Oliver Parker

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Oliver Parker

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GEBURTSTAG:
06.09.1960 in London, England

Kurzinfo

Britischer Regisseur, Drehbuchautor und Schauspieler. Oliver Parker arbeitete zehn Jahre als Schauspieler, bevor er sich mit hochklassigen Literaturverfilmungen ("Othello"), Thrillern ("Fade to Black") und Komödien ("I Really Hate My Job") als versierter Regisseur einen Namen machte. Wie Kenneth Branagh verfolgt er das Konzept von Literaturverfilmungen mit Starbesetzung. So führte er in den Oscar-Wilde-Adaptionen "Ein perfekter Ehemann" (1999) und "Ernst sein ist ...

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GEBURTSDATUM: 06.09.1960
Britischer Regisseur, Drehbuchautor und Schauspieler. Oliver Parker arbeitete zehn Jahre als Schauspieler, bevor er sich mit hochklassigen Literaturverfilmungen ("Othello"), Thrillern ("Fade to Black") und Komödien ("I Really Hate My Job") als versierter Regisseur einen Namen machte. Wie Kenneth Branagh verfolgt er das Konzept von Literaturverfilmungen mit Starbesetzung. So führte er in den Oscar-Wilde-Adaptionen "Ein perfekter Ehemann" (1999) und "Ernst sein ist alles" (2002) Colin Firth, Rupert Everett, Reese Witherspoon, Cate Blanchett, Dame Judi Dench, Julianne Moore und Minnie Driver, die den geistreichen Witz und die glänzenden Dialoge Wildes hinreißend vermitteln.
Parkers größter Kassenerfolg war die Adaption von Ronald Searles Karikatur-Serie "Die Girls von St. Trinian's" (2007), eine schwarze Komödie um die anarchischen Elevinnen des Internats St. Trinian's (unter ihnen Bond-Girl Gemma Atherton und Mischa Barton), die auf Kunstraub gehen, um die verschuldete Schule zu retten. Parker produzierte mit Everett, der in einer Doppelrolle als Direktorin (wie eine Doppelgängerin von Lady Camilla) und Vater einer Schülerin auftritt. 2008 inszenierte Parker seine dritte Oscar-Wilde-Adaption "Das Bildnis des Dorian Gray", mit Ben Barnes in der Titelrolle des Dandys, der auf ewig äußere Schönheit zeigt, während an seiner Stelle sein Porträt altert. Colin Firth ist sein Freund Lord Henry Wotton, zu Dorians Frauen gehören Rebecca Hall und Emilia Fox.
Oliver Parker wurde 1960 in London als Sohn der Schriftstellerin Lady Gillian Parker und des Eisenbahnangestellten Sir Peter Parker geboren. Er wurde 1979 Mitglied von Clive Barkers "Dog Theatre Company ", wo er drei Jahre als Schauspieler und Regisseur wirkte, bevor er zum walisischen Repertoire Theatre wechselte und Shakespeare-Rollen spielte. Ab 1986 war er in Nebenrollen in TV-Serien ("Matlock", "The Bill") und Kinofilmen zu sehen, darunter drei nach Barkers Vorlagen entstandenen Horrorfilmen ("Hellraiser", 1987; "Hellraiser II: Hellbound", 1988; "Nightbreed", 1990). 1995 wechselte er ins Regiefach und machte mit "Othello" und Laurence Fishburne (Othello), Irène Jacob (Desdemona) und Kenneth Branagh (Jago) auf sich aufmerksam. Neben Literaturadaptionen inszenierte Parker 2003 das Sittengemälde "The Private Life of Samuel Pepys" (TV), mit Steve Coogan als Schriftsteller der Elisabethanischen Ära.
Oliver Parkers Thriller "Fade to Black" (2006) ist eine spannende Fiktion um Regielegende Orson Welles (Danny Huston), der 1948 nach dem Scheitern seiner Ehe mit Rita Hayworth während der Dreharbeiten zu seinem "Othello"-Film durch einen Mord am Set auf die Spur einer internationalen Verschwörung gerät und sich in seine Hauptdarstellerin Lea Padovani (Paz Vega) verliebt. In der Komödie "Eine Hochzeit zu dritt" (2005) nimmt Piper Perabos Liebesglück mit Matthew Goode durch Lena Headey unerwartete Wendungen, in der Komödie "I Really Hate My Job" (2007) gehören Neve Campbell, Alexandra Maria Lara und Shirley Henderson zu den fünf Londoner Kellnerinnen, die von ihrer Berufung träumen.
Oliver Parker war 2000 für das Beste Adaptierte Drehbuch ("Ein perfekter Ehemann") für den BAFTA Award nominiert.
Parkers Bruder ist der Schauspieler Nathaniel Parker (Cassio in "Othello").
GEBURTSDATUM: 06.09.1960
"Diese Rolle ist eigentlich unmöglich" 14.04.2010

Regisseur Oliver Parker über seine Neuverfilmung des "Dorian Gray", Probleme mit britischem Humor und den schönsten Menschen der Welt.

Oliver Parker ging es bei "Das Bildnis des Dorian Gray" vor allem darum, den Oscar-Wilde-Klassiker für ein junges Publikum aufzubereiten.
Wie viele der früheren Verfilmungen haben Sie sich zur Vorbereitung angesehen?
OLIVER PARKER: Es gibt einige Versionen, die fürs Fernsehen entstanden sind, aber fürs Kino ist meines Erachtens nur eine wirklich ernsthafte Verfilmung entstanden - 1946 mit George Sanders. So gut dieser Film auch ist, er wirkt nach über 60 Jahren ziemlich veraltet. Da war es höchste Zeit, mit einer neuen Verfilmung ein jüngeres Publikum anzusprechen.
Wie sind Sie vorgegangen, um die Geschichte aufzufrischen?
Während die Figur des Dorian Gray in der alten Verfilmung eher distanziert angelegt wurde, lag mir viel daran, sie fürs Publikum emotionaler zu gestalten - eine kleine Änderung, aus der ein ganz anderer Film entstanden ist. Die alte Verfilmung ist auch viel langsamer erzählt, das Tempo wird den Sehgewohnheiten jüngerer Zuschauer nicht mehr gerecht. Auch da mussten wir uns etwas einfallen lassen und bauten Thrillerelemente ein.
Sie stellen Dorian Gray mit etlichen Erotikszenen auch verführerischer dar. Gab es Diskussionen, wie weit Sie gehen dürfen?
Wir mussten manche Szenen etwas entschärfen, um in Großbritannien eine Altersfreigabe ab 15 Jahren zu bekommen. Mir war es wichtiger, ein junges Publikum anzusprechen, als auf meiner Fassung zu bestehen. Letztendlich unterscheidet sich die jetzige Fassung gar nicht so sehr von der Ursprungsfassung. Vielleicht wird sie irgendwann auf DVD erscheinen.
In Großbritannien ist der Film bereits als DVD erhältlich. Kommt der Film nicht sehr spät auf deutsche Leinwände?
Er ist auch gerade erst in Russland und Italien in den Kinos gestartet. Jedes Land entscheidet selbst, wann der beste Zeitpunkt ist. Natürlich stellt sich die Frage, ob eine internationale Kinoauswertung überhaupt sinnvoll ist, aber ich glaube, dass das Kino immer noch der beste Ort ist, um sich einen Film anzusehen.
Das Zeitfenster zwischen Kinoauswertung und multimedialer Veröffentlichung wird immer kleiner.
Mir wäre es lieber, den Zeitpunkt der DVD-Veröffentlichung so weit wie möglich nach hinten zu legen, damit ein Film überhaupt eine Chance im Kino hat. Andererseits will ich die DVD auch nicht schmälern. Es ist natürlich toll, dass sich ein zweiter Markt entwickelt hat.
Wie lange mussten Sie nach einem Hauptdarsteller suchen?
Im Grunde genommen ist es unmöglich, diese Rolle zu besetzen. Wie sieht der schönste Mensch auf Erden aus? Da hat jeder seine eigenen Vorstellungen. Produzent Barnaby Thompson schlug Ben Barnes vor, ich war mir anfangs nicht so sicher.
Wie viele Kandidaten haben Sie sich für die Besetzung der Hauptrolle angesehen?
Ben war der einzige. Danach ging alles ziemlich schnell. Colin Firth als Lord Henry hatten wir zuerst besetzt. Für "Das Bildnis des Dorian Gray" brauchte ich wegen der visuellen Effekte ein höheres Budget, und dafür musste ein großer Name auf der Besetzungsliste her.
Nach "Das Bildnis des Dorian Gray" haben Sie die Fortsetzung zu Ihrem "Die Girls von St. Trinian" gedreht. Wurde sie bereits nach Deutschland verkauft?
Es gibt wohl Verhandlungen über "St. Trinian's 2: The Legend of Fritton's Gold" mit deutschen Verleihern, aber ich bin darin nicht involviert. Ich kann nur sagen, dass die Fortsetzung in Großbritannien genauso gut ankam wie "der erste Teil". Es kann sein, dass der Humor einfach zu britisch ist, um damit internationale Erfolge feiern zu können. Aber davon lassen wir uns den Spaß nicht verderben, es ist ein dritter Teil geplant, bei dem ich allerdings nur als Produzent agieren werde.
Was Ist Ihr nächstes Projekt als Regisseur?
Ich schwanke zwischen einer weiteren Komödie und einem Spionagethriller. Sicherer ist der Spionagefilm nach "On Green Dolphin Street" von Sebastian Faulks. Die Geschichte spielt in Washington D.C., als sich Nixon und J.F. Kennedy für die Präsidentschaftswahl aufstellen ließen. Vor diesem Hintergrund lässt sich die Frau eines Angehörigen der britischen Botschaft auf eine Affäre mit einem US-Journalisten ein, der in den Verdacht gerät, ein Spion zu sein.
Steht schon fest, wer mitspielen wird?
Sobald wir grünes Licht bekommen, fangen wir mit der Besetzung an. Eine Herausforderung wird es sein, Amerika in den 60ern nachzustellen, zumal der Dreh hauptsächlich in Großbritannien stattfinden soll.
GEBURTSDATUM: 06.09.1960
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GEBURTSDATUM: 06.09.1960

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Bruder des Schauspielers Nathaniel Parker

 
 
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