James Marsters
GEBURTSTAG:
20.08.1969
20.08.1969
Kurzinfo
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Schon als TV-Vampir Spike kriegte James Marsters den Hals nicht voll. Jetzt will er in "Dragonball Evolution" die Welt vernichten.
Männer fanden ihn cool, Frauen sehnten sich nach Sex mit dem Hauch des Todes. Spike war der Vampir für alle Fälle, bescherte James Marsters eine Popularität, für die viele Kollegen ihr Blut geben würden."Ich bin ein Schauspieler aus dem Regionaltheater, der Glück hatte, weil er zufällig eine tolle Rolle fand", kommentiert der Kalifornier das anfangs unscheinbare Engagement, auf dem er eine Karriere aufbaute. Bevor das braune Haar peroxid-blond wurde, er dauerhaft auf Diät war, weil fette Vampire selten gesichtet und nicht als Sexsymbole tauglich werden, schuf Marsters die Grundlagen für eine Rolle, in der er gefährlich, charmant, arrogant, melancholisch, wütend, sarkastisch, sogar verliebt und verletzlich sein konnte.
Mit zwei Geschwistern wuchs er in Modesto auf, "war ein ziemlich anständiger Junge", bevor er 15 wurde und den Punk entdeckte. Trotzdem hatte der Sohn eines Pfarrers und einer Sozialarbeiterin in Schauspielkursen in Kalifornien die Rebellion im Griff, bevor es an der Ostküste, auf der renommierten Jiulliard School, zur Kollision mit dem Kollegium kam.
Nach Rauswurf und wilden Jahren in New York, in denen er von Dieben in Queens und einem Messerhelden in Harlem attackiert wurde, zog James mit Liane Davidson, einem Mädchen aus Modesto, nach Chicago. Dort sorgte er nackt in William Shakespeares "Der Sturm" für frischen Wind. Robert Fall, noch heute künstlerischer Leiter am Goodman Theatre, "fesselte mich an ein Wagenrad wie in Da Vincis berühmter Zeichnung, und man konnte eine Flut von Operngläsern klicken hören..."
Trotz dieses Schauspiels blieb langfristig der Erfolg aus, so ging Marsters, mittlerweile verheiratet, 1990 nach Seattle, gründete mit Davidson die New Mercury Theatre Company, spielte Shakespeare und 1996 seine Lieblingsrolle Macbeth, bevor er, gerade Vater geworden, nach Los Angeles zog. Sein Ehe ging ein Jahr später in die Brüche, gleichzeitig aber belebte der untote Spike seine Karriere.
"Alles, was ich wollte, war eine saubere Opferquote und ein guter Tod", witzelte er später über seinen für wenige Folgen geplanten Auftritt in "Buffy - Im Bann der Dämonen". 97 Episoden später hatte der Billy-Idol-Klon Spike seine Buffy gejagt, geliebt und in seiner dunkelsten Stunde zu vergewaltigen versucht, bevor er den Opfertod fand und für den Ableger "Angel - Jäger der Finsternis" auferstand.
Eine vergleichbar fordende Rolle fand Marsters im Kino nach dem Kurzdebüt in "Haunted Hill" nie. In Unterwäsche und Bademantel von einem Monster gejagt, geriet er in "Dark Shadows" in einen Low-Budget-Albtraum, tröstete in "P.S. Ich liebe dich" als bester Freund von Gerard Butler dessen Witwe Hilary Swank, lässt jetzt aber als Lord Piccolo in der Manga-Verfilmung "Dragonball Evolution" menschliche Züge vermissen, was für einen grünhäutigen Dämon aber nur natürlich ist.
Außerirdisch arrogant, wie als Brainiac in bisher 13 Folgen von "Smallville", wirkt Marsters in Interviews und in seiner Zweitkarriere als Singer-Songwriter nie. Als Frontman der kurzlebigen Band "Ghost of the Robot" spielte er eine CD ein, als Solokünstler zwei weitere Alben und zupfte mit Sohn Sullivan zuletzt die Gitarre im selbst komponierten YouTube-Clip "Moonshot".
Durch "Ghost of the Robot" lernte er 2005 backstage einen großen Fan kennen. Heute ist die über 20 Jahre jüngere Deutsch-Pakistanerin in seinem Song "Patricia" verewigt und lacht auch privat über den Humor, den Marsters in Interviews unter Beweis stellt. Selbst bei schrägen Fragen wie dieser, ob er für 1000 Dollar eine Tarantel essen würde: "Zum Teufel ja, soll sie sich zur Abwechslung einmal selbst fürchten."
































