Joel Coen
GEBURTSTAG:
29.11.1954 in Minneapolis, Minnesota
LEBT IN:
USA
29.11.1954 in Minneapolis, Minnesota
LEBT IN:
USA
Kurzinfo
Die Drehbücher verfasst er stets gemeinsam mit seinem Bruder Ethan, mit dem er seit dem gemeinsamen Debüt im Jahre 1984 eine symbiotische Gemeinschaft bildet, wobei Ethan, geboren 1957, für die Produktion, Joel selbst, geboren 1954, für die Regie zuständig ist, obwohl sich auch diese Bereiche vermischen. Die Coens, die Film studiert haben und als Cutter für Sam Raimis Horrorfilme anfingen, gelten ...weiter »
GEBURTSDATUM: 29.11.1954 | GEBURTSORT: USA
Die Drehbücher verfasst er stets gemeinsam mit seinem Bruder Ethan, mit dem er seit dem gemeinsamen Debüt im Jahre 1984 eine symbiotische Gemeinschaft bildet, wobei Ethan, geboren 1957, für die Produktion, Joel selbst, geboren 1954, für die Regie zuständig ist, obwohl sich auch diese Bereiche vermischen. Die Coens, die Film studiert haben und als Cutter für Sam Raimis Horrorfilme anfingen, gelten als originelle und zitierwütige Flaneure durch die amerikanische Filmgeschichte.Die Vorlieben der Coen-Brüder gelten dem Film noir und der Screwball Comedy. So wurde ihr Debüt "Blood Simple" eine freie Variation von James M.Cains mehrfach verfilmtem Roman "The Postman Always Rings Twice" und eine ironische Hommage. Die Entführungsgeschichte "Arizona Junior", die Unternehmer-Satire "Hudsucker - Der große Sprung" und, wieder eine Entführungsgroteske, "The Big Lebowski" (mit Jeff Bridges als Bogart in Badelatschen), wimmeln von Anspielungen, Zitaten und Brechungen, was oft auf Kosten der Erzählung und Spannung geht.
Kern des Coen-Werkes sind drei Thriller: der Gangsterfilm "Miller's Crossing", der sich von Hawks' "Scarface" bis zu Jean-Pierre Melvilles "Der Teufel mit der weißen Weste" vor dem Krimi-Genre verbeugt, aber genügend Eigendynamik besitzt; der Horror-Thriller "Barton Fink" (Goldene Palme Cannes 1991), der eine kafkaeske Atmosphäre in einem heruntergekommenen Hotel mit der Krise eines Autors und einer Serienkillerstory mischt, und "Fargo", eine schwarze Mord- und Intrigengeschichte im verschneiten US-Hinterland, die fast ausschließlich eigenständige Elemente enthält und den Oscar für das beste Drehbuch erhielt.
In der Südstaaten-Odyssee "O Brother, Where Art Thou?" gingen die Coens in episodenartiger Erzählweise drei entflohenen Kettensträflingen nach, die sich während der Depression durchschlagen müssen. In diesem Film experimentierten sie mit digitaler Farbveränderung von Landschaften. Mit "The Man Who Wasn't There" inszenierten sie 2001 einen weiteren Film noir in brillanter Schwarz-Weiß-Fotografie, in dem Billy Bob Thornton als schweigsamer Friseur auf der Suche nach einem besseren Leben in eine Mordgeschichte verwickelt wird. Ihre bislang leichtgewichtigste Arbeit präsentierten die Coens 2003 mit der Screwball-Comedy "Ein (un)möglicher Härtefall", in der sich George Clooney als gerissener Anwalt und Catherine Zeta-Jones lange Zeit in den Haaren und schließlich in den Armen liegen.
In "Ladykillers", dem ersten Remake der Coens nach dem gleichnamigen Komödie-Gauner-Klassiker, mietet sich ein "Professor" (wunderbar von Tom Hanks gespielt) bei einer alten Dame (Irma P. Hall) ein und empfängt täglich Besuch von vier Freunden, die sich angeblich zum gemeinsamen Musizieren treffen. In Wahrheit planen sie einen raffinierten Einbruch ins Casino. Die Geschichte wurde von der britischen Insel in die Südstaaten verlegt und in vergilbt anmutenden Gelbtönen gedreht. 2006 gehörte er mit seinem Bruder zum Reigen von 21 Regisseuren, die einen Beitrag zum Episodenfilm "Paris je t'aime" abdrehten. In "Tuileries", einer Pariser U-Bahn-Station, spielt Steve Buscemi einen Touristen, der unbedarft in einen Streit gerät.
Als Weltpremiere lief auf den Filmfestspielen von Cannes 2007 "No Country for Old Men", das bei der 80. Oscar-Verleihung der große Gewinner war mit vier Auszeichnungen, für den besten Film, die beste Regie, das beste adaptierte Drehbuch und den besten Nebendarsteller. Zuvor wurde das Drehbuch mit einem Golden Globe geehrt. Für die Regie erhielten sie die Auszeichnungen der Regisseurs- und Produzentengewerkschaft der USA. Josh Brolin spielt einen Vietnamveteranen, der von einem Profikiller (Javier Bardem) verfolgt wird. Das Drehbuch basiert auf einem Roman von Cormac McCarthy.
Joel Coen hat mit seiner Frau Frances McDormand, die für ihre schwangere Polizistin in "Fargo" den Oscar als beste Hauptdarstellerin erhielt, zwei Kinder. Sohn Pedro haben die beiden 1995 in Paraguay adoptiert.
GEBURTSDATUM: 29.11.1954 | GEBURTSORT: USA
Colin Firth erstottert für "The King's Speech" vier Oscars, auch "Inception" erhält 4. Natalie Portman gewinnt unter Tränen, "True Grit" verliert 10 Mal!
"Wenn Du nominiert bist und dann Deinen Namen hörst - das fühlt sich an wie ein lautloses impressionistisches Gemälde?"So beschrieb Hollywoods Liebling Tom Hanks zu Beginn den besonderen Reiz einer Oscar-Verleihung. Dieser blumige Vergleich muss auch den großen Sieger Colin Firth verwirrt haben. Denn der Brite rang ganz wie seine stotternde Filmfigur König George in "The King's Speech" mit den richtigen Worten, nachdem er den magischen Satz "And the Oscar goes to? Colin Firth" gehört hatte: "Ich habe so ein komisches Gefühl im Bauch, das sich den Weg zu meinen Füßen bahnen will - aber meinen Freudentanz will ich lieber niemandem zumuten."
Den Rest seiner Dankesrede absolvierte Colin Firth sichtlich um Fassung bemüht im Stotterrhythmus - und dabei war garantiert kein Method Acting im Spiel: Der feinsinnige Brite steckte nicht etwa noch in seiner Rolle fest, er war schlicht vollkommen überwältigt.
Dabei war Colin Firths Sieg ebenso wenig überraschend wie der Preis für Natalie Portmans Glanzleistung in "Black Swan". Als Ballerina, die unter enormem Leistungsdruck die Grenzen ihres Körpers und ihrer Seele überschreitet, beeindruckte sie wie Millionen deutscher Kinozuschauer auch die ehrwürdige Academy - und nahm den Oscar als beste Hauptdarstellerin entgegen.
"Das ist der Wahnsinn!", rief Natalie Portman und kämpfte bei jedem Wort mit den Tränen. Sie dankte brav ihren Eltern sowie Luc Besson für ihre erste Rolle in "Leon - der Profi". Als sie sich schließlich an den Choreographen von "Black Swan", Benjamin Millepied, wandte, verlor Portman endgültig die Fassung: "Du hast mir die wichtigste Rolle meines Lebens gegeben", schluchzte Natalie dem Mann entgegen, von dem sie ein Kind erwartet.
Tränen dürfte es auch bei den Coen-Brüdern gegeben haben: Ihr Western-Remake "True Grit" war zehn Mal nominiert und ging dennoch vollkommen leer aus. Stattdessen wurde "The King's Speech" mit vier Goldjungs neben "Inception" (ebenfalls vier Preise) der meistausgezeichnete Film des Abends. Dabei heimste das berührende Monarchendrama, das insgesamt zwölf Mal nominiert war, allerdings den wichtigsten Oscar für den besten Film ein. Außerdem gewann Newcomer Tom Hooper gleich auf Anhieb den begehrten Regie-Oscar. Auch fürs Drehbuch gab's einen Academy Award. "Inception" erhielt die Preise eher in den kleineren technischen Kategorien wie Visual Effects, Kamera und Ton.
Auch der hochgehandelte "The Social Network" gewann nur drei von acht möglichen Oscars (adaptiertes Drehbuch, Schnitt und Musik). Dafür überraschte Autor Aaron Sorkin mit einem Plädoyer für Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, der im Film alles andere als gut wegkommt: Ohne ihn wäre keine Revolution in Nordafrika möglich geworden, gab Aaron Sorkin zu bedenken.
Einer der wenigen Momente schallenden Gelächters in einer ansonsten arg braven Oscar-Nacht war ausgerechnet Christian Bale zu verdanken. Er gewann den Preis für die beste Nebenrolle als Mark Wahlbergs Bruder in "The Fighter" und spielte auf der Bühne mit seinem Image als spaßgebremster Perfektionist: "Ich werde hier keine F**k-Arie ablassen, das kennt ihr ja schon zur Genüge von mir!" Bale hatte sich am Set von "Terminator 4" einen legendären Ausraster geleistet und einen Beleuchter minutenlang wüst beschimpft, weil dieser durchs Bild gelaufen war.
Auch der zweite Nebenrollen-Oscar ging an "The Fighter": Melissa Leo, die zuletzt schon für "Frozen River" nominiert gewesen war, wurde für ihren Part als biestige Mutter der boxenden Brüder Wahlberg und Bale ausgezeichnet. Sie benutzte in ihrer Dankesrede allerdings tatsächlich das böse F-Wort: "Als Kate Winslet hier oben stand, sah das so verf*ckt einfach aus!" In der US-Übertragung, die wegen des Superbowl-Eklats (Janet Jacksons "Nipplegate") um einige Sekunden zeitversetzt über den Äther ging, wurde diese Stelle prompt überpiept.
Den Auslands-Oscar gewann Susanne Bier für Dänemark mit dem Familiendrama "In einer besseren Welt". Ein deutscher Beitrag war in diesem Jahr ausnahmsweise nicht nominiert. Deutsche Oscar-Chancen hatten aber Hans Zimmer für die Musik in "Inception" sowie Jakob Schuh und Max Lang für ihren animierten Kurzfilm "Der Grüffelo" gehabt. Die Preise gewannen jedoch "The Social Network" respektive "The Lost Thing".
Als bester animierter Spielfilm wurde erwartungsgemäß "Toy Story 3" geehrt, der auch als bester Film nominiert gewesen war. Für Ausstattung und Kostüme erhielt Tim Burtons knallbunte Mär "Alice im Wunderland" zwei Oscars, beim Makeup triumphierte - fast zwangsläufig - "Wolfman".
Einiges Aufsehen erregte die Dankesrede von Charles Ferguson, der für seine Finanzkrisen-Doku "Inside Job" einen Oscar erhielt: "Vor drei Jahren wurde eine weltweite Finanzkatastrophe durch massive Betrügereien verursacht. Doch bis heute musste dafür noch kein einziger Finanz-Manager ins Gefängnis. Da läuft etwas völlig falsch!"
Ach ja, außer den Gewinnern waren auch noch zwei Moderatoren im Kodak Theatre von Los Angeles zugange. Allerdings fielen Anne Hathaway und James Franco kaum auf, obwohl Letzterer sogar als Hauptdarsteller in "127 Hours" (der bei sechs Nominierungen übrigens auch komplett leer ausging) selbst eine Oscar-Chance hatte. Wie mau die Gags der beiden waren, zeigte eine Rückblende auf Bob Hopes genial-pointierte Moderationen - die waren sogar in schwarzweiß lebendiger als die des Jahres 2011!
So war der schönste Oscar-Moment der 83. Verleihung auch nicht Anne Hathaway oder James Franco zu verdanken, sondern einer 94-jährigen Hollywood-Legende: Kirk Douglas! Am Stock gehend und mit schleppender, kaum noch zu verstehender Stimme verlieh er den Preis für die beste Nebendarstellerin. Dabei erwies er sich als galanter Charmeur: "Du siehst toll aus! Wo warst Du nur, als ich noch Filme gedreht habe?", fragte er eine mädchenhaft errötende Anne Hathaway.
Antwort: weit weg von einer Oscar-Verleihung - und das wäre wohl besser auch so geblieben?
Colin Firth sorgt als Stotter-Monarch in "The King's Speech" für 12 Oscar-Chancen, Jeff Bridges im Western "True Grit" für 10. "Black Swan" enttäuscht.
Königlicher Zungen-Akrobat gegen Western-Veteran mit Augenklappe.Das sind Helden, wie Hollywood sie liebt: Colin Firth glänzt im wundervollen Historienfilm "The King's Speech" als englischer König George VI, der den Thron nie wollte, weil er schlimm stottert, und dann doch am Vorabend des Zweiten Weltkriegs Britannien auf den Kampf gegen Hitler einschwören soll. Die gefühlvoll inszenierte Antihelden-Geschichte wurde von der Academy of Motions Picture Arts and Sciences für sage und schreibe 12 Oscars nominiert - und ist damit sicher auch der Favorit auf die Auszeichnung als bester Film.
Dahinter folgt der neue Streich der Academy-Lieblinge Joel und Ethan Coen, die zuletzt mit "No Country for Old Men" abgeräumt hatten. Ihr Remake des John Wayne-Klassikers "Der Marshall" unter dem Titel "True Grit" bringt es für die Verleihung am 27. Februar auf insgesamt 10 Nominierungen. Darunter selbstverständlich auch Jeff Bridges, der in die offensichtlich doch nicht unausfüllbaren Fußstapfen von John Wayne tritt.
Trotzdem gilt Colin Firth als Favorit auf den Oscar für den besten Hauptdarsteller, nicht zuletzt da Bridges erst letztes Jahr den Oscar für "Crazy Heart" gewann. Bestenfalls Außenseiterchancen haben Jesse Eisenberg als Facebook-Gründer in "The Social Network", James Franco als Outdoor-Freak in "127 Hours" und Javier Bardem in "Biutiful", dessen Film auch als Favorit in der Kategorie Bester nicht-englischsprachiger Film gehandelt wird - ein deutscher Beitrag ist dort diesmal leider nicht nominiert.
Als Gewinner dürfen sich zudem schon jetzt das Facebook-Drama "The Social Network" und Christopher Nolans SciFi-Verwirrspiel "Inception" mit 8 Nominierungen zählen. Das Box-Drama "The Fighter" mit Mark Wahlberg und Christian Bale, beide auch als Darsteller nominiert, bringt es auf 7 Oscar-Chancen, dann folgt mit 6 Nominierungen das Extremsportler-Drama "127 Hours" von "Slumdog Millionär"-Macher Danny Boyle um einen Mann, der sich den eigenen Arm abtrennt.
Erst dann reiht sich der im Vorfeld schwer gehypete Ballett-Thriller "Black Swan" ein, der es überraschend auf lediglich 5 Oscar-Chancen bringt. Trotzdem ist Natalie Portman weiter die unantastbare Favoritin für den Oscar als beste Hauptdarstellerin: Die Mitbewerberinnen Nicole Kidman im Familiendrama "Rabbit Hole", Annette Bening im Patchwork-Familienfilm "The Kids Are All Right", Jennifer Lawrence im Südstaatendrama "Winter's Bone" und Michelle Williams im Liebestagebuch "Blue Valentine" haben nicht annähernd so eindringliche schauspielerische Leistungen zu bieten.
Ebenfalls 5 Nominierungen gab's etwas überraschend für "Toy Story 3", der nicht nur als bester Animationsfilm, sondern auch als bester Film nominiert ist, dazu in den Kategorien Drehbuch, Filmsong und Tonschnitt.
Als beste Filme sind konsequenterweise hauptsächlich die Filme nominiert, die auch insgesamt die meisten Nominierungen erhielten. Neben den erwähnten "The King's Speech", "True Grit", "The Social Network", "Inception" (der allerdings fast nur in "technischen" Kategorien nominiert ist), "The Fighter", "127 Hours", "Der Seeräuber" und "Toy Story 3" sind das außerdem "The Kids Are All Right" (4 Nominierungen) und "Winter's Bone" (ebenfalls 4).
Der Regisseur trägt enorm zum Gelingen oder Scheitern des gesamten Films bei, meint auch dieses Jahr wieder die Academy, und so sind die Macher der multipel nominierten Filme auch hier ganz vorn dabei. Tom Hooper dürfte logischerweise für "The King's Speech" die besten Karten haben, gefolgt von den Coens für "True Grit", die aber möglicherweise schon den ein oder anderen Preis zu viel gewonnen haben. David Fincher für "The Social Network", David O. Russell für "The Fighter" und Darren Aronofsky für "Black Swan" werden wohl das Nachsehen haben.
Klarer Favorit auf den Oscar als bester Nebendarsteller ist eindeutig Geoffrey Rush, der in "The King's Speech" den exzentrischen Sprachtherapeuten von King George spielt. Christian Bale hat als Mark Wahlbergs Boxer-Bruder in "The Fighter" eine Außenseiterchance.
Enger geht's bei den Damen zu: Die junge Hailee Steinfeld gilt als Geheimtipp, sie bittet in "True Grit" Jeff Bridges um Hilfe bei der Suche nach dem Mörder ihres Vaters. Amy Adams spielt in "The Fighter" groß auf, ihre Kollegin Melissa Leo (zuletzt für "Frozen River" nominiert) macht ihr im selben Film direkte Konkurrenz. Auch Helena Bonham Carter könnte als Ehefrau von Colin Firth alias König George in "The King's Speech" gewinnen und von einem möglichen Goldregen in anderen Kategorien profitieren. Für Jackie Weaver aus "Animal Kingdom" gilt dagegen wohl eher die alte Oscar-Platitüde: "Es ist schon eine Ehre, nur nominiert zu sein?"
Voll ins Schwarze: Mit ihrer Neuinterpretation des John-Wayne-Westerns "Der Marshall" eröffnen die Coen-Brüder am 10.2. das Festival in Berlin.
Sie brachten schon den "Dude" an die Spree..."True Grit", die Neuinterpretation des John Wayne-Westerns "Der Marshall", eröffnet die kommende Berlinale am 10. Februar 2011. Joel und Ethan Coen kehren damit nach mehr als einem Jahrzehnt nach Berlin zurück, wo sie 1998 "The Big Lebowski" im Wettbewerb präsentiert hatten.
"Joel und Ethan Coen stehen für erstklassiges amerikanisches Independent-Kino. Mit ihrem Faible für Ironie, schräge Charaktere und Geschichten haben sie immer wieder das Publikum begeistert. 'True Grit' ist ein schöner Kinoauftakt für die Berlinale 2011", erklärt Festivaldirektor Dieter Kosslick die Wahl des Eröffnungsfilms, der als internationale Premiere außerhalb des Wettbewerbs gezeigt und am 24. Februar in die deutschen Kinos kommt.
Für John Waynes Spätwerk um einen Marshall, der einem Mädchen bei der Suche nach dem Mörder ihrer Eltern hilft, hatte dieser endlich einen Oscar gewonnen und daraufhin gescherzt: "Wenn ich gewusst hätte, dass ich dafür einfach nur eine Augenklappe aufsetzen muss, hätte ich das schon früher getan." In die nicht gerade kleinen Fußstapfen eines der größten Helden Hollywoods tritt in der Neuverfilmung Jeff Bridges, seit "Crazy Heart" ebenfalls Oscar-gekrönt. Damit schließt sich auch für den "Dude" aus "The Big Lebowski" ein Kreis...
Er träumt noch immer von einer Rückkehr als Dr. Peter Venkman. Doch laut Bill Murray sitzen bei "Ghostbusters 3" die falschen Leute am Ruder.
Seit Monaten spricht vor allem einer über "Ghostbusters 3": Bill Murray.Zwar sagt Obergeisterjäger Bill Murray bei jeder sich bietenden Gelegenheit, dass es nicht gut aussehe für "Ghostbusters 3". Doch die Tatsache, dass er als einziger der übersinnlichen Stars überhaupt regelmäßig zum Thema Stellung nimmt, lässt vermuten, dass er schon gerne als Dr. Peter Venkman ins Kino zurückkehren würde. Dazu passt auch Bill Murrays neueste Tirade gegen die "Ghostbusters"-Verantwortlichen:
"Mann, das ist doch alles ein Riesenschwachsinn", ereifert sich Bill Murray, als er eine Frage zu "Ghostbusters 3" gestellt bekommt. "Alles, was da lief, war, dass Harold Ramis vor einiger Zeit zu mir sagte: 'Ich hab da ein paar Jungs an der Hand, die für 'The Office' schreiben. Die sind echt lustig, die sollen auch den nächsten 'Ghostbusters' machen.' Aber genau diese Typen hatten auch das Drehbuch zu Harolds letzten Film geschrieben. Das was 'Year One'. Ich hab' den Film zwar selber nie angeschaut, aber alle, die ihn gesehen haben - inklusive einiger anderer Ghostbusters-Darsteller - sagten, es sei einer der schlechtesten Filme gewesen, die sie je gesehen hätten. Und damit hat sich unser Traum in Luft aufgelöst!"
Dabei waren zuletzt einige sehr konkrete und plausible Story-Ideen für "Ghostbusters 3" kursiert. Demnach sollte Bill Murray selbst zum Geist werden und ein neues, jüngeres Ghostbusters-Team eingeführt werden, das die Filmreihe fortsetzen könnte. Doch dazu meint Murray nur: "Das Studio will diesen Film unbedingt, denn 'Ghostbusters' ist für die eine Goldgrube - denen geht's nur ums Geld!"
Bill Murray dagegen, der als extrem eitel gilt, will vermutlich nur dann noch einmal mit Neutronenstrahlern auf Gespenster zielen, wenn er einen denkwürdigen Auftritt ins Drehbuch geschrieben bekommt. Vermutlich macht er deswegen immer wieder Wind um "Ghostbusters 3".
Immerhin hatte Comedy-Star Bill Murray noch eine extrem lustige Anekdote parat: In der englischen Version des CGI-Spaßes "Garfield" hatte er dem fetten Kater seine Stimme geliehen. Doch das beruhte auf einem Missverständnis. Er hatte gelesen, dass das Drehbuch von Joel Cohen stammte, diesen aber mit dem Regie-Genie Joel Coen (ohne "h") verwechselt und daher zugesagt: "Als ich später schweißgebadet im Synchronstudio saß und diese furchtbaren Texte sprechen sollte, sagte ich: 'Wer zum Geier hat diesen Film geschnitten, wer hat das angerichtet, der Typ hat keine Ahnung! Was, verdammt nochmal, hat sich jemand wie Joel Coen dabei bloß gedacht?' Daraufhin sagten sie mir, dass es der Joel Cohen mit 'h' war!"
Die Regisseurin der extrem amüsanten Komödie "Please Give" über Reichtum, Woody Allen und das Dasein als weibliche Independent-Filmerin.
Ironisch-liebevoll behandelt Nicole Holofcener in "Please Give" das Gutmenschentum einer New Yorkerin. Die Independent-Regisseurin findet das Filmbusiness sexistisch und wünscht sich mehr Arthouse-Kinos.Um Geld und schlechtes Gewissen kreiste schon Ihr letzter Film "Friends with Money".
NICOLE HOLOFCENER: Das ist mir erst nach Fertigstellen des Drehbuchs aufgefallen, Themen wie Wohltätigkeit, Reichtum, Familie beschäftigen mich. So spielen in "Please Give" eigene und Erfahrungen von Freunden mit hinein. Ich habe auch schon öfter versucht, ehrenamtlich zu arbeiten und bin dabei an meine Grenzen gestoßen. Mit meinem Job und meinen beiden Kindern bin ich zwar ausgelastet, versuche aber trotzdem, anderen zu helfen. Alle meine Filme sind sehr persönlich, das war auch "Friends with Money". Wer genau hinguckt, findet immer ein Stück von mir.
Spüren Sie als Independent-Regisseurin etwas von der vielbeschworenen Krise?
Das Drehbuch stieß auf große Sympathie, aber das kommerzielle Potenzial schien einigen zu unsicher. Ein Investor sprang kurz vor dem Dreh ab. Erst war Sony Classics mit im Boot, dann kam der Rückzieher, letztendlich konnten wir sie doch noch überzeugen. Ein Wechselbad der Gefühle. Da Sony meinen letzten Film finanziert hatte, wollte ich gern die Zusammenarbeit fortsetzen. Seit der Finanzkrise gestaltet sich die Finanzierung eines Arthouse-Films schwieriger, der kleinste Risikofaktor schreckt ab. Dennoch darf ich nicht klagen, für meinen ersten Spielfilm "Walking and Talking" musste ich sechs Jahre lang kämpfen, hier dauerte es ein Jahr. Allerdings verfügten wir nur über ein Drei-Mio.-Dollar Budget.
Warum ärgerten Sie sich über die Bezeichnung Frauenfilm?
Haben Sie schon mal etwas von einem "Männer-Film" gehört? Ich nicht. Dieser Stempel diskriminiert. Beim Label "für ein weibliches Publikum", kommen Männer erst gar nicht. Diese willkürliche Einteilung ist sexistisch, wie das ganze Filmbusiness. Trotzdem kann ich mit meiner bisherigen Karriere zufrieden sein und von Glück reden, die Geschichten erzählen zu können, die ich will.
Inwieweit profitieren Sie von der TV-Arbeit?
Zusätzliche Erfahrung schadet nicht, ich lerne neue Schauspieler und potenzielle Crewmitglieder kennen. Ich hätte auch Angst, bei meinen wenigen Kinofilmen vielleicht die Praxis verlieren.
Gibt es eine Parallele zwischen Woody Allens New Yorker Humor und dem Ihren?
Ich habe als Heranwachsende keinen von Woody Allens New-York-Filmen verpasst, bin aber auch beeinflusst von Albert Brooks oder Mike Leigh. Mein Humor ist durch meine jüdische Herkunft geprägt, ich liebe einen gewissen Zynismus oder eine bestimmte Art von Ironie. Das ist aber kulturell, nicht religiös bedingt.
Gehen Sie oft ins Kino?
Ich bin zu beschäftigt mit meinen Kindern und meiner Arbeit. Einen neuen Film der Coen-Brüder schaue ich mir natürlich an, aber nicht unbedingt jeden Hollywood-Film. Die richten sich oft an ein junges Publikum und verkaufen es mit diesen Sequels für dumm. Filme, die mir gefallen, fliegen schnell wieder aus dem Kino. Ein schönes Arthouse-Kino nach dem anderen verschwindet, und bei der Fixierung auf das erste Wochenende schrumpfen die Chancen für alles, was nicht den Durchschnittsgeschmack bedient.
Die Regie-Brüder Joel & Ethan Coen über Kindheitsbezüge in ihrer neuen Komödie "A Serious Man", schwierige Stars und ihr US-Lebensgefühl.
Die Coen-Brüder Joel und Ethan werden persönlich und erzählen in "A Serious Man" (vielleicht) eine Geschichte aus ihrer Kindheit. Aber trauen kann man ihnen und ihren Filmen ohnehin nicht..Analog zu Ihrem Filmtitel - sind Sie auch ernsthafte Herren?
ETHAN COEN: Wir setzen uns nicht in Bezug zu den Personen unserer Filme. Wir erzählen in "A Serious Man" nur eine weitere Geschichte, die keine autobiografischen Züge trägt.
Das ist schwer zu glauben.
JOEL COEN: Na gut, es gibt autobiografische Momente im Bezug zum Milieu, in dem unser Film spielt. Wir sind in einem jüdisch geprägten Vorort aufgewachsen, entsprechend haben wir uns hier von Charakteren, die wir damals kannten inspirieren lassen.
Was hat Sie denn bewogen, gerade jetzt in die Tage ihrer Jugend zurückzukehren?
EC: Das war reiner Zufall. Wir haben dieses Skript schon vor drei Jahren geschrieben, ungefähr zeitgleich mit "No Country for Old Men" und "Burn After Reading". Die Drehfolge hat sich dann zufällig ergeben, hat primär mit der Realisierbarkeit und Finanzierung der einzelnen Projekte zu tun gehabt.
JC: Außerdem ist es ja nicht unser erster Ausflug zurück in unsere Vergangenheit. "Fargo" spielt auch in Minnesota, in den Orten unserer Jugend, und erzählt woher wir kommen - minus dem jüdischen Hintergrund. Aber vielleicht ist es einfach so, dass man sich, wenn man älter wird, eher mit den eigenen Wurzeln auseinandersetzt.
Hat die Art wie Sie aufgewachsen sind, Sie bei ihrer Art Filme zu machen beeinflusst?
EC: Das ist eine gute Frage, darüber müsste ich genauer nachdenken. Aber ich glaube eher nicht. Oder nein, lassen sie es mich so ausdrücken, es hat uns genauso beeinflusst wie die Musik, die wir als Jungs hörten oder die TV-Shows, die wir ansahen, etwa die Serie "F Troop", die wir über alles liebten.
Welche Rolle spielt der jüdische Glaube in Ihrem Leben?
EC: Heute keine mehr. Damals als wir Kinder waren, war das anders. Unsere Mutter war noch der jüdischen Tradition verhaftet, unser Vater weniger. Für die Religion haben wir uns nicht interessiert, wir waren Kinder, haben getan, was man uns gesagt hat, sind zum Tora-Unterricht gegangen, haben Bar Mitzwa gefeiert.
In Ihrem in Jiddisch gehaltenem Vorspann erzählen Sie eine Geschichte von einer resoluten Ehefrau, die dem Dibbuk die Tür weist. Wie verhält sich der zum Film?
EC: Berechtigte Frage, aber wir wissen das auch nicht so genau. Wir hatten nur das Gefühl, dass er passt, dass er Botschafter für den Film ist - eine Fingerübung und Hinweis darauf, in welcher Tradition "A Serious Man" steht. Ohne ihn wäre der Film, glaube ich, einfach nicht so gut.
Ein Leitmotiv also wie der im Soundtrack eingesetzte Jefferson Airplanes Klassiker "Somebody to Love"?
JC: Wenn Sie so wollen. Der Song ist einfacher zu erklären. Er spiegelt die Zeit, in der der Film spielt wider, das Gefühl, das wir als Jugendliche hatten. Diese Musik hat uns geprägt. Aber nicht nur die Musik auch die damalige Mode, das Lebensgefühl, die Aufbruchsstimmung. Außerdem steht er im harten Gegensatz zur kirchlichen Musik mit der wir damals tagtäglich konfrontiert wurden.
Sie haben diesmal auf Stars verzichtet, weitgehend unbekannte Fernseh- und Theaterdarsteller besetzt.
EC: Nochmals, wir wollten das Lebensgefühl von damals sichtbar machen, eine vergangene Epoche beschwören. Stars hätten davon abgelenkt, man bringt diese schließlich immer mit gewissen Arten von Filmen in Zusammenhang. Wenn man gewisse Stars besetzt, hat das Publikum ganz spezielle Erwartungen - von den Produzenten einmal ganz abgesehen.
Na ja, Sie hätten Dustin Hoffman besetzen können.
JC: Zu alt...
Dafür haben Sie bei der Wahl des Kameramannes auf einen altbewährten Veteranen, Roger Deakins, gesetzt. Er hat für Sie hier bereits zum zehnten Mal das Licht gesetzt.
JC: Er ist einfach fantastisch, er weiß genau, was wir wollen. Er ist einer jener Mitarbeiter, auf die wir regelmäßig zurückgreifen. Wir können ihm blind vertrauen. Oft ist er es, der uns sagt, wie wir eine Szene aufnehmen, wie wir sie auflösen sollen. Das macht die Arbeit einfach und angenehm.
Widerspricht er Ihnen manchmal?
JC: Ja, und er hat meistens recht. Ich denke da beispielsweise an den Zaun, der das Haus der Nachbarin, die die nackt sonnenbadet, umgibt. Wir wollten, dass er rot ist. Roger widersprach heftig. Er meinte, er sollte weiß sein. Wir haben uns durchgesetzt. Es sah furchtbar aus. Jetzt ist er weiß. In solchen Dingen, muss man Roger einfach vertrauen.
Das heißt Sie verlassen sich in Sachen Bildgestaltung vollkommen auf ihn?
EC: Absolut. Bei der Bildsprache, der Ausleuchtung, die dann die Stimmung ausmacht, verlassen wir uns vollkommen auf ihn.
Andererseits scheinen Sie aber auch nur dort zu drehen, wo Sie sich auskennen. Haben Sie jemals für ihre Filme die USA verlassen?
JC: Wir haben einmal einen ganz kleinen Film in Paris gedreht.
Die "Tuileries"-Episode in "Paris je t'aime".
JC: Das hat schon Spaß gemacht. Aber wir sind im Prinzip Sklaven unserer eigenen Limitierungen, unseres eigenen engen Horizonts. Wir schreiben nur über Dinge, die wir kennen, über Dinge, über die wir glauben uns auszukennen. Die amerikanische Seele interessiert uns. Da fühlen wir uns zu Hause.
EC: Wir haben aber einmal versucht, einen Film in Japan zu drehen. Aber das hat nicht funktioniert. Das hat auch mit den relativ niedrigen Budgets unserer Filme zu tun, mit den daraus folgenden Drehbedingungen. Wir wollen unsere eigenen Herren bleiben. Das geht nur mit übersichtlichen Budgets, in die niemand hineinredet.
JC: Aber man muss auch dazu sagen, dass der japanische Film von einem Amerikaner gehandelt hat, von einem Maschinengewehrschützen an Bord eines Flugzeugs, das über Japan abgeschossen wird. Und dann gibt's da noch ein Projekt, das in Südamerika angesiedelt ist.
Apropos nächstes Projekt, wird das angekündigte Remake von "Der Marshall" sein?
EC: Man kann nie sagen, ob ein Projekt zustande kommt. Da gibt es zuviel Unsicherheitsfaktoren. Bislang ist erst einmal das Drehbuch fertig. Wir halten uns da näher an die Vorlage, näher an Charles Portis' Roman.
Wenn Sie mit ihren Drehbüchern fertig sind, ändern Sie dann beim Drehen noch viel?
JC: Eigentlich nicht, im Vergleich zu anderen US-Produktionen fast gar nichts. Wenn ja, dann geht es eigentlich nur darum, dass sich der Schauspieler mit seinem Text wohlfühlt, dass es glaubwürdig wirkt, was er macht.
EC: Michael Stuhlbarg, unser Hauptdarsteller in "A Serious Man", kommt vom Theater. Der hat wirklich ewig am Text herumgefeilt. Er wollte, dass jedes Wort stimmt - ja, er ist fast genauso schlimm wie William H. Macy. (lacht)
Sie produzieren ihre Filme, schreiben die Drehbücher, führen Regie... wo wird's da besonders schmerzhaft?
EC, JC: ...
Vielleicht wenn Sie zu den fertigen Filmen Interviews geben müssen?
JC: (lacht) Das haben Sie gesagt.
Im Western-Remake "Der Marshall" verfolgt Matt Damon als Texas Ranger den Killer Josh Brolin. Regie führen die Coen-Brüder!
Vor der Kamera die Topmimen Matt Damon, Josh Brolin und Jeff Bridges, dahinter die kultigen Regiekünstler Ethan und Joel Coen, die auf John Waynes Spuren einem genialen Spätwestern neues Leben einhauchen: Da schnalzt jeder Filmfan mit der Zunge!Nur wenige wagen sich an einen Film, mit dem eine Kinolegende wie John Wayne einen historischen Oscar-Erfolg verbuchte. Doch wenn die Coen-Brüder Ethan und Joel zum Remake eines Spätwesterns bitten, stehen die Top-Schauspieler Schlange: Für "Der Marshall" haben nach Jeff Bridges, der in Waynes Fußstapfen tritt, nun auch "Bourne"-Star Matt Damon und Josh Brolin zugesagt.
Coen-Liebling Josh Brolin wechselt dabei auf die andere des Gesetzes. In der vierfach oscargekrönten Coen-Krimifarce "No Country for Old Men" floh er zuletzt noch vor dem gruseligen Killer Javier Bardem, nun ist er in "Der Marshall" selbst der Mörder. Ihm auf den Versen sind Jeff Bridges als titelgebender Sternträger und Matt Damon als Texas Ranger, der den Marshall begleitet.
Eine wichtige Rolle ist aber noch unbesetzt: Die Coen-Brüder suchen eine Darstellerin für das 14-jährige Mädchen, dessen Vater Josh Brolin umgebracht hat und die ebenfalls bei der Suche dabei ist. Denn anders als im Original soll das Remake aus ihrer Sicht gefilmt werden. Überhaupt wollen Ethan und Joel Coen sich enger an die Handlung der Romanvorlage von Charles Portis halten als es die Johne-Wayne-Version von 1969 tat.
Jeff Bridges, seit "The Big Lebowski" ebenfalls ein Vertrauter der Coens, wird dabei sicher ein würdiger Nachfolger des großen John Wayne. Und wenn die Coen-Brüder den knurrigen Charme des Originals noch durch ihren düsteren absurden Humor wie zuletzt in "Burn After Reading" und "No Country for Old Men" anreichern, steht hier ein ganz feiner, postmoderner Westerngenuss ins Haus!
Im neuen Film der Coen-Brüder spielt Jeff Bridges einen alten Marshall, der einen Killer verfolgt. Für das Original gewann John Wayne 1969 den Oscar!
"Hätte ich das früher gewusst, hätte ich mein ganzes Leben eine Augenklappe getragen!"Das sagte Filmlegende John Wayne, als er 1969 für "Der Marshall" endlich seinen ersten und einzigen Oscar gewann. Nun wird Jeff Bridges in einem Remake des genialen Spätwestern in Waynes riesige Fußstapfen treten: Als saufender Marshall mit Augenklappe macht er sich gemeinsam mit einem jungen Texas Ranger auf die Suche nach dem Mörder des Vaters einer verzweifelten 14-Jährigen.
Dass die Neuverfilmung ein echtes Kinoerlebnis wird, dafür garantieren die Joel-Brüder, die "Der Marshall" inszenieren werden. Wie genial deren groteske Filmsprache zu solchen Themen passt, bewies zuletzt das sechsfach oscarprämierte Meisterwerk "No Country for Old Men". Außerdem kommt mit Jeff Bridges und den Coens das Dreamteam aus dem Klassiker "The Big Lebowski" wieder zusammen, in dem der Edelmime als zugedröhnter Alt-Hippie "Dude" Filmgeschichte schrieb. Das verspricht ein Kinoerlebnis zum Zungeschnalzen!

































