Firth" gehört hatte: "Ich habe so ein komisches Gefühl im Bauch, das sich den Weg zu meinen Füßen bahnen will - aber meinen Freudentanz will ich lieber niemandem zumuten."
Den Rest seiner Dankesrede absolvierte Colin Firth sichtlich um Fassung bemüht im Stotterrhythmus - und dabei war garantiert kein Method Acting im Spiel: Der feinsinnige Brite steckte nicht etwa noch in seiner Rolle fest, er war schlicht vollkommen überwältigt.
Dabei war Colin Firths Sieg ebenso wenig überraschend wie der Preis für Natalie Portmans Glanzleistung in "Black Swan". Als Ballerina, die unter enormem Leistungsdruck die Grenzen ihres Körpers und ihrer Seele überschreitet, beeindruckte sie wie Millionen deutscher Kinozuschauer auch die ehrwürdige Academy - und nahm den Oscar als beste Hauptdarstellerin entgegen.
"Das ist der Wahnsinn!", rief Natalie Portman und kämpfte bei jedem Wort mit den Tränen. Sie dankte brav ihren Eltern sowie Luc Besson für ihre erste Rolle in "Leon - der Profi". Als sie sich schließlich an den Choreographen von "Black Swan", Benjamin Millepied, wandte, verlor Portman endgültig die Fassung: "Du hast mir die wichtigste Rolle meines Lebens gegeben", schluchzte Natalie dem Mann entgegen, von dem sie ein Kind erwartet.
Tränen dürfte es auch bei den Coen-Brüdern gegeben haben: Ihr Western-Remake "True Grit" war zehn Mal nominiert und ging dennoch vollkommen leer aus. Stattdessen wurde "The King's Speech" mit vier Goldjungs neben "Inception" (ebenfalls vier Preise) der meistausgezeichnete Film des Abends. Dabei heimste das berührende Monarchendrama, das insgesamt zwölf Mal nominiert war, allerdings den wichtigsten Oscar für den besten Film ein. Außerdem gewann Newcomer Tom Hooper gleich auf Anhieb den begehrten Regie-Oscar. Auch fürs Drehbuch gab's einen Academy Award. "Inception" erhielt die Preise eher in den kleineren technischen Kategorien wie Visual Effects, Kamera und Ton.
Auch der hochgehandelte "The Social Network" gewann nur drei von acht möglichen Oscars (adaptiertes Drehbuch, Schnitt und Musik). Dafür überraschte Autor Aaron Sorkin mit einem Plädoyer für Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, der im Film alles andere als gut wegkommt: Ohne ihn wäre keine Revolution in Nordafrika möglich geworden, gab Aaron Sorkin zu bedenken.
Einer der wenigen Momente schallenden Gelächters in einer ansonsten arg braven Oscar-Nacht war ausgerechnet Christian Bale zu verdanken. Er gewann den Preis für die beste Nebenrolle als Mark Wahlbergs Bruder in "The Fighter" und spielte auf der Bühne mit seinem Image als spaßgebremster Perfektionist: "Ich werde hier keine F**k-Arie ablassen, das kennt ihr ja schon zur Genüge von mir!" Bale hatte sich am Set von "Terminator 4" einen legendären Ausraster geleistet und einen Beleuchter minutenlang wüst beschimpft, weil dieser durchs Bild gelaufen war.
Auch der zweite Nebenrollen-Oscar ging an "The Fighter": Melissa Leo, die zuletzt schon für "Frozen River" nominiert gewesen war, wurde für ihren Part als biestige Mutter der boxenden Brüder Wahlberg und Bale ausgezeichnet. Sie benutzte in ihrer Dankesrede allerdings tatsächlich das böse F-Wort: "Als Kate Winslet hier oben stand, sah das so verf*ckt einfach aus!" In der US-Übertragung, die wegen des Superbowl-Eklats (Janet Jacksons "Nipplegate") um einige Sekunden zeitversetzt über den Äther ging, wurde diese Stelle prompt überpiept.
Den Auslands-Oscar gewann Susanne Bier für Dänemark mit dem Familiendrama "In einer besseren Welt". Ein deutscher Beitrag war in diesem Jahr ausnahmsweise nicht nominiert. Deutsche Oscar-Chancen hatten aber Hans Zimmer für die Musik in "Inception" sowie Jakob Schuh und Max Lang für ihren animierten Kurzfilm "Der Grüffelo" gehabt. Die Preise gewannen jedoch "The Social Network" respektive "The Lost Thing".
Als bester animierter Spielfilm wurde erwartungsgemäß "Toy Story 3" geehrt, der auch als bester Film nominiert gewesen war. Für Ausstattung und Kostüme erhielt Tim Burtons knallbunte Mär "Alice im Wunderland" zwei Oscars, beim Makeup triumphierte - fast zwangsläufig - "Wolfman".
Einiges Aufsehen erregte die Dankesrede von Charles Ferguson, der für seine Finanzkrisen-Doku "Inside Job" einen Oscar erhielt: "Vor drei Jahren wurde eine weltweite Finanzkatastrophe durch massive Betrügereien verursacht. Doch bis heute musste dafür noch kein einziger Finanz-Manager ins Gefängnis. Da läuft etwas völlig falsch!"
Ach ja, außer den Gewinnern waren auch noch zwei Moderatoren im Kodak Theatre von Los Angeles zugange. Allerdings fielen Anne Hathaway und James Franco kaum auf, obwohl Letzterer sogar als Hauptdarsteller in "127 Hours" (der bei sechs Nominierungen übrigens auch komplett leer ausging) selbst eine Oscar-Chance hatte. Wie mau die Gags der beiden waren, zeigte eine Rückblende auf Bob Hopes genial-pointierte Moderationen - die waren sogar in schwarzweiß lebendiger als die des Jahres 2011!
So war der schönste Oscar-Moment der 83. Verleihung auch nicht Anne Hathaway oder James Franco zu verdanken, sondern einer 94-jährigen Hollywood-Legende: Kirk Douglas! Am Stock gehend und mit schleppender, kaum noch zu verstehender Stimme verlieh er den Preis für die beste Nebendarstellerin. Dabei erwies er sich als galanter Charmeur: "Du siehst toll aus! Wo warst Du nur, als ich noch Filme gedreht habe?", fragte er eine mädchenhaft errötende Anne Hathaway.
Antwort: weit weg von einer Oscar-Verleihung - und das wäre wohl besser auch so geblieben?
Colin Firth sorgt als Stotter-Monarch in "The King's Speech" für 12 Oscar-Chancen, Jeff Bridges im Western "True Grit" für 10. "Black Swan" enttäuscht.
Königlicher Zungen-Akrobat gegen Western-Veteran mit Augenklappe.Das sind Helden, wie Hollywood sie liebt: Colin Firth glänzt im wundervollen Historienfilm "The King's Speech" als englischer König George VI, der den Thron nie wollte, weil er schlimm stottert, und dann doch am Vorabend des Zweiten Weltkriegs Britannien auf den Kampf gegen Hitler einschwören soll. Die gefühlvoll inszenierte Antihelden-Geschichte wurde von der Academy of Motions Picture Arts and Sciences für sage und schreibe 12 Oscars nominiert - und ist damit sicher auch der Favorit auf die Auszeichnung als bester Film.
Dahinter folgt der neue Streich der Academy-Lieblinge Joel und Ethan Coen, die zuletzt mit "No Country for Old Men" abgeräumt hatten. Ihr Remake des John Wayne-Klassikers "Der Marshall" unter dem Titel "True Grit" bringt es für die Verleihung am 27. Februar auf insgesamt 10 Nominierungen. Darunter selbstverständlich auch Jeff Bridges, der in die offensichtlich doch nicht unausfüllbaren Fußstapfen von John Wayne tritt.
Trotzdem gilt Colin Firth als Favorit auf den Oscar für den besten Hauptdarsteller, nicht zuletzt da Bridges erst letztes Jahr den Oscar für "Crazy Heart" gewann. Bestenfalls Außenseiterchancen haben Jesse Eisenberg als Facebook-Gründer in "The Social Network", James Franco als Outdoor-Freak in "127 Hours" und Javier Bardem in "Biutiful", dessen Film auch als Favorit in der Kategorie Bester nicht-englischsprachiger Film gehandelt wird - ein deutscher Beitrag ist dort diesmal leider nicht nominiert.
Als Gewinner dürfen sich zudem schon jetzt das Facebook-Drama "The Social Network" und Christopher Nolans SciFi-Verwirrspiel "Inception" mit 8 Nominierungen zählen. Das Box-Drama "The Fighter" mit Mark Wahlberg und Christian Bale, beide auch als Darsteller nominiert, bringt es auf 7 Oscar-Chancen, dann folgt mit 6 Nominierungen das Extremsportler-Drama "127 Hours" von "Slumdog Millionär"-Macher Danny Boyle um einen Mann, der sich den eigenen Arm abtrennt.
Erst dann reiht sich der im Vorfeld schwer gehypete Ballett-Thriller "Black Swan" ein, der es überraschend auf lediglich 5 Oscar-Chancen bringt. Trotzdem ist Natalie Portman weiter die unantastbare Favoritin für den Oscar als beste Hauptdarstellerin: Die Mitbewerberinnen Nicole Kidman im Familiendrama "Rabbit Hole", Annette Bening im Patchwork-Familienfilm "The Kids Are All Right", Jennifer Lawrence im Südstaatendrama "Winter's Bone" und Michelle Williams im Liebestagebuch "Blue Valentine" haben nicht annähernd so eindringliche schauspielerische Leistungen zu bieten.
Ebenfalls 5 Nominierungen gab's etwas überraschend für "Toy Story 3", der nicht nur als bester Animationsfilm, sondern auch als bester Film nominiert ist, dazu in den Kategorien Drehbuch, Filmsong und Tonschnitt.
Als beste Filme sind konsequenterweise hauptsächlich die Filme nominiert, die auch insgesamt die meisten Nominierungen erhielten. Neben den erwähnten "The King's Speech", "True Grit", "The Social Network", "Inception" (der allerdings fast nur in "technischen" Kategorien nominiert ist), "The Fighter", "127 Hours", "Der Seeräuber" und "Toy Story 3" sind das außerdem "The Kids Are All Right" (4 Nominierungen) und "Winter's Bone" (ebenfalls 4).
Der Regisseur trägt enorm zum Gelingen oder Scheitern des gesamten Films bei, meint auch dieses Jahr wieder die Academy, und so sind die Macher der multipel nominierten Filme auch hier ganz vorn dabei. Tom Hooper dürfte logischerweise für "The King's Speech" die besten Karten haben, gefolgt von den Coens für "True Grit", die aber möglicherweise schon den ein oder anderen Preis zu viel gewonnen haben. David Fincher für "The Social Network", David O. Russell für "The Fighter" und Darren Aronofsky für "Black Swan" werden wohl das Nachsehen haben.
Klarer Favorit auf den Oscar als bester Nebendarsteller ist eindeutig Geoffrey Rush, der in "The King's Speech" den exzentrischen Sprachtherapeuten von King George spielt. Christian Bale hat als Mark Wahlbergs Boxer-Bruder in "The Fighter" eine Außenseiterchance.
Enger geht's bei den Damen zu: Die junge Hailee Steinfeld gilt als Geheimtipp, sie bittet in "True Grit" Jeff Bridges um Hilfe bei der Suche nach dem Mörder ihres Vaters. Amy Adams spielt in "The Fighter" groß auf, ihre Kollegin Melissa Leo (zuletzt für "Frozen River" nominiert) macht ihr im selben Film direkte Konkurrenz. Auch Helena Bonham Carter könnte als Ehefrau von Colin Firth alias König George in "The King's Speech" gewinnen und von einem möglichen Goldregen in anderen Kategorien profitieren. Für Jackie Weaver aus "Animal Kingdom" gilt dagegen wohl eher die alte Oscar-Platitüde: "Es ist schon eine Ehre, nur nominiert zu sein?"
2003 stahl ein Journalist aus Liebe zu seiner Freundin Gestein von der ersten Mondlandung aus einem NASA-Labor. Für Ben Mezrich ein Top-Kinostoff!
Wehe, wenn blumige Liebeserklärungen ernst genommen werden...Das mit dem "Ich hol' Dir die Sterne vom Himmel" war kein bloßes Lippenbekenntnis von Thad Roberts. Der Physikstudent absolvierte 2003 ein Praktikum bei der NASA und beging den Raub von Gegenständen, die so wertvoll sind, dass es sich in Zahlen gar nicht mehr ausdrücken lässt: Steine vom Mond!
Diese Geschichte will Autor Ben Mezrich nun ins Kino bringen. Zuvor wurde sein Buch "The Accidental Billionaires" zum Blockbuster "The Social Network". Die Produzenten hinter dem Oscar-Kandidaten stehen auch beim Film über den Mondraub wieder hinter Erfolgsschreiberling Ben Mezrich, dessen neues Buch am 12. Juli in den USA erscheint.
Kein Wunder, dass Hollywood so früh zugreift, denn so spektakulär die Idee von Thad Roberts war, so unglaublich waren auch die Umstände des Diebstahls: Roberts und seinen beiden Komplizinnen, ebenfalls Praktikanten bei der NASA, gelang es nämlich, die Gesteinsproben vom Mond mitten aus einem Hochsicherheits-Labor im Hauptquartier der Raumfahrtbehörde zu klauen - an mehreren Checkpoints vorbei, trotz einer elektronisch verschlüsselten Sicherheitstür und Kameras in allen Gängen.
Aufgeflogen war Roberts, weil er naiv genug war, einige kleinere Mondsteine per E-Mail und Internet Meteoriten-Sammlern zum Verkauf anzubieten. Er wurde zu acht Jahren Gefängnis verurteilt. Das Gericht bezifferte den rein materiellen Schaden dabei auf 7 Millionen Dollar: Beim Diebstahl wurden Laboraufzeichnungen wissenschaftlicher Untersuchungen vernichtet und eine Reihe weiterer geplanter Tests konnte gar nicht durchgeführt werden. Der ideelle Wert der Steine, die Neil Armstrong & Co. 1969 bei ihrer ersten Mondlandung einsammelten, ist dagegen unermesslich.
Als Darsteller für Thad Roberts, der damals 25 Jahre alt war, käme dann sicher auch wieder Jesse Eisenberg in Frage: Er hat schließlich auch in "The Social Network" schon einen Nerd gespielt, der über eine fixe Idee die Bodenhaftung verliert...
Andrew Garfield beerbt Tobey Maguire im "Spider-Man"-Neustart - und freut sich über eine persönliche Nachricht von seinem berühmten Vorgänger.
Ganz im Geist von Peter Parker.Genauso würde man es auch vom integeren Helden Spider-Man selbst erwarten: Zwar wurde Tobey Maguire in der Planung eines vierten Films um den akrobatischen Helden ausgebootet, aber dennoch schickt er seinem "Spider-Man"-Nachfolger die besten Wünsche. Andrew Garfield, der im nächsten Film als Hauptdarsteller einen Neustart der Serie um den rotblauen Helden einläuten wird, berichtet:
"Tobey hat mir über einen gemeinsamen Freund eine wahnsinnig nette Nachricht zukommen lassen. Er versicherte mir seine Unterstützung und das bedeutet mir natürlich enorm viel. Denn es liegt auch an seiner Darstellung, dass ich diese Figur immer sehr mochte. In Tobeys Fußstapfen zu treten ist schwer genug, daher ist es eine schöne Geste, dass er mit mir Kontakt aufnimmt. Dafür bin ich ihm sehr dankbar."
Garfield hat sich zwar inzwischen mit seinem Auftritt im Oscar-Kandidaten "The Social Network" einen Namen gemacht, aber als er als Tobey Maguires Nachfolger verkündet wurde, war er noch weitgehend unbekannt. Kurz zuvor hatten die Macher die Trennung von Tobey Maguire und Regisseur Sam Raimi bekannt gegeben - angeblich scheiterte eine weitere Zusammenarbeit an den Gagenforderungen des berühmten Spider-Man-Duos.
Andrew Garfield soll nun auch ein jüngeres Publikum ansprechen, der neue "Spider-Man" startet sogar an der Highschool. Außerdem wird er sich - und zu welchem Filmhelden passt das besser - in 3D durch die Häuserschluchten hangeln. Garfield ist von der großen Verantwortung ziemlich beeindruckt: "In der Theorie hört sich das Ganze natürlich toll an. In der Praxis bedeutet es aber eine Menge harte Arbeit und enormen Druck. Es ist eine unglaubliche Erfahrung für mich."
Das Ergebnis gibt es am 3. Juli 2012 zu erleben, wenn "Spider-Man 3D" ins Kino kommt.
David Fincher erzählt von der Entstehung von Facebook und zeichnet ein virtuoses Porträt der "Generation Internet".

Im SciFi-Thriller "I'm Mortal" wird statt mit Geld mit Lebenszeit bezahlt. Popstar Justin Timberlake spielt darin seine erste große Hauptrolle.
Zeit ist Geld.Im SciFi-Thriller "I'm Mortal" wird das zur brutalen Wahrheit. Zwar haben Wissenschaftler das menschliche Gen deaktiviert, das den Alterungsprozess auslöst. Doch obwohl dadurch eigentlich alle unsterblich sind, droht irgendwann trotzdem das Lebensende: Denn damit die Erde nicht übervölkert wird, müssen Menschen für ihre Bedürfnisse nicht mehr mit Geld bezahlen, sondern mit Lebenszeit!
Endlich mal wieder eine wirklich intelligente Filmidee, die da in Hollywood ersonnen wurde. Für Popstar Justin Timberlake könnte sie zum Karriere-Sprungbrett werden. Nach kleineren, aber stets von der Kritik gelobten Auftritten in Filmen wie "Alpha Dog" und "Edison" und einer Hauptrolle in der starken Videopremiere "The Open Road" spielt Justin Timberlake in dem ambitionierten SciFi-Projekt die Titelrolle.
"I'm Mortal" ist dabei als aufwändige Großproduktion geplant: Regie führt Andrew Niccol, von dem "Die Truman Show" stammt, und der mit "Gattaca" Maßstäbe im SciFi-Genre setzte. Niccol schreibt auch das Drehbuch. Zudem steht Justin Timberlake mit "Mamma Mia!"-Schönheit Amanda Seyfried ein derzeit schwer angesagter weiblicher Star zur Seite.
Während über Seyfrieds Part noch nichts Näheres bekannt ist, klingen die Details zu Justin Timberlakes Figur extrem spannend: Denn in der Welt, in der Lebenszeit die tägliche Währung ist, mit der die Menschen daher natürlich auch Handel treiben, kommt er unverhofft an eine große Menge Lebenszeit. Das geschieht aber zu spät, um seine bereits sterbende Mutter noch zu retten. Nach einigen Wirrungen sieht er sich plötzlich von einer korrupten Polizei-Truppe verfolgt, den "Time Keepers".
Inhaltlich nimmt "I'm Mortal" dabei natürlich Anleihen beim Klassiker "Flucht ins 23. Jahrhundert", der in den 70ern das Auslaufen von Lebenszeit thematisierte und Farrah Fawcett so bekannt machte, dass später eine der "3 Engel für Charlie" wurde. Im Kino-Update der 2000er wurde sie dann von Justin Timberlakes Ex Cameron Diaz beerbt. Timberlake selbst ist zudem ab 7. Oktober in dem mit viel Vorschusslorbeeren bedachten Drama "The Social Network" über die Facebook-Gründer zu sehen.






























































