Jeff Bridges
REALER NAME:
Jeffrey Leon Bridges
GEBURTSTAG:
04.12.1949 in Los Angeles, Kalifornien
LEBT IN:
USA
Jeffrey Leon Bridges
GEBURTSTAG:
04.12.1949 in Los Angeles, Kalifornien
LEBT IN:
USA
Kurzinfo
Jeff Bridges, Sohn des Schauspielers Lloyd Bridges, absolvierte als Achtjähriger mit seinem Vater erste TV-Auftritte, bevor er sich dem Schauspielstudium bei Uta Hagen unterzog und selbst zum Top-Mimen aufstieg.Als einer der verlässlichsten, konzentriert und scheinbar schwerelos in den unterschiedlichsten Rollen arbeitenden Haupt- und Nebenrollendarsteller und vorzüglicher Ensemblespieler zählt er zu den stärksten Kräften des New-Hollywood.
Bridges' Spannbreite reicht vom einfältigen ...
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GEBURTSDATUM: 04.12.1949 | GEBURTSORT: USA
Jeff Bridges, Sohn des Schauspielers Lloyd Bridges, absolvierte als Achtjähriger mit seinem Vater erste TV-Auftritte, bevor er sich dem Schauspielstudium bei Uta Hagen unterzog und selbst zum Top-Mimen aufstieg.Als einer der verlässlichsten, konzentriert und scheinbar schwerelos in den unterschiedlichsten Rollen arbeitenden Haupt- und Nebenrollendarsteller und vorzüglicher Ensemblespieler zählt er zu den stärksten Kräften des New-Hollywood.
Bridges' Spannbreite reicht vom einfältigen Jungen bis hin zum Konzernboss "Tucker", gebrochenem DJ ("König der Fischer") oder Liebhaber und Barpianist ("Die fabelhaften Baker-Boys").
Er erhielt fünf Oscar-Nominierungen (1972 "Die letzte Vorstellung", 1975 "Die Letzten beißen die Hunde", 1985 "Starman", dafür auch Golden-Globe-Nominierung, 2000 "Rufmord" und "Crazy Heart") und wurde 1990 zum männlichen Star des Jahres ("National Association of Theatre Owners") gewählt. Dem folgte 1993 der "IFP/Spirit Award" für "American Heart", den ersten Film in eigener Produktion ("Asis Productions"). 1988 wurde er als zu diesem Zeitpunkt jüngster Schauspieler mit einer dreiwöchigen Retro im Londoner National Film Theatre geehrt.
Neben seiner Karriere als Schauspieler engagiert sich das Multitalent auch als Musiker, Komponist, Sänger, Maler und Fotograf. Berühmt sind beispielsweise seine Schnappschüsse von Dreharbeiten. Mit Bruder Beau Bridges spielte er in "Die fabelhaften Baker-Boys" und auch mit Vater Lloyd war er mehrfach auf der Leinwand zu sehen (u.a. in "Blown Away").
Zu Bridges' herausragenderen Rollen der letzten Jahre zählen "The Dude" Lebowski in "The Big Lebowski" von den Coen-Brüdern, der Psychiater Dr. Mark Powell, der sich in "K-Pax" mit dem mysteriösen Prot (Kevin Spacey) konfrontiert sieht und von ihm die Wichtigkeit der eigenen Familie lernt, sowie der Besitzer des titelgebenden Rennpferdes in "Seabiscuit", wie in "Tucker" ein sympathischer Autobauer, der hier jedoch unter dem Unfalltod seines Sohnes und der nachfolgenden Scheidung von seiner Frau leidet.
Zu Hochform lief Bridges in seiner subtilen Charakterdarstellung des um seine toten Söhne trauernden Buchautors und -illustrators Ted Cole in der John-Irving-Verfilmung "The Door in the Floor" auf, die er auch mitproduzierte.
Der schon 1994 mit einem Stern auf dem Walk of Fame geehrte Bridges erhielt für seine Darstellung des demokratischen US-Präsidenten Jackson Evans in "Rufmord - Jenseits der Moral" (2000; klare Anspielung auf den Clinton/Lewinsky-Skandal) seine vierte Oscar-Nominierung. 2005 setzte Kultregisseur Terry Gilliam in "Tideland" wieder auf zwielichtige Typen, was Bridges, der in dem Film mit seiner Tochter zu seinen Wurzeln in Texas zurückkehrte, hervorragend umzusetzen verstand.
Als raubeiniger Trainer in einer Turnakademie war er ein Jahr später in "Rebell in Turnschuhen" zu sehen und 2008 gehörte Jeff Bridges neben Robert Downey jr. und Gwyneth Paltrow zur großartigen Besetzung der Comic-Adaption "Iron Man". Der Marvel-Verlag erteilte Jon Favreau den Regieauftrag und trotz zuerst verhaltener Stimmen bewies dessen Cast-Entscheidung ein äußerst gelungenes Zusammenspiel.
In der Militärsatire "Männer, die auf Ziegen starren" glänzt er als Hippie-Kommandant und sein eindringliches Spiel als Country-Veteran auf der Suche nach der letzten Chance in "Crazy Heart" bescherte ihm die fünfte Oscar-Nominierung - und endlich auch die begehrte Auszeichnung, die er sichtlich gerührt unter stehenden Ovationen entgegennahm.
Seit 1977 ist Jeff Bridges mit Susan Geston zusammen. Mit ihr hat er drei Töchter: Isabelle, Jessica und die 1987 geborene Hayley.
GEBURTSDATUM: 04.12.1949 | GEBURTSORT: USA
Oscar-Gewinner Jeff Bridges ist stolz, dass er wie seine Figur im Kultfilm "The Big Lebowski" als "Dude" angesprochen wird - und verrät Details zu dessen Kleidung.
Mann, nicht auf den Teppich!Der "Dude" ist Kult und machte Jeff Bridges unsterblich. Wegen seines Auftritts der schrägen Satire "The Big Lebowski" um einen Alt-Hippie, der von Geldeintreibern mit einem Millionär verwechselt wird, wird Bridges von vielen Fans nicht mit seinem wirklichen Namen, sondern mit dem der Kultfigur angesprochen.
Doch der oscarprämierte Edelmime ist deswegen nicht etwa beleidigt - er empfindet das sogar als Auszeichnung: "Ich mag es sehr, wenn mich Leute auf der Straße 'Hey Dude!' rufen, ich liebe diese Verbindung", erklärt Jeff Bridges. "'The Big Lebowski' ist einer meiner Lieblingsfilme, völlig unabhängig davon, ob ich selbst darin mitspiele oder es nicht getan hätte. Es ist ein wunderbarer Film und eine Ehre für mich, dass ich dabei sein durfte."
Tatsächlich identifiziert sich Jeff Bridges, der nach dem Erfolg von 1997 eine ganze Reihe exzellenter Leistungen ablieferte und für "Crazy Heart" schließlich auch den längst fälligen Oscar gewann, immer noch voll mit dem Film, der ihm den kommerziellen Durchbruch brachte: "Der Dude ist immer noch bei mir, ich trage den Mantel des Dude mit großem Stolz!"
Das ist übrigens durchaus wörtlich zu nehmen. Denn wie Jeff Bridges jetzt verraten hat, teilt er einige modische Vorlieben mit dem Dude: "Viele seiner Klamotten waren von mir", so Bridges. "Denn die richtige Kleidung ist eine der ersten Fragen für mich, wenn ich mich mit einer Rolle beschäftige. Also bin ich damals meinen Kleiderschrank durchforstet und hab da diese seltsamen Sandalen gefunden, dazu verschiedene T-Shirts. Das habe ich dann einfach für den Film benutzt."
Zuletzt zeigte sich Jeff Bridges als meditativer Spiele-Erfinder in "Legacy", der Fortsetzung zu seinem Kult-ScienceFiction "Tron" und - erneut oscarnominiert - im Western-Remake "True Grit", das wie "The Big Lebowski" von den Coen-Brüdern inszeniert wurde. Demnächst steht Bridges vor der Kamera für den Schocker "The Seventh Son" um einen Teufelsaustreiber im 18. Jahrhundert.
Und doch wird er für immer irgendwie "Der Dude" bleiben?
Sollte 'Marshal' Jeff Bridges zum zweitenmal Colin Firth den Oscar vor der Nase wegschnappen, hätte er dabei keine Schuldgefühle.
Obwohl er Konkurrent Colin Firth in "The King's Speech" bewundert - den Oscar will Jeff Bridges auch in diesem Jahr selbst abräumen.Im letzten Jahr triumphierte Jeff Bridges mit "Crazy Heart" bei den Oscars über Colin Firth, der für "A Single Man" nominiert war. Die Geschichte soll sich Ende des Monats wiederholen, zumindest, wenn es nach Bridges geht.
Er ist für seine Leistung als schieß- und trinkfreudiger Marshal in "True Grit" nominiert und Colin Firth, weil er "The King's Speech" so grandios gehalten hat. Und wenn es tatsächlich schon wieder "And the Oscar goes to ... Jeff Bridges" heißt? "Dann werde ich mich kaum schuldig fühlen", lacht der 61-jährige. Man hat ja auch was davon: "Der Gewinn des Oscars war in ganz anderer Richtung hilfreich", erzählt Bridges, "Ich nehme gerade ein Album mit T-Bone Burnett auf. Das hat sich direkt aus dem Erfolg von "Crazy Heart" ergeben.
Wenn der Oscar für "Crazy Heart" bei einer Extra-Karriere als Sänger hilft - was um Himmels Willen plant Jeff Bridges dann mit einem für "True Grit"? Nun, es könnte ja auch gut sein, dass der lachende Dritte oder Vierte das Rennen macht, während alle auf Bridges und Firth schauen. Javier Bardem für "Biutiful" ist ebenso ein heißer Kandidat und James Franco für "127 Hours" sowieso.
Aber Trommeln gehört zum Geschäft. "Ein Teil meines Berufes ist es, ein Jahrmarktschreier zu sein", sagt Jeff Bridges. "Wenn du soviel Kraft in einen Film gesteckt hast, dann willst du ja auch, dass ihn die Leute ansehen." An den zahlreichen Promotion- und Werbeterminen stört ihn nur eines:
"Es tut mir sehr leid, dass mir so viele Filme entgehen. Aber die, die ich gesehen haben, waren fantastisch. "The King's Speech" beispielsweise ist wundervoll!" Faire Geste.
Die Verleihung der Oscars 2011 findet am 27. Februar im Kodak Theatre in Los Angeles statt.
Die Macher von "Tron: Legacy" über den Fan-Impuls zu Teil 2, die Grenzen von 3D, eine Tekkie-Generation und Ben Affleck als Vorkoster.
"Tron: Legacy" ist ein Film, wie man ihn im Kino noch nie gesehen hat. Regisseur Joe Kosinski gibt mit dem Sequel des Klassikers von 1982 sein Filmbebüt. Produzent Sean Bailey wurde im Verlauf der Produktion zum Produktionspräsidenten der Disney Studios ernannt.Hätten Sie den Film machen können, wenn Jeff Bridges abgesagt hätte?
SEAN BAILEY: Wir wollten ihn von Anfang haben und haben noch nicht einmal darüber nachgedacht, was passieren würde, wenn er abgewunken hätte.
JOE KOSINSKI: Wir hatten ein gutes Gefühl. Jeff war schon vor drei Jahren bei dem Leinwandtest dabei, mit dem wir prüfen wollten, ob und wie die Welt von "Tron" 30 Jahre nach dem Original aussehen könnte. Davon hing ab, ob man den Film überhaupt machen würde. Es gab noch nicht einmal ein Drehbuch. Ich bin mir nicht sicher, ob ich Interesse daran gehabt hätte, einen "Tron"-Film ohne Jeff zu drehen.
SB: Bei unserem ersten Meeting mit Disney hatten wir folgende Bedingungen: Die Leinwand muss aussehen, wie noch nie zuvor eine Leinwand aussah. Wir müssen Tron haben. Und wir müssen die Lichtmotorräder haben. Da waren sich alle schnell einig.
Der Film bietet eine sehr düstere Vision, ein dunkles Universum. Wie verträgt sich das mit der aktuellen Philosophie Disneys, verstärkt auf Family Entertainment und die eigene Marke zu setzen?
JK: Für mich war das nie ein Thema. Ich habe die Testaufnahmen damals ohne jegliche äußere Einflussnahme exakt so gedreht, wie ich mir diese Welt vorgestellt habe. An unserer Vision wurde nie gerüttelt. Genau das wollte das Studio. Man hat mich im Gegenteil ermutigt, meine Vision nach allen Möglichkeiten auszureizen. Das war eine starke Ansage. Rückblickend glaube ich, dass es sehr hilfreich war, so früh diese Aufnahmen machen zu dürfen. Sie haben den Film definiert.
SB: Im Lauf der Studiogeschichte hat Disney immer wieder überraschend mutige Entscheidungen getroffen. Das lässt sich zurückverfolgen bis zum ersten Realfilm des Studios, "20.000 Meilen unter dem Meer" von 1954, den Walt Disney selbst produzierte: Mit James Mason einen der großen Antihelden dieser Zeit als Kapitän Nemo zu besetzen, war ziemlich unkonventionell, ein echtes Risiko. Er wurde damals gefragt, wie er, dessen Name für liebenswerten Zeichentrick mit Tieren und Märchenfiguren stand, einen solchen Film machen könne. Seine Antwort war großartig: "Die Filme werden den Namen definieren - nicht umgekehrt." Dem Studio war an der Vater-Sohn-Geschichte gelegen, aber sonst hatten wir freie Hand.
Wird es eine Zukunft des Kinos ohne dreidimensionale Filme geben?
SB: Davon bin ich - und da spreche ich auch als Produktionspräsident des Studios - fest überzeugt. Ich sehe 3D als Werkzeug, das Filmemacher einsetzen können - oder eben nicht. Filme wie "Avatar", "Alice im Wunderland" oder eben "Tron: Legacy" lassen sich dreidimensional noch viel intensiver erleben. Da ergibt 3D Sinn. Aber muss deshalb künftig jeder Film in 3D sein? Ich glaube nicht.
JK: Wir müssen die Berührungsängste verlieren. Wir beherrschen die Technologie, und wir entscheiden, wie wir sie nutzen können. Entscheidend ist, dafür Sorge zu tragen, dass das Kinoerlebnis auch weiterhin etwas Einzigartiges ist. Die Konkurrenz immer besserer Anlagen zu Hause ist groß. Dem muss man etwas entgegensetzen. 3D ist kein Endpunkt: Technologisch wird sich in den nächsten Jahren viel tun, neue Soundsysteme, neue Projektoren, neue Kameras, und alles wird dazu beitragen, dass die Menschen weiter ihre hart verdienten Dollars im Kino ausgeben wollen.
Der originale "Tron" hinterließ zunächst weder kulturell noch kommerziell einen großen Eindruck. Erst in den letzten Jahren ist er zu einer Art kulturellem Meilenstein erklärt worden - und hat eine Fortsetzung ermöglicht. Woran liegt das?
SB: Er war seiner Zeit um 15 oder 20 Jahre voraus. Ganz eindeutig. Die Gesellschaft hat erst einmal eine Weile gebraucht, um die damaligen Ideen und Vision zu verinnerlichen. Das ist einer der Gründe, warum jetzt der richtige Zeitpunkt war, sich wieder mit dem Thema zu befassen.
Selten ist ein Film so umfassend und über eine so lange Zeit vermarktet worden wie "Tron: Legacy". Kann man ein kulturelles Phänomen mit purer Werbepower erschaffen?
SB: Ich würde es dem Zeitgeist zuschreiben. "Tron" hinterließ einen bleibenden Eindruck bei den Unter-Fünfzehnjährigen, von denen viele heute im kulturellen Sektor am Drücker sind. Ich habe ihn gesehen, als ich zwölf war, Joe war acht. Daft Punk, die uns die Musik und das Soundkostüm geschrieben haben, haben ihn als Kids gesehen und sind enorm beeinflusst von ihm. Wir sind die Generation, die mit Technologie groß geworden ist und keine Berührungsängste hat.
JK: Die Vermarktung wurde gar nicht von uns initiiert. Eigentlich sollte der Testfilm, den wir auf der Comic-Con zeigten, gar nicht an die Öffentlichkeit kommen. Aber danach gab es einfach kein Zurück mehr.
SB: Nicht einmal hinter dem Comic-Con-Screening steckte eine Strategie. Die Entscheidung fiel ganz spontan, zwei Tage davor. Es hätte auch in die Hose gehen können: Wenn das Publikum negativ reagiert hätte, gäbe es den Film heute nicht.
In unserer Zeit bleibt es nicht aus, dass zahllose Fanblogs einen Film wie "Tron" mit dem Mikroskop beäugen. Skeptisch wurde auf die Meldung reagiert, Sie hätten wenige Monate vor Fertigstellung noch Leute von Pixar an Bord geholt, um das Drehbuch zu bearbeiten.
SB: Ich habe noch nie an einem Film gearbeitet, bei dem man sich nicht den Rat befreundeter Filmemacher geholt hätte. Man zeigt ihnen den so weit fertig gestellten Film und holt sich deren ehrliche Meinung ein. Wir haben "Tron: Legacy" zunächst David Fincher und Ben Affleck gezeigt. Und als sich die Jungs von Pixar interessiert zeigten, haben auch sie ihn gesehen. Daran ist nichts Ehrenrühriges. Alles ist erlaubt, wenn es einen Film besser macht. Es wäre allerdings absurd zu glauben, dass man zu diesem Zeitpunkt noch einschneidende Änderungen hätte vornehmen können. Der Film war bereits gut. Und wir haben ihn noch besser gemacht.
Colin Firth sorgt als Stotter-Monarch in "The King's Speech" für 12 Oscar-Chancen, Jeff Bridges im Western "True Grit" für 10. "Black Swan" enttäuscht.
Königlicher Zungen-Akrobat gegen Western-Veteran mit Augenklappe.Das sind Helden, wie Hollywood sie liebt: Colin Firth glänzt im wundervollen Historienfilm "The King's Speech" als englischer König George VI, der den Thron nie wollte, weil er schlimm stottert, und dann doch am Vorabend des Zweiten Weltkriegs Britannien auf den Kampf gegen Hitler einschwören soll. Die gefühlvoll inszenierte Antihelden-Geschichte wurde von der Academy of Motions Picture Arts and Sciences für sage und schreibe 12 Oscars nominiert - und ist damit sicher auch der Favorit auf die Auszeichnung als bester Film.
Dahinter folgt der neue Streich der Academy-Lieblinge Joel und Ethan Coen, die zuletzt mit "No Country for Old Men" abgeräumt hatten. Ihr Remake des John Wayne-Klassikers "Der Marshall" unter dem Titel "True Grit" bringt es für die Verleihung am 27. Februar auf insgesamt 10 Nominierungen. Darunter selbstverständlich auch Jeff Bridges, der in die offensichtlich doch nicht unausfüllbaren Fußstapfen von John Wayne tritt.
Trotzdem gilt Colin Firth als Favorit auf den Oscar für den besten Hauptdarsteller, nicht zuletzt da Bridges erst letztes Jahr den Oscar für "Crazy Heart" gewann. Bestenfalls Außenseiterchancen haben Jesse Eisenberg als Facebook-Gründer in "The Social Network", James Franco als Outdoor-Freak in "127 Hours" und Javier Bardem in "Biutiful", dessen Film auch als Favorit in der Kategorie Bester nicht-englischsprachiger Film gehandelt wird - ein deutscher Beitrag ist dort diesmal leider nicht nominiert.
Als Gewinner dürfen sich zudem schon jetzt das Facebook-Drama "The Social Network" und Christopher Nolans SciFi-Verwirrspiel "Inception" mit 8 Nominierungen zählen. Das Box-Drama "The Fighter" mit Mark Wahlberg und Christian Bale, beide auch als Darsteller nominiert, bringt es auf 7 Oscar-Chancen, dann folgt mit 6 Nominierungen das Extremsportler-Drama "127 Hours" von "Slumdog Millionär"-Macher Danny Boyle um einen Mann, der sich den eigenen Arm abtrennt.
Erst dann reiht sich der im Vorfeld schwer gehypete Ballett-Thriller "Black Swan" ein, der es überraschend auf lediglich 5 Oscar-Chancen bringt. Trotzdem ist Natalie Portman weiter die unantastbare Favoritin für den Oscar als beste Hauptdarstellerin: Die Mitbewerberinnen Nicole Kidman im Familiendrama "Rabbit Hole", Annette Bening im Patchwork-Familienfilm "The Kids Are All Right", Jennifer Lawrence im Südstaatendrama "Winter's Bone" und Michelle Williams im Liebestagebuch "Blue Valentine" haben nicht annähernd so eindringliche schauspielerische Leistungen zu bieten.
Ebenfalls 5 Nominierungen gab's etwas überraschend für "Toy Story 3", der nicht nur als bester Animationsfilm, sondern auch als bester Film nominiert ist, dazu in den Kategorien Drehbuch, Filmsong und Tonschnitt.
Als beste Filme sind konsequenterweise hauptsächlich die Filme nominiert, die auch insgesamt die meisten Nominierungen erhielten. Neben den erwähnten "The King's Speech", "True Grit", "The Social Network", "Inception" (der allerdings fast nur in "technischen" Kategorien nominiert ist), "The Fighter", "127 Hours", "Der Seeräuber" und "Toy Story 3" sind das außerdem "The Kids Are All Right" (4 Nominierungen) und "Winter's Bone" (ebenfalls 4).
Der Regisseur trägt enorm zum Gelingen oder Scheitern des gesamten Films bei, meint auch dieses Jahr wieder die Academy, und so sind die Macher der multipel nominierten Filme auch hier ganz vorn dabei. Tom Hooper dürfte logischerweise für "The King's Speech" die besten Karten haben, gefolgt von den Coens für "True Grit", die aber möglicherweise schon den ein oder anderen Preis zu viel gewonnen haben. David Fincher für "The Social Network", David O. Russell für "The Fighter" und Darren Aronofsky für "Black Swan" werden wohl das Nachsehen haben.
Klarer Favorit auf den Oscar als bester Nebendarsteller ist eindeutig Geoffrey Rush, der in "The King's Speech" den exzentrischen Sprachtherapeuten von King George spielt. Christian Bale hat als Mark Wahlbergs Boxer-Bruder in "The Fighter" eine Außenseiterchance.
Enger geht's bei den Damen zu: Die junge Hailee Steinfeld gilt als Geheimtipp, sie bittet in "True Grit" Jeff Bridges um Hilfe bei der Suche nach dem Mörder ihres Vaters. Amy Adams spielt in "The Fighter" groß auf, ihre Kollegin Melissa Leo (zuletzt für "Frozen River" nominiert) macht ihr im selben Film direkte Konkurrenz. Auch Helena Bonham Carter könnte als Ehefrau von Colin Firth alias König George in "The King's Speech" gewinnen und von einem möglichen Goldregen in anderen Kategorien profitieren. Für Jackie Weaver aus "Animal Kingdom" gilt dagegen wohl eher die alte Oscar-Platitüde: "Es ist schon eine Ehre, nur nominiert zu sein?"
Voll ins Schwarze: Mit ihrer Neuinterpretation des John-Wayne-Westerns "Der Marshall" eröffnen die Coen-Brüder am 10.2. das Festival in Berlin.
Sie brachten schon den "Dude" an die Spree..."True Grit", die Neuinterpretation des John Wayne-Westerns "Der Marshall", eröffnet die kommende Berlinale am 10. Februar 2011. Joel und Ethan Coen kehren damit nach mehr als einem Jahrzehnt nach Berlin zurück, wo sie 1998 "The Big Lebowski" im Wettbewerb präsentiert hatten.
"Joel und Ethan Coen stehen für erstklassiges amerikanisches Independent-Kino. Mit ihrem Faible für Ironie, schräge Charaktere und Geschichten haben sie immer wieder das Publikum begeistert. 'True Grit' ist ein schöner Kinoauftakt für die Berlinale 2011", erklärt Festivaldirektor Dieter Kosslick die Wahl des Eröffnungsfilms, der als internationale Premiere außerhalb des Wettbewerbs gezeigt und am 24. Februar in die deutschen Kinos kommt.
Für John Waynes Spätwerk um einen Marshall, der einem Mädchen bei der Suche nach dem Mörder ihrer Eltern hilft, hatte dieser endlich einen Oscar gewonnen und daraufhin gescherzt: "Wenn ich gewusst hätte, dass ich dafür einfach nur eine Augenklappe aufsetzen muss, hätte ich das schon früher getan." In die nicht gerade kleinen Fußstapfen eines der größten Helden Hollywoods tritt in der Neuverfilmung Jeff Bridges, seit "Crazy Heart" ebenfalls Oscar-gekrönt. Damit schließt sich auch für den "Dude" aus "The Big Lebowski" ein Kreis...
"Avatar", "Tödliches Kommando" und "Inglourious Basterds" streiten sich um die meisten Oscars. "Das weiße Band" und Christoph Waltz dürfen hoffen.
Blau ist zwar an der Kinokasse die absolut dominante Farbe, bei den Nominierungen zum wichtigsten Filmpreis gibt's aber einen harten Konkurrenten.Bei uns war das Irakkriegs-Drama "Tödliches Kommando - The Hurt Locker" zwar nur mäßig erfolgreich, aber bei den Oscars ist es mit neun Nominierungen der große Rivale des SciFi-Krachers "Avatar - Aufbruch nach Pandora", der ebenfalls neun Oscar-Chancen hat. Damit kommt es bei der Verleihung am 8. März zum Showdown eines Ex-Ehepaars: "Avatar"-Regisseur James Cameron und "Kommando"-Macherin Kathryn Bigelow waren einst verheiratet und sind nun beide für den besten Film und die beste Regie nominiert.
In die Suppe spucken könnte ihnen allerdings Academy-Querulant Quentin Tarantino, dessen "Inglourious Basterds" mit acht Oscar-Chancen dicht dahinter liegt. Auch Tarantino ist in den Königskategorien Bester Film und Beste Regie nominiert. Wie von allen Experten vorhergesagt, ist dabei auch Christoph Waltz als bester Nebendarsteller berücksichtigt worden - sein Sieg gilt als ziemlich sicher.
In der Kategorie Bester Film wurden erstmals seit 1939 wieder statt fünf nun zehn Filme nominiert. So fanden neben "Avatar", "Tödliches Kommando" und den "Inglourious Basterds" auch kleinere Filme wie das Liebesdrama "An Education", das recht Experimentelle SciFi-Juwel "District 9" und mit "Oben" sogar ein Animationsfilm Berücksichtigung. Außerdem sind nominiert das Football-Drama "Blind Side - Die große Chance", "Up in the Air" mit George Clooney, die harte Romanverfilmung "Precious - Das Leben ist kostbar" sowie der neue Coen-Film "A Serious Man".
Bei den Hauptdarstellern ist Jeff Bridges in der Rolle als versoffener Country-Sänger in "Crazy Heart" der klare Favorit. Sein härtester Gegner ist wohl George Clooney als vielfliegender Entlassungsexperte auf Sinnsuche in "Up in the Air". Der sensible Film heimste insgesamt sechs Nominierungen ein - diese aber alle in wichtigen Kategorien wie Bester Film, Regie (Jason Reitman) und Hauptdarsteller. Dazu sind außerdem gleich beide Nebendarstellerinnen Vera Farmiga und Anna Kendrick nominiert. Ansonsten haben bei den Herren Jeremy Renner aus "Tödliches Kommando", Colin Firth als schwuler Professor in "A Single Man" und Morgan Freeman als der große Nelson Mandela in "Invictus - Unbezwungen" Chancen.
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Großen Jubel gab's in den Sälen der Academy über die Nominierung von Sandra Bullock als beste Hauptdarstellerin im Football-Drama "Blind Side - Die große Chance". Gabourey 'Gabby' Sidibe spielt im Drama "Precious - Das Leben ist kostbar" als misshandelte übergewichtige Schwarze groß auf und gilt ebenfalls als aussichtsreiche Kandidatin. Wie immer ist auch Meryl Streep unter den Oscar-Anwärterinnen, ihr Auftritt als Koch-Ikone in "Julie & Julia" könnte ihr auch tatsächlich den nächsten Goldjungen bescheren. Außenseiterchancen dürfen sich Carey Mulligan als 16-Jährige machen, die in der Nick-Hornby-Verfilmung "An Education" einem wesentlich älteren Liebhaber verfällt, sowie Helen Mirren in der Tolstoi-Hommage "Ein russischer Sommer".
Erneut zeigt sich, wie wichtig der Academy die Regie-Arbeit ist, denn alle nominierten Filmemacher wurden auch in der Königskategorie Bester Film berücksichtigt: Cameron für "Avatar", Bigelow für "Tödliches Kommando", Reitman für "Up in the Air", Tarantino für "Inglourious Basterds" und Lee Daniels für "Precious - Das Leben ist kostbar".
Als bester Animationsfilm wird wohl "Oben" ausgezeichnet werden, der vier weitere Nominierungen einheimsen konnte - erstaunlicherweise auch die als Bester Film, was ein absolutes Oscar-Novum darstellt! Die Konkurrenten "Der fantastische Mr. Fox", "Coraline", "Küss den Frosch" (hier sind gleich zwei Songs nominiert) und "The Secret of Kells" werden daher wohl das Nachsehen haben.
Michael Haneke darf nach dem Triumph bei den Filmfestspielen in Cannes mit "Das weiße Band" auch auf den Oscar für den besten nicht-englischsprachigen Film hoffen. Schärfster Konkurrent ist vermutlich die französische Eingabe "Ein Prophet".
Verkündet hat die Nominierungen mit viel Charme und Witz Anne Hathaway, die Verleihung selbst wird am 8. März von Steve Martin und Alec Baldwin moderiert - zum ersten Mal seit 1987 gibt es also wieder ein Duett, wenn es heißt: "And the Oscar goes to..."
Im neuen Film der Coen-Brüder spielt Jeff Bridges einen alten Marshall, der einen Killer verfolgt. Für das Original gewann John Wayne 1969 den Oscar!
"Hätte ich das früher gewusst, hätte ich mein ganzes Leben eine Augenklappe getragen!"Das sagte Filmlegende John Wayne, als er 1969 für "Der Marshall" endlich seinen ersten und einzigen Oscar gewann. Nun wird Jeff Bridges in einem Remake des genialen Spätwestern in Waynes riesige Fußstapfen treten: Als saufender Marshall mit Augenklappe macht er sich gemeinsam mit einem jungen Texas Ranger auf die Suche nach dem Mörder des Vaters einer verzweifelten 14-Jährigen.
Dass die Neuverfilmung ein echtes Kinoerlebnis wird, dafür garantieren die Joel-Brüder, die "Der Marshall" inszenieren werden. Wie genial deren groteske Filmsprache zu solchen Themen passt, bewies zuletzt das sechsfach oscarprämierte Meisterwerk "No Country for Old Men". Außerdem kommt mit Jeff Bridges und den Coens das Dreamteam aus dem Klassiker "The Big Lebowski" wieder zusammen, in dem der Edelmime als zugedröhnter Alt-Hippie "Dude" Filmgeschichte schrieb. Das verspricht ein Kinoerlebnis zum Zungeschnalzen!
GEBURTSDATUM: 04.12.1949 | GEBURTSORT: USA
GEBURTSDATUM: 04.12.1949 | GEBURTSORT: USA
GEBURTSDATUM: 04.12.1949 | GEBURTSORT: USA
Familie
Mutter: Dorothy Dean Bridges (ehemalige Schauspielerin)Vater: Lloyd Bridges (Schauspieler, 1998 verstorben)
Schwester: Lucinda Bridges (geb. 1954)
Bruder: Beau Bridges (Schauspieler, geb. 1941))
Ehefrau: Susan Geston (Fotografin, seit 1977)
Töchter:
Isabelle (von Susan Geston, geb. 1981)
Jessica (von Susan Geston, geb. 1983)
Hayley (von Susan Geston, geb. 1987)
Autogrammadresse
Creative Artists Agency9830 Wilshire Blvd
Beverly Hills, CA 90212
USA


































