Michael Lott

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Kurzinfo

Michael Lott begann seine Laufbahn als Schauspieler am Theater. Seit den 90er-Jahren war der vielseitige Darsteller aber immer wieder auch in Fernseh- und Filmproduktionen zu sehen. Regelmäßiger Gast ist er in bekannten Krimireihen.
Geboren wurde Michael Lott 1964 in Hamburg. Er nahm Schauspielunterricht bei Hildburg Freese und spielte anschließend an verschiedenen Bühnen seiner Heimatstadt. Seit Beginn der 90er-Jahre stand Lott immer ...

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Michael Lott begann seine Laufbahn als Schauspieler am Theater. Seit den 90er-Jahren war der vielseitige Darsteller aber immer wieder auch in Fernseh- und Filmproduktionen zu sehen. Regelmäßiger Gast ist er in bekannten Krimireihen.
Geboren wurde Michael Lott 1964 in Hamburg. Er nahm Schauspielunterricht bei Hildburg Freese und spielte anschließend an verschiedenen Bühnen seiner Heimatstadt. Seit Beginn der 90er-Jahre stand Lott immer häufiger vor Film und Fernsehkameras. Kinozuschauern ist der Hanseate aus der Komödie "Wie die Karnickel" oder dem Episodenfilm "GG 19 Deutschland in 19 Artikeln" bekannt. Im Fernsehen wirkte Lott unter anderem in "Stauffenberg", dem Katastrophenfilm "Abgrund eine Stadt stürzt ein" und der Neuverfilmung des Antikriegs-Dramas "Die Brücke" mit. Dauergast ist Michael Lott außerdem in deutschen Krimireihen wie "Tatort", "SOKO" oder "Siska".
Michael Lott ist verheiratet. 2004 kam seine Tochter Betti Maida zur Welt. Der Schauspieler lebt in Hamburg.
"Synchronsprecher werden gedemütigt!" 06.04.2010

Ihre Stimme kennt jeder, ihr Gesicht fast niemand: Top-Synchronsprecher Michael Lott ("Willkommen bei den Sch'tis") über eine undankbare Kunst.

Synchronsprecher sind die großen Unbekannten der Branche. Dabei leisten sie wertvolle Arbeit für den Film.
Man kennt Sie in erster Linie als Schauspieler. Seit wann sind Sie Synchronsprecher?
MICHAEL LOTT: Seit 20 Jahren. Ich habe früh damit angefangen, neben meinen Theaterengagements auch im Synchronstudio zu arbeiten, zumal sich rasch zeigte, dass ich eine gewisse Begabung dafür habe.
Warum?
Man kann die Technik außer Acht lassen und sich nur aufs Spiel konzentrieren.
Wie haben Sie Ihr Talent entdeckt?
Ich wollte als junger Mann die ganze Vielfalt des Berufs ausprobieren. Ein Kollege hat mich dann ins Studio mitgenommen. Der Synchronregisseur Werner Freitag hat mich gefördert und mir immer größere Rollen zugetraut.
Viele Synchronschauspieler klagen über sich verschlechternde Arbeitsbedingungen. Erleben Sie das auch so?
Ja, und deshalb habe ich für mich die Konsequenz gezogen, nur noch ausgesuchte Filme zu synchronisieren. Ich bin auf keinen Hollywoodstar abonniert und konzentriere mich seit einiger Zeit auf das Arthouse-Kino.
Was hat sich am stärksten verändert?
Der Faktor Zeit. Vielleicht wird es mit einem positiven Beispiel am deutlichsten: In Sönke Wortmanns Film "Die Päpstin" spielt der Australier David Wenham die Hauptrolle. Als ich ihn synchronisiert habe, wurde im Studio wie bei Filmaufnahmen "geangelt", also nicht mit festem Mikro gearbeitet.
Welchen Vorteil hat das?
Auf diese Weise hat man als Sprecher völlige Bewegungsfreiheit, man kann die Szenen nachspielen. Wenn die Figur im Bett liegt, lege ich mich auch hin, wenn sie aufsteht, stehe ich auch auf; das führt zu einer ganz anderen Qualität. Die Arbeit an der "Millenniums-Trilogie" nach Stieg Larsson, in der ich Michael Nyqvist spreche, war ähnlich aufwendig.
Wie war das bei "Willkommen bei den Sch'tis"?
Ähnlich gut. Die Synchronregisseurin Beate Klöckner hat "Willkommen bei den Sch'tis" sehr sorgfältig ins Deutsche übertragen und dabei unter anderem eine ganz eigene Sprache entwickelt.
Synchronisieren Sie deshalb keine Serien mehr?
Ja, weil unter dem vorgegebenen Tempo zwangsläufig die Qualität leidet. Das lehne ich mittlerweile grundsätzlich ab; da würde ich mich selbst nicht gern hören.
Wird die Arbeit der Synchronschauspieler ausreichend gewürdigt?
Im Gegenteil. Jeder Brötchenholer am Set kommt in den Abspann, aber die Menschen, die über Wochen mit der Synchronisation beschäftigt waren, tauchen nirgendwo auf. Das ist eine demütigende Herabwürdigung unserer Arbeit.
Glauben Sie, außer den Experten interessiert sich jemand für die Sprecher?
Ich bin sicher, viele Zuschauer würden gern wissen, wer die deutschen Stimmen der Schauspieler sind. Deshalb sollte die Synchronisation auch in den
Kritiken eine viel größere Rolle spielen. Gern auch mit Hinweis auf eine schlechte Arbeit. Die Synchronfirmen sollen merken, dass es sehr wohl wahrgenommen wird, wenn die Qualität abnimmt.
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