Christine Hartmann
Kurzinfo
Regisseurin und Drehbuchautorin Christine Hartmann gilt als Spezialistin für Fernsehkrimis. 2009 inszenierte sie mit der Kino-Adaption des Enid-Blyton-Klassikers "Hanni und Nanni" ihren ersten Kinofilm.Geboren wurde Christine Hartmann 1968 in Landshut. Nach dem Abitur zog sie nach München und studierte an der dortigen Ludwig-Maximilian-Universität Theaterwissenschaften. Im Anschluss arbeitete sie als Regieassistentin und Dramaturgin für Fernsehen und Theater und absolvierte diverse Seminare ...
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Regisseurin und Drehbuchautorin Christine Hartmann gilt als Spezialistin für Fernsehkrimis. 2009 inszenierte sie mit der Kino-Adaption des Enid-Blyton-Klassikers "Hanni und Nanni" ihren ersten Kinofilm.
Geboren wurde Christine Hartmann 1968 in Landshut. Nach dem Abitur zog sie nach München und studierte an der dortigen Ludwig-Maximilian-Universität Theaterwissenschaften. Im Anschluss arbeitete sie als Regieassistentin und Dramaturgin für Fernsehen und Theater und absolvierte diverse Seminare bei Marc Travis am American Film Institute. Christine Hartmann begann ihre Karriere 1996 als freie Autorin und lieferte Drehbücher für Serien wie "Aus heiterem Himmel" und "Soko 5113" sowie Fernsehfilme wie "Die Babysitterin" (1997). Im Jahr 2000 gab sie mit der Komödie "Es geht nicht immer nur um Sex", für die sie auch das Buch geschrieben hatte, ihr Regiedebüt. Nach und nach erwies sich Christine Hartmann als Spezialistin für Fernsehkrimis. Unter ihrer Regie entstanden Folgen der erfolgreichen Reihen "Tatort", "Die Cleveren", "Doppelter Einsatz", "Polizeiruf 110" und "Stolberg". Besonders erfolgreich lief 2005 die von Christine Hartmann inszenierte "Tatort"-Folge "Todesbrücke" aus Berlin, die weit über zehn Millionen Zuschauer sahen und die den beiden Kommissaren Ritter und Stark alias Dominic Raacke und Boris Aljinovic eine Nominierung für den Bayerischen Fernsehpreis einbrachte. 2009 wagte sich Christine Hartmann auf gänzlich neues Terrain und übernahm erstmals die Regie bei einem Kinofilm. Ihr Debütfilm, die Kino-Adaption des Mädchenbuch-Klassikers "Hanni und Nanni" von Enid Blyton, startete im Juni 2010 in den Kinos.
Christine Hartmann lebt in München. (ut)
Geboren wurde Christine Hartmann 1968 in Landshut. Nach dem Abitur zog sie nach München und studierte an der dortigen Ludwig-Maximilian-Universität Theaterwissenschaften. Im Anschluss arbeitete sie als Regieassistentin und Dramaturgin für Fernsehen und Theater und absolvierte diverse Seminare bei Marc Travis am American Film Institute. Christine Hartmann begann ihre Karriere 1996 als freie Autorin und lieferte Drehbücher für Serien wie "Aus heiterem Himmel" und "Soko 5113" sowie Fernsehfilme wie "Die Babysitterin" (1997). Im Jahr 2000 gab sie mit der Komödie "Es geht nicht immer nur um Sex", für die sie auch das Buch geschrieben hatte, ihr Regiedebüt. Nach und nach erwies sich Christine Hartmann als Spezialistin für Fernsehkrimis. Unter ihrer Regie entstanden Folgen der erfolgreichen Reihen "Tatort", "Die Cleveren", "Doppelter Einsatz", "Polizeiruf 110" und "Stolberg". Besonders erfolgreich lief 2005 die von Christine Hartmann inszenierte "Tatort"-Folge "Todesbrücke" aus Berlin, die weit über zehn Millionen Zuschauer sahen und die den beiden Kommissaren Ritter und Stark alias Dominic Raacke und Boris Aljinovic eine Nominierung für den Bayerischen Fernsehpreis einbrachte. 2009 wagte sich Christine Hartmann auf gänzlich neues Terrain und übernahm erstmals die Regie bei einem Kinofilm. Ihr Debütfilm, die Kino-Adaption des Mädchenbuch-Klassikers "Hanni und Nanni" von Enid Blyton, startete im Juni 2010 in den Kinos.
Christine Hartmann lebt in München. (ut)
Kino-Debütantin Christine Hartmann über ihre "Tatort"-Erfahrung, den Druck einen Kultstoff zu adaptieren und ihre filmischen Vorbilder.
Mit der Verfilmung der berühmten "Hanni & Nanni"-Abenteuer gibt Christine Hartmann nach zehn Jahren TV-Arbeit ihr Debüt als Kinoregisseurin. Erfüllt "Hanni & Nanni" die Erwartungen, dürfte dies nicht Hartmanns letzter Leinwandausflug gewesen sein.Sie erzielten mit "Todesbrücke" die höchste Einschaltquote eines "Tatort" seit 1993 und sind "Hanni & Nanni"-Fan. Was hat Sie mehr für diesen Job prädestiniert?
CHRISTINE HARTMANN: Als Regisseurin macht man ja gern unterschiedliche Sachen, und ich inszeniere gern "Tatorte", bei denen es mir weniger um den Krimi geht als um gute Themen, die man unter dem Siegel "Tatort" noch machen kann. Und ein Kinderfilm war mal etwas ganz anderes. Ich fand es schön, selbst wieder ein Stückweit Kind zu sein. Warum man mich dafür ausgewählt hat? Da müssen Sie die Produzenten fragen. Vielleicht wollte man eine Frau als Regisseur, jemand, der "Hanni & Nanni"-affin ist. Neben dem "Tatort" habe ich ja auch Komödien fürs Fernsehen gedreht.
Nach zehn Jahren TV-Regie folgt nun die erste Kinoarbeit.
Es war schon seit Längerem ein großer Traum von mir, endlich einen Kinofilm zu machen. Als Fernsehregisseurin ist es gar nicht so einfach, auf die Kinoschiene zu wechseln. Insofern ist das für mich etwas ganz Besonderes.
Die "Hanni & Nanni"-Bücher haben schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel. Musste viel an der Vorlage modernisiert werden?
Das Projekt begleitet mich seit drei Jahren, und beinahe so lange haben wir auch an dem Buch gearbeitet, um diesen Spagat zu schaffen, auf der einen Seite der Marke "Hanni & Nanni" gerecht zu werden, auf der anderen einen Film zu machen, der im Jahr 2010 spielt.
Was ist die Zielgruppe Ihres Films?
Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren. Das ist die Zeit, in der man sich noch für die Rettung eines Pferdes interessiert und Schuluniformen hübsch findet, auf jeden Fall die Zeit, bevor man anfängt, sich für Jungs zu interessieren.
Warum ist der Film episodenhaft angelegt?
Auch die Ursprungsbücher von "Hanni und Nanni" sind ja extrem episodisch. Es gibt da einen Band, der aus 20 ganz kleinen Geschichten besteht. Deshalb haben wir als Überbau Folgendes verwendet: Dass sich die Zwillinge in eine Gemeinschaft integrieren und ihre Individualität entdecken.
Macht das auch den universellen Charakter von Enid Blytons Büchern aus?
Für mich war interessant, dass zwar mittlerweile viele Dinge aus Blytons Vorlagen ein bisschen obsolet sind, aber diese traditionellen Werte, wie Freundschaft oder eine Meinung zu vertreten, vermittelt werden. Die sind ja heute noch wichtig. Obwohl wir im hochtechnologisierten Zeitalter leben, reduziert sich das Leben ja immer wieder auf diese einfachen alten Werte.
Gerade die erwachsenen Rollen sind hochkarätig besetzt.
Da die Kinder alle noch unbekannt sind, wollte man aufseiten der Erwachsenen ein paar Zugpferde wie Anja Kling und Heino Ferch haben. Aber es war uns wichtig, dass die Schauspieler - Name hin oder her - auch wirklich zu ihren Rollen passen.
Der Speisesaal sieht aus wie der von Hogwarts und Hannelore Elsner wie ein weiblicher Dumbledore.
Unser Lindenhof ist ein Internat zum Träumen, "Hanni & Nanni" ist kein realistischer Film, er ist ein bisschen wie "Harry Potter meets Fliegendes Klassenzimmer" angelegt.
Mit der ersten Kinoverfilmung der Marke "Hanni & Nanni" sind sicher große Erwartungen verknüpft. Spüren Sie den Druck?
Natürlich bin ich nervös. So ein Film ist wie ein eigenes Kind. Wenn er jetzt im Kino startet, dann ist das so, als wäre das Kind aus dem Haus. Ich kann keinen Einfluss mehr ausüben. Das ist für mich im Kinobereich auch alles ganz neu und sehr aufregend.
Gibt es dennoch auch ein Leben nach "Hanni & Nanni"?
Ich habe gerade einen Berliner "Tatort" gedreht, der am 26. September ausgestrahlt wird. X Filme hat das erste Mal fürs Fernsehen produziert, das Buch stammt von Beate Langmaack, der Titel heißt: "Die Unmöglichkeit, sich den Tod vorzustellen". Es ist ein sehr eigener Film geworden und es hat auch ganz gut getan, nach "Hanni & Nanni" wieder in die Erwachsenenwelt zurückzukehren.

































