Stephen Daldry

Portrait von Stephen Daldry
Stephen Daldry

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GEBURTSTAG:
02.05.1961 in Dorset, England

LEBT IN:
Großbritannien

Kurzinfo

Wie seinem Kollegen Sam Mendes ("American Beauty") gelang dem britischen Theaterregisseur Stephen Daldry mit seinem Spielfilmdebüt "Billy Elliot" ein Publikums- und Kritikererfolg, der sich mit seinem zweiten, diesmal amerikanischen Film "The Hours" fortsetzte.
"Billy Elliott" ("Dancer") erhielt u. a. die Rekordzahl von dreizehn BAFTA-Nominierungen, drei BAFTA Awards (Film, Hauptdarsteller, Nebendarstellerin) und drei Oscar- und Golden-Globe-Nominierungen. In der Tradition britischer Arbeiterkomödien wie ...

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GEBURTSDATUM: 02.05.1961 | GEBURTSORT: GROßBRITANNIEN
Wie seinem Kollegen Sam Mendes ("American Beauty") gelang dem britischen Theaterregisseur Stephen Daldry mit seinem Spielfilmdebüt "Billy Elliot" ein Publikums- und Kritikererfolg, der sich mit seinem zweiten, diesmal amerikanischen Film "The Hours" fortsetzte.
"Billy Elliott" ("Dancer") erhielt u. a. die Rekordzahl von dreizehn BAFTA-Nominierungen, drei BAFTA Awards (Film, Hauptdarsteller, Nebendarstellerin) und drei Oscar- und Golden-Globe-Nominierungen. In der Tradition britischer Arbeiterkomödien wie "Brassed Off" und "Ganz oder gar nicht" erzählt Daldry, wie der elfjährige Billy Elliot (Jamie Bell) während der Bergarbeiterstreiks Mitte der 1980er-Jahre seine Leidenschaft für den Tanz entdeckt, eine engagierte Lehrerin findet und gegen alle Widerstände durchhält, bis ihm Bestätigung zuteil wird. In "The Hours", 2003 mit zwei Golden Globes (Film, Hauptdarstellerin) ausgezeichnet, spielt Nicole Kidman - mit aufgeklebter Nase - die suizidgefährdete britische Schriftstellerin Virginia Woolf, deren Werk zu unterschiedlichen Zeiten Einfluss auf zwei amerikanische Frauen (Meryl Streep, Julianne Moore) hat.
Für seine großartigen Leistungen erhielt er 2004 den Order of the British Empire. Ein Jahr darauf betätigte er sich als ausführender Produzent für die Komödie "Guy X" mit Jason Biggs, der als Soldat versehentlich in der Arktis landet. Sowohl für den Golden Globe (2009) wie auch den Satellite Award (2008) wurde sein vierter Kinofilm "Der Vorleser" nach der Buchvorlage von Bernhard Schlink nominiert. Ralph Fiennes (bzw. David Kross als Junge) ist der "Vorleser" und Kate Winslet schlüpft in die Rolle der ehemaligen KZ-Wächterin Hanna Schmitz.
Daldry war Direktor des Royal Court Theatre und hatte dort über 100 Stücke produziert, einige inszeniert. Er galt als "der einzige Regisseur, der es wirklich versteht, die Jugend zu begeistern, da er eindrucksvolle Standards für die Welt des Theaters setzt". 1999 inszenierte er den Kurzfilm "Eight". Als Spielfilmregisseur weiß Daldry mit einem Spektrum emotionaler Wechselbäder aufzuwarten, in denen ausgefeilte Charaktere agieren. Seit 2001 ist Stephen Daldry mit der Tänzerin Lucy Sexton verheiratet. Im Mai 2003 kam ihre Tochter Annabel Clare auf die Welt.
GEBURTSDATUM: 02.05.1961 | GEBURTSORT: GROßBRITANNIEN
"Keine Scheu bei den Sexszenen" 25.02.2009

Der Regiesseur der oscarnominierten Bestseller-Verfilmung "Der Vorleser" über die Arbeit mit Kate Winslet und den Dreh im KZ Majdanek.

Nach "Billy Elliot" und "The Hours" wagte sich Stephen Daldry an die Bestsellerverfilmung "Der Vorleser" und präsentierte die Geschichte einer verstörenden Liebe außer Wettbewerb auf der Berlinale. Das Drama über Schuld und seine Bewältigung war für fünf Oscars nominiert, darunter für die beste Regie.
» Was bedeutete für Sie die Teilnahme an der Berlinale?
STEPHEN DALDRY: Ich habe eine enge Beziehung zu der Stadt, man spürt die Vergangenheit an jeder Ecke. Das Nachkriegsdeutschland interessiert mich schon lange. Als Junge war ich im Schüleraustausch in Deutschland, später habe ich eng mit der jetzigen Schaubühne zusammengearbeitet. Der Drehbuchautor David Hare und ich verbrachten bei diesem Projekt so viel Zeit in Berlin, dass wir ein Theaterstück mit dem Titel "Berlin" geschrieben haben, das vor kurzem in London Premiere gefeiert hat.
» Warum haben Sie die chronologische Erzählweise des Buches durch ein Spiel mit verschiedenen Zeitebenen ersetzt?
Wir wollten keinen unsichtbaren Erzähler wie in vielen Romanadaptionen, keine Eins-zu-eins-Umsetzung der literarischen Vorlage, sondern einen Film, basierend auf Bernhard Schlinks Roman, eine ziemliche Verantwortung. Durch die Zeitsprünge kann der Zuschauer die Figuren von den Fünzigern bis in die Neunziger und zurück verfolgen. Schlink und Hare haben eng zusammengearbeitet.
» Wie führten Sie den jungen David Kross an die Sexszenen mit Kate Winslet heran?
David Kross war schon sehr nervös bei dieser Herausforderung, ich glaube, er hat das Zeug zum Superstar. Kate Winslet kümmerte sich rührend um ihn und half ihm, seine mögliche Scheu zu überwinden. Bei diesem Thema wollte ich unbedingt so viele deutsche Schauspieler engagieren wie möglich und mit einer deutschen Crew arbeiten. In Ihrem Land gibt es die tollsten Schauspieler.
» Wie kam es zur Besetzung mit Kate Winslet und Ralph Fiennes?
Die beiden waren meine erste Wahl, sie verfügen über eine große Stärke. Nicole Kidman kam ins Gespräch, weil Kate anfangs nicht verfügbar war, dann wurde Nicole schwanger, und durch die Verschiebung des Projekts klappte es dann doch mit Kate. Ich bin sehr froh darüber, sie hat ein sehr breites emotionales Spektrum, die wichtigste Voraussetzung für die Rolle der Hanna Schmitz.
» Während der Postproduktion gab es Streit zwischen dem Produzenten Scott Rudin und dem Verleihchef Harvey Weinstein, der auf die schnelle Fertigstellung des Films drängte. Rudin zog sogar seinen Namen vom Film zurück. Würde "Der Vorleser" anders aussehen, wenn Sie mehr Zeit gehabt hätten?
Es ging darum, dass Scott Rudin und ich eine Konkurrenz mit dem ebenfalls Ende 2008 startenden Kate-Winslet-Film "Zeiten des Aufruhrs" vermeiden wollten. Rudin und Weinstein konnten sich nicht einigen. Aber im Rückblick betrachtet, hätte ich nichts anders gemacht. Im Schnitt gab es keine Beschränkungen.
» Was brachte Sie zu dem Projekt?
Das Thema. Trotz der vielen Filme über die Judenvernichtung findet "Der Vorleser" einen ganz anderen Zugang, das ganz Banale entpuppt sich als absoluter Horror. Es stellt sich die Frage, wie geht die Nachfolgegeneration mit den Traumata der Vergangenheit um, wie kann sie die Taten und Sünden der Eltern verkraften?
» Welche Szenen bereiteten Ihnen die größten Magenschmerzen?
Die Dreharbeiten im früheren Todeslager Majdanek waren die schlimmsten Tage. Das Grauen der Vergangenheit war physisch und psychisch spürbar, man bekam fast keine Luft mehr. Wir alle, Schauspieler und Team, fühlten uns bedrückt. "Der Vorleser" forderte viel von uns.
» Welche Prioritäten setzen Sie sich in der Zukunft? Film oder Theater?
Mich fasziniert beides, kreative Abwechslung ist das Salz in der Suppe. So fand ich es richtig spannend, gleichzeitig am Broadway-Musical "Elliot" und am "Vorleser" zu arbeiten.
GEBURTSDATUM: 02.05.1961 | GEBURTSORT: GROßBRITANNIEN
Jahr Film
GEBURTSDATUM: 02.05.1961 | GEBURTSORT: GROßBRITANNIEN
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