Jesse Eisenberg

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Oscar-Nominierungen: Duell zwischen Firth in "King's Speech" und Bridges in "True Gri 25.01.2011

Colin Firth sorgt als Stotter-Monarch in "The King's Speech" für 12 Oscar-Chancen, Jeff Bridges im Western "True Grit" für 10. "Black Swan" enttäuscht.

Königlicher Zungen-Akrobat gegen Western-Veteran mit Augenklappe.
Das sind Helden, wie Hollywood sie liebt: Colin Firth glänzt im wundervollen Historienfilm "The King's Speech" als englischer König George VI, der den Thron nie wollte, weil er schlimm stottert, und dann doch am Vorabend des Zweiten Weltkriegs Britannien auf den Kampf gegen Hitler einschwören soll. Die gefühlvoll inszenierte Antihelden-Geschichte wurde von der Academy of Motions Picture Arts and Sciences für sage und schreibe 12 Oscars nominiert - und ist damit sicher auch der Favorit auf die Auszeichnung als bester Film.
Dahinter folgt der neue Streich der Academy-Lieblinge Joel und Ethan Coen, die zuletzt mit "No Country for Old Men" abgeräumt hatten. Ihr Remake des John Wayne-Klassikers "Der Marshall" unter dem Titel "True Grit" bringt es für die Verleihung am 27. Februar auf insgesamt 10 Nominierungen. Darunter selbstverständlich auch Jeff Bridges, der in die offensichtlich doch nicht unausfüllbaren Fußstapfen von John Wayne tritt.
Trotzdem gilt Colin Firth als Favorit auf den Oscar für den besten Hauptdarsteller, nicht zuletzt da Bridges erst letztes Jahr den Oscar für "Crazy Heart" gewann. Bestenfalls Außenseiterchancen haben Jesse Eisenberg als Facebook-Gründer in "The Social Network", James Franco als Outdoor-Freak in "127 Hours" und Javier Bardem in "Biutiful", dessen Film auch als Favorit in der Kategorie Bester nicht-englischsprachiger Film gehandelt wird - ein deutscher Beitrag ist dort diesmal leider nicht nominiert.
Als Gewinner dürfen sich zudem schon jetzt das Facebook-Drama "The Social Network" und Christopher Nolans SciFi-Verwirrspiel "Inception" mit 8 Nominierungen zählen. Das Box-Drama "The Fighter" mit Mark Wahlberg und Christian Bale, beide auch als Darsteller nominiert, bringt es auf 7 Oscar-Chancen, dann folgt mit 6 Nominierungen das Extremsportler-Drama "127 Hours" von "Slumdog Millionär"-Macher Danny Boyle um einen Mann, der sich den eigenen Arm abtrennt.
Erst dann reiht sich der im Vorfeld schwer gehypete Ballett-Thriller "Black Swan" ein, der es überraschend auf lediglich 5 Oscar-Chancen bringt. Trotzdem ist Natalie Portman weiter die unantastbare Favoritin für den Oscar als beste Hauptdarstellerin: Die Mitbewerberinnen Nicole Kidman im Familiendrama "Rabbit Hole", Annette Bening im Patchwork-Familienfilm "The Kids Are All Right", Jennifer Lawrence im Südstaatendrama "Winter's Bone" und Michelle Williams im Liebestagebuch "Blue Valentine" haben nicht annähernd so eindringliche schauspielerische Leistungen zu bieten.
Ebenfalls 5 Nominierungen gab's etwas überraschend für "Toy Story 3", der nicht nur als bester Animationsfilm, sondern auch als bester Film nominiert ist, dazu in den Kategorien Drehbuch, Filmsong und Tonschnitt.
Als beste Filme sind konsequenterweise hauptsächlich die Filme nominiert, die auch insgesamt die meisten Nominierungen erhielten. Neben den erwähnten "The King's Speech", "True Grit", "The Social Network", "Inception" (der allerdings fast nur in "technischen" Kategorien nominiert ist), "The Fighter", "127 Hours", "Der Seeräuber" und "Toy Story 3" sind das außerdem "The Kids Are All Right" (4 Nominierungen) und "Winter's Bone" (ebenfalls 4).
Der Regisseur trägt enorm zum Gelingen oder Scheitern des gesamten Films bei, meint auch dieses Jahr wieder die Academy, und so sind die Macher der multipel nominierten Filme auch hier ganz vorn dabei. Tom Hooper dürfte logischerweise für "The King's Speech" die besten Karten haben, gefolgt von den Coens für "True Grit", die aber möglicherweise schon den ein oder anderen Preis zu viel gewonnen haben. David Fincher für "The Social Network", David O. Russell für "The Fighter" und Darren Aronofsky für "Black Swan" werden wohl das Nachsehen haben.
Klarer Favorit auf den Oscar als bester Nebendarsteller ist eindeutig Geoffrey Rush, der in "The King's Speech" den exzentrischen Sprachtherapeuten von King George spielt. Christian Bale hat als Mark Wahlbergs Boxer-Bruder in "The Fighter" eine Außenseiterchance.
Enger geht's bei den Damen zu: Die junge Hailee Steinfeld gilt als Geheimtipp, sie bittet in "True Grit" Jeff Bridges um Hilfe bei der Suche nach dem Mörder ihres Vaters. Amy Adams spielt in "The Fighter" groß auf, ihre Kollegin Melissa Leo (zuletzt für "Frozen River" nominiert) macht ihr im selben Film direkte Konkurrenz. Auch Helena Bonham Carter könnte als Ehefrau von Colin Firth alias König George in "The King's Speech" gewinnen und von einem möglichen Goldregen in anderen Kategorien profitieren. Für Jackie Weaver aus "Animal Kingdom" gilt dagegen wohl eher die alte Oscar-Platitüde: "Es ist schon eine Ehre, nur nominiert zu sein?"
"The Social Network" - Kritik in Bildern 05.10.2010

David Fincher erzählt von der Entstehung von Facebook und zeichnet ein virtuoses Porträt der "Generation Internet".

"Zombieland 2" kommt in 3D 24.11.2009

Woody Harrelson erstürmte als Untoten-Schlächter Platz 1 der US-Kinocharts. Schon planen die Macher "Zombieland 2" - in moderner 3D-Technik!

Bei uns gibt's "Zombieland" zwar erst ab dem 10. Dezember zu sehen, aber das US-Publikum lachte sich über die Untotenkomödie tot und ließ die Kinokassen ordentlich klingeln. Kein Wunder, dass die Macher ihren Ghul-Schlächter Woody Harrelson erneut in den Kampf gegens Gammelfleisch schicken wollen!
Wer "Shaun of the Dead" mochte, wird "Zombieland" lieben. Und wer von Woody Harrelson in "Natural Born Killers" begeistert war, wird verzückt sein, wenn der einstige "Cheers"-Barkeeper sich als Haudegen namens Talahassee durch ein Heer von Untoten metzelt.
In den USA ist der Überraschungs-Hit bereits Kult, war Platz 1 der Kinocharts und spielte über 80 Millionen Dollar ein. Regisseur Ruben Fleischer - ja, der heißt wirklich so! - hat nun prompt verraten, dass der Filmriese Sony ihn schon nach einer Fortsetzung gefragt hat. "Ja, das Interesse an 'Zombieland 2' ist riesengroß", freut sich der Regisseur und verrät weiter, dass der Film in 3D gedreht werden soll. "Das Genre schreit regelrecht danach", so Fleischer.
Dabei spielt der Filmemacher auf die Szenen in "Zombieland" an, in denen Woody Harrelson in einem Vergnügungspark in Los Angeles eine ganze Armada von Untoten niedermäht - Herumturnen auf diversen Fahrgeschäften inklusive, versteht sich.
Auslöser für die Geschehnisse in "Zombieland" ist übrigens eine schlimme Form von Rinderwahn, die Menschen in Untote verwandelt, die ganz heiß auf frisches Menschenfleisch sind. Woody Harrelson will als einsamer Krieger möglichst vielen Zombies den Garaus machen und tut sich dafür mit einem Studenten (Jesse Eisenberg aus "Verflucht") und zwei vogelfreien Gören zusammen (Abigail Breslin aus "Little Miss Sunshine" und Emma Stone aus "Der Womanizer"). Der Roadtrip von Florida durchs zombieverseuchte amerikanische Hinterland bis Los Angeles gipfelt dann im Showdown in besagtem Vergnügungspark. Zuvor gibt's allerdings jede Menge ekliger Zwischenfälle, verdammt coole Sprüche - und einen extrem witzigen Gastauftritt eines echten Ghostbusters.
Wie lustig eine Fortsetzung in 3D würde, davon können sich deutsche Fans gepflegter Splatterkomödien ab dem 10. Dezember überzeugen, wenn "Zombieland" bei uns ins Kino kommt.
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