Doug Liman
GEBURTSTAG:
24.07.1965 in New York City, New York
24.07.1965 in New York City, New York
Kurzinfo
Amerikanischer Regisseur und Produzent. Seit er mit sieben Jahren seine ersten Kurzfilme drehte, hat sich Doug Liman mit vielbeachteten Independent-Produktionen wie "Swingers" (1996) und "Go" (1999) einen Namen gemacht und avancierte mit den Blockbustern "Die Bourne Identität" (2002), "Mr. und Mrs. Smith" (2005) und "Jumper" (2008) zu einem der Erfolgsregisseure Hollywoods. Kreisten seine Agententhriller um fiktive Verschwörungstheorien und politische Intrigen, so ...weiter »
GEBURTSDATUM: 24.07.1965
Amerikanischer Regisseur und Produzent. Seit er mit sieben Jahren seine ersten Kurzfilme drehte, hat sich Doug Liman mit vielbeachteten Independent-Produktionen wie "Swingers" (1996) und "Go" (1999) einen Namen gemacht und avancierte mit den Blockbustern "Die Bourne Identität" (2002), "Mr. und Mrs. Smith" (2005) und "Jumper" (2008) zu einem der Erfolgsregisseure Hollywoods. Kreisten seine Agententhriller um fiktive Verschwörungstheorien und politische Intrigen, so setzte sich Liman im Polit-Thriller "Fair Game" (2010) mit der realen Affäre um die CIA-Undercover-Agentin Valerie Plame (Naomi Watts) auseinander, die 2003 im Irak nach (nicht existierenden) Massenvernichtungswaffen als Begründung für einen Kriegseinsatz der USA suchte, ihre Ehe mit einem Journalisten (Sean Penn) aufs Spiel setzte und in Lebensgefahr geriet.Limans Agententhriller "Die Bourne Identität" begründete den Mythos um den von Matt Damon verkörperten Jason Bourne, der in interkontinentalen Hetzjagden seine wahre Identität sucht. Liman produzierte die beiden Sequels, die Regie übernahm Paul Greengrass. In "Mr. und Mrs. Smith", sein erfolgreichster Film, spielen Angelina Jolie und Brad Pitt ein Agentenpaar, das seine Ehekrise originell mit einem Actionfeuerwerk löst. Im Science-Fiction-Thriller "Jumper" besitzt der jugendliche Held (Hayden Christensen) die Fähigkeit, sich an jeden Ort der Welt zu teleportieren. 2010 inszeniert Liman "The Three Musketeers", mit Orlando Bloom in der Hauptrolle des klassischen Abenteuers nach Alexandre Dumas.
Doug Liman wurde 1965 in New York City geboren, besuchte während der High-School-Zeit das International Centre of Photography, studierte an der Brown University in Providence, Rhode Island, wo er den studentischen Kabelfernseh-Sender mitbegründete und 1988 seinen Abschluss machte und besuchte das Graduiertenprogramm der University of Southern California in Los Angeles, wo er 1994 den Komödienthriller "Kamikaze College" inszenierte.
Mit einem Mini-Budget von 250.000 Dollar, die von seinem Vater Arthur, ein Ermittler in der Iran-Contra-Affäre (Waffen- und Drogenschmuggel) stammten, inszenierte Liman 1996 "Swingers". Die Komödie über Männerfreundschaften in Retro-Swingbars von L.A. basierte auf autobiografischen Erlebnissen von Drehbuchautor Jon Favreau (Regisseur der "Iron Man"-Blockbuster). 1999 gelang ihm mit "Go!" und Katie Holmes als Kassiererin ein ebenso spaßiger wie spannender Episodenfilm um eine ereignisreiche Nacht zwischen Bars und Drogendeals, deren Erzählstränge am Ende zusammenfinden. In beiden Filmen und in "Fair Game" führte Liman die wegen ihrer Beweglichkeit geschätzte Steadycam-Kamera.
Als Executive Producer war Liman für die Jugendserie "O.C., California" (FOX 2003-2007), für die er zwei Episoden inszenierte und die mit Teen Choice Awards ausgezeichnet wurde, die Sitcom "Arrested Development" (2003-2006, mit Jason Bateman), die neue "Knight Rider"-Serie (2008), die Agentenserie "Covert Affairs" (2010, mit Piper Perabo als CIA-Agentin) und den Thriller "Cry Wolf" (2005) verantwortlich. Für Nike inszenierte er Werbespots mit Tiger Woods.
1997 wurde Liman für "Swingers" mit dem MTV Movie Award als Bester Neuer Filmemacher ausgezeichnet.
Liman lebt in TriBeCa, New York, ist passionierter Pilot, Kletterer, Bergsteiger, Bootstour-Führer und engagiert sich unter anderem für Suchtkranke und HIV-Patienten. (geh)
GEBURTSDATUM: 24.07.1965
In der SciFi-Action "All You Need is Kill" soll Brad Pitt einen Soldaten spielen, der einen aussichtslosen Kampf gegen Aliens jeden Tag aufs Neue erlebt.
Dann schon lieber einem wetteransagenden Nagetier nachspüren?Als Bill Murray im Komödienhit "Und täglich grüßt das Murmeltier" auf mysteriöse Weise immer wieder denselben Tag erlebte, ging es nur um das Herz einer schönen Frau. Nun soll Brad Pitt ebenfalls in eine tägliche Zeitschleife geraten - allerdings muss er sich mit tödlichen Aliens herumschlagen!
Der Superstar soll nämlich die Hauptrolle in der Verfilmung des Romans "All You Need is Kill" aus der Feder des Japaners Hiroshi Sakurazaka spielen. In der SciFi-Action zieht ein Rekrut in eine aussichtslose Schlacht gegen außerirdische Invasoren. Doch jedes Mal, wenn er von den Aliens getötet wird, wacht er auf geheimnisvolle Weise am Morgen desselben Tags wieder auf. Mit jedem neuen Erleben der schicksalhaften 24 Stunden entwickelt der Titelheld seine Kampffähigkeiten weiter und versucht, sein Schicksal zu überlisten und irgendwann die Schlacht zu überleben.
Zwar hat Brad Pitt noch nicht fest für "All You Need is Kill" zugesagt, doch die Chancen für den Filmriesen Warner stehen gut: Als Regisseur ist Doug Liman an Bord, der Pitt bereits in "Mr. & Mrs. Smith" inszenierte - dem Film, dem Brad seine Lebensgefährtin Angelina Jolie verdankt!
Aus seinem Privatleben hat Brad Pitt in einer Talkshow nun überraschende Details verraten und unter anderem erklärt, warum er und Angelina Jolie die ersten Bilder ihrer Zwillinge Vivienne und Knox 2008 exklusiv verkauften:
"Wir wussten, dass auf die beiden ein regelrechtes Kopfgeld ausgesetzt war und dass die Paparazzi alles tun würden, um das erste Bild zu machen. Wir wollten dem von Anfang an einen Riegel vorschieben, damit das Geld, das mit den Bildern verdient wird, nicht an Menschen geht, die wir nicht respektieren. Natürlich ist es sehr seltsam, Fotos von etwas zu verkaufen, das so intim und persönlich ist - von den Menschen, die Du beschützen willst. Aber wir müssen ohnehin jeden Tag, wenn wir das Haus verlassen wollen, einen richtigen Fluchtplan entwerfen. Es ist wie 'Mission: Impossible' mit Ablenkungsmanövern und Doppelgängern."
Das Geld für die Fotos von Vivienne und Knox, etwa 14 Millionen Dollar, ging damals an die gemeinsame Stiftung der Superstars, die sich unter anderem für Ärzte ohne Grenzen und weltweite Kinderhilfsprojekte einsetzt.
Die CIA-Agentin Valerie Plame wurde zu einem Baueropfer des Irak-Kriegs. Regisseur Doug Liman schildert seine Perspektive des Polit-Skandals.
In "Fair Game" greift Doug Liman die wahre Geschichte der ehemaligen CIA-Agentin Valerie Plame und deren skandalöse Enttarnung auf und punktet mit Starbesetzung von Naomi Watts und Sean Penn.Mussten Sie bei dem brisanten Thema lange auf grünes Licht warten?
Wir haben das Projekt River Road Entertainment vorgeschlagen, und die Zusage kam umgehend. Ich bin mir nicht sicher, ob ich den Film bei langer Warterei überhaupt realisiert hätte. Produzent William Pohlad erhielt damals zahlreiche Drehbücher über Politik und die Bush-Administration und meinte, "Fair Game" sei das einzige gewesen, das sich auf Menschen konzentriere und deshalb auch noch in 100 Jahren relevant wäre. Dass dann die Schauspieler meiner Wahl einwilligten, ist das absolute Sahnehäubchen auf dem Kuchen.
Wie haben Sie Naomi Watts und Sean Penn überzeugt?
Nur durch das gute Drehbuch von Jez Butterworth und seinem Bruder John-Henry. Sie kannten Naomi und riefen sie an. Nach einem Tag hatte sie das Buch gelesen, und wir machten sofort einen Termin aus. Bei Sean Penn platzte ich mit meiner Anfrage für einen Low-Budget-Independent-Film mitten in die Phase vor der Oscar-Verleihung 2009, aber auch er kam schnell an Bord.
Was haben Sie von der wahren Geschichte 2003 mitbekommen?
So viel wie jeder Durchschnittsamerikaner, der Nachrichten guckt und Zeitungen liest. Erst als das Projekt in meine Hände geriet, habe ich mich intensiver damit beschäftigt und war von den Socken.
Wo lag der besondere Reiz?
Ich liebe Spione. Aber hier geht es um die wirklichen "Mr. & Mrs. Smith", um individuelle Zivilcourage, darum, dass jemand den Mund aufmacht und sich nicht scheut, den Präsidenten anzugreifen, der das Volk nach Strich und Faden belogen hat und seine Machtposition schamlos ausnutzte. Ich nehme keine Stellung zum Irak-Krieg, sondern feiere den Mut von Valerie Plame und Joseph Wilson. Egal ob man rechts oder links ist, Demokrat oder Republikaner, man sollte diesen Kämpfern für Gerechtigkeit Achtung entgegenbringen. Niemand spricht über Spione wie Valerie, die unbemerkt von den Medien arbeiten, in den gefährlichsten Situationen auf sich gestellt sind und für unsere Sicherheit ihr Leben riskieren. Und das alles bei schlechter Bezahlung und unter dem ständigen psychischen Druck, dass ihr Doppelleben auffliegt. Sie war ein NOC (non-official cover), so etwas wie ein James Bond der CIA, nur weniger spektakulär.
Wie hat sich Naomi Watts auf die Rolle vorbereitet?
Naomi brachte viel von Valeries Qualitäten ein, aber es fehlte irgendein Quäntchen. In Panik rief ich den Produzenten an, und wir schickten sie für zwei Tage in ein Trainingslager für Geheimagenten, wo sie bis zur Erschöpfung rennen, Schießübungen machen und in einem dunklen Raum Selbstverteidigung lernen musste. Sogar mit Dynamit konnte sie dann umgehen. Nach diesem Kurs wirkte sie sehr verändert, viel taffer.
Warum drehten Sie im gefährlichen Bagdad und nicht wie viele Ihrer Kollegen in Jordanien?
Mir kam es auf die winzigsten Details an, und in Außenaufnahmen mussten wir das wahre Bagdad zeigen, nicht ein Fake. Während der zwei Tage habe ich trotz schusssicherer Westen ständig vor Angst gezittert. Auch wenn das Einheimischen-Team mich zu beruhigen versuchte, dachte ich immer daran, was mir passieren könnte. Außerdem standen wir unter Zeitstress. Ein falscher Take konnte nicht wiederholt werden.
In welcher Form haben Sie mit den wahren Protagonisten zusammengearbeitet?
Natürlich stützen wir uns auf Valerie Plames Memoiren und Joseph Wilsons Buch, beide versorgten uns mit nützlichen Tipps und besuchten uns am Set, redeten uns aber nie rein. Sean Penn hat viel Zeit mit Joseph Wilson verbracht und sich alles haarklein berichten lassen, um dann tief in die Figur zu kriechen. Mit der genauen Recherche, der Authentizität und der Nachprüfbarkeit von Fakten steht und fällt die Glaubwürdigkeit des Films. Wir haben sogar mit anderen Spionen gesprochen. Ich erzähle die Geschichte aus der Sicht dieses ungewöhnlichen Paares, für mich der ehrlichste Weg und eine Möglichkeit, einiges in der Öffentlichkeit wieder zurechtzurücken und in Ordnung zu bringen. mk
Für den Agententhriller "Fair Game" musste Naomi Watts in ein Bootcamp. Ihr kurz zuvor geborenes Baby nahm sie einfach mit.
Da staunten die Ausbilder nicht schlecht!Es war ein verdammt seltsamer Anblick: Hollywood-Star Naomi Watts mit einem Baby auf dem einen Arm und einem Maschinengewehr im anderen. Zwar war die Waffe nur eine Übungsflinte und nicht echt, aber ihr Sohn Samuel dafür schon.
Zu der ungewöhnlichen Situtation kam es, weil Naomi Watts kurz nach Samuels Geburt im Dezember 2008 am Set des Agententhrillers "Fair Game" antreten sollte. Doch als Regisseur Doug Liman seine Hauptdarstellerin sah, verordnete er ihr erstmal ein hartes Trainingsprogramm. "Man sah mir die Schwangerschaft noch ziemlich an, als wir zu drehen beginnen sollten", berichtet Naomi Watts. "Doug sagte zu mir: 'Ok, Du bewegst Deinen Arsch jetzt erstmal in ein Bootcamp und bringst Dich in Form, Lady!'".
Naomi Watts nahm diesen Befehl gelassen entgegen und erinnert sich sogar gerne an ihr Training: "Es waren faszinierende Tage. Wer kann schon von sich behaupten, dass er gleichzeitig gestillt und eine Waffe nachgeladen hat?"
In "Fair Game" spielt Naomi Watts nach eine wahren Geschichte die CIA-Agentin Valerie Plame, deren Fall weltweit Schlagzeilen gemacht hat: Ihr Status als Undercover-Spionin wurde von konservativen Medien aufgedeckt, weil ihr Mann Joseph Wilson als Botschafter die Bush-Regierung angegriffen hatte. Wilson hatte im Rahmen seiner Tätigkeit berichtet, dass der Irak nicht wie vermutet Uran aus dem Niger bezogen hatte. Doch George W. Bush behauptete dies trotzdem. Daraufhin protestierte Wilson mit einem Artikel in der New York Times, der ein politisches Erdbeben auslöste. Durch den Racheakt konservativer Medien geriet Valeria Plames Leben in höchste Gefahr. "Fair Game" lief bei den Filmfestspielein in Cannes und kommt in Deutschland am 25. November ins Kino.

































