Julie Delpy

Portrait von Julie Delpy
Julie Delpy

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GEBURTSTAG:
21.12.1969 in Paris

LEBT IN:
Frankreich

Kurzinfo

Die Blondine mit dem Engelsgesicht und der transparenten Haut, dem tranceartigen Blick und dem jugendlichen Lächeln pendelt in ihrer Filmarbeit zwischen Europa und den USA. Julie Delpy, 1969 in Paris geboren, spielte unschuldige Verführerinnen, denen eine gewisse Härte und Durchsetzungskraft zu eigen ist, eine besitzergreifende Hartnäckigkeit und die Neugier auf das Unbekannte.
Nach kleinen Rollen bei Jean-Luc Godard ("Détective") gab ihr ...

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GEBURTSDATUM: 21.12.1969 | GEBURTSORT: FRANKREICH
Die Blondine mit dem Engelsgesicht und der transparenten Haut, dem tranceartigen Blick und dem jugendlichen Lächeln pendelt in ihrer Filmarbeit zwischen Europa und den USA. Julie Delpy, 1969 in Paris geboren, spielte unschuldige Verführerinnen, denen eine gewisse Härte und Durchsetzungskraft zu eigen ist, eine besitzergreifende Hartnäckigkeit und die Neugier auf das Unbekannte.
Nach kleinen Rollen bei Jean-Luc Godard ("Détective") gab ihr Bertrand Tavernier die Hauptrolle in "Die Passion der Béatrice", wo sie eine mittelalterliche Gräfin spielte, deren Vater und Bruder aus den Kriegen der Zeit geschädigt zurückkommen und sie inzestuös missbrauchen. Nach Rollen bei europäischen Autorenfilmern wie Carlos Saura, Agnieszka Holland und Percy Adlon reüssierte Delpy als Tochter und Geliebte von Sam Shepard in Volker Schlöndorffs Max-Frisch-Verfilmung "Homo Faber" und als französische Friseuse, die von ihrem geschiedenen Mann in Polen ins Gefängnis gebracht wird, in Krzysztof Kieslowskis "Drei Farben: Weiß".
Delpys USA-Debüt als Freundin des Gascogners d'Artagnan in "Die drei Musketiere" (in der Rolle, die Raquel Welch in Richard Lesters Version gespielt hatte) brachte ihr Rollen wie die der Freizeithure in Roger Avarys "Killing Zoe" und der mit Ethan Hawke durch Wien flanierenden Studentin in "Before Sunrise" sowie die der schönen Untoten in "American Werwolf in Paris". Für den Finnen Mika Kaurismäki spielte sie eine Kellnerin in "L.A. Without a Map". Nachdem sie mit Hawke auch in Linklaters "Waking Life" zu sehen war, erarbeitete sie mit ihnen gemeinsam das Drehbuch für das "Sunrise"-Sequel "Before Sunset", in dem sich Céline (Delpy) und Jesse (Hawke) nach neun Jahren in Paris wiedersehen und eine Stunde vor Sonnenuntergang gemeinsam miteinander verbringen. In Jim Jarmuschs "Broken Flowers" spielt Delpy die aktuelle Flamme von Bill Murray, die diesem den Laufpass gibt und so für dessen Reise in die Vergangenheit mitverantwortlich ist.
Delpy lebt in Kalifornien und hat für den Sender arte eine Dokumentation über L.A. gedreht. Außerdem ist sie begeisterte Songwriterin und veröffentlichte 2003 ihr Debütalbum "Julie Delpy", von dem einige Songs auch auf dem Soundtrack zu "Before Sunset" zu hören sind.
GEBURTSDATUM: 21.12.1969 | GEBURTSORT: FRANKREICH
"Mit Busen-OPs kann ich nichts anfangen" 23.06.2009

Julie Delpy über ihren neuen Film "Die Gräfin" und wie der aktuelle Schönheitswahn selbst schon historische Frauenfiguren zu extremen Taten trieb.

Nach "2 Tage Paris" wagt sich Julie Delpy mit dem düsteren Historiendrama "Die Gräfin" an ihre zweite Regiearbeit und übernimmt die Hauptrolle der blutrünstigen Erzébet Bathory, die nach ewiger Jugend sucht.
» Sie haben sich diesmal Einiges vorgenommen, sind Autorin, Regisseurin und Hauptdarstellerin.
Diese Kombination war schon hart, vor allem die Schauspielerei. Wenn alle anderen ihre Takes hinter sich haben, ist man als Regisseurin abends ziemlich geschlaucht, und dann kam ich noch dran mit einer Nahaufnahme. Mit dieser Anstrengung hatte ich nicht gerechnet. Sollte ich mir noch einmal so eine Dreierfunktion vornehmen, dann nur mit einer kleineren Rolle.
» Das Projekt über Gräfin Erzébet Báthory beschäftigte Sie schon sehr lange.
Ein Freund von mir recherchierte über Bram Stokers "Dracula" und erzählte mir vor acht Jahren davon, dass ihre Geschichte Stoker erst zu seinem Roman inspiriert habe. Meine Neugier war geweckt. Ich habe mich intensiv mit der Person beschäftigt. Auch Grimm-Märchen gehen auf Erzébet zurück, etwa bei der Figur der bösen Stiefmutter oder der bösen Königin in "Schneewittchen". In der Literatur finden sich viele Anspielungen auf sie. Das erste Drehbuch habe ich im Lauf der Zeit immer wieder umgeschrieben.
» Mussten Sie die Hauptrolle übernehmen, um den Film finanziert zu bekommen?
Die einfache Antwort lautet: Ja. Der Erfolg von "2 Tage Paris" war ein Türöffner und Beweis dafür, dass ich einen Film zu Ende bringen kann. Produzenten und Geldgeber sind eine seltsame Spezies.
Sie haben Angst, eine Schauspielerin als Regisseurin zu engagieren, trauen ihr die nötige Durchsetzungskraft nicht zu und glauben, eine Frau würde bei der immensen Aufgabe einen Nervenzusammenbruch bekommen. Eine Komödie zu finanzieren, wäre leichter gewesen, bei einem Drama zucken Finanziers zurück.
» Fühlten Sie sich bei Ihrem zweiten Film sicherer?
Im Gegenteil, mein Selbstvertrauen köchelte auf Sparflamme, auch wenn mich eine tolle Crew und tolle Schauspieler unterstützten. Mir gingen viele Zweifel durch den Kopf, und ich habe dann eine etwas konventionellere Richtung eingeschlagen, als ich eigentlich wollte. Mich interessierte der historische Aspekt und natürlich dieses Streben nach Vollkommenheit, die Besessenheit, alles für die Schönheit zu tun, sogar zu morden.
» Der Wunsch nach ewiger Schönheit, die Angst vor Verfall und Altern, eigentlich sind das sehr moderne Themen.
Es geht auch um Verletzbarkeit, die mit dem Verlust der Schönheit einhergeht. Ich wollte aber nicht zu sehr psychologisieren und den guten alten Freud bemühen. Was Menschen alles für ein perfektes Aussehen machen, ist schon verrückt. Mit Äußerlichkeiten, Botox und Busenerneuerung kann ich wenig anfangen. Natürlich soll man auf sich achten und sich nicht gehen lassen, aber dass man vor lauter Schönheitswahn die Persönlichkeit opfert, halte ich für neurotisch.
» Was drängt Sie zur Regie?
Die Schauspielerei ist eine sehr emotionale und auch kreative Sache, aber man begibt sich in die Hände eines Regisseurs und drückt die Worte anderer aus, das ist nicht so befriedigend. Beim Schreiben von "Before Sunrise" wusste ich, das ist mein Weg wie auch die Regie. Deshalb habe ich die Filmschule besucht.
» Und wie geht's jetzt als Mutter eines Söhnchens weiter?
Ich will auf jeden Fall in Zukunft Regie führen und mein Kind nicht aufgeben. Vielleicht schreibe ich jetzt mal für zwei Jahre, dann sehe ich weiter.
GEBURTSDATUM: 21.12.1969 | GEBURTSORT: FRANKREICH
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GEBURTSDATUM: 21.12.1969 | GEBURTSORT: FRANKREICH

Familie

Mutter: Marie Pillet (Schauspielerin)
Vater: Albert Delpy (Schauspieler)

Autogrammadresse

c/o William Morris Agency,
151 El Camino Dr.,
Beverly Hills,
CA 90212, USA
c/o Myriam Bru,
80, avenue Charles-de-Gaulle,
92200 Neuilly
Frankreich

 
 
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