Marc Forster
Kurzinfo
Der in Deutschland geborene und in der Schweiz aufgewachsene Regisseur, Jahrgang 1969, wurde mit dem Independent-Film "Monster's Ball" bekannt. Außer hervorragenden Kritiken erhielt das intensive Drama, das 2002 in den Kinos lief, auch hochkarätige Preise. Hauptdarstellerin Halle Berry wurde mit einem Bären und einem Oscar ausgezeichnet. Sein nächstes Regie-Projekt "Wenn Träume fliegen lernen" (2004/2005 in den Kinos), ein poetischer Historienfilm, der ...weiter »
Der in Deutschland geborene und in der Schweiz aufgewachsene Regisseur, Jahrgang 1969, wurde mit dem Independent-Film "Monster's Ball" bekannt. Außer hervorragenden Kritiken erhielt das intensive Drama, das 2002 in den Kinos lief, auch hochkarätige Preise. Hauptdarstellerin Halle Berry wurde mit einem Bären und einem Oscar ausgezeichnet. Sein nächstes Regie-Projekt "Wenn Träume fliegen lernen" (2004/2005 in den Kinos), ein poetischer Historienfilm, der die Geschichte des Peter-Pan-Erfinders erzählt, avancierte zu einem kritischen und kommerziellen Erfolg. Sein visuell aufregender Thriller "Stay" lief wie bereits "Monster's Ball" auf der Berlinale. Mit "Schräger als Fiktion" wechselte der vielseitige Forster erneut das Genre und legt eine schräge Komödie vor. Danach adaptierte der in Los Angeles lebende, ehemalige Filmstudent den Bestseller "Der Drachenläufer". Zuletzt übernahm er die Herausforderung, ein viele Millionen Dollar schweres Franchise fortzusetzen und Daniel Craig in seinem zweiten Auftritt als James Bond in Szene zu setzen.
Bis vor Kurzem waren Fans des Zombie-Bestsellers ganz heiß auf alle News zur bereits laufenden Verfilmung mit Brad Pitt. Jetzt macht sich Ärger breit.
Das Filmdrehbuch weist deutliche Abweichungen zur literarischen Vorlage auf.Kultbücher sind eine tolle Sache, denn sie haben bei ihren Fans einen extrem hohen Stellenwert und in der Regel auch eine enorm große Anzahl an leidenschaftlichen Anhängern. Werden sie verfilmt, kann die Produktionsfirma also von Anfang an mit einer großen Besucherschar im Kino rechnen. Sie bergen allerdings auch die Gefahr, großen Ärger heraufzubeschwören. Am häufigsten ist das der Fall, wenn an der Originalvorlage viele Änderungen vorgenommen werden. Bei der Verfilmung von "World War Z" ist genau das jetzt der Fall.
Der Zombieroman aus der Feder von Max Brooks wird derzeit von Marc Forster mit Brad Pitt in der Hauptrolle verfilmt. Bislang wurde jedes noch so kleine Detail von den Dreharbeiten in den Fanforen mit Begeisterung aufgenommen: Zuletzt erfreute sich die Fanschar an der Nachricht, dass "Breaking Bad"-Seriendarsteller Bryan Cranston eine Rolle in dem apokalyptischen Epos übernehmen wird. Die aktuellste Meldung allerdings bringt so manches Fangemüt zum Kochen: In der Verfilmung wird es nicht, wie im Original, um die Situation nach dem großen Zombiekrieg gehen.
Der große Kampf steht noch bevor
Die jetzt von Paramount freigegebene Inhaltsangabe dreht sich zwar auch um den UN-Mitarbeiter Gerry Lane, allerdings wird dieser nicht die Augenzeugenberichte der letzten Überlebenden aufnehmen, sondern ein Rennen gegen die Zeit und die drohende Zombiepandemie aufnehmen. Heißt im Klartext: Der Menschheit steht der große Zombieangriff noch bevor, statt einer Endzeit-Retrospektive steht ein Zombiespektakel ins Haus.
Im Netz gab es angesichts dieser Tatsache einen großen Aufschrei. Schließlich ist die für eine Zombiegeschichte ungewöhnliche Erzählebene genau das, was "World War Z" so sehr von anderen Veröffentlichungen dieses Genres abgehoben hat. Jetzt ist die Befürchtung groß, dass die Verfilmung nur ein Zombiefilm unter vielen anderen sein wird. Ins Kino kommen wird das Werk allerdings erst im Dezember 2012. Bis dahin ist noch viel Zeit, um mit weiteren Details herauszurücken und die Gemüter nach und nach zu beruhigen - oder auch nicht.

































