Kathryn Bigelow

Portrait von Kathryn Bigelow
Kathryn Bigelow

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GEBURTSTAG:
27.11.1951 in San Carlos, Kalifornien

LEBT IN:
USA

Kurzinfo

Mit nur acht Filmen seit 1981 schrieb sich Kathryn Bigelow, geboren 1951, in die Filmgeschichte ein. 2010 erhielt sie als erste Frau überhaupt einen Oscar für die Beste Regie für ihren bereits vorab vielfach prämierten Irakkriegsthriller "Tödliches Kommando - The Hurt Locker". Ihr Ruf, "männlicher" zu sein als viele ihrer Kollegen, haftet ihr zwar an, sie selbst wehrt sich aber gegen ...

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GEBURTSDATUM: 27.11.1951 | GEBURTSORT: USA
Mit nur acht Filmen seit 1981 schrieb sich Kathryn Bigelow, geboren 1951, in die Filmgeschichte ein. 2010 erhielt sie als erste Frau überhaupt einen Oscar für die Beste Regie für ihren bereits vorab vielfach prämierten Irakkriegsthriller "Tödliches Kommando - The Hurt Locker". Ihr Ruf, "männlicher" zu sein als viele ihrer Kollegen, haftet ihr zwar an, sie selbst wehrt sich aber gegen geschlechtsspezifische Kategorisierungen. Bigelow studierte bei Milos Forman und debütierte mit "Die Lieblosen" als Spielfilmregisseurin: Eine Gruppe Biker unter Führung von Willem Dafoe fällt in eine Kleinstadt ein und legt sich, wie 1953 Marlon Brando mit seiner Motorrad-Gang in "Der Wilde", mit den Bürgern an. Der Film beeinflusste Walter Hills "Straßen in Flammen" (1983), in dem Dafoe seine Rolle variierte. Ihr Vampir-Western "Near Dark - Die Nacht hat ihren Preis", in dem eine Gruppe Vampire in einem Road Movie auf der Suche nach Freiheit ist und eine blutrünstige Spur hinterlässt, galt wiederum John Carpenters "Vampires" als Vorlage. Ihren Durchbruch erzielte Bigelow 1990 mit dem Cop-Thriller "Blue Steel". Darin spielte Jamie Lee Curtis eine junge Polizistin, die ein gefährliches erotisches Spiel mit einem Banker (Ron Silver) beginnt (der als Serienkiller mit ihrem Revolver umgeht) und erst nach einem radikalen Showdown siegt. "Blue Steel" hatte in seinem Motiv des Täters und möglichen Opfers Einfluss auf "Das Schweigen der Lämmer". Nicht weniger einflussreich, was das Tempo und den Drive des Action-Thrillers angeht, war Bigelows größter kommerzieller Erfolg "Point Break - Gefährliche Brandung", in dem Keanu Reeves undercover in einer Gruppe Surfer ermittelt, die mit Konterfeis von vier US-Präsidenten über dem Gesicht Bankraube begeht: im Auto, zu Fuß, in der Luft beim Fallschirmspringen und im Meer finden die atemberaubenden Konfrontationen statt. "Point Break" wurde von Bigelows damaligem Ehemann James Cameron produziert, der auch das Drehbuch zu ihrem Science-Fiction-Film "Strange Days" (1995) schrieb, der trotz seiner visionären Inhalte und der kraftvoll-dynamischen Regie Bigelows nicht den erwarteten Erfolg brachte. Ein Ex-Polizist (Ralph Fiennes) dealt mit einer "Squids" genannten Unterhaltungssoftware, die die Aufzeichnung und Wiedergabe von realen Sinneswahrnehmungen gestattet. Er kommt einem Polizeikomplott auf die Spur, das Rassenunruhen auslösen soll, und kann sich in den Stunden um die Jahrtausendwende gerade noch dank seiner Freundin (Angela Bassett) retten.
Ihren größten Triumpf feierte die Regisseurin mit "Tödliches Kommando - The Hurt Locker". Ihr Adrenalin-geladener Blick auf den gefährlichen Job einer US-Elite-Einheit von Bomben-Entschärfern im Irak bescherte nicht nur ihr selbst einen Oscar - den ersten in der Geschichte des Filmpreises überhauptet für eine Frau in der Kategorie Beste Regie - sondern auch noch weiteren Mitgliedern ihres Kreativteams. Das packende Drama wurde in insgesamt sechs Kategorien ausgezeichnet, darunter in der Königskategorie Bester Film.
GEBURTSDATUM: 27.11.1951 | GEBURTSORT: USA
Tom Hanks mit Will Smith und Christian Bale im nächsten Bigelow-Film 06.10.2010

Oscargewinnerin Kathryn Bigelow verhandelt für das Grenzdrama "Triple Frontier", ihrem ersten Film nach "Hurt Locker", mit drei absoluten Superstars!

Anfang nächsten Jahres will Kathryn Bigelow mit dem Dreh zum ersten Projekt nach ihrem Oscarerfolg "The Hurt Locker" beginnen. Mit von der Partie könnte dann Tom Hanks sein, der bereits über eine der fünf Hauptrollen in dem Film verhandeln soll.
Tom Hanks ist offenbar stark daran interessiert, eine der fünf Hauptrollen in "Triple Frontier" zu spielen, Kathryn Bigelows erstem Projekt nach ihrem Oscargewinner "Tödliches Kommando - The Hurt Locker".
Wie "Deadline Hollywood" berichtet, sollen sich der Schauspieler und die Regisseurin bereits zu Gesprächen getroffen haben. Unter Dach und Fach ist die Zusammenarbeit jedoch noch nicht.
"Triple Frontier" spielt im Milieu der organisierten Kriminalität an der Grenze zwischen Brasilien, Argentinien und Paraguay und soll Anfang kommenden Jahres in Dreh gehen. Für zwei der fünf größten Rollen laufen Gespräche mit zwei weiteren Superstars: Christian Bale und Will Smith!
Als Produzenten fungieren neben Bigelow ihr "Hurt Locker"-Kompagnon Mark Boal, der auch das Drehbuch schreibt, und Charles Roven ("The Dark Knight", "Bank Job").
Soldat verklagt "The Hurt Locker" 05.03.2010

Andere freuen sich, wenn ihr Leben verfilmt wird. Oberfeldwebel Jeffrey nicht - er möchte lieber einen Teil vom Kuchen abhaben.

"Die besten Geschichten schreibt das Leben", heißt es. Die von "The Hurt Locker" will allerdings Drehbuchautor Mark Boal geschrieben haben. Doch ein Bombenspezialist sagt: "Nein. Unser Leben, unsere Geschichte".
Noch vor kurzem war "Tödliches Kommando - The Hurt Locker" Top-Kandidat im Rennen um die Oscars - dank neun Nominierungen auf Augenhöhe mit James Camerons Alien-Spektakel "Avatar". Doch der Kriegsfilm um ein Bombenräumkommando im Irak muss zur Zeit einen herben Schlag nach dem anderen einstecken: Erst schreibt Produzent Nicolas Chartier seine verhängnisvolle Bettel-Mail an die Jurymitglieder, jetzt droht auch noch juristischer Ärger.
Oberfeldwebel Jeffrey Sarver hat die Macher des Films angeklagt, einfach seine Erlebnisse im Irak-Krieg verfilmt zu haben. Er und sein Bombenteam wären die Blaupause für die Hauptfiguren des - nichtsdestoweniger großartigen - Werkes von Regisseurin Kathryn Bigelow. Seinen Angaben zufolge habe Drehbuchautor Mark Boal das Räumkommando einen Monat lang begleitet, um eine Artikel für den Playboy darüber zu schreiben. Buchstäblich alle im Film gezeigten Situationen wären Schilderungen dieser Zeit.
"...ein mutiger Soldat und ein guter Mann"
Boal selbst bezeichnet die Vorwürfe als gegenstandslos: "Ich denke, Sarver ist ein mutiger Soldat und ein guter Mann. Wie viele Soldaten identifiziert er sich mit dem Film - aber die Figur, die ich erfunden habe ist rein fiktional. Der Film wurde von den Geschichten vieler Menschen inspiriert. Während meiner Recherchen habe ich mit über 100 Soldaten gesprochen."
Und warum geht's letzen Endes bei dem Streit? Um Geld, worum sonst? Oberfeldwebel Sarver verlangt eine Entschädigung. Für die Verfilmung seines gefährlichen Lebens, dafür dass er täglich den Hintern riskiert - und nicht zuletzt für den Ausdruck "The Hurt Locker". Denn sogar den hat angeblich er geprägt.
Oscar-Nominierungen: "Avatar"-Dreikampf, "Das weiße Band" und Christoph Waltz 02.02.2010

"Avatar", "Tödliches Kommando" und "Inglourious Basterds" streiten sich um die meisten Oscars. "Das weiße Band" und Christoph Waltz dürfen hoffen.

Blau ist zwar an der Kinokasse die absolut dominante Farbe, bei den Nominierungen zum wichtigsten Filmpreis gibt's aber einen harten Konkurrenten.
Bei uns war das Irakkriegs-Drama "Tödliches Kommando - The Hurt Locker" zwar nur mäßig erfolgreich, aber bei den Oscars ist es mit neun Nominierungen der große Rivale des SciFi-Krachers "Avatar - Aufbruch nach Pandora", der ebenfalls neun Oscar-Chancen hat. Damit kommt es bei der Verleihung am 8. März zum Showdown eines Ex-Ehepaars: "Avatar"-Regisseur James Cameron und "Kommando"-Macherin Kathryn Bigelow waren einst verheiratet und sind nun beide für den besten Film und die beste Regie nominiert.
In die Suppe spucken könnte ihnen allerdings Academy-Querulant Quentin Tarantino, dessen "Inglourious Basterds" mit acht Oscar-Chancen dicht dahinter liegt. Auch Tarantino ist in den Königskategorien Bester Film und Beste Regie nominiert. Wie von allen Experten vorhergesagt, ist dabei auch Christoph Waltz als bester Nebendarsteller berücksichtigt worden - sein Sieg gilt als ziemlich sicher.
In der Kategorie Bester Film wurden erstmals seit 1939 wieder statt fünf nun zehn Filme nominiert. So fanden neben "Avatar", "Tödliches Kommando" und den "Inglourious Basterds" auch kleinere Filme wie das Liebesdrama "An Education", das recht Experimentelle SciFi-Juwel "District 9" und mit "Oben" sogar ein Animationsfilm Berücksichtigung. Außerdem sind nominiert das Football-Drama "Blind Side - Die große Chance", "Up in the Air" mit George Clooney, die harte Romanverfilmung "Precious - Das Leben ist kostbar" sowie der neue Coen-Film "A Serious Man".
Bei den Hauptdarstellern ist Jeff Bridges in der Rolle als versoffener Country-Sänger in "Crazy Heart" der klare Favorit. Sein härtester Gegner ist wohl George Clooney als vielfliegender Entlassungsexperte auf Sinnsuche in "Up in the Air". Der sensible Film heimste insgesamt sechs Nominierungen ein - diese aber alle in wichtigen Kategorien wie Bester Film, Regie (Jason Reitman) und Hauptdarsteller. Dazu sind außerdem gleich beide Nebendarstellerinnen Vera Farmiga und Anna Kendrick nominiert. Ansonsten haben bei den Herren Jeremy Renner aus "Tödliches Kommando", Colin Firth als schwuler Professor in "A Single Man" und Morgan Freeman als der große Nelson Mandela in "Invictus - Unbezwungen" Chancen.
 
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Großen Jubel gab's in den Sälen der Academy über die Nominierung von Sandra Bullock als beste Hauptdarstellerin im Football-Drama "Blind Side - Die große Chance". Gabourey 'Gabby' Sidibe spielt im Drama "Precious - Das Leben ist kostbar" als misshandelte übergewichtige Schwarze groß auf und gilt ebenfalls als aussichtsreiche Kandidatin. Wie immer ist auch Meryl Streep unter den Oscar-Anwärterinnen, ihr Auftritt als Koch-Ikone in "Julie & Julia" könnte ihr auch tatsächlich den nächsten Goldjungen bescheren. Außenseiterchancen dürfen sich Carey Mulligan als 16-Jährige machen, die in der Nick-Hornby-Verfilmung "An Education" einem wesentlich älteren Liebhaber verfällt, sowie Helen Mirren in der Tolstoi-Hommage "Ein russischer Sommer".
Erneut zeigt sich, wie wichtig der Academy die Regie-Arbeit ist, denn alle nominierten Filmemacher wurden auch in der Königskategorie Bester Film berücksichtigt: Cameron für "Avatar", Bigelow für "Tödliches Kommando", Reitman für "Up in the Air", Tarantino für "Inglourious Basterds" und Lee Daniels für "Precious - Das Leben ist kostbar".
Als bester Animationsfilm wird wohl "Oben" ausgezeichnet werden, der vier weitere Nominierungen einheimsen konnte - erstaunlicherweise auch die als Bester Film, was ein absolutes Oscar-Novum darstellt! Die Konkurrenten "Der fantastische Mr. Fox", "Coraline", "Küss den Frosch" (hier sind gleich zwei Songs nominiert) und "The Secret of Kells" werden daher wohl das Nachsehen haben.
Michael Haneke darf nach dem Triumph bei den Filmfestspielen in Cannes mit "Das weiße Band" auch auf den Oscar für den besten nicht-englischsprachigen Film hoffen. Schärfster Konkurrent ist vermutlich die französische Eingabe "Ein Prophet".
Verkündet hat die Nominierungen mit viel Charme und Witz Anne Hathaway, die Verleihung selbst wird am 8. März von Steve Martin und Alec Baldwin moderiert - zum ersten Mal seit 1987 gibt es also wieder ein Duett, wenn es heißt: "And the Oscar goes to..."
GEBURTSDATUM: 27.11.1951 | GEBURTSORT: USA
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