François Ozon

Portrait von François Ozon
François Ozon

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GEBURTSTAG:
15.11.1967 in Paris

LEBT IN:
Frankreich

Kurzinfo

Kaum ein anderer französischer Regisseur hat in seinem Werk die Schönheit und Sinnlichkeit, Erotik und Sexualität von Frauen so demonstrativ gefeiert und in visuelle Huldigungen übersetzt wie François Ozon, der innerhalb kurzer Zeit vom Wunderkind zum Regie-Star aufstieg. Ozons stilsichere und ungewöhnliche Liebes- und Familiengeschichten bedienen sich bekannter Erzählmuster, um sie desto subversiver zu unterlaufen und lustvoll zu zerstören. Das Neue, ...

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GEBURTSDATUM: 15.11.1967 | GEBURTSORT: FRANKREICH
Kaum ein anderer französischer Regisseur hat in seinem Werk die Schönheit und Sinnlichkeit, Erotik und Sexualität von Frauen so demonstrativ gefeiert und in visuelle Huldigungen übersetzt wie François Ozon, der innerhalb kurzer Zeit vom Wunderkind zum Regie-Star aufstieg. Ozons stilsichere und ungewöhnliche Liebes- und Familiengeschichten bedienen sich bekannter Erzählmuster, um sie desto subversiver zu unterlaufen und lustvoll zu zerstören. Das Neue, das durch Ozons Spiele mit Genremustern, gezielte Provokationen, produktive Leerstellen und eine ausgeklügelte Ästhetik entsteht, macht ihn zu einem Filmautor vom Rang eines François Truffaut, Claude Chabrol, Bertrand Tavernier, Pedro Almodóvar oder Rainer Werner Fassbinder.
Entdeckt wurde der 1967 in Paris geborene Ozon, der an der Filmhochschule FEMIS studierte, auf der Berlinale 2000 mit der Adaption eines nie aufgeführten Theaterstücks von Fassbinder: "Tropfen auf heiße Steine" ist ein Machtspiel um Gefühlsmanipulationen, das in einer Etagenwohnung der 70er-Jahre spielt, in der ein älterer Mann, sein Geliebter und zwei Frauen einen tragisch-grotesken Geschlechterkampf zelebrieren, einen bizarren Tanz um Lust und Liebe, den Ozon plötzlich mit der Choreographie des Schlagers "Tanze Samba mit mir" aufbricht. Der Film erhielt den Teddy-Award des Festivals. Noch vor diesem stilisierten Meisterstück hatte Ozon in der schwarzen Komödie "Sitcom" die idyllische Bürgerfamilie wie in einem Buñuel-Film seziert: Ein Mann erschießt seine Familie. Die Vorgeschichte der Tat zeigt, wie die bürgerlichen Masken brechen. Ebenso boshaft ist "Les amants criminels", eine schrille Mischung aus Märchen und Gangsterfilm, in der Hänsel und Gretel auf Bonnie & Clyde treffen.
Mit circa 15 Kurzfilmen hatte Ozon seinen Stil konsequent entwickelt, so mit "Une robe d'été" (Verführungen im Sommerurlaub) und "Regarde la mer" (Mord und Babyklau im Ferienhaus). Schon dort zeigte Ozon ein Faible für impressionistisch gefilmte Landschaftsaufnahmen, die all seine Filme durchziehen. Die Reihe seiner Meisterwerke setzte sich mit "Unter dem Sand" fort: Charlotte Rampling spielte eine Frau, deren Mann im Urlaub verschwindet und sich mit einer langen Zeit der Trauerarbeit konfrontiert sieht.
Mit "8 Frauen" gelang Ozon ein europaweit gefeierter Kassenerfolg und ein Besetzungscoup: Die französischen Diven Catherine Deneuve, Fanny Ardant, Danielle Darrieux, Emmanuelle Béart, Isabelle Huppert, Virginie Ledoyen, Ludivine Sagnier und Firmine Richard geben sich in dem artifiziellen Mystery-Musical als die Schönen der Nacht ein glamouröses Stelldichein, jede hat einen großen Auftritt mit eigenem Song und Tanz, jeder ist eine Farbe zugeordnet. Die französischen Damen erhielten auf der Berlinale 2002 den Silbernen Bären für die Beste Ensembleleistung. Die Story um den Mord am einzigen Mann in einem eingeschneiten Landhaus ist Huldigung an Hitchcock und George Cukor und spielt virtuos mit Rollenbildern von Frauen. Catherine Deneuve: "Ich bin nicht sicher, ob Ozon die Frauen mag. Aber auf jeden Fall liebt er Schauspielerinnen."
Ozons Entdeckung aus "Tropfen...", die blonde Ludivine Sagnier mit der sexy rauchigen Stimme, trifft in "Swimming Pool" als lebens- und sexhungrige Verlegertochter in einem Landhaus in der Provence auf die unter einer Schreibblockade leidenden englische Autorin Sarah (Charlotte Rampling), die durch die Erotik der jungen Frau und die sommerliche Atmosphäre ihre Kreativität wiederfindet. Was Ozon bestätigt: "Ich sehe das Filmemachen als Spiel, als Unterhaltung."
In "Fünf mal Zwei", der in Venedig 2004 Premiere feierte, erzählt der produktive Filmemacher "Szenen einer Ehe" in fünf Kapiteln rückwärts. Seine Hauptdarstellerin Valeria Bruni-Tedeschi verpflichtete er auch für seinen nächsten Film "Die Zeit, die bleibt", in dem er das sehr persönliche und intime Porträt eines unheilbar an Krebs erkrankten jungen Mannes zeichnet.
GEBURTSDATUM: 15.11.1967 | GEBURTSORT: FRANKREICH
Königlicher Berlinale-Auftakt 10.02.2012

Mit einem königlichen Drama und einem rauschenden Fest wurde die 62. Berlinale feierlich eröffnet - inklusive eines scharfen politischen Weckrufs!

Die Internationalen Filmfestspiele Berlin sind eröffnet!
Zum Auftakt wurde "Leb wohl, meine Königin!" von Benoît Jacquot als Weltpremiere gezeigt, in der die deutsche Schauspielerin Diane Kruger als Marie-Antoinette zu sehen ist, die von den Unruhen der Französischen Revolution erfasst wird. Neben Kruger waren auch die Schauspielerinnen Léa Seydoux und Virginie Ledoyen ins winterliche Berlin gereist, um ihren Film persönlich vorzustellen - für Schauwerte war also gesorgt bei der Eröffnung. Der Film kam gut an beim geladenen Premierenpublikum, es gab begeisterten Beifall für die anwesenden Macher des Films.
Ein Höhepunkt des Abends war auch die Präsentation der in diesem Jahr wieder sehr hochkarätigen Jury: Mike Leigh (Vorsitz), die Regisseure Francois Ozon und Anton Corbijn, der Vorjahres-Bärengewinner Asghar Farhadi, die Aktrice und Sängerin Charlotte Gainsbourg, die deutsche Schauspielgröße Barbara Sukowa, Hollywoodstar Jake Gyllenhaal sowie der der algerischen Schriftsteller Boualem Sansal. Eine anregende Zusammenstellung, die das Rätselraten um potentielle Bären-Gewinner in diesem Jahr umso spannender macht.
Anwärter gibt es in diesem Jahr 18 - darunter drei deutsche Regisseure - sie alle werden als Weltpremiere gezeigt. Jurypräsident Leigh schwärmte von der "intensiven Atmosphäre" der Berlinale - womöglich eine das schlechte Wetter die Menschen - und lobte Festivalchef Dieter Kosslick: "Er ist wahnsinnig innovativ und lustig. Wir werden hier viel lachen."
Eröffnet wurden die Filmfestspiele von Berlinale-Direktor Kosslick mit dem Jury-Präsidenten Mike Leigh, Kulturstaatsminister Bernd Neumann und dem Regierenden Bürgermeister von Berlin Klaus Wowereit. Kulturstaatsminister Neumann legte in seiner traditionellen Eröffnungsrede einen klaren politischen Schwerpunkt:
"Die Berlinale hat sich in den vergangenen Jahren immer wieder neuen Themen gestellt und uns mit anspruchsvoller Filmkunst und großem Kino wichtige Einblicke in die Welt ermöglicht. Nirgendwo sind Kino, Politik und Weltoffenheit derart beispielhaft vereint. Die Berlinale 2012 ist politischer denn je und steht ganz im Zeichen des Umbruchs und des Aufbruchs. Dank der vielen couragierten Filmemacher, Aktivisten und Künstler, denen die Berlinale in diesem Jahr ein Forum bietet, werden unverfälschte Bilder von den Ereignissen in Nordafrika und anderen Orten der Unfreiheit sichtbar. Ganz aktuell etwa in Syrien, deren Menschen darum unsere Solidarität gilt. Kunst und Kultur - und damit auch der Film - sind nicht nur Seismograph, sondern vor allem Motor gesellschaftlicher Umbrüche. Dies fürchten diktatorische Regime weltweit, und darum werden nach wie vor in Ländern wie Iran und China Künstler und Filmemacher gedemütigt, verfolgt, inhaftiert und mit Berufsverboten belegt."
Dabei hatte Neumann Künstler wie Jafar Panahi oder Ai Weiwei im Blick. Er forderte weiter: "Deshalb ist es wichtig, dass auch auf der Berlinale, dem größten Zuschauerfilmfestival der Welt, Flagge gezeigt wird für Menschenrechte und für die Freiheit der Kunst. Denn Demokratie braucht Kultur und Kultur braucht Freiheit."
Durch die Eröffnung führten Anke Engelke und Dieter Kosslick gewohnt charmant im deutsch-englischen Mix. Bereits zum sechsten Mal, so dass Engelke scherzhaft vom "Sixth Year Itch", dem verflixten sechsten Jahr, sprach.
Zum Berlinale-Auftakt versammelte sich die deutschen Filmschaffenden nahezu vollzählig, auch allerlei Politprominenz ließ sich wie gewohnt auf dem Hauptstadtevent blicken.
Die Berlinale läuft bis 19. Februar. In den diversen Sektionen des Festivals laufen in diesem Jahr nicht weniger als 385 Filme - darunter 87 mit deutscher Beteiligung! Dazu kommen 750 Filme, die auf dem European Film Market gezeigt werden.
Prominentester Gast ist Superstar Angelina Jolie, die ihr Regiedebüt "In the Land of Blood and Honey" über eine Liebe im Bosnienkrieg über die Feindeslinien hinweg vorstellt.
"Frauen sind aufregender - sie kämpfen!" 30.03.2011

Frankreichs Regie-Star François Ozon über den langweiligen Nicolas Sarkozy, den Berserker Gérard Depardieu und seine Vorliebe für Frauenfiguren.

Mit seiner Komödie "Das Schmuckstück" mit Frankreichs Superstars Catherine Deneuve und Gérard Depardieu knüpft François Ozon an seinen Erfolg "8 Frauen" an und zieht süffisant den Bogen von den Siebzigerjahren bis zum heutigen französischen Politzirkus.
Konnten Sie hier mal wieder so richtig Ihrer Nostalgielust frönen?
FRANÇOIS OZON: Nostalgie ist ein großes Wort. Für mich gehören Kostüme, Farben, Ausstattung und auch die Chansons zu meiner Kindheit. Es war ein Riesenvergnügen, mit "Das Schmuckstück" diese Periode und ihre ganz spezielle Musik wiederzuentdecken. Die Handlung in den Siebzigerjahren erlaubt eine Distanz. Durch den Blick zurück können wir auch die heutige gesellschaftliche Situation unter die Lupe nehmen, ohne in Ernst abzudriften. Ich kann politische Spitzen und Botschaften viel besser in eine Komödie verpacken, das kommt eher bei den Leuten an. Und nachdem meine letzten Filme dem Publikum nicht unbedingt Spaß gemacht haben, hatte ich Lust, mal wieder in die Vollen zu gehen und mit bissigem Humor zu unterhalten.
Warum haben Sie das Angebot Ihrer Produzenten, der Brüder Altmayer, abgelehnt, einen Film über die Wahl von Nicolas Sarkozy zu drehen?
Sogar mit François Cluzet in der Hauptrolle! Aber Sarkozy füllt schon das tägliche Fernsehprogramm. Mich interessiert er nicht als Figur und schon gar nicht als Kinoheld. Spannender hätte ich da schon einen Film über seine Frau Cécilia gefunden, wie die ihren Gatten im Stich gelassen hat, als er Präsident wurde, das hat schon einen haut-gôut.
Filme über Frauen haben es Ihnen ohnehin angetan.
Warum sollte ich einen Film über Männer machen? Die sitzen fett in ihren Positionen und bewegen sich keinen Deut. Frauen sind weniger privilegiert und müssen noch kämpfen, sich permanent ändern. Ich halte es für aufregender, wenn der Charakter eine Wandlung und Entwicklung durchmacht.
Mit Catherine Deneuve und Gérard Depardieu holten Sie sich das Powerpaar des französischen Films vor die Kamera. Hatten Sie keine Angst?
Überhaupt nicht. Es war die Erfüllung eines Traums, ich bin mit den beiden groß geworden. Die beiden wussten, worauf sie sich einließen, und hatten einen Riesenspaß beim Dreh. Catherine war von Anfang an in das Projekt eingebunden, sie scheut kein Risiko.
Mussten Sie da noch Regie führen?
Auf jeden Fall, auch wenn sie sich nach sieben gemeinsamen Filmen wie bei einem alten Liebespaar souverän die Bälle zuspielen. Auf Gérard Depardieu muss man immer ein Auge werfen, wenn der einmal loslegt, ist er ein kaum zu bändigender Berserker.
Bisher haben Sie sich noch nie an einen so berühmten männlichen Star getraut.
Er ist für mich der größte französische Schauspieler. Ich wollte ihn schon im Jahr 2000 für die Fassbinder-Adaption "Tropfen auf heiße Steine" engagieren, aber Freunde und Bekannte rieten mir, die Idee aufzugeben, der Film sei zu textlastig für Gérard. Ehrlich gesagt, ich war vielleicht auch noch nicht gefestigt genug, mich an ihn heranzuwagen. Jetzt gefiel ihm die Rolle des Kommunisten und ehemaligen Gewerkschaftsführers mit romantischen Gefühlen und er zeigte viel Sympathie für den Mann. Gérard kennt alle Politiker der Welt von Castro bis hin zu den schlimmsten Diktatoren im Osten. Es amüsierte ihn, so einen Kerl zu verkörpern. Am Set ist er ein geniales Monster.
Ist "Das Schmuckstück" ein feministisches oder ein politisches Statement?
Die Frage stelle ich mir nicht. Vielleicht treffe ich ins Schwarze, viele Frauen bedanken sich nach dem Film. "Das Schmuckstück" ist vielleicht insofern feministisch, weil sich die anfänglich sehr bürgerliche Hausfrau emanzipiert, ich bin immer noch erstaunt, wie panisch manchmal die Umwelt reagiert, wenn eine Frau die Macht übernimmt - der Fortschritt - oft nicht mehr als ein paar Trippelschrittchen.
Sie gehen sehr zärtlich mit Ihren Protagonisten um.
Ich fand es sehr bewegend, dass Leute mit über 60 Jahren noch eine Liebesgeschichte leben, sogar für Fabrice Luchini als verstocktem Firmenchef fühlte ich eine gewisse Zärtlichkeit. Vielleicht habe ich mit zunehmendem Alter mehr Verständnis für Menschen.
Unverfilmbare Popcorn-Atombombe 15.05.2009

Die Bild Zeitung macht die neue Dan-Brown-Verflilmung "Illuminati" zum Blockbuster-Thriller des Jahres, doch nicht alle Kritiker teilen diese Meinung.

An "Illuminati", der zweiten Verfilmung eines Dan-Brown-Romans nach "The Da Vinci Code - Sakrileg", kommt derzeit keiner vorbei, auch nicht die deutschen Filmkritiker.
Und in Ermangelung einer konkurrenzfähigen Großproduktion in dieser Startwoche hat die Bild Zeitung Ron Howards effektreichen Thriller zum Meisterwerk erkoren: "Der Blockbuster-Thriller des Jahres! Eine Popcorn-Atombombe an Rätseln, Mythen, Vatikan-Geheimnissen und Spannungs-Spaß. Der beste Vatikan-Thriller, den es je gab."
Auch Susan Vahabzadeh von der Süddeutschen Zeitung ist angetan, vergleicht die beiden Verfilmungen miteinander: "Das hier wirkt eleganter, weniger hingebogen, organischer als im 'Sakrileg'. Die Geschichte ist viel besser organisiert und straff erzählt, und die Nebenfiguren bekommen tatsächlich etwas zu spielen."
Dass längst nicht alles Gold ist, was in "Illuminati" glänzt, behauptet jedoch Peter Körte in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung: "Es sind dann 140 zähe Minuten, die den Effekt haben, das Spekulative, das Geheimnisvolle, das auf den Buchseiten noch lockt, restlos in der Sichtbarkeit und den Schauwerten einer Großproduktion verschwinden zu lassen. Die Romane von Dan Brown sind im Grunde nicht verfilmbar. Das ist, als sollte man sie ein zweites Mal lesen, was vermutlich niemand freiwillig tut."
Ebenfalls frisch aus Hollywood kommt "High School Musical"-Star Zac Efron mit "17 Again". Doch die Körpertausch-Komödie findet nur wenig Beifall. So konstatiert Welt kompakt kurz und knapp: "Der Film ist nur ab und an witzig - und ansonsten eher ein gelacktes Pubertätsdrama." Auch Philipp Bühler von der Berliner Zeitung hat schon bessere Filme gesehen:
"Wie so oft wickelt Hollywood eine gute Idee in papierene Stereotype und ertränkt sie in Lieblosigkeit. Die Regie von Burr Steers ('Igby') ist ganz zugeschnitten auf Zac Efron, seit 'High School Musical' eines jener Teen-Idole, die Mädchen in aller Welt zum Kreischen bringen." Wenigstens Rupert Sommer von der Münchner Abendzeitung scheint sich ganz gut amüsiert zu haben: "Die von Burr Steers flott inszenierte Teeniekomödie ist gut besetzt, punktet mit originell eingeflochtenen Film-Referenzen auf Popkultur-Klassiker wie 'Star Wars'."
Selbst Arthouse-Filmemacher und Feuilleton-Liebling François Ozon kommt dieses Mal nicht ungeschoren davon. So urteilt der filmdienst über "Ricky": "Der Film spielt zunächst geschickt den Reiz der Themenkollisionen aus, doch schon bald machen die kapriziösen Genreübungen die sorgfältig etablierte Konstellation zwischen sozialrealistischem Drama und fantastischen Elementen zunichte. Ausflüge ins Komödiantische geraten klamottig und albern, bevor der Film auch noch zur mystischen Abhandlung über das heilige Wunder der Mutterschaft gerinnt."
Katja Lüthge von der Frankfurter Rundschau weiß zumindest, warum der Film die Kritiker schon bei seiner Uraufführung auf der Berlinale in zwei Lager spaltete: "Während die einen von haltlosem Kitsch oder willen- und ziellosem Blödsinn sprachen, zeigten sich andere schwer gerührt von der in der Tat interpretationsoffenen Familiengeschichte." Zu letzterer Sorte gehört wohl Norbert Wehrstedt von der Leipziger Volkszeitung: "'Ricky' ist eine unerhörte, wunderbar leichte, heitere Fliegerei. Ein Kino der impressionistischen Farben, das vor spielerischem Übermut geradezu Kobolz schlägt. Mit einem Taschentuch-Finale, das ein wirklicher Schluss ist. Überwältigend! Grandios! Nicht verpassen!"
GEBURTSDATUM: 15.11.1967 | GEBURTSORT: FRANKREICH
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