Christoph Waltz

Portrait von Christoph Waltz
Christoph Waltz

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88%
GEBURTSTAG:
04.10.1956 in Wien

Kurzinfo

Österreichischer Schauspieler und Golden-Globe-Preisträger. In der deutschen Fernsehlandschaft auf labile Charaktere, Bösewichte und Melancholiker abonniert, triumphierte Christoph Waltz 2009 in Quentin Tarantinos "Inglourious Basterds" als süffisant sadistischer, abgründig zynischer und grausamer SS-Offizier und "Judenjäger" Hans Landa. "Ich wurde aus meiner kleinen bescheidenen Welt mit seiner großen Energie aus den Fugen gebracht und in seinen Orbit geschleudert", so Waltz, ohne den Tarantino ...

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GEBURTSDATUM: 04.10.1956
Österreichischer Schauspieler und Golden-Globe-Preisträger. In der deutschen Fernsehlandschaft auf labile Charaktere, Bösewichte und Melancholiker abonniert, triumphierte Christoph Waltz 2009 in Quentin Tarantinos "Inglourious Basterds" als süffisant sadistischer, abgründig zynischer und grausamer SS-Offizier und "Judenjäger" Hans Landa. "Ich wurde aus meiner kleinen bescheidenen Welt mit seiner großen Energie aus den Fugen gebracht und in seinen Orbit geschleudert", so Waltz, ohne den Tarantino den Film nicht gedreht hätte. Für seine Rolle wurde Waltz mit dem Darstellerpreis von Cannes ausgezeichnet, Beginn eines Preisregens, der ihm 15 weitere Ehrungen einbrachte, darunter Screen Actors Guild Award, Golden Globe und schließlich sogar den Oscar als bester Nebendarsteller.
Christoph Waltz ist ein eigenwilliger Schauspieler, der mit flinken neugierigen Augen, leicht schiefer Kopfhaltung und Kinnspiel sowie Betonung der s-Laute auffällt. Entführer, Mörder, Terroristen, Wilderer und undurchsichtige Charaktere spielt er genauso überzeugend, wie psychisch labile Melancholiker und Selbstzweifler, später auch Kommissare und Detektive, die alle einen merkwürdig faszinierenden Charme ausstrahlen, dem Anica Dobra, Barbara Auer und Iris Berben erlagen. In die deutsche TV-Geschichte ging er in der Titelrolle des tragischen Schlagersängers in "Du bist nicht allein - die Roy Black Story" (1996) ein. 2010 spielt er in Michel Gondrys Comic-Adaption "The Green Hornet" den Mafiaboss und in David Cronenbergs "The Talking Cure" Sigmund Freud, den Vater der Psychoanalyse.
Christoph Waltz wurde 1956 in Wien als Sohn eines Kostümbildnerehepaares geboren, besuchte das Theresianum und wurde dort am Max-Reinhardt-Seminar und in New York am Lee Strasberg Institute ausgebildet. Er gab sein Theaterdebüt 1977 in Wien und hat auf den Bühnen von Köln, Hamburg, Frankfurt am Main, Salzburg und Zürich gestanden. Dem Fernsehdebüt 1976 in "Der Vetter im 7. Bezirk", folgte 1981 das Kinodebüt in "Kopfstand", der die Zustände in der österreichischen Psychiatrie kritisiert. Waltz war in den Krimi-Serien und -reihen "Tatort", "Derrick", "Der Alte", "Kommissar Rex", "Polizeiruf 110", "Der letzte Zeuge", "Stolberg" und "Unter Verdacht" zu sehen. Als herausragend gelten seine Leistungen als U-Bahn-Geiselnehmer in "Rosa Roth: Nirgendwo" und der Entführer des Industriellen Oetker in "Tanz mit dem Teufel" (2002).
Waltz war frustrierter Romanautor in der Komödie "Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit", der Münsteraner Wiedertäufer Jan van Leyden in "König der letzten Tage" und Oberst der Palastwache in "Katharina die Große" (mit Catherine Zeta-Jones). Er spielte den Terroristen im Actionfilm "Queens Messenger", Wilderer und Wilderer-Jäger im Alpendrama "Jennerwein" und den Geiselnehmer im Olympiastadion in Berlin in "Das Finale" (1997). Er war Arzt in "Herr Lehmann" (2003) und Analytiker in "Der alte Affe Angst" (2003).
Christoph Waltz wurde mit rund 30 Preisen ausgezeichnet, darunter Adolf-Grimme-Preis (für "Tanz mit dem Teufel"), Deutscher und Bayerischer Fernsehpreis (für "Du bist nicht allein"), Bambi, Goldene Kamera und 0.E.Hasse-Theaterpreis.
Aus erster Ehe mit einer Amerikanerin, hat Waltz drei Kinder. Er ist mit Kostümbildnerin Judith Holste liiert, mit der er eine Tochter hat. Er lebt in London und Berlin.
GEBURTSDATUM: 04.10.1956
Sacha Baron Cohen verlässt Tarantinos "Django Unchained" 11.05.2012

Leere Sättel in Quentin Tarantinos "Django"-Western: "Diktator" Sacha Baron Cohen und Kurt Russell haben sich abgesetzt.

Mitten im Dreh muss Quentin Tarantino wichtige "Django"-Rollen neu besetzen - Sacha Baron Cohen platzt der Terminkalender, Kurt Russell erkennt den Wilden Westen nicht wieder.
Derzeit dreht Kultregisseur Quentin Tarantino in Louisiana "Django Unchained". Den Western hat er hochkarätig unter anderem mit Christoph Waltz, Jamie Foxx,
Leonardo DiCaprio, Samuel L. Jackson und Sacha Baron Cohen besetzt. Doch die Dinge laufen nicht so reibungslos, wie sie sollten.
Noch vor Drehstart machte sich Kevin Costner aus dem Staub, der einen fiesen Sklaven-Trainer spielen sollte. Tarantino konnte einen Stopp der Dreharbeiten verhindern, in dem er blitzschnell Kurt Russell aus dem Ärmel zauberte. Mit ihm in der Hauptrolle hatte er bereits "Death Proof - Todsicher" auf dien Leinwand gebracht.
Aber die Probleme mit den Stars hören nicht auf. Als nächstes stieg Joseph Gordon-Levitt aus, der sich die Gelegenheit, erstmals selbst bei einem Film Regie zu führen, nicht entgehen lassen wollte. Jetzt ist auch noch Sacha Baron Cohen abgesprungen - die Promotiontour für "Der Diktator" - ab 17. Mai in unseren Kinos - verdränge alles andere aus seinem Terminkalender. Er sollte einen Glücksspieler mimen, der Djangos versklavte Frau kauft.
Damit ist Tarantinos Pechsträhne nicht zuende: Auch Kurt Russell hat sich verdrückt. Der Grund dafür wurde nicht bekannt gegeben, aber es wird gemunkelt, dass ihm der Film nicht genug "Western" sei. Das bringt Quentin Tarantino in Not, denn er muss nun unter hohem Zeitdruck große Lücken schließen.
Don Johnson spielt Plantagenbesitzer in "Django" 12.10.2011

Lange musste Quentin Tarantino um "Miami Vice"-Star Don Johnson herumschwänzeln, bis dieser für eine Rolle in "Django Unchained" zusagte.

Für Quentin Tarantino geht mit dieser Besetzung ein Traum in Erfüllung.
Wenn Quentin Tarantino ruft, will halb Hollywood eine Rolle ergattern. Doch umgekehrt gibt es auch Stars, die der Macher von "Machete" und "Inglourious Basterds" ziemlich lange bitten muss. So eine harte Nuss war jetzt Tarantinos aktuelle Besetzung für "Django Unchained": 80er-Jahre Ikone Don Johnson. Er soll jetzt die Rolle des wohlhabenden Plantagenbesitzers Spencer Bennett spielen, dem der befreite Sklave Django (Jamie Foxx) und dessen Weggefährte, ein von Christoph Waltz gespielter Kopfgeldjäger, auf den Fersen sind.
Schon länger war Quentin Tarantino, der ein bekennender Don Johnson- und "Miami Vice"-Fan ist, in Sachen "Django" hinter dem Schauspieler her - doch Johnson wollte nicht. Zwar habe ihm das Drehbuch bestens gefallen und auch Quentin Tarantino findet er super. Der ihm zugedachte Part aber sei so gar nichts für ihn gewesen - oder war einfach zu schlecht bezahlt.
In Tarantinos lang erwartetem Westernepos über einen ehemaligen Sklaven, der auf einen blutigen Rachefeldzug geht, sind bis jetzt noch Leonardo DiCaprio und Samuel L. Jackson mit an Bord. Kevin Costner, der bis vor Kurzem noch vorgesehen war, hat den Film aus terminlichen Gründen schon wieder verlassen. Kinostart von "Django Unchained" ist am 27. Dezember 2012.
Christoph Waltz brilliert wieder für Tarantino 03.05.2011

Nach "Inglourious Basterds" lässt sich Christoph Waltz in "Django Unchained" erneut von Quentin Tarantino vor den Karren spannen.

Nachdem vor gut zwei Monaten bereits bekannt wurde, dass Tarantinos nächster Film definitiv ein Western sein wird, gibt es nun einen Titel ("Django Unchained"), eine Story und Christoph Waltz als Kopfgeldjäger.
Christoph Waltz kann sich nach wie vor an den Früchten der Zusammenarbeit mit Quentin Tarantino bei "Inglourious Basterds" erfreuen. Seine brillante Leistung bescherte ihm neben haufenweise Drehbüchern, die seitdem in steter Regelmäßigkeit auf seinen Tisch flattern, auch noch den Oscar als bester Nebendarsteller und Tarantino als bekennenden Waltz-Fan.
Kein Wunder also, dass der Regiemeister sofort alle Hebel in Bewegung setzte, Oscar-Abräumer Waltz auch für seinen neuen Film zu begeistern. Seit Anfang März wissen wir, dass es ein Western sein wird. Mittlerweile gibt es weitere Informationen zu dem Projekt: Der Titel des von Tarantino zuvor als "Southern" beschriebenen Western lautet demnach "Django Unchained", eine Anspielung auf den Spaghetti-Western-Klassiker "Django" von 1966.
Waltz spielt einen deutschen Kopfgeldjäger, der im Süden der USA einen Sklaven befreit und diesen ebenfalls zu einem Kopfgeldjäger ausbildet. Nachdem die beiden einige Gesuchte zur Strecke gebracht haben, macht sich der ehemalige Sklave mit der Hilfe von Oscarpreisträger Waltz daran, seine Frau aus den Fängen der Sklavenbesitzer auf einer Plantage zu befreien.
Wer die Rolle des ehemaligen Sklaven übernehmen soll, ist derzeit noch nicht bekannt. Auch über die weitere Besetzung gibt es noch keine handfesten Informationen. Allerdings sind neben dem Original-"Django" Franco Nero noch Treat Williams und Keith Carradine Gerüchten zufolge im Gespräch. Drehbeginn soll im Spätsommer oder Frühherbst dieses Jahres sein. Ob Waltz diesmal die Oscar-Academy-Mitglieder als bester Hauptdarsteller überzeugen kann?
Oscar-Nominierungen: "Avatar"-Dreikampf, "Das weiße Band" und Christoph Waltz 02.02.2010

"Avatar", "Tödliches Kommando" und "Inglourious Basterds" streiten sich um die meisten Oscars. "Das weiße Band" und Christoph Waltz dürfen hoffen.

Blau ist zwar an der Kinokasse die absolut dominante Farbe, bei den Nominierungen zum wichtigsten Filmpreis gibt's aber einen harten Konkurrenten.
Bei uns war das Irakkriegs-Drama "Tödliches Kommando - The Hurt Locker" zwar nur mäßig erfolgreich, aber bei den Oscars ist es mit neun Nominierungen der große Rivale des SciFi-Krachers "Avatar - Aufbruch nach Pandora", der ebenfalls neun Oscar-Chancen hat. Damit kommt es bei der Verleihung am 8. März zum Showdown eines Ex-Ehepaars: "Avatar"-Regisseur James Cameron und "Kommando"-Macherin Kathryn Bigelow waren einst verheiratet und sind nun beide für den besten Film und die beste Regie nominiert.
In die Suppe spucken könnte ihnen allerdings Academy-Querulant Quentin Tarantino, dessen "Inglourious Basterds" mit acht Oscar-Chancen dicht dahinter liegt. Auch Tarantino ist in den Königskategorien Bester Film und Beste Regie nominiert. Wie von allen Experten vorhergesagt, ist dabei auch Christoph Waltz als bester Nebendarsteller berücksichtigt worden - sein Sieg gilt als ziemlich sicher.
In der Kategorie Bester Film wurden erstmals seit 1939 wieder statt fünf nun zehn Filme nominiert. So fanden neben "Avatar", "Tödliches Kommando" und den "Inglourious Basterds" auch kleinere Filme wie das Liebesdrama "An Education", das recht Experimentelle SciFi-Juwel "District 9" und mit "Oben" sogar ein Animationsfilm Berücksichtigung. Außerdem sind nominiert das Football-Drama "Blind Side - Die große Chance", "Up in the Air" mit George Clooney, die harte Romanverfilmung "Precious - Das Leben ist kostbar" sowie der neue Coen-Film "A Serious Man".
Bei den Hauptdarstellern ist Jeff Bridges in der Rolle als versoffener Country-Sänger in "Crazy Heart" der klare Favorit. Sein härtester Gegner ist wohl George Clooney als vielfliegender Entlassungsexperte auf Sinnsuche in "Up in the Air". Der sensible Film heimste insgesamt sechs Nominierungen ein - diese aber alle in wichtigen Kategorien wie Bester Film, Regie (Jason Reitman) und Hauptdarsteller. Dazu sind außerdem gleich beide Nebendarstellerinnen Vera Farmiga und Anna Kendrick nominiert. Ansonsten haben bei den Herren Jeremy Renner aus "Tödliches Kommando", Colin Firth als schwuler Professor in "A Single Man" und Morgan Freeman als der große Nelson Mandela in "Invictus - Unbezwungen" Chancen.
 
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Großen Jubel gab's in den Sälen der Academy über die Nominierung von Sandra Bullock als beste Hauptdarstellerin im Football-Drama "Blind Side - Die große Chance". Gabourey 'Gabby' Sidibe spielt im Drama "Precious - Das Leben ist kostbar" als misshandelte übergewichtige Schwarze groß auf und gilt ebenfalls als aussichtsreiche Kandidatin. Wie immer ist auch Meryl Streep unter den Oscar-Anwärterinnen, ihr Auftritt als Koch-Ikone in "Julie & Julia" könnte ihr auch tatsächlich den nächsten Goldjungen bescheren. Außenseiterchancen dürfen sich Carey Mulligan als 16-Jährige machen, die in der Nick-Hornby-Verfilmung "An Education" einem wesentlich älteren Liebhaber verfällt, sowie Helen Mirren in der Tolstoi-Hommage "Ein russischer Sommer".
Erneut zeigt sich, wie wichtig der Academy die Regie-Arbeit ist, denn alle nominierten Filmemacher wurden auch in der Königskategorie Bester Film berücksichtigt: Cameron für "Avatar", Bigelow für "Tödliches Kommando", Reitman für "Up in the Air", Tarantino für "Inglourious Basterds" und Lee Daniels für "Precious - Das Leben ist kostbar".
Als bester Animationsfilm wird wohl "Oben" ausgezeichnet werden, der vier weitere Nominierungen einheimsen konnte - erstaunlicherweise auch die als Bester Film, was ein absolutes Oscar-Novum darstellt! Die Konkurrenten "Der fantastische Mr. Fox", "Coraline", "Küss den Frosch" (hier sind gleich zwei Songs nominiert) und "The Secret of Kells" werden daher wohl das Nachsehen haben.
Michael Haneke darf nach dem Triumph bei den Filmfestspielen in Cannes mit "Das weiße Band" auch auf den Oscar für den besten nicht-englischsprachigen Film hoffen. Schärfster Konkurrent ist vermutlich die französische Eingabe "Ein Prophet".
Verkündet hat die Nominierungen mit viel Charme und Witz Anne Hathaway, die Verleihung selbst wird am 8. März von Steve Martin und Alec Baldwin moderiert - zum ersten Mal seit 1987 gibt es also wieder ein Duett, wenn es heißt: "And the Oscar goes to..."
Christoph Waltz für "Basterds" nominiert 16.12.2009

Der österreichische Schauspieler Christoph Waltz darf für seine grandiose Nebenrolle in "Inglourious Basterds" auf einen Golden Globe hoffen.

Die Award-Saison ist mit den Golden-Globe-Nominierungen eingeläutet. Damit gibt es auch erste Hinweise auf mögliche Oscar-Anwärter.
Christoph Waltz ist einer der Glücklichen, die am 17. Januar 2010 in Los Angeles auf einen Golden Globe hoffen dürfen. Mit seiner grandiosen Performance in Quentin Tarantinos "Inglourious Basterds" wurde er als bester Nebendarsteller neben Matt Damon, Stanley Tucci, Woody Harrelson und Christopher Plummer nominiert. Das Nazi-Killer-Epos darf außerdem in den Kategorien Bestes Drama, Bestes Drehbuch und Bester Regisseur auf einen Preis hoffen. Tarantino tritt gegen James Cameron, Kathryn Bigelow, Jason Reitman und Clint Eastwood an.
Ein weiterer deutschsprachiger Beitrag geht mit "Das Weiße Band" von Michael Haneke ins Rennen um den besten ausländischen Film. Für eine große Überraschung sorgt die zweifache Nominierung von Sandra Bullock als beste Hauptdarstellerin in "Selbst ist die Braut" und "The Blind Side", der in den USA sogar "New Moon - Biss zur Mittagsstunde" vom Chart-Thron gestoßen hat. Außerdem haben es Emily Blunt, Helen Mirren, Carey Mulligan, Gabourey Sidibe, Marion Cotillard, Julia Roberts und zwei Mal Meryl Streep auf die Liste geschafft. Um eine Auszeichnung in der weiblichen Nebenrolle konkurrieren Penélope Cruz, Vera Farmiga, Anna Kendrick, Mo'nique und Julianne Moore .
Bei den besten Hauptdarstellern haben Jeff Bridges, George Clooney, Colin Firth, Morgan Freeman, Tobey Maguire, Daniel Day-Lewis, Robert Downey jr., Joseph Gordon-Levitt, Michael Stuhlbarg und mit der zweiten Nominierung Matt Damon die Chance auf den Golden Globe.
Als Bestes Drama sind neben "Inglourious Basterds" noch "Avatar", "Tödliches Kommando - The Hurt Locker", "Precious: Based On The Novel Push By Sapphire" und "Up In The Air" nominiert, als Beste Komödie oder Musical kamen "(500) Days Of Summer", "The Hangover", "Wenn Liebe so einfach wäre", "Julie & Julia" und "Nine" unter die letzten Fünf.
Ein Oscar für die "Basterds"? 26.08.2009

Kinofans lieben die "Inglourious Basterds", die Kritiker auch. Tarantino hat gute Oscarchancen - auch mangels echter Konkurrenz.

Es dauert noch über ein halbes Jahr, bis es wieder heißt: "And the Oscar goes to ...". Tatsächlich aber ist das Rennen um die wichtigste Filmtrophäe längst eröffnet und die "Inglourious Basterds" haben beste Chancen, ziemlich "Glorreiche Bastarde" zu werden.
Zugegeben, es ist noch ein wenig früh, darüber zu spekulieren. Doch mit seinem guten Kinostart empfiehlt sich Inglourious Basterds durchaus für die Academy Awards. Selbst eine Oscarnominierung für den auch in den US-Kritiken durch die Bank mit Lob überschütteten Darsteller Christoph Waltz ist denkbar, wenn auch wohl "nur" als bester Nebendarsteller. Denn auch nicht-englischsprachige Schauspieler haben in der schauspielerlastigen Academy ab und zu eine Chance, man denke etwa an Marion Cotillard, die seit ihrem Oscar für La Vie en Rose mit namhaften Regisseuren wie Michael Mann oder Christopher Nolan gearbeitet hat. "Basterds"-Regisseur Quentin Tarantino nennt bislang einen Oscar für das beste Drehbuch für "Pulp Fiction" sein eigen.
Noch tut man sich schwer, die Oscar-Kandidaten auszumachen, die ja klassischerweise ohnehin erst in den folgenden Monaten ins Kino kommen. Ein potenzieller Kandidat ist schon aus dem Rennen: Martin Scorseses Shutter Island, dessen Start gerade kurzerhand auf Februar verschoben wurde. Sollte das Feld der Bewerber ausgerechnet in einem Jahr überschaubar sein, in dem das Feld der Bester Film-Nominierungen auf zehn erweitert wurde?
Cannes alles! 21.08.2009

Ein echter Wiener geht nicht unter! Mit 52 schafft Christoph Waltz den internationalen Durchbruch - als Über-Nazi in "Inglourious Basterds".

In 33 Karrierejahren hat der Wiener, der seit Jahren in London lebt, alles gespielt: Romantische Ritter, verstörte oder verliebte Großstädter, Kinderschänder und Mörder.
Sein kantiges Gesicht mit dem extrem betonten Kinn ist schurkentypisch, als hätte ihn der Stift eines Comiczeichners geboren. Sein Sonnyboy-Charme dagegen suggeriert Freundlichkeit, die aber auch nur Tarnung sein könnte. Mensch und Monster, Verletzlichkeit und Kälte, hat der Schauspieler als Paarungen perfektioniert und sich mit dem Teufel in ihm arrangiert.
Ganz Komödie war dagegen die künstlerische Ausrichtung seiner Mutter Elisabeth Urbanic, oft unter der Regie von Spezialist Kurt Hoffman. Sie, wie auch der früh verstorbene Vater Johannes, waren Bühnen- und Kostümbildner - in einer Familie, deren Theatergene bis zu den Urgroßeltern zurückreichen.
Mit 19 stand Waltz als Mozart erstmals auf der Bühne, lernte den Beruf am Max-Reinhardt-Seminar in Wien und bei Lee Strasberg in New York. Dort lernte er die Amerikanerin Jacqueline kennen. Eine Psychotherapeutin, die ihm in 17 Jahren Ehe drei Kinder schenken sollte.
Wie Landsmann Arnold Schwarzenegger träumte er amerikanisch, ging aber auf Anraten einer Hollywood-Ikone nach Europa zurück. Dort schlug er sich nach dem Debüt im Psychiatriedrama "Kopfstand" als Tristan ritterlich, doch wie die Liebe zu Isolde war auch sein Film "Feuer und Schwert" dem Untergang geweiht. Das Kino wusste mit den Qualitäten des Bühnenprofis nie etwas anzufangen.
Hauptrollen als esoterischer Kommissar auf Werwolfjagd in "Sieben Monde" oder als erfolgloser Autor, der am letzten Lebenstag spätes Glück mit Ferrari und Frauen fand ("Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit"), blieben ohne Sogwirkung. Im Fernsehen aber fand der Mann mit der sanften Stimme, der den Rummel scheut, deshalb Weihnachten, diesen "Exzess der Marktwirtschaft", hasst, seine Heimat - mit eng gesteckten Grenzen.
Leichtes wie Komödien oder Romanzen schlug ihm oft auf den Magen. Schwer Verdauliches bekam ihm besser, die zwielichtigen, seelisch oder moralisch kaputten Typen, die ihn als Schauspieler ernährten: Amokläufer ("Tag der Abrechnung"), Frauenmörder ("Der Tourist"), abgestürzte Idole ("Du bist nicht allein - Die Roy Black Story"), arrogante Soziopathen ("Der Tanz mit dem Teufel - Die Entführung des Richard Oetker") und Kinderschänder ("Das Geheimnis im Wald").
Obwohl er gestand, dass "Psychopathen auch irgendwann fad werden", war es diese verdorbene Vita, die Quentin Tarantino auf den London-Emigranten aufmerksam machte, dessen langjährige Lebensgefährtin Judith Holste, auch sie Bühnenbildnerin, mit der fünfjährigen Tochter in Berlin lebt.
Waltz' Facettenreichtum und sein virtuoser Umgang mit Sprache, den er auch auf Englisch, Französisch und Italienisch demonstriert, prädestinierten ihn für die Rolle des Judenjägers und SS Obersten Horst Landa in "Inglourious Basterds". Charisma, Grabeskälte, Intelligenz, Selbstverliebtheit, Verschlagenheit - mit diesem Charaktercocktail sicherte sich Waltz den Respekt Tarantinos und den Darstellerpreis in Cannes.
Für ihn keine Wiedergeburt, aber eine künstlerische Aufladung, hat er doch "Dinge wiedergewonnen, die ihm sehr wichtig waren, aber im Begriff war, aus der Hand gleiten zu lassen." Pure Ironie, dass ausgerechnet ein Nazi ihn auf den Karrieregipfel bringt.
30 Jahre nachdem ihm Agent Paul Kohner, ein Hollywood-Urgestein, von der Traumfabrik abgeraten hatte, weil er als Österreicher den Rest seines Lebens nur durch den Bildhintergrund rennen und "Heil Hitler" schreien würde.
GEBURTSDATUM: 04.10.1956
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