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START 12.01.2012
THRILLER | 158 MINUTEN | THE GIRL WITH THE DRAGON TATTOO | USA 2011 | SONY PICTURES

Elegante, werkgetreue Verfilmung von Stieg Larssons Bestseller über eine mysteriöse Mordserie, eine smarte Punk-Hackerin und einen diffamierten Enthüllungsjournalisten.

DAVID FINCHERS hochkarätig besetzte Bestsellerverfilmung garantiert aufregendes, verstörend intensives Hochspannungskino! Seine Neuverfilmung des ersten Buchs aus STIEG LARSSONS "Millennium-Trilogie" wurde heiß erwartet – mit ihm nahm sich einer der mutigsten der aktuellen Mainstream-Regisseure Hollywoods des Stoffes an. DANIEL CRAIG und ROONEY MARA (THE SOCIAL NETWORK), nach der Fincher lange für die ikonenhafte Rolle der Lisbeth Sander suchte, übertreffen sich selbst, während Fincher die (gesellschaftliche) Kälte und (sexuelle) Gewalt der Vorlage stärker herausarbeitet, ohne dabei in Plattitüden zu verfallen. Mit ROBIN WRIGHT und STELLAN SKARSGARD.


Filmtrailer 2 | 10.10.2011

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THRILLER | 158 MINUTEN | THE GIRL WITH THE DRAGON TATTOO | USA 2011 | SONY PICTURES
David Fincher Geburtstag: 10.04.1962 | Land: USA

FILMOGRAFIE

2011 | Verblendung
2010 | The Social Network
2008 | Der seltsame Fall des Benjamin Button
2007 | Zodiac - Die Spur des Killers
2002 | Panic Room
1999 | Fight Club
1997 | The Game
1995 | Sieben
1992 | Alien 3
0 | The Girl with the Dragon Tattoo
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Fredrik Bäckar

FILMOGRAFIE

2011 | Verblendung
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Daniel Craig Darsteller
Daniel Craig Geburtstag: 02.03.1968 | Land: Großbritannien

FILMOGRAFIE

2011 | Cowboys & Aliens
2011 | Verblendung
2008 | Unbeugsam - Defiance
2008 | Ein Quantum Trost
2007 | Der goldene Kompass
2007 | Invasion
2006 | Casino Royale
2004 | Layer Cake
2003 | Sylvia
2003 | Die Mutter - The Mother
2002 | Road to Perdition
2001 | Lara Croft: Tomb Raider
2000 | Ich träumte von Afrika
1996 | Obsession
1995 | Knightskater
0 | Skyfall
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Rooney Mara Darsteller
Rooney Mara Geburtstag: 17.04.1985

FILMOGRAFIE

2011 | Verblendung
2010 | The Social Network
2010 | Nightmare on Elm Street
2009 | Dare - Hab' keine Angst, tu's einfach!
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Robin Wright Darsteller
Robin Wright

FILMOGRAFIE

2011 | Verblendung
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Steven Berkoff als Frode Darsteller
Steven Berkoff Geburtstag: 03.08.1937 | Land: Großbritannien

FILMOGRAFIE

2011 | Verblendung
2010 | The Tourist
2004 | Head in the Clouds
2002 | Riders
1998 | Der Legionär
1996 | 9 1/2 Wochen in Paris
1995 | Fair Game
1985 | Rambo II - Der Auftrag
1985 | Revolution
1985 | Absolute Beginners
1984 | Beverly Hills Cop - Ich lös' den Fall auf jeden Fall
1983 | James Bond 007: Octopussy
1975 | Beruf: Reporter
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Embeth Davidtz als Annika Giannini Darsteller
Yorick van Wageningen als Bjurman Darsteller
Yorick van Wageningen Geburtstag: 16.04.1964

FILMOGRAFIE

2011 | Verblendung
2010 | Dein Weg
2005 | The New World
2004 | Riddick - Chroniken eines Kriegers
2003 | Jenseits aller Grenzen
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Goran Visnjic als Dragan Armansky Darsteller
Goran Visnjic Geburtstag: 09.09.1972

FILMOGRAFIE

2011 | Verblendung
2010 | Beginners
2009 | Helen
2005 | Elektra
2001 | The Deep End - Trügerische Stille
2000 | Committed
1998 | Zauberhafte Schwestern
1997 | Welcome to Sarajevo
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THRILLER | 158 MINUTEN | THE GIRL WITH THE DRAGON TATTOO | USA 2011 | SONY PICTURES
Mark Wahlberg nimmt die "Headhunters" ins Visier07.03.2012

Noch vor dem Kinostart von "Headhunters" nächste Woche verdichten sich die Gerüchte für ein Hollywood-Remake mit Mark Wahlberg

Thriller aus dem hohen Norden haben Konjunktur in Hollywood. "Reykjavik-Rotterdam" wurde zu "Contraband" adaptiert, jetzt sind die "Headhunters" dran. Drahtzieher bei beiden Filmen: Mark Wahlberg
Noch bevor in wenigen Tagen - am 15. März - in den deutschen Kinos die Verfilmung des Jo Nesbø-Bestsellers "Headhunters" anläuft, steht fest: Den Stoff wird es ein zweites Mal geben, diesmal made in Hollywood.
"Ich habe "Headhunters" gesehen. Dieser norwegische Film zählt zum besten, was ich seit sehr langer Zeit gesehen habe", zeigt sich Mark Wahlberg beeindruckt. Ich habe mit dem Regisseur gesprochen und dem Studio, das die Recht hält. Schauen wir mal, wohin uns das führt."
Es wird Mark Wahlberg sehr schnell zu seinem nächsten Projekt führen. Er hat bereits erfolgreich einen Thriller aus dem hohen Norden nach Hollywood exportiert: "Contraband" - ebenfalls ab 15. März bei uns in den Kinos - ist das Remake des isländischen Films "Reykjavik - Rotterdam: Tödliche Lieferung" und hat in den USA schon über 65 Millionen Dollar eingespielt.
Summit, das Studio, welches bereits im vergangenen Herbst die Rechte an "Headhunters" erworben hat, dürfte mit dieser Referenz Wahlberg nicht nur die Hauptrolle, sondern auch die Produktion überlassen.
Das Interesse Hollywoods an europäischen Stoffen ist groß, jedoch produziert man sie lieber neu, als die Originale zu vermarkten. Das amerikanische Publikum schätzt keine Synchronfassungen, zudem sind die Darsteller meist zu unbekannt. Zuletzt wurde mit "Verblendung" so verfahren, dem ebenfalls ein Original aus Skandinavien zugrunde liegt.
George Clooney und Brad Pitt genießen Oscar-Lunch07.02.2012

Beim Oscar-Dinner tummeln sich vor der Verleihung am 26. Februar Hollywoods Superstars. George Clooney gesteht dabei Sehnsucht nach Brad Pitt!

Hier geht's noch völlig friedlich zu?
Das Rennen um die Oscars ist in Hollywood mitunter ziemlich hart: Die großen Filmstudios fahren riesige PR-Kampagnen um die stimmberechtigten Mitglieder der Academy auf ihre Seite zu ziehen. Schließlich werden die Oscars von den Filmschaffenden verliehen, die größtenteils in Los Angeles leben. Und bei der Zeremonie im Kodak Theatre selbst stehen die Nominierten natürlich in größter Konkurrenz, jeder hofft für sich auf den Goldjungen.
Doch vier Wochen vor der Verleihung feiert die Academy traditionell ein Treffen, bei dem nochmal durchgeatmet wird: Das Oscar-Lunch für alle Nominierten, die dabei auch ihre offizielle Nominierungs-Urkunde erhalten. Naturgemäß ist das Event ein Stelldichein der Superstars.
So tummelten sich unter anderem die Nominierten für den Hauptrollenoscar George Clooney ("The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten"), Brad Pitt ("Die Kunst zu gewinnen - Moneyball"), Jean Dujardin ("The Artist"), Gary Oldman ("Dame, König, As, Spion") und Außenseiter Demián Bichir ("A Better Life"). Dabei verriet George Clooney Überraschendes über sein Verhältnis zu seinem angeblichen Kumpel Brad Pitt:
"Viele glauben ja, Brad und ich würden andauernd zusammen abhängen", sagt George Clooney. Die Wahrheit ist, dass ich Brad vor den Golden Globes ein ganzes Jahr lang nicht gesehen hatte. Drum macht es großen Spaß, sich gegenseitig mal auf den aktuellen Stand zu bringen, und Leute zu treffen, die ich lange nicht gesehen habe."
Auch Jonah Hill, der als Nebendarsteller in Brad Pitts "Moneyball" nominiert ist, wusste etwas über den Lebensgefährten von Angelina Jolie zu berichten: "Er ist der größte Streiche-Spieler allerzeiten, denn wenn Du versuchst, ihn hereinzulegen, ist er dir schon mindestens drei Schritte voraus."
Bisher galten Brad Pitt und George Clooney als die beiden größten Scherzkekse am Set, wie sie vor allem bei den Drehs zur "Ocean's"-Trilogie bewiesen.
Indessen freute sich Rooney Mara, die als Hauptdarstellerin in "Verblendung" nominiert ist, über den Sieg der New York Giants im Superbowl: Ihre Familie ist Mitbesitzer des traditionsreichen Football-Teams. "Das war einfach großartig", strahlte Mara und man wusste nicht so recht, ob sie ihr erstes Oscar-Dinner meinte oder das Spiel - vermutlich beides.
Bei der Verleihung selbst wird Rooney Mara wohl nicht ganz so viel Grund zur Freude haben, da Meryl Streep für ihre punktgenaue Darstellung der britischen Ex-Premierministerin Margaret Thatcher in "Die Eiserne Lady" als klare Oscar-Favoritin gilt.
Verliehen werden die Goldjungen in der Nacht zum 27. Februar ab etwa 3 Uhr deutscher Zeit im Kodak Theatre. Comedy-Superstar Billy Crystal wird die Gala moderieren, bereits zum neunten Mal - und dann in 24 Kategorien die magischen Worte erklingen hören "And the Oscar goes to?"
Oscars 2012 - Alle Infos, Bilder und Hintergründe
» Alles über die Oscar-Nominierungen und Favoritencheck"
» Alle Oscar-Nominierungen im Überblick
"Ich durfte eine extrem harte Version drehen"25.01.2012

Der Kultregisseur über seine düstere US-Verfilmung der "Millennium"-Trilogie, den Hickhack um Rooney Mara als Lisbeth und die ausstehenden beiden Filme.

Mit "Verblendung" legt David Fincher die Hollywood-Version von Stieg Larssons Bestseller vor - der dennoch völlig anders geworden ist, wie man es sich vom Auftakt eines großen Studio-Franchises vorstellen würde.
Die entscheidende Frage gleich vorweg: Werden Sie auch bei einer Fortsetzung Regie führen?
DAVID FINCHER: Mir dürfen Sie die Frage eigentlich nicht stellen, denn ich bin nicht derjenige, der die Entscheidung trifft, ob nach "Verblendung" auch die anderen Romane von Stieg Larsson verfilmt werden. Aus meiner Sicht ist es so: Mir war es wichtig, dem ersten Buch gerecht zu werden und den Ball ins Rollen zu bringen. Ich habe das zweite Buch gelesen; das dritte Buch habe ich schnell beiseite gelegt, weil es nicht viel mit dem zu tun hatte, worauf ich mich bei meinem Film konzentrieren musste. Ich hatte aber den Eindruck, dass Buch zwei und drei eine große Geschichte erzählen. Worauf ich keine Lust hätte, ist Folgendes: Ich will nicht noch einmal drei Jahre damit verbringen, zwei weitere Larsson-Filme zu machen, habe aber auch kein Interesse, nur den zweiten Roman zu verfilmen.
Warum musste es gleich zwei Jahre nach der schwedischen Verfilmung eine Hollywood-Version geben?
Es ist eine gute Geschichte. Mir gefällt Niels Arden Oplevs Film. Aber ich sah etwas anderes in den Romanen als er, und das Andere war es, was mich interessiert hat. Ich habe die Figuren anders verstanden, den Inhalt, das Gewicht. Vor allem meine Vorstellung von Lisbeth Salander ist völlig anders. Mein Blomkvist ist eine ganz andere Figur. Ich kann daran nichts Falsches finden. Es sind zwei verschiedene Interpretationen eines Romans. Warum hat Polanski "Macbeth" gemacht? Hatte er Welles' Version nicht gesehen?
Im Fokus der Diskussion steht Rooney Maras Interpretation von Lisbeth Salander.
Noomi Rapace ist eine großartige Schauspielerin, ihre Darstellung in den Larsson-Filmen ist außergewöhnlich. Aber ich muss ganz klar sagen: Ich gebe Rooney Mara den Vorzug. Für mich ist sie Lisbeth Salander. Lisbeth Salander ist ein Kind. Sie ist aufgrund ihrer traumatischen Erlebnisse auf einer gewissen Altersstufe stehen geblieben. Sie hat gelernt, auf eine sehr spezifische Weise mit der Welt umzugehen - und das ist nicht besonders erwachsen oder durchdacht. Sie ist nicht vorbereitet auf die Dinge, die ihr zustoßen. Und sie reagiert ganz pragmatisch. Wenn sie ihren Vormund, der sie vergewaltigt hat, mit einem Tazer niederstreckt, mit einem Dildo vergewaltigt und ihn tätowiert, dann ist das kein sadistischer Impuls, es gefällt ihr nicht. Sie bezieht keine Befriedigung aus ihren Taten.
Wie weit kann man gehen bei dem, was man zeigt, was man zeigen darf?
Die beiden Vergewaltigungsszenen waren wichtig, weil sie entscheidend sind für Salanders Motivation, Blomkvist helfen zu wollen, einen Frauenmörder und -peiniger zu jagen. Es muss also immer klar sein, was vorfällt. Aber ich hatte nicht das geringste Interesse, explizit zu zeigen, was geschieht. Entsprechend haben wir die Einstellungen gewählt, die Kamerabewegungen: Ich wollte mit den Bildausschnitten immer vermitteln, dass sie diesem Mann ausgeliefert ist, dass da niemand ist, der ihr helfen kann, dass man als Kinopublikum dazu verdammt ist, tatenlos zusehen zu müssen.
Der langwierige Besetzungsprozess von Rooney Mara als Lisbeth wurde im Internet minuziös mitverfolgt. Mussten Sie so hart mit ihr umspringen?
Habe ich das? Überhaupt nicht. Rooneyist nicht die beste amerikanische Version von Lisbeth Salander, ist auch nicht die Beste-unbekannte-Schauspielerin-Version von Lisbeth Salander. Sie IST Lisbeth Salander. Für mich bestand daran kein Zweifel. Ich wusste das sofort. Als ich mich an die Menschen wandte, die mir 100 Mio. Dollar geben wollten, um diesen Film zu machen, reagierte man zunächst zurückhaltend, als ich ihnen sagte, dass ich Rooney Mara für die Idealbesetzung hielt. Bei Sony kannte man sie nur aus "The Social Network", wo sie eine eloquente, lebhafte, erwachsene, sehr warme Figur gespielt hatte. Auf Lisbeth trifft nicht eines dieser Attribute zu. Sie ist verschlossen, kann den Menschen nicht in die Augen sehen, unkommunikativ. Die Frage stand also im Raum, ob sie es wirklich draufhätte, Lisbeth Salander zu spielen. Deshalb all die Leinwandtests und Proben - ich musste Sony von etwas überzeugen, was ich bereits wusste.
Sie bestanden darauf, in Schweden zu drehen. Hatten Sie jemals den Eindruck, Ihr Blick auf das Land sei sehr amerikanisch?
Nein. Ich hatte nie den Eindruck, dass wir die Art von Eroberer sind, von denen im Titelsong "Immigrant Song" gesungen wird. Ich empfand uns eher als würdevolle, neugierige Botschafter. Ich wollte in Schweden drehen, weil es mir um den Ort ging - und nicht um meine Sicht des Ortes. Ich wollte den Ort verstehen und mich davon inspirieren lassen. Wir waren vielleicht zehn Amerikaner, die aus Hollywood angereist waren. Der Rest der Crew wurde von Schweden gestellt. Ihre Hilfe und ihre Kenntnis war von unschätzbarem Wert. Darum ging es mir. Es sollte sich echt anfühlen.
Hat Schweden Ihren Blick auf den Film verändert?
Es gibt ein schwedisches Sprichwort: Böses soll mit Bösem ausgetrieben werden. Ich glaube, ich hatte es nie richtig verstanden, und unterhielt mich mit Stellan Skarsgård darüber. Er erklärte mir, dass es sich dabei um Homöopathie für Wikinger handelt. Es ist nicht einem biblischen "Auge um Auge" zu vergleichen. Es geht nicht um Rache. Es geht um das Suchen und Finden einer Lösung, alles sehr stoisch und emotionslos: Wenn man erkältet ist, soll man in Eiswasser springen, um sich abzuhärten. Das hat mir sehr geholfen, Schweden und die Menschen, die in dem Land leben, zu verstehen - und Lisbeth Salander. Ich konnte auf einmal verstehen, wie Stieg Larsson sie mit Pippi Langstrumpf vergleichen konnte. Sie geht nie weiter, als sie muss. Weil sie sieht, dass sie den Bösewicht nicht mehr erschießen muss, dreht sie sich um und geht weg. Es geht um eine Ökonomie der Bedürfnisse.
Das lässt sich auch über Ihren Film sagen, der sehr funktional ist. War die Menge an Plot ein Problem?
Natürlich hat man als Filmemacher immer den Druck, einen Film abzuliefern, der möglichst nah an die Zwei-Stunden-Marke herankommt. Das ist der Grund, warum wir Szenen gekürzt oder Nebenhandlungen geopfert haben. Das Erzählen einer Geschichte sollte in meinen Augen immer so effizient wie nötig und gleichzeitig so effektiv wie möglich sein. Keine Szene sollte länger sein als nötig. Ein Freund von mir sagte: Es hört ein bisschen zu lange auf, nachdem es zu Ende ist. Im Schneideraum hatten wir das Problem, dass die Handlung eigentlich schon fertig erzählt ist - und dann noch einmal wenigstens ein kompletter Akt kommt. Der Dreiakter hat sich bewährt, das Publikum ist ihn gewöhnt. Aber wenn ein vierter Akt folgt, kann es sich im Kino ziemlich unbequem anfühlen. Und dennoch konnte ich ihn nicht weglassen. Ich wäre Lisbeth Salander sonst nicht gerecht worden.
Das muss Ihnen bereits bei der Lektüre des Romans aufgefallen sein.
Es fühlte sich ein bisschen an, als hätte man zuviel abgebissen und könnte es nicht herunterschlucken. Da waren so viele Geschichten, so viele Figuren, so viele Handlungsfäden. Das Buch ist sehr undiszipliniert und eiert manchmal ziemlich herum. Aber es ist faszinierend, da stecken viele gute Sachen drin. Mir gefiel die Prämisse eines Mannes, der den Kampf gegen den Faschismus aufgenommen hat, der sich längst in der Wirtschaft versteckt hält. Aber vor allem sie hatte es mir angetan. So einer Figur war ich noch nie begegnet. Es steckten viele Geschichten in dem Buch, aber ich wollte ihre Geschichte erzählen.
Was reizte Sie daran, sich an einer Filmreihe zu versuchen? Verspürt der Mann, der Tyler Durden auf die Leinwand gebracht hat, nicht ein tiefes Bedürfnis, einerseits die Konventionen zu bedienen, sie andererseits aber auch zu untergraben?
Sony hat sich die Recht an einer Romantrilogie, die weltweit 65 Millionen Mal verkauft wurde, sicherlich nicht gesichert, um nur ein Buch davon zu verfilmen. Das Studio findet Lisbeth Salander spannend und will möglich viel von ihr sehen. Haben Sie schon einmal davon gehört, dass ein Studio auf einen Filmemacher zukommt, der seit 20 Jahren düstere Filme über perverse, kranke Serienmörder macht, und zu ihm sagt: "Hör mal, wir haben da diesen düsteren, kranken, perversen Stoff für Dich, und wir wollen, dass Du die harte 'Der Exorzist'-R-Rated-Version davon machst? So etwas passiert nie. Und doch... Hier ist es passiert. Wie konnte ich da ablehnen? Aber mir ging es nicht um drei Bücher. Ich habe nur an das eine Buch gedacht. Das wollte ich so gut verfilmen, wie ich konnte.
Hintergrund: David Fincher
...gilt als einer der besten Filmemacher seiner Generation. Nachdem sich der einstige Werbeclip-Regisseur in den Neunzigerjahren mit "Alien 3", "Sieben" und "Fight Club" einen Namen als Spezialist für düstere Stoffe gemacht hatte, stellte David Fincherin den letzten Jahren mit "Der seltsame Fall des Benjamin Button" und "The Social Network", die ihm Oscar-Nominierungen einbrachten, unter Beweis, dass er auch im Mainstream ein Meister ist. Mit "Verblendung" kehrt er zu den düsteren Stoffen seiner frühen Tage zurück.
11 Oscar-Nominierungen für Kinderfilm "Hugo Cabret", 10 für Stummfilm "The Artist&quo24.01.2012

Martin Scorseses "Hugo Cabret" um einen Waisen im Pariser Bahnhof hat die meisten Oscar-Chancen, 10 der Kritikerliebling "The Artist". Wim Wenders' "Pina" ist als Doku nominiert.

Völlig überraschend ist der Kritikerliebling "The Artist" bei den Oscar-Nominierungen von Martin Scorseses "Hugo Cabret" um einen Waisen im Pariser Bahnhof überholt worden.
Hollywood hatte schon die Revolution des Kinos ausgerufen. Schließlich galt - und das in den Zeiten der Megaerfolge von Spektakeln wie "Avatar" & Co. - mit "The Artist" ein kleiner, feiner Stummfilm in Schwarzweiß über die Liebe zweier Schauspieler am Ende der Stummfilmära als Favorit bei den Oscar-Nominierungen.
Nachdem Jungstar Jennifer Lawrence und Academy-Präsident Tom Sherak nun die Nominierungen bekannt gegeben haben, steht das belgisch-französische Kunstwerk mit insgesamt zehn Nominierungen zwar auch ordentlich da, doch ein Altmeister hat den Kritikerliebling noch überholt:
Martin Scorseses in prächtigen Bildern schwelgende 3D-Kinderbuchverfilmung "Hugo Cabret" um einen Waisenjungen, der im Pariser Bahnhof Montparnasse Gare lebt, heimste insgesamt elf Oscar-Nominierungen ein. Die leidlich bekannte Vorliebe der Academy für US-Produktionen gegenüber europäischen mag dabei eine Rolle gespielt haben.
Allerdings ist "Hugo Cabret" zwar in den Hauptkategorien Bester Film und Beste Regie nominiert, ansonsten gab's die Award-Chancen aber eher in den technischen Nebenkategorien wie Visual Effects, Kamera, Schnitt, Ausstattung, Ton, Tonschnitt, Musik und Drehbuchadaption. Dagegen sind mit Jean Dujardin und Bérénice Bejo in "The Artist" auch der Haupt- und die Nebendarstellerin nominiert. Die beiden Filme werden wohl den Oscar für den besten Film unter sich ausmachen.
Dujardin wird sich allerdings sehr wahrscheinlich George Clooney beugen müssen, der als überforderter Vater, der in "The Descendants" erfährt, dass ihn seine im Koma liegende Frau betrogen hat, als Favorit für den Hauptrollen-Oscar gilt. Auch Clooneys Regisseur Alexander Payne ("Sideways") ist nominiert und darf sich darüberhinaus über eine Berücksichtigung als bester Film und insgesamt 5 Oscar-Chancen freuen.
Clooneys Kumpel Brad Pitt ist als Coach, der erstmals Computerstatistiken benutzt, im Baseballdrama "Moneyball" für den Hauptrollenoscar nominiert. Das Sportspektakel gehört mit insgesamt 5 Nominierungen, darunter als bester Film, ebenfalls zu den meistberücksichtigten Werken. Gefährlich könnte George Clooney vermutlich eher noch Gary Oldman werden, der in "Dame, König, As, Spion" einen Maulfwurf im Secret Service aufspüren soll. Lediglich Außenseiterchancen hat Demián Bichir, dessen Nominierung für "A Better Life" bereits eine Riesenüberraschung und -ehre darstellt.
Absolut gesetzt ist Meryl Streep für den weiblichen Hauptrollenoscar. Ihre gespenstisch gute Verkörperung der britischen Permierministerin Margaret Thatcher in "Die Eiserne Lady" brachte ihr bereits die 17. Oscar-Nominierung ein. Da wird es höchste Zeit für den dritten Sieg nach "Kramer gegen Kramer" und "Sophies Entscheidung", wie ganz Hollywood meint.
Ansonsten wäre Rooney Mara als Lisbeth Salander in der US-Neuverfilmung des ersten Teils der schwedischen Kultkrimi-Trilogie "Millennium", "Verblendung", eine starke Herausforderin, ebenso Michelle Williams als Leinwand-Legende Marilyn Monroe in "My Week with Marilyn" und Glenn Close, die sich in "Albert Nobbs" im Dublin des 19. Jahrhundert als Mann verkleidet, um in der Gesellschaft aufzusteigen. Auch Viola Davis glänzte im Südstaatendrama um die ersten afroamerikanischen Haushaltsgehilfinnen in "The Help", das insgesamt sechs Nominierungen erhielt, darunter als bester Film und für Octavia Spencer als beste Nebendarstellerin.
In jener Kategorie gilt wiederum Bérénice Bejo aus "The Artist" als leichte Favoritin. Sie glänzt als eine der ersten Tonfilm-Diven, die ausgerechnet einen alten Stummfilm-Star (Jean Dujardin) liebt, dessen Stern nun am Sinken ist. Octavia Spencer und Jessica Chastain, beide für "The Help" nominiert, werden als starke Herausforderinnen gesehen. Janet McTeer, die in "Albert Nobbs" ebenfalls einen Mann spielt, und Melissa McCarthy in der Komödie "Brautalarm" dürften eher geringe Chancen haben.
Einen glasklaren Favoriten gibt es bei den männlichen Nebendarstellern: Albert Brooks mutet in "Beginners" seinem Filmsohn Ewan McGregor ein spätes schwules Coming out zu - beeindruckend und herzerweichend. Das Nachsehen haben werden daher Max von Sydow als Holocaust-Opfer im 9/11-Drama "Extrem laut und unglaublich nah", Kenneth Branagh als Sir Laurence Olivier in "My Week with Marilyn", Jonah Hill als Sidekick von Coach Brad Pitt in "Moneyball" und Nick Nolte als versoffener Rabenvater in "Warrior".
Unter den Regisseuren dürfte es dagegen extrem spannend werden. Von den fünf Nominierten Michel Hazanavicius ("The Artist"), Alexander Payne ("The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten"), Woody Allen ("Midnight in Paris"), Terrence Malick ("The Tree of Life") und Martin Scorsese ("Hugo Cabret") kann eigentlich jeder gewinnen. Nachdem die Filme der fünf Macher auch allesamt in der Kategorie Bester Film ins Rennen gehen, könnte der gewinnen, dessen Werk auch den Königspreis abräumt. Denn die Regie wird dafür von der Academy traditionell als Schlüsselkategorie angesehen.
Aus deutscher Sicht gab es zwar nicht wie erhofft eine Chance auf den Auslandsoscar für Wim Wenders' "Pina", hier gilt der iranische Beitrag "Nader und Simin - Eine Trennung" als Favorit, der auch für das Drehbuch nominiert wurde. Dafür wurde der bildstarke deutsche Beitrag über die Choreographen-Legende Pina Bausch als beste Doku nominiert und hat hier auch berechtigte Sieg-Chancen.
Bei den für die Academy immer wichtiger werdenden Animationsfilmen zeichnet sich ein Dreikampf zwischen "Rango", "Der gestiefelte Kater" und "Kung Fu Panda 2" ab. Den Spezialeffekte-Oscar dürften entweder "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2" oder "Planet der Affen: PRevolution" einheimsen.
Wer dann tatsächlich alles einen Goldjungen mit nach Hause nehmen darf, das entscheidet sich in der Nacht von Sonntag, den 26.2., auf Montag, den 27.2., im Kodak Theatre von Los Angeles. Moderieren darf den wichtigsten Abend der Traumfabrik dabei Comedy-Superstar Billy Crystal - und das bereits zum neunten Mal!
Doch Crystal ist nur ein Notnagel, denn eigentlich sollte ein anderer die Filmschaffenden mit coolen Sprüchen begeistern: Eddie Murphy! Aber der sagte ab, weil der als Regisseur der Zeremonie geplante Brett Ratner, mit dem Murphy zuletzt den Komödienhit "Aushilfsgangster" gedreht hat, abgesetzt wurde: Er hatte sich im Vorfeld zu schwulenfeindlichen Witzen hinreißen lassen.
Nun freut sich also Billy Crystal auf die Goldjungs-Gala. Und auch wenn natürlich selbst er noch keine Preisträger kennt und auch wenn sein gespannt erwarteter Eröffnungs-Monolog ebenfalls streng geheim bleibt, so hat er zumindest soviel über seine Pläne für die Verleihung verraten: "Mein großes Thema für den Abend lautet: 'Wie habt Ihr Euch eigentlich ins Kino verliebt?' Schließlich verbindet uns das alle und das müssen wir mal so richtig feiern!"
Was für ein schönes Motto für die Nacht, in der diejenigen geehrt werden, die dieser Liebe immer wieder Nahrung geben...
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Daniel Craig bei "Verblendung"-Dreh fast erstickt22.12.2011

In einer Szene zum US-Remake der schwedischen Millennium-Trilogie musste Daniel Craig eine Plastiktüte über den Kopf ziehen - und wurde ohnmächtig?

Das wäre um ein Haar völlig schief gegangen!
Regisseur David Fincher ist für ungewöhnliche Methoden und mitunter brutalen Realismus bekannt - siehe "Fight Club" und "Sieben". Darum hat er auch den Auftrag erhalten, die schwedische Kult-Krimitrilogie "Millennium" neu zu verfilmen, im typisch düsteren, bedrückenden Fincher-Stil.
Doch beim Dreh zum ersten Teil "Verblendung" wäre David Fincher beinahe zu weit gegangen. Denn er forderte von seinem Hauptdarsteller Daniel Craig alias Mikael Blomkvist, dass er eine Szene mit einer Plastiktüte über dem Kopf spielen sollte. Und das wäre, trotz Sicherheitsmaßnahmen, beinahe tödlich geendet:
"Daniel sollte mit einer Plastiktüte über dem Kopf durch die Luft gewirbelt werden", berichtet David Fincher. "Mein Stunt-Koordinator kam vor der Szene zu mir und sagte 'Daniel muss diesen kleinen Metall-Signalgeber in der Hand halten, falls er das Bewusstsein verliert!'. Denn das Ersticken zu schauspielern ist verdammt nah dran am wirklichen Ersticken. Als wir die Szene dann drehten und Daniel tatsächlich dieses Metallding in der Hand hatte, schaute ich gerade auf den Monitor, als ich plötzlich so ein 'Ting, ting, ting!' hörte - und als wir zu Daniel hin rannten, war er ohnmächtig! Im Produktionstagebuch las sich das später so: 'Daniel Craig durfte 15 Minuten früher gehen. Grund: Bewusstlosigkeit.'"
Daniel Craig selbst, der im US-Remake das Erbe von Original-Darsteller Michael Nyqvist antritt, blieb bei der ganzen Sache völlig gelassen: "Es war einfach nur ein weiterer ganz normaler Arbeitstag mit David Fincher?"
Das Ergebnis seines riskanten Einsatzes gibt's ab 12. Januar zu bestaunen, wenn "Verblendung" in die deutschen Kinos kommt.
Daniel Craig soll noch fünf Mal James Bond spielen19.12.2011

Daniel Craig wollte nach seinem dritten Einsatz als James Bond das Agentenleben aufgeben. Nun liegt ihm eine Offerte über fünf weitere Abenteuer vor.

Die Produzenten der erfolgreichen Spionageserie James Bond 007 wissen ganz genau, was sie an Hauptdarsteller Daniel Craig haben. Deshalb möchten sie ihn unbedingt zu fünf weiteren Geheimmissionen überreden.
Was musste sich Daniel Craig nicht alles anhören, als er sich dazu entschlossen hatte, die Rolle als James Bond anzunehmen. Die Kritiker verstummten, als sie Daniels 007 über die Leinwand rocken sahen. Action pur - einen härteren und kompromissloseren Bond hatte die Welt noch nicht gesehen.
Und Craig fand Gefallen an der Lizenz zum Töten. Trotzdem machte der Engländer von Anfang an klar, dass er nicht für immer und ewig im Dienste Ihrer Majestät stehen würde. Nach dem anstehenden dritten Leinwandabenteuer "Skyfall" wollte er Dienstwaffe und MI6-Marke abgeben und als Spion in Rente gehen.
Daraus wird nichts - zumindest wenn es nach den Bond-Produzenten geht. Angeblich soll Daniel Craig ein lukratives Angebot über viele Millionen Dollar vorliegen, wenn er seinen Agentendienst nicht quittiert und stattdessen für fünf weitere James-Bond-Nervenkitzel vor der Kamera wirbeln würde.
Sollte der Star aus "Verblendung" der Millionenverlockung erliegen, würde er Sir Roger Moore als längster Bond-Darsteller aller Zeiten ablösen.
Rachel Weisz' Gatte käme dann insgesamt auf acht Leinwandabenteuer, Moore "nur" auf sieben. Bond-Produzent Michael G. Wilson lobt Craigs Qualitäten in höchsten Tönen: "Daniel ist ein grandioser Bond, ein superber Schauspieler und ein umwerfender Typ. Die Fans lieben ihn. Für mich gibt es für die Rolle keinen besseren Darsteller."
Jetzt würde es Wilson nur zu gerne sehen, wenn Daniel Craig Sir Roger Moore als Bond mit den meisten Einsätzen ablösen würde: "Ich würde Daniel sehr gerne Rogers Rekord übertreffen und acht Filme drehen sehen. Viele Fans sagen, Daniel sei ihr Lieblingsbond seit Sean Connery. Ich kann ihnen da nicht widersprechen. Er macht einen großartigen Job."
Den lässt sich Craig auch gut bezahlen. Für sein drittes Bond-Abenteuer "Skyfall" kassiert der Brite satte 12 Millionen Dollar! Aber Geld dürfte nicht die treibende Kraft für Daniels Entscheidung sein.
Scarlett Johannsson zu sexy für "Millennium"-Remake18.10.2011

David Fincher hat für sein US-Remake der Millennium-Saga auf Johansson verzichtet, obwohl sie im Casting spitze war - sie war ihm schlicht zu heiß.

Die meisten Regisseure in Hollywood machen es genau andersherum.
Megan Fox durfte für Michael Bay sicher nicht wegen filigraner schauspielerischer Fähigkeiten durch die Transformers-Filme turnen - da standen eher andere Qualitäten im Vordergrund. David Fincher dreht den Spieß dagegen um: Er hat Scarlett Johansson für sein Remake der kultigen Millennium-Trilogie trotz überzeugender darstellerischer Leistung beim Vorsprechen nur deshalb nicht besetzt, weil sie ihm zu sexy war.
"Das Problem bei Scarlett ist, dass jeder nur darauf wartet, dass sie ihre Klamotten auszieht", erklärt David Fincher seine Absage. "Wir haben beim Casting viele tolle Schauspielerinnen gesehen, Scarlett Johansson war besonders gut, wirklich ein großartiges Vorsprechen?"
Tatsächlich ist die Hauptfigur Lisbeth Salander, in der schwedischen Originalverfilmung genial von Noomi Rapace verkörpert, mehrmals nackt zu sehen. Fincher fürchtete, dass das Publikum bei Scarlett Johansson nur noch auf diese Szenen warten würde, statt der Geschichte zu folgen. Deshalb gab er den Part der deutlich unbekannteren Rooney Mara, die nun mit Daniel Craig das Mysterium um Verschwörer und Frauenschänder aufklären darf.
Dabei hat Kultregisseur David Fincher ("Fight Club", "Sieben") noch einen schrägen Vergleich parat, indem er Lisbeth und E.T. gegenüberstellt: Beide müsse man erst im Film erlebt haben, bevor man ihren besonderen Reiz erkennen könne - daher sollte Lisbeth von einer eher unbekannten Schauspielerin dargestellt werden:
"Salander muss wie E.T. sein", erklärt Fincher. "Hätte man E.T.-Spielzeug schon vor dem Film verkauft, hätte jeder gefragt, was das bloß für ein seltsames schrumpeliges Ding ist. Aber wenn man vorher gesehen hat, wie er sich unter dem Tisch versteckt und die Süßigkeiten isst, die man ihm zuwirft, dann liebt man ihn. So muss das auch bei Lisbeth sein."
Grund für das US-Remake ist übrigens das Problem mit der Synchronisation: Obwohl die Verfilmung mit Michael Nyqvist und Noomi Rapace exzellent ist, wäre sie in amerikanischen Kinos zum Scheitern verurteilt, da das US-Publikum extrem irritiert reagiert, wenn die Lippenbewegungen der Schauspieler nicht exakt zum Text passen. Synchronisierte Filme ist man nicht gewohnt. Deshalb dreht David Fincher die gesamte Trilogie auf Englisch nach - und wird möglicherweise auch etwas düsterer und verstörender inszenieren, als das im Original der Fall war.
Der erste Teil, "Verblendung", kommt am 12.1.2012 in die deutschen Kinos.
 
 
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