Betty White
GEBURTSTAG:
17.01.1922 in Oak Park, Illinois
LEBT IN:
USA
17.01.1922 in Oak Park, Illinois
LEBT IN:
USA
Kurzinfo
Es wurden leider noch keine Inhalte zu Betty White erfasst.GEBURTSDATUM: 17.01.1922 | GEBURTSORT: USA
Sandra Bullock und Ryan Reynolds über Slapstick in "Selbst ist die Braut", schwierige Nacktszenen, geheime Heiratsanträge und George Clooneys Eitelkeit.
In den USA feierte die Komödie "Selbst ist die Braut" um eine erzwungene Scheinehe Riesenerfolge. Im Interview wechselt Hauptdarstellerin Sandra Bullock fröhlich zwischen sexy gebrochenem deutsch und dem fließenden Englisch eines professionellen Filmstars -während ihr Kollege Ryan Reynolds nur sehr zögerlich über seine Real-Ehefrau Scarlett Johansson spricht...» Sandra, wir kennen Sie eher als nette und charmante Person. Wie schwierig war es, Margaret so taff und gemein zu spielen?
SANDRA BULLOCK: Ich bin doch Schauspielerin, ich hab schon immer nur so getan, als ob ich nett wäre. Nein, ich scherze natürlich. Aber es ist schon so, dass wir alle eine zickige Diva in uns tragen, es ist nur die Frage, ob man das auch auslebt. Ich habe da Glück, dass ich Schauspielerin bin: Wenn ich mich nämlich in den vergangenen Monaten daheim so richtig daneben benommen habe, habe ich einfach behauptet, ich würde noch in meiner Figur aus "Selbst ist die Braut" stecken.
» Ryan, Ihr beide kennt Euch ja schon seit neun Jahren. Wo habt Ihr Euch das erste Mal getroffen?
RYAN REYNOLDS: Wir sind mal mit einem gemeinsamen Freund abendessen gegangen. Das Restaurant wurde im Verlauf der Nacht immer mehr zu einem Dance-Club. Und plötzlich sah ich Sandra ziemlich wild mit 'nem Typen tanzen, der mir irgendwie bekannt vorkam. Als ich genauer hinsah, erkannte ich, dass es George Michael war. Damals war ich noch ganz neu in Hollywood und es war definitiv einer der interessantesten Augenblicke, die ich bis heute dort erlebt habe: Die Frau, mit der ich eben abendgegessen habe, macht Dirty Dancing mit George Michael! Großartig! Aber ich glaube, sie waren damals nur Freunde, da lief sicher nichts...
BULLOCK: Kein Kommentar!
» Im Film gibt es eine sehr lange und extrem lustige Nacktszene. Wir war das beim Drehen?
REYNOLDS: Es kam mir endlos vor! Am Anfang war es sehr seltsam, weil ich Sandra eben schon so lange privat kenne und plötzlich nackt neben ihr stand. Aber für einen guten Lacher muss man sowas aushalten. Die Szene soll ja nicht erotisch wirken, sondern sie zeigt einen wahnsinnig komischen Moment zwischen den beiden. Und das hat mir dann auch am Set Spaß gemacht.
» Sandra, was haben Sie unternommen, um für die Szene körperlich derartig in Topform zu kommen?
BULLOCK: Ganz einfach: jede Menge Schönheits-Operationen! Nein, im Ernst: Ich hab' überhaupt nichts dafür getan. Dummerweise hatte mir ja keiner gesagt, dass ich mit dem sexiesten Mann der Welt drehen würde...
REYNOLDS: (rollt die Augen)
BULLOCK: Sonst hätte ich mir vorher wahrscheinlich schon ein paar Gedanken gemacht. Damals war Ryan einfach nur ein guter Freund. Später sagten mir alle, er sei doch so sexy - und Du bist wirklich verdammt sexy Ryan...
REYNOLDS: (hebt protestierend die Hand)
BULLOCK: ...und plötzlich war das eine andere Sache: Ich bin dann doch ins Fitness-Studio gegangen, habe auf Pasta, Eis und Bratwürste verzichtet. Sprich, ich hab vor dem Dreh monatelang alles sein lassen, was Spaß macht. Natürlich stopft man, wenn man so etwas durchgehalten hat, nach dem Film erst Recht Junk-Food in sich rein. Aber davor war klar, dass Ryan einfach verdammt gut aussehen würde. Denn Ryan, Du bist nun mal der Sexiest Man Alive...
REYNOLDS: Hey, Du weißt schon, dass den Titel offiziell Hugh Jackman hat!
BULLOCK: Aber Du hast doch auch Fotos für die Zeitschrift gemacht, die den Titel vergibt!
REYNOLDS: Ja schon, aber...
BULLOCK: Hattest Du ein Hemd an oder warst Du nackt?
REYNOLDS: Nein, Mensch, ich hatte ein Hemd an!
» Ryan, Ihre Filmfigur Andrew ist sehr ehrgeizig, er geht für seine Karriere sogar eine Scheinehe ein. Um in Hollywood so weit zu kommen wie Sie, muss man auch sehr ehrgeizig sein. Was war das Schlimmste, dass Sie je gemacht haben, um eine Rolle zu bekommen?
REYNOLDS: Worauf wollen Sie da jetzt hinaus, Freundchen? Nein, im Ernst: Für mich persönlich war die Entscheidung überhaupt nach L.A. zu ziehen, das Extremste. Das machte mir tierisch Angst. Ich ging in Vancouver aufs College und vor mir lag ein völlig normaler Lebensweg. Doch eines Tages beschloss ich kurzerhand, dass es das nicht ist für mich, setzte mich ins Auto und fuhr nach Los Angeles. Das war hart, der Rest war danach vergleichsweise einfach. Denn auf dieser Fahrt hatte ich 29 lange Stunden Zeit, darüber nachzudenken, wie völlig idiotisch das war, was ich da gerade machte.
» Was hat Sie denn angetrieben, in diesen 29 Stunden tatsächlich immer weiterzufahren?
REYNOLDS: Damals Zigaretten. Heute rauche ich nicht mehr und habe kein Laster, das mir hilft, sowas durchzustehen. Damals war es einfach die Neugier was passieren würde. Ob ich vielleicht irgendwie in irgendwas irgendeine Rolle bekomme. Ich hatte da keinerlei Anspruch und hab's einfach probiert.
» Hat Sie Hollywood verändert?
REYNOLDS: Das Leben verändert einen. Sie sind sicher auch nicht derselbe Mensch wie vor zehn Jahren. Man hört zwar oft "Oh, der Erfolg hat ein Monster aus ihm gemacht!" Aber solche Menschen waren schon vorher Monster. Erfolg verstärkt solche Wesenszüge nur, weil mehr Menschen sie zu sehen bekommen. Es hilft, wenn man Hollywood nicht allzu ernst nimmt. Schließlich geht es um Illusionen und um Spaß - auch wenn natürlich harte Arbeit dahintersteckt.
» Sandra, angeblich mögen Sie das Etikett "romantische Komödie" nicht. Wie soll man denn "Selbst ist die Braut" sonst nennen - er ist ja nicht melancholisch oder völlig dramatisch...
BULLOCK: Exzellente Frage! Als ich sagte, dass ich romantische Komödien nicht mag, meinte ich vor allem das, was daraus geworden ist im Vergleich zu dem, was sie früher mal waren. Denn in den 30er- und 40er-Jahren waren diese Filme schlicht brillant. Aber damals hießen sie nicht "romantische Komödien", sondern einfach nur "Komödien" - auch wenn sicher Romantik dabei war. Aber der Fokus lag auf dem Humor und genau das fehlt mir heute oft. In unserem Film steht auch wieder das Lustige im Mittelpunkt, die humorvolle Geschichte, der Slapstick.
REYNOLDS: Ja, wir haben uns auch als Schauspieler ausschließlich auf die Pointen konzentriert...
SB ...was Ryan natürlich schon schwer fiel, denn er ist so unfassbar sexy...
REYNOLDS: Himmel, hörst Du jetzt mal auf damit?!
BULLOCK: Ach komm schon, mich sieht doch keiner als heiße Frau. Es heißt nie "sexy Sandra", aber immer "sexy Ryan"!
» Ryan, warum fühlen Sie sich so unwohl, wenn Sie als sexy bezeichnet werden?
REYNOLDS: Prinzipiell kann man das Label "sexy" in Hollywood schon nutzen, immerhin geht's dort um Vermarktbarkeit. Und wer so ein Etikett hat, mit dem wird Geld verdient. Aber den Riesenwirbel um das Thema finde ich persönlich reichlich dämlich. Und kein Mensch auf der Straße weiß, wer auf diesen Sexy-Listen steht...
BULLOCK: Oh doch, jeder weiß das! Und auf dem Cover von "People" war immerhin auch schon unser Präsident.
REYNOLDS: Das stimmt schon...
» Gilt nicht ohnehin George Clooney als der attraktivste Mann in Hollywood?
BULLOCK: Dann richten Sie ihm doch das nächste Mal, wenn Sie ihn sehen, von uns aus, dass Ryan noch ein kleines bisschen attraktiver ist als er.
REYNOLDS: Ja, bitte!
BULLOCK: Außerdem ist George eh ziemlich entspannt, was das angeht.
REYNOLDS: Aber er startet jedes Jahr eine richtige Kampagne, um den Titel zu kriegen...
» Sandra, Sie sind bei "Selbst ist die Braut" auch Produzentin. Wie ist es denn, sich vor den Leuten, die man eingestellt hat, nackt auszuziehen wie in dieser besagten Szene? Immerhin holt man so ja die Fans ins Kino...
BULLOCK: Ich habe es nie drauf angelegt, mit der Nacktszene Leute ins Kino zu locken. Schließlich sagt da draußen niemand "Oh, Sandra ist so heiß, ich will sie endlich mal nackt sehen!". Aber mich freut's, wenn die Szene Ihnen auch deswegen gefällt und nehme das gerne als Kompliment. Wenn Ihnen mein nackter Körper Freude bringt, gibt's ein Daumen hoch von mir! Aber als Lockmittel für den Film habe ich diese Szene nie gesehen, denn Nacktaufnahmen von mir sind fuchterregend und gehören deshalb in Horror-Filme. Das Schönste war, diese Aufnahmen mit einer Crew zu drehen, die so unglaublich respektvoll mit mir umgegangen ist. Denn wenn man drei Tage lang seinen Untergebenen seine Geschlechtsteile zeigt und dabei noch so tun soll, als sei man eine ernstzunehmende Schauspielerin, dann muss man schon ein sehr entspanntes Verhältnis zu sich selbst haben. Aber wenn man die Szene sieht, ist doch sofort klar, dass es darin um Humor geht, nicht um Erotik. Abgesehen davon, dass darin natürlich auch der sexieste Mann der Welt ist, Ryan Reynolds...
REYNOLDS: Du wirst nie damit aufhören, oder?
BULLOCK: Nein. Jedenfalls war klar, dass wir vieles davon über die Schulter und von unterhalb der Hüften filmen mussten, damit man nichts sieht, was man nicht sehen soll. Und ich habe eine Regel aufgestellt, wann geschnitten werden muss. Denn wenn Körper auf Körper prallen, gibt es das Phänomen der Massenträgheit. Also habe ich unserer Regisseurin Anne Fletcher gesagt: "Wenn mein Arsch nach dem Zusammenstoß mehr als zweimal nachschwabbelt, schneidest Du!"
REYNOLDS: Übrigens war der Zusammenstoß tatsächlich so heftig, dass ich mich dabei verletzt habe. Bei Dir sollte man mal Airbags einbauen!
BULLOCK: Haben Sie gehört, was der gerade zu mir gesagt hat?
REYNOLDS: Ok, das war jetzt missverständlich...
» Im Film erpresst Margaret Andrew ihn zu heiraten. Angeblich waren sie privat auch lange kein Freund der Ehe...
BULLOCK: Stimmt, auch ich habe meinen Mann zur Hochzeit gezwungen. Irgendwie ist eine Ehe immer ein Machtspiel.
REYNOLDS: Und was ist mit der Romantik?
BULLOCK: Ja, dass DU natürlich aus Liebe geheiratet hast, wissen wir alle! Aber es ist nicht so, dass ich von der Ehe nichts halte. Ich hatte nur nie diesen Kleinmädchentraum, dass ich eines Tages eine schöne Prinzessin bin mit einer tollen Hochzeit. Ich wurde von einer sehr starken Mutter aufgezogen. Sie sagte: "Verdien Dein eigenes Geld. Geh Deinen eigenen Weg. Heirate nicht wegen des Geldes. Finde Dein persönliches Glück im Leben. Und wenn Du dabei zufällig jemand triffst, den Du liebst, dann fein."
» Ryan, wie haben Sie denn Ihrer Frau den Heiratsantrag gemacht?
REYNOLDS: Hmm, also das ist ein Geheimnis, das ich weder Deutschland noch irgendjemand sonst zu verraten gedenke.
» Vermutlich standen Sie aber nicht wie Margaret im Film vor der Ausweisung zurück nach Kanada?
REYNOLDS: Nein, natürlich nicht! Mir ging es ausschließlich darum, mir endlich eine teurere Krankenversicherung leisten zu können!
» Können Sie uns wenigstens ihren besten Anmach-Spruch verraten?
REYNOLDS: Wenn ich Anmach-Sprüche ablassen würde, bekäme ich mächtig Ärger daheim. Außerdem bin ich generell kein Aufreißer-Typ.
» Aber Sie sind doch Comedian...
REYNOLDS: Na sagen Sie mal einem Standup-Comedian, er soll eine Frau ansprechen und schauen Sie was dann passiert: Das endet nämlich damit, dass er in embryonaler Schutzhaltung auf dem Boden liegt und sich in einer Pfütze aus Tränen windet.
» Eine Menge Männer weltweit sind verdammt neidisch auf Sie. Wie fühlen Sie sich dabei?
REYNOLDS: Wenn die mich dabei so komisch angucken wie Sie gerade: ziemlich unwohl! Hören Sie, mir geht's gut, ich bin in einer wundervollen Situation, über die ich mich nicht beklagen kann und ich wäre dumm, wenn ich es täte. Das gilt für alle Lebensbereiche, ich habe echt Glück gehabt.
» Wir hatten in der Redaktion gewettet, dass Sie bei dieser Frage ausweichen würden und nicht den Namen ihrer Frau Scarlett Johansson erwähnen. Leider habe ich nun eine Menge Geld verloren. Kriege ich's von Ihnen wieder?
REYNOLDS: Na da sind Sie schon selbst schuld, Mann! Wer so eine dämliche Wette abschließt, muss halt bezahlen. Sorry!
» Ich seh' schon, Sie werden ihren Namen nicht aussprechen...
REYNOLDS: Doch tue ich: Betty White, Betty White, Betty White! [Darstellerin aus "Selbst ist die Braut"; Anm. d. Red.]
» Vervollständigen Sie bitte diese Sätze. Ich kann besonders gut... Ich kann besonders schlecht...
REYNOLDS: Oh, Mann! Also, ich kann besonders gut..., äh, ...einer bestimmten Sorte von Fragen ausweichen. Und ich kann besonders schlecht einer bestimmten Sorte von Fragen ausweichen!
» Sandra, wieviel deutsches Mädchen steckt denn noch im Hollywood-Star Sandra Bullock?
BULLOCK (komplett auf deutsch): Das musst Du mir sagen! Das weiß ich nicht. Ich krieg die Frage von Journalisten immer gestellt und ich weiß nicht, was die Antwort ist. Meine Mutter ist deutsch, die Hälfte von meiner Familie ist deutsch, sie wohnen ganz nah. Ich bin in Nürnberg zur Schule gegangen, ich bin in Salzburg zur Schule gegangen, aber ich weiß nicht, wieviel heute an mir deutsch ist und wieviel Amerikanerin ist.
» Aber Ihr Deutsch ist sehr gut...
BULLOCK: Ich habe ein kleines Akzent und mein "der, die, das" ist falsch... Ich brauche zwei Monate hier und dann wird's besser.
» Es klingt sexy, wenn Sie deutsch sprechen...
BULLOCK: Echt, bin ich jetzt sexy? Wahrscheinlich weil ich wie Brüno klinge.
» Der ist aber Österreicher.
BULLOCK: Ja, ich weiß. Und das ist gar nichts Schlimmes. Obwohl ich weiß, dass Ihr wegen der Autobahngebühren sauer auf die seid...
» Sandra, werden Sie noch Ihre Familie besuchen und stimmt es, dass Sie einen deutschen Pass beantragen wollen?
BULLOCK: Ich sehe sie übermorgen, sie werden mich besuchen. Und es stimmt, ich hätte wahnsinnig gern die doppelte Staatsbürgerschaft. Denn das hatte sich schon meine deutsche Mutter immer für uns gewünscht. Haben Sie zufällig Connections zu den Jungs, die die deutschen Pässe vergeben?
































