Luc Besson
GEBURTSTAG:
18.03.1959 in Paris
18.03.1959 in Paris
Kurzinfo
Er ist der erfolgreichste französische Regisseur der 80er- und 90er-Jahre, der sich als moderner Märchenerzähler versteht und dem Kino der Autoren und der "Nouvelle Vague" eine harsche Absage erteilte. Mit den Mitteln des amerikanischen Action-Kinos inszenierte er spektakuläre Filme und stemmte mehrfach die jeweils teuerste französische Produktion. Er liebt ein Kino der visuellen Reize, das er als sein eigener Kameramann mit ...weiter »
GEBURTSDATUM: 18.03.1959
Er ist der erfolgreichste französische Regisseur der 80er- und 90er-Jahre, der sich als moderner Märchenerzähler versteht und dem Kino der Autoren und der "Nouvelle Vague" eine harsche Absage erteilte. Mit den Mitteln des amerikanischen Action-Kinos inszenierte er spektakuläre Filme und stemmte mehrfach die jeweils teuerste französische Produktion. Er liebt ein Kino der visuellen Reize, das er als sein eigener Kameramann mit Weitwinkeleffekten (ähnlich wie Terry Gilliam) wirkungsvoll ästhetisiert.Luc Besson, 1959 in Paris geboren, verbrachte als Sohn von Tauchlehrern seine Kindheit im gesamten Mittelmeerraum, bis er durch einen Unfall als 17-Jähriger gezwungen wurde, das Tauchen aufzugeben, dem er mit den Filmen "Le grand bleu - Im Rausch der Tiefe" und "Atlantis" später eigene Filme widmete. Seinen ersten Langfilm inszenierte er in schwarzweißem Cinemascope: "Le dernier combat - Die letzte Schlacht" ist eine apokalyptische Endzeitversion, mit den "Mad Max"-Filmen der Zeit vergleichbar. Mit "Subway", einer Gangster- und Liebesgeschichte im Pariser Untergrund, in der Isabelle Adjani und Christophe Lambert spielten, hatte Besson seinen Durchbruch. Er realisierte "Le grand bleu" und erhielt mit dem Thriller "Nikita", in dem Anne Parillaud eine Punkfrau spielte, die zum professionellen Killer ausgebildet wird, weltweite Anerkennung (im US-Remake spielte Bridget Fonda die Rolle). Mit seinem Lieblingsdarsteller Jean Reno (u.a. Taucher in "Le grand bleu") inszenierte er als Weiterentwicklung von Jean-Pierre Melvilles "Der eiskalte Engel" den Film-noir-Thriller "Léon, der Profi", in dem Reno als Killer in New York sich eines Mädchens annimmt, dessen Familie ermordet wird und für die er auf Rachefeldzug geht. Der psychologisch ungewöhnlich stimmige Film kam später in einem Director's Cut noch einmal heraus. Bessons "Das fünfte Element", mit Bruce Willis in der Hauptrolle, ist ein skurriler Science-Fiction-Film um das Überleben in der Zukunft durch die Macht der Liebe. Besson liebt das Spiel mit Zitaten, sein Regiestil ist kraftvoll, dynamisch und exzessiv auf Bilder hin orientiert. Sein Film "Johanna von Orléans" zeigt Jeanne d'Arc (Milla Jovovich) nicht, wie alle vorherigen Versionen des Stoffes, als vergeistigte, scheue oder naiv einfache Bauerntochter mit Überzeugungskraft und Visionen, sondern als eine Kämpferin mit Soldatenherz.
Nachdem Besson Anfang des neuen Jahrtausends überwiegend produzierte und Drehbücher schrieb (2001: "Kiss of the Dragon"; 2002: "The Transporter"; 2005: "Transporter - The Mission"), führte er 2005 in "Angel-A" wieder selbst Regie. Ein Engel, verkörpert von der dänischen Schauspielerin Rie Rasmussen, rettet hier dem suizidgefährdeten André das Leben und wird am Ende des Fantasiefilms ein Mensch. Der Animationsfilm "Arthur und die Minimoys" erzählt die Geschichte des zwölfjährigen Arthur (Freddie Highmore), der die Welt der Elfen, das Minimoy-Universum, kennenlernt. Mia Farrow spielt die etwas klapprige Granny.
Zu Bessons regelmäßigen Mitarbeitern zählt der Komponist Eric Serra. Seine Produktionsgesellschaft "Les Films du Loup" benannte er 1987, nach dem Erfolg mit "Le grand bleu", in "Les Films du Dauphins" um. Besson war in erster Ehe mit der Schauspielerin Anne Parillaud ("Nikita"), in zweiter Ehe mit Schauspielerin und Model Milla Jovovich ("Das fünfte Element", "Johanna von Orléans", "Million Dollar Hotel") verheiratet. Luc Besson ist Vorsitzender der Jury des 9. International Film Festivals in Shanghai. Seit August 2004 ist er in dritter Ehe mit Virginie Silla verheiratet. Mit ihr hat er drei Töchter.
GEBURTSDATUM: 18.03.1959
Was wäre wenn: "Lockout" und "Prometheus"-Star Guy Pearce hätte fast Liam Neesons Part in "Batman Begins" übernommen.
Wenn Christopher Nolan seine Filme besetzt, dann wäre wohl jeder Schauspieler gerne dabei. Manchmal scheitert eine Beteiligung aber auch daran, dass man einfach zu jung ist.Guy Pearce und Liam Neeson können sich beide nicht über zu wenig Arbeit beschweren. Neeson ist seit dem 29. März mit "Zorn der Titanen" und seit dieser Woche mit "The Grey - Unter Wölfen" und "Battleship" omnipräsent auf den Leinwänden vertreten. Pearce zieht dann seinerseits mit den Science Fiction-Spekakeln "Lockout" (10. Mai) und "Prometheus - Dunkle Zeichen" (8. August) nach. Man teilt das Kinojahr also scheinbar friedlich unter sich auf.
Wenn Liam Neeson aber ab dem 20. Juli in "The Dark Knight Rises" wieder in seiner Rolle als Ra's al Ghul aus "Batman Begins" zu sehen ist, dann dürfte Guy Pearce das auch mit einem weinenden Auge sehen. In einem Interview verriet er jetzt, dass Regisseur Christopher Nolan, mit dem Pearce "Memento" drehte, auch mit ihm über den Part gesprochen hatte. Auf die Frage, ob er für die Rolle von Batmans Mentor nicht sowieso zu jung sei, antwortete der Australier: "Viel zu jung. Zu hübsch, zu jung, zu talentiert. Sie brauchten diesen alten Typ abgehalfterter Jedermann."
Doch natürlich stellte Pearce seinen Kommentar sogleich lachend richtig: "Sorry, Liam, das ist nicht wahr. Du weißt, dass ich dich liebe." Und auch wenn diese Zusammenarbeit mit Nolan an seiner "Jugend" scheiterte, so würde Pearce jederzeit gerne wieder mit dem Regisseur drehen: "Er ist offensichtlich ein brillanter Kerl, also wäre das großartig."
Für Action-Filme ist Pearce durch den von Luc Besson produzierten "Lockout" auf jeden Fall bestens gewappnet. Denn in seiner Rolle als Ex-Agent hat er schon mal Bekanntschaft mit den Strapazen des Genres gemacht und gewaltig an Muskelmasse zugelegt. Wie der athletische Guy Pearce sich schlägt, dass können die Zuschauer dann ab dem 10. Mai selbst beurteilen.
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Starregisseur Luc Besson über sein Abenteuer-Spektakel "Adèle", sein Burnout nach "Jeanne D'Arc", Polizeiwillkür und Hollywoodkino in Frankreich.
Bei "Adèle und das Geheimnis des Pharaohs" führt Luc Besson ("The Big Blue", "Johanna von Orleans") endlich wieder Regie - weil er inzwischen selbst die Bedingungen vorgibt!Ist Ihre Begeisterung für das Kino ungebrochen?
LUC BESSON: Ich war nie ein Cineast, habe nie die Cinématheque in Paris besucht, wie so viele meiner Kollegen. Für Filmgeschichte habe ich mich erst zu interessieren begonnen, als ich bereits ein etablierter Regisseur war. In meiner Familie wurde der erste Fernseher angeschafft, als ich 16 Jahre alt war. Ein filmischer Hintergrund fehlt mir. Meine Leidenschaft als Junge war das Tauchen, das ich nach einer Verletzung aufgeben musste. Und Technik interessierte mich. Das war es, was mich an Film interessiert hat. Deshalb wurde ich Filmemacher.
Das ist überraschend. Ihr neuer Film, "Adèle und das Geheimnis des Pharaoh", sieht aus wie eine lupenreine Jungsfantasie - Mumien, Dinosaurier, Abenteuer.
Ich wollte einen verspielten Film machen, das stimmt. Lange war nicht klar, dass ich bei "Adèle und das Geheimnis des Pharaos" Regie führen würde. Ich mochte die Comics, deshalb haben wir den Stoff zu meiner Firma Europa Corp. geholt. Wenn es aber einfach nur eine Geschichte mit einer Abenteurerin und Mumien gewesen wäre, hätte ich mich als Regisseur nicht dafür interessiert. Aber das Drehbuch fand immer einen geschickten, smarten Dreh, der mir zusagte. Mir gefiel, dass die Mumie nicht den Klischees entspricht. Sie macht sich Tee und schätzt gepflegte Gespräche. Das fand ich lustig. Eine schöne Herausforderung.
Man könnte auch von einem Gegenentwurf zu Ihrem letzten Paris-Film reden, "Angel-A".
Ich verstehe Ihren Ansatz, aber zumindest steckt keine Absicht dahinter. "Angel-A" war ein sehr persönlicher Film für mich, ein Film, den ich drehen musste, nach einer langen Pause als Regisseur. Er entsprach meiner damaligen Gemütsverfassung - melancholisch, etwas verzweifelt, düster. An "Adèle" reizte mich die technische Herausforderung und die Erzählhaltung.
Sie sprechen Ihre lange Pause nach "Johanna von Orleans" aus dem Jahr 1999 an. Sechs Jahre, in denen Sie nicht Regie führten...
Ich war nach "Jeanne D'Arc" ausgebrannt und hatte keine Ideen mehr. Da muss man Abstand gewinnen. Und ich war ja nicht untätig in der Zeit, wie Sie wissen.
Im Gegenteil: Sie haben mit "Arthur und die Minimoys" eine erfolgreiche Kinderbuchreihe ersonnen sowie eine erfolgreiche Produktionsfirma und einen nicht minder erfolgreichen Verleih aus dem Boden gestampft.
Da steckte kein Plan dahinter. Schuld an allem ist der Erfolg von "Taxi", den ich produziert hatte. Bis Gaumont den Film so veröffentlichte, wie wir uns das vorgestellt hatten, mussten viele Kämpfe ausgefochten werfen. Was nicht so schlimm gewesen wäre, wenn die Kämpfe beim zweiten Teil nicht wieder von vorn losgegangen wären. Diese Anstrengungen war ich schnell leid. Also gründeten wir einen eigenen Verleih...
... und drehen seither Filme am Fließband, zu denen Sie mit "Nikita" und "Leon, der Profi" die Blaupause geschaffen haben - Genrefilme nach amerikanischem Muster, aber mit unverkennbar europäischem Flair.
Vergessen Sie nicht, dass wir immer auch anspruchsvolles Kino unterstützt haben, wie "Three Burials - Die drei Begräbnisse des Melquiades Estrada" von Tommy Lee Jones. Aber es stimmt schon, wir drehen kommerzielles Kino mit einem besonderen Blick auf ein junges Publikum. Filme wie "Transporter" oder "96 Hours" treffen einen Nerv.
Weil sich die Jugendlichen in den Vorstädten von Ihnen ernst genommen fühlen.
Wissen Sie, wie oft ein ganz normaler Teenager in den Banlieues täglich im Schnitt von der Polizei kontrolliert wird? Dreimal. Dafür, dass man einfach mit seinen Freunden auf einer Parkbank sitzt. Wenn ich in der Vorstadt aufwachsen würde, würde ich auch Autos anzünden. Diese Kinder haben keine Lust mehr, wie Dreck behandelt zu werden. Bei Europa Corp. haben wir Ausbildungsplätze für sozial benachteiligte Kids. Sie sollten sehen, wie Sie aufblühen, wenn man ihnen Verantwortung überträgt und sie ernst nimmt, ihnen zuhört.
Und jetzt eröffnen Sie auch noch ein Studio im Herzen von St. Denis.
Es ist doch Wahnsinn, dass wir in Frankreich kein international wettbewerbsfähiges Studiogelände besitzen. Ich hätte schon "Das fünfte Element" am liebsten in Frankreich gedreht und bin nur deshalb in die Londoner Pinewood Studios ausgewichen, weil es keine Alternative gab. Jetzt erfülle ich mir den Traum. Ich habe dieses unfassbare leerstehende Fabrikgelände gefunden, das regelrecht danach schreit, zu einem modernen Filmzentrum mit Studiobühnen, Postproduktionsstätten und sogar einer Filmschule ausgebaut zu werden. Der Grundstein ist gelegt. Eröffnung ist in zwei Jahren.
Sie haben eine eigene Produktion, einen eigenen Verleih, in Kürze ein eigenes Gelände. Trotzdem kündigen Sie Ihren Abschied vom Filmemachen an.
Ich habe mir vor einigen Jahren geschworen, insgesamt nur zehn Filme machen zu wollen. Haha. Selbst wenn Sie die drei "Minimoys"-Filme als einen Einzigen zählen, sind es jetzt schon elf. Mir war nur wichtig, mir selbst Grenzen zu setzen. Im Filmgeschäft wird man schnell vereinnahmt von all den schönen Hotels und teuren Einladungen, man verliert aus den Augen, was wirklich wichtig ist. Meine Ankündigung war reiner Selbstschutz: Wenn man sich selbst nur eine gewisse Anzahl an Filmen erlaubt, dann ist man wählerischer, sagt nicht gleich zu allem Ja. Aber sehen wir mal, was passiert, wenn das Studio offen ist. Ich bin selbst gespannt.
Als 14-jährige Möchtegern-Killerin begann in "Leon der Profi" die Karriere von "Star Wars"-Schönheit Natalie Portman. Nun will sie eine Fortsetzung!
Vergesst "Transformers 7", "Fantastic Four 3" und "Saw 12": Auf DIESE Fortsetzung haben wir anderthalb Jahrzehnte gewartet!Gerade mal 14 war Natalie Portman, als "Leon - der Profi" von Luc Besson ins Kino kam. Und ihr Auftritt als Waisenmädchen, das wie ihr ungeschliffener Ersatzvater Jean Reno so gerne Auftragskiller werden will, begeisterte Fans und Kritiker.
Das Filmstudio plant schon länger eine Fortsetzung, doch Natalie Portman zeigte keinerlei Interesse. Nun hat die "Star Wars"-Schönheit ihre Meinung geändert: "Wenn Luc wieder selbst Regie führen würde, würde ich innerhalb von zwei Sekunden zusagen - und das habe ich ihm auch selbst gesagt", verkündet Portman.
Das Problem dabei: Zwar liegt bereits ein Drehbuch für "Leon 2" vor, doch Luc Besson hat mit dem Projekt bisher nichts zu tun. Solange das so bleibt, hat auch Natalie Portman kein Interesse. "Ich habe das Drehbuch noch nicht einmal gelesen", so Portman.
Handeln soll der Film vom weiteren Lebensweg der damals jungen Waisin und so lautet der Arbeitstitel denn auch "Mathilda". Es dürfte also um die spannende Frage gehen, ob Mathilda wirklich selbst als Auftragskillerin arbeitet oder ob sie nach dem letzten Wunsch von Leon, der einst für den Tod ihrer Eltern verantwortlich war, ein halbwegs "normales" Leben führt.
Zwar würde die "Leon"-Fortsetzung um eine erwachsene Mathilda auch mit einer anderen Schauspielerin funktionieren. Deutlich attraktiver wäre der Film aber, wenn die inzwischen ebenfalls zur Frau gereifte Natalie Portman den Part übernimmt. Und das könnte für die Macher ein guter Grund sein, nochmal bei Luc Besson anzufragen, ob er nicht doch wieder im Regiestuhl Platz nehmen möchte. Genau das könnte Natalie Portman mit ihrer überraschenden Aussage bezweckt haben ?

































