Tim Burton

Portrait von Burton
Burton

User-Bewertung

23 VOTES
100%
REALER NAME:
Timothy William Burton

GEBURTSTAG:
25.08.1958 in Burbank, Kalifornien

LEBT IN:
USA

Kurzinfo

Der bekennende Fan von Horrorfilmen und Comics schätzt das Düster-Groteske, das Abgründige in boshafter Verkleidung und das Bizarre in Freaks und Außenseiter-Gestalten. Diese inszeniert er mal dramatisch, mal ironisch und immer mit dem Touch des Makaber-Humorvollen in erkennbar liebevoller Weise. So entstanden einige der skurrilsten Werke der Filmgeschichte, von denen mehrere, wie die beiden ersten "Batman"-Filme, Welterfolge wurden.
Tim Burton begann ...

weiter »
 
GEBURTSDATUM: 25.08.1958 | GEBURTSORT: USA
Der bekennende Fan von Horrorfilmen und Comics schätzt das Düster-Groteske, das Abgründige in boshafter Verkleidung und das Bizarre in Freaks und Außenseiter-Gestalten. Diese inszeniert er mal dramatisch, mal ironisch und immer mit dem Touch des Makaber-Humorvollen in erkennbar liebevoller Weise. So entstanden einige der skurrilsten Werke der Filmgeschichte, von denen mehrere, wie die beiden ersten "Batman"-Filme, Welterfolge wurden.
Tim Burton begann als talentierter Zeichner für die Disney-Studios und begann bereits dort mit zwei Kurzfilmen ("Vincent", eine Hommage für den Darsteller Vincent Price, und "Frankenweenie", eine Frankenstein-Parodie), eine eigenständige Bildsprache zu entwickeln. Nach seinem Regiedebüt für den Komiker Pee Wee Herman ("Pee Wees irre Abenteuer") konnte er seinen Stil mit der Geschichte um den Lottergeist "Beetlejuice" (1988, mit Michael Keaton) ausbauen. Beide Filme waren überraschend erfolgreich, weshalb ihn Warner mit dem "Batman"-Film und später dessen Fortsetzung beauftragte. Gespielt wurde der persönlichkeitsgespaltene Beschützer von Gotham City in den ersten beiden Teilen von Michael Keaton (den dritten "Batman"-Film produzierte Burton nur).
Zwischen diesen Großproduktionen fand Burton mit "Edward mit den Scherenhänden" (1991), in dem Johnny Depp ein trauriges Monster mit geschickten Fingerfertigkeiten spielte, endgültig seinen Stil. Als Liebhaber von B-Movies erwies Burton 1994 mit Depp in der Titelrolle dem "schlechtesten Regisseur aller Zeiten", dem in den 40er- und 50er-Jahren tätigen "Ed Wood", seine Huldigung. Er inszenierte den Nonsens-Stil Woods nach und stilisierte ihn dabei als tragische und konsequente Figur. Für die Rolle des drogensüchtigen Horrorfilmstars Bela Lugosi wurde Martin Landau mit dem Oscar für die beste Nebenrolle ausgezeichnet.
Burtons "Mars Attacks!" war eine höhnisch fiese und souverän die Filmgeschichte zitierende Alien-Invasion, in der Stars in kleinsten Rollen auftraten und die Schock-Ästhetik der Horror- und Science-Fiction-Filme der 50er Jahre genüsslich ausgekostet wurde. Mit der nach einer Novelle von Washington Irving entstandenen Horrorgroteske "Sleepy Hollow" (mit Johnny Depp und Christina Ricci), in der ein Dorf im Neuengland von 1791von einem kopflosen Reiter (Christopher Walken) terrorisiert wird, verbeugte sich Burton gekonnt bis in die Farbdramaturgie vor den Filmen des legendären Londoner Hammer-Studios und seinen "Dracula"- und "Frankenstein"-Produktionen sowie vor dem Edgar-Allan-Poe-Zyklus, den der Amerikaner Roger Corman zwischen 1960 und 1965 in England inszenierte und produzierte.
Als actionhaltige Auftragsarbeit entstand 2001 Burtons Neuinszenierung des Klassikers "Planet der Affen", in der Mark Wahlberg in die Fußstapfen von Charlton Heston trat und Schauspielergrößen wie Tim Roth oder Helena Bonham Carter unter ihren schweren Affenmasken kaum zu erkennen waren. Zurück zu seiner typischen Verspieltheit fand Burton in "Big Fish - Der Zauber, der ein Leben zur Legende macht" mit der Geschichte eines Mannes (Albert Finney auf dem Sterbebett, Ewan McGregor als sein jüngeres Ich), der sein Leben aus märchenhaften Geschichten gestaltet.
Nach Burtons Entwürfen entstanden auch die ungewöhnlichen Kinderfilme "Tim Burton's Nightmare Before Christmas" und "James und der Riesenpfirsich" nach einer Vorlage von Roald Dahl. Eine weitere Dahl-Adaption bildete die vierte Zusammenarbeit von Burton mit Depp: In "Charlie und die Schokoladenfabrik" spielt Depp mit maskenhaftem Gesicht den exzentrischen Einsiedler Willy Wonka, der fünf Kindern mit erwachsener Begleitung die Gelegenheit gibt, seine Fabrik zu besichtigen - eine Tour, die in ein magisches Reich führt und bis zu ihrem Ende mit visuellen Eindrücken überrascht.
Burton war lange Zeit mit der in seinen Filmen auftretenden Schauspielerin Lisa Marie verlobt. Seit 2001 ist er mit der Schauspielerin Helena Bonham Carter liiert, mit der er einen gemeinsamen Sohn hat.
GEBURTSDATUM: 25.08.1958 | GEBURTSORT: USA
Brosnan sollte Batman spielen 21.08.2014

Im Batman-Film von 1989 sollte Pierce Brosnan die Rolle übernehmen, die dann an Michael Keaton ging. Denn der Ex-Bond fand Superhelden albern - damals...

Ein Angebot, das man nicht ablehnen hätte sollen...
Lange Zeit galten Superhelden-Filme als übertriebene, kunterbunte Spektakel für Teenager und Nerds. Doch dann kamen Christopher Nolan und Christian Bale und setzten mit "Batman Begins" neue Maßstäbe: realistische, vielschichtige Helden mit inneren Nöten, dazu spektakuläre Action auf höchstem technischen Niveau. Mit dieser Formel gingen anschließend Iron Man, Thor und Superman auf Schurkenjagd. Inzwischen beherrschen ganze Heldenteams wie die Avengersund demnächst die Justice League das Kino.
Dank anerkannten Mimen wie Bale oder Robert Downey jr. gelten Superheldenfilme zudem auch als ernstzunehmende schauspielerische Herausforderung. Und so hat nun Pierce Brosnan eine Anekdote aus seiner Vergangenheit preisgegeben, die er lange geheim gehalten hatte. Denn der spätere 007-Darsteller hat 1989 ein Angebot von Tim Burtonerhalten, in dessen "Batman"-Film die Hauptrolle zu spielen, wie er in einem Interview berichtet:

Das soll wohl ein Witz sein?

"Ich habe mich mit Tim getroffen, um über Batman zu sprechen", so Pierce Brosnan. "Aber ich habe das Ganze absolut nicht ernst genommen, denn ich dachte mir: 'Ein Typ, der seine Unterhosen über seiner Hose trägt, den kann doch niemand ernst nehmen!' Das war meine dumme Sicht damals, ich hielt das alles für Quatsch. Wie sehr kann man sich irren!"
Dabei war der Ire als Kind selbst ein großer Fan des Dunklen Rächers: "Nicht, dass wir uns missverstehen - ich liebe Batman und bin mit ihm aufgewachsen. Als Kinder haben wir uns immer die Regenjacken im Nacken zusammengebunden, um ein Cape zu haben, und sind dann an Seilen durch den Geräteschuppen geschwungen."
Doch als Erwachsener wollte sich Brosnan dann lieber nicht mehr im Batman-Kostüm zeigen. So ging die Rolle später an Michael Keaton, der für Tim Burton schon in "Beetlejuice"gespielt hatte. Zwar gehen die Meinungen über die sehr schrille Inszenierung ziemlich auseinander, aber ein Meilenstein der Comic-Geschichte im Kino war der Film allemal.
Und heute ist die Titelrolle in einem Batman-Film so prestigeträchtig, dass große Empörung unter den Fans ausbricht, wenn ein ihrer Meinung nach ungeeigneter Mime die Ehre erhält, als Dunkler Rächer über die Leinwand zu flimmern - so wie im Fall von Ben Affleck, der demnächst in "Batman v Superman: Dawn of Justice" zu sehen sein wird.
Amy Adams in "Story of Your Life" 03.04.2014

Als Sprachexpertin soll die Schauspielerin den Code von Aliens knacken, die auf der Erde gelandet sind.

Amy Adams, für ihre großartige Performance in "American Hustle" jüngst Oscar-nominiert, soll demnächst für Denis Villeneuve arbeiten.
Amy Adams, für ihre Performance in "American Hustle" jüngst Oscar-nominiert, soll demnächst für Denis Villeneuve arbeiten. Der kanadische Regisseur bereitet mit "Story of Your Life" einen Science-Fiction-Thriller vor, der auf einer Kurzgeschichte von Ted Chiang basiert.
Eric Heisserer hat bereits das Drehbuch der Geschichte vorgelegt, in der eine Sprachexpertin von der Regierung beauftragt wird, in Kontakt mit Aliens zu treten, die überall auf der Welt gelandet sind. Sie soll herausfinden, ob die fremden Gestalten eine Gefahr für die Menschheit darstellen.
Denis Villeneuve feierte unlängst einen schönen Erfolg mit "Prisoners". Am 22. Mai startet dann sein Psycho-Thriller "Enemy" in den deutschen Kinos. Amy Adams wiederum stand gerade für "Big Eyes" von Tim Burton vor der Kamera.

Immer eins nach dem anderen

Bevor Villeneuve jedoch Anfang 2015 mit den Dreharbeiten von "Story of Your Life" beginnt, realisiert er diesen Sommer noch den Thriller "Sicario" mit Emily Blunt in einer der Hauptrollen. Die Geschichte um einen Polizisten aus Arizona, der mit ein paar Söldnern nach Mexico reist, um dort einen Drogenbaron zur Strecke zu bringen, stammt aus der Feder von Taylor Sheridan.
Michael Keaton zu "Beetlejuice 2" 17.02.2014

Für den Bioexorzisten von damals ist eigentlich alles klar: Er ist an Bord, Tim Burton ist an Bord - was soll also groß schief gehen?

Sollte "Beetlejuice 2" jetzt langsam wirklich Fahrt aufnehmen? Michael Keaton zumindest hat keine Zweifel mehr...
Gerüchte über einen zweiten Teil des Horror-Klamauks "Beetlejuice" von 1988 gab es schon viele. Dass Johnny Depp mitspielen wird, dass Tim Burton wieder Regie führen wird, dass Teil zwei überhaupt zustande kommt - seit Jahren viel Rauch um letzten Endes erschreckend wenig Feuer. Einzig greifbares Ergebnis: Multitalent Seth Grahame-Smith hat sich konkret an der Story zu schaffen gemacht. Schließlich hatte er ein Foto von sich im "Beetlejuice"-Kostüm vor seinem Computer getweetet - inklusive der Nachricht: "It's Showtime!"
Aber auch in Interviews klang er ganz zuversichtlich: "Wir machen auf jeden Fall ein Sequel, das 26 Jahre später spielt", war eines seiner Statements. Ein anderes lautete: "Wir gehen es langsam, bedächtig und vorsichtig an." Was offensichtlich der Wahrheit entsprach: Schließlich ist das schon wieder ein Jahr her. Und neue Heldentaten wurden bis dato nicht vermeldet.
Allerdings hat sich jetzt Michael Keaton zu Wort gemeldet - immer noch die Numero Uno wenn's um Expertisen zum Thema geht. Und der Beetlejuice von damals behauptet steif und fest, dass durchaus etwas voran geht in Sachen alberner Spukerei: "Ich habe Tim (Burton) ein paar Mails geschickt, ich habe ein paar mal mit dem Autor gesprochen - aber das war alles nur ganz vorläufiges Zeug. Ich habe ja immer gesagt: Wenn es etwas gibt, was ich noch mal machen möchte, dann das. Aber es ist unbedingt notwendig, dass Tim mit dabei ist."

Alle Mann an Bord

Bis dahin wenig Neues. Aber was er dann noch draufsetzte, weckt doch Hoffnung: "Jetzt sieht es aber so aus, als ob Tim dabei wäre. Und ohne zu viel zu verraten: Wir haben miteinander gesprochen, wir haben gemailt - und wenn er dabei ist, ist es für mich ja wohl kaum möglich, nicht dabei zu sein."
Zumindest er selbst muss dabei ja nicht mal viel Zeit mitbringen: Denn obwohl "Beetlejuice" sich anfühlt, wie die große Michael-Keaton-Show - bei genauem Hinsehen hatte der Star in den 1,5 Stunden Laufzeit des Films lediglich 17,5 Minuten Screentime. Viel Vorbereitung braucht er übrigens dabei auch nicht. 95 Prozent seiner damaligen Dialoge waren improvisiert - was sie wohl auch so authentisch werden ließ. Anders ausgedrückt: Michael Keaton spielte "Beetlejuice" nicht - Michael Keaton wurde damals zu "Beetlejuice". Kein Wunder, dass er auch heute noch so von dem Film besessen ist, dass er unbedingt einen zweiten Teil auf die Leinwand bringen möchte.
Tim Burton verhandelt "Beetlejuice 2" 22.10.2013

Drehbuch in Auftrag, Michael Keaton an Bord - fehlt nur der Kult-Regisseur fürs Beetlejuice-Comeback

Seit 1988 warten Grusel-Fans auf die Rückkehr von Ekel-Gespenst Beetlejuice. Jetzt könnte es klappen.
Vor zwei Jahren wurde eine Spur konkret, was Fans schon lange fordern: Die Auferstehung des ekligen Spaßvogels "Beetlejuice", 1988 von Kultregisseur Tim Burton in Szene gesetzt. Ex-"Batman" Michael Keaton gab den Geist mit dem irren Blick.
Filmriese Warner also ließ wissen, dass man "Beetlejuice 2" nicht abgeneigt wäre und kurz darauf wurde tatsächlich Erfolgsautor Seth Grahame-Smith an die Feder beordert. Der hatte unter anderem "Abraham Lincoln - Vampirjäger" vom Comic zum Drehbuch verholfen. Michael Keaton musste keine Sekunde lang überlegen und sagte sofort zu.
Aber es fehlte noch Regisseur Tim Burton, dessen Hirn "Beetlejuice" einst entsprang und der ihm zum Durchbruch verhalf. Vor einigen Tagen ging das Gerücht, er hätte Interesse an der Fortsetzung signalisiert. Nun meldet 'The Wrap', dass ihm Warner offiziell ein Angebot unterbreitet habe.

Spezial-Rolle für Tim Burtons Dauerdarsteller?

Das Studio möchte gerne sofort loslegen, doch selbst im Falle einer Einigung hat Tim Burton erst einmal andere Prioritäten. Zum Beispiel seinen nächsten Film "Miss Peregrine's Home for Peculiar Children". Die "Beetlejuice"-Fans müssen sich also noch gedulden - dafür gibt es vielleicht ein nettes Extra:
Autor Grahame-Smith gestand nämlich, dass er sicherheitshalber eine Spezial-Rolle in sein "Beetlejuice 2"-Skript einbaut, die genau auf Johnny Depp zugeschnitten ist. "Es ist mir vielleicht unmöglich, das zu vermeiden - Burton könnte mich dazu zwingen", scherzte er. Depp ist schließlich Burtons Leib- und Magen-Star, gemeinsam drehten sie unter anderem "Edward mit den Scherenhänden", "Alice im Wunderland" und "Dark Shadows".
Robert Downey Jr. will in "Pinocchio" die Hauptrolle spielen 16.07.2013

Robert Downey Jr. treibt Tim Burtons ehemaliges Projekt "Pinocchio" unermüdlich voran. Nun will er auch die Hauptrolle spielen.

Nachdem Tim Burton abgesprungen ist, hat der "Iron Man"-Star sich schon Ben Stiller als Regiekandidaten geschnappt.
Neben "Iron Man" hat es Robert Downey Jr. noch eine andere Figur aus dem Reich der Fantasie angetan: Pinocchio, die zum Leben erwachte Holzpuppe und Kinderbuchfigur von Carlo Collodi.
Schon länger ist Downey Jr. bei dem geplanten Live-Action-Kinofilm "Pinocchio" involviert, den eigentlich Tim Burton drehen wollte: Er sollte die Figur des Geppetto spielen. Nun ist Tim Burton aus dem Projekt ausgestiegen, Robert Downey Jr. aber noch längst nicht. Er hält an "Pinocchio" fest und will nun neben Geppetto auch die Hauptrolle übernehmen.
Ausgedacht hat sich das Downey Jr. mit Ben Stiller, den Robert gern als Regisseur an Bord hätte. Die beiden beschlossen weiterhin, dass Downey Jr. nicht nur den alten Geppetto spielt, sondern auch seine jüngere Ausgabe. Dies würde, wenn der Star tatsächlich auch als Pinocchio auftritt und nicht nur einer Stop-Motion-Figur seine Stimme leiht, drei Rollen für "Iron Man" bedeuten - was schauspielerisch spannend werden könnte.

Große Stars an Bord

Wie der neue "Pinocchio" weiterhin im Detail aussehen soll, ist noch nicht bekannt. Mit Robert Downey Jr. und Ben Stiller sind jedenfalls schon mal zwei erfahrene Meister am Werk, die dem klassischen Stoff mit Sicherheit die richtige - moderne - Note verleihen werden.
Mowgli Reloaded 10.07.2013

Mit seiner Zeichentrick-Version schuf Disney einen ganz großen Klassiker. Doch bald soll es zurück in den Dschungel gehen...

Mit grandioser Musik und ebensolchem Charme berührt Disneys "Dschungelbuch" seit bald 50 Jahren die Herzen der Menschen. Zeit für eine Remake, findet man offenbar in Hollywood. Nur: Findet das sonst noch jemand?
Das Dschungelbuch ist bekanntlich in mehrfacher Hinsicht ein Klassiker. Da hätten wir natürlich Disneys Filmwunder aus dem Jahr 1967, in dem die Abenteuer des jungen Mowgli erzählt werden, der im Dschungel von Wölfen großgezogen wird und dabei stets auf die Hilfe seiner Freunde - dem Panter Baghira und den Bären Balu - zählen kann. Doch wäre das Zeichentrick-Juwel nicht denkbar gewesen ohne die gleichnamige literarische Vorlage von Rudyard Kipling aus dem Jahre 1894. Ein Werk, das als eines der bekanntesten Jugendbücher der Welt gar nicht hoch genug geschätzt werden kann.
Doch leider haben wir da noch den momentane Trend zur Realfilm-Adaption klassischer Jugendliteratur: Bereits mit "Alice im Wunderland" spülte Regisseur Tim Burton 2010 über eine Milliarde Dollar in die Kasse der Disney Studios - und im Herbst diesen Jahres will Kenneth Branagh "Cinderella" zu filmisch realem Leben erwecken. Es kommt also, wie es kommen muss: Prompt wurde ein Comeback des Dschungeljungen beschlossen. Live & in Farbe - und vermutlich 3D.

Wer will noch mal...?

Mit Justin Marks ("Street Fighter: The Legend of Chun-Li") wurde bereits ein Screenwriter gefunden. Jetzt braucht man natürlich noch einen Regisseur. Einen, der bereit ist, sich nach getaner Arbeit an einem großen Filmklassiker messen zu lassen. Aber bei genug Geld findet sich in Hollywood für jede Art von Auftrag der passende Kreativ-Söldner.
Dabei ist es ja keinesfalls das erste Mal, dass ein Schauspieler aus Fleisch und Blut Mowgli verkörpert. Schon 1942 schlüpfte der indische Kinderstar Sabu in diese Rolle. Und 1994 versuchte sich Stephen Sommers ("G.I. Joe - Geheimauftrag Cobra") leidlich erfolgreich ein einer weiteren Realverfilmung des Stoffes.
Frankenstein wird reanimiert 08.07.2013

Im Roman ist Victor Frankenstein ein attraktiver junger Mann; hochintelligent, wissensdurstig - wenn auch von Ehrgeiz zerfressen. Da das passt ja...

Im Roman schafft der junge Wissenschaftler Leben aus toter Materie. Jetzt wird er selbst von den Toten zurückgeholt - und zwar gleich mehrmals.
Cineastisch betrachtet ist das Drama um die folgenschwere Schöpfung des Frankenstein ja ein echter Dauerbrenner: Die erste Adaption des Romans von Mary Shelley "Frankenstein oder Der moderne Prometheus" stammt schon aus dem Jahre 1910, in den 30er-Jahren kam dann Boris Karloff mit seiner Darstellung des künstlichen Menschen zu Weltruhm - und verankerte das von ihm verkörperte Bild des gutmütigen aber eben doch gefährlichen Monsters für immer in unserem kulturellem Bewusstsein.
Seit der Zeit gab es unzählige Filme, die das Thema mehr oder minder gelungen aufnahmen oder sich zumindest davon inspirieren ließen - zuletzt unter anderem Tim Burton mit seinem Stop-Motion-Abenteuer "Frankenweenie". Jetzt scheint sich in Hollywood jedoch die Überzeugung durchzusetzen, dass die Zeit reif ist, sich dem Thema noch mal seriös zu nähern - jedenfalls soweit man dort überhaupt von Seriosität reden kann. Und wie üblich: Wenn in der Traumfabrik ein Thema an Drehzahl gewinnt, feuert die Filmindustrie aus allen Rohren und Richtungen.
So wird Regisseur Paul McGuigan ("Lucky Number Slevin") die traurige Geschichte aus der Perspektive von Frankensteins Gehilfen Igor erzählen lassen - der mit Daniel Radcliffe noch dazu ziemlich prominent besetzt sein soll. In "I, Frankenstein" wiederum, spielt "Dark Knight"-Star Aaron Eckhart den humanoiden Bausatz. Und zwar nach der Graphic Novel des Zeichners Kevin Grevioux. Hier ringen verschiedenste Monster-Legenden um die Herrschaft in einer düsteren Stadt à la Arkham City - so auch Dracula, Dr Jekyll/Mr. Hyde und sogar Der Glöckner von Notre Dame. Klingt extrem krude - aber Bill Nighy soll auch mitspielen. Und dann wird's schon nicht so schlimm werden...
Eine andere Annäherung an das Thema wählt Regisseur Matt Reeves ("Cloverfield"): Er verfilmt den Jugendroman "This Dark Endeavor: The Apprenticeship of Victor Frankenstein". Darin versucht Victor Frankenstein mit Hilfe der Alchimie seinen todkranken Zwillingsbruder Konrad zu retten und stößt bei seiner Forschung prompt auf ein Lebenselixier. Aber noch fehlen die nötigen Zutaten - doch die sind alles andere als einfach zu beschaffen.
Und last not least der Mann, dem man so eine im wahrsten Sinne des Wortes cineastische Reanimation noch am ehesten zutraut: Guillermo del Toro. Der träumt ja schon seit Jahren von einer Neuauflage des klassischen Stoffes - jenseits von Probeaufnahmen mit Doug Jones, dem Star aus "Pans Labyrinth", kam bislang jedoch noch nichts zustande. Doch genau das will er jetzt offenbar ändern. Und weiß auch schon mit wem: Benedict Cumberbatch - der Mann, mit dem seit "Sherlock Holmes" offenbar jeder arbeiten will - soll die Rolle des genialen Forschers übernehmen. Entsprechende Erfahrung hat er auch schon: In Danny Boyles Bühnenversion des Romans spielte der Bösewicht aus "Star Trek Into Darkness" sowohl den Wissenschaftler als auch dessen mörderische Kreatur.

Künstlerische Freiheiten

Doch für viele einer der spannendsten Aspekte bei all den kommenden Variationen des klassischen Themas: Welche krea- oder eher destruk-tiven Freiheiten wird sich Hollywood gegenüber dem berühmten Roman diesmal herausnehmen: Beispiele gefällig? Gerne: Jeder kennt Frankensteins buckligen Gehilfen Igor - der allerdings im Roman überhaupt nicht vorkommt. Auch die oft zitierten Würden "Doktor" oder gar "Professor Frankensteins" sind reine filmische Ausschmückung. Ein "Herr Frankenstein" genügte Mary Shelley im Jahr 1818 noch völlig. Dieser erschuf seine Monster übrigens in einem normalen Stadthaus im bayerischen Ingolstadt - also nix mit schauriger Burg oder sinistren Gewölben, auch wenn die in den einschlägigen Filmen besonders spooky wirken.
Doch vor allem: Frankenstein ist der Wissenschaftler - und nicht das Monster. Hätten die Medienschaffenden der USA diesen Fakt nicht immer wieder hartnäckig ignoriert, wären uns Filmjuwelen wie "Frankenstein trifft den Wolfsmenschen" oder "Frankenstein 2 - Das Monster erwacht" glatt erspart geblieben.
Neues zum "Alice im Wunderland"-Sequel 31.05.2013

Ein Multitalent mit Händchen für skurrilen Humor soll die junge Alice zurück ins Wunderland schicken.

Nach dem "Muppets"-Reboot und dessen Sequel will Disney James Bobin auch für die Regie beim Sequel zu "Alice im Wunderland" verpflichten.
Wenn ein Film über eine Milliarde Dollar in die Kassen spült, ist es immer nur eine Frage der Zeit, bis aus dem Rechungswesen der Ruf nach einer Fortsetzung laut wird. Schließlich machen zwei Milliarden mindestens noch mal so viel Spaß wie nur eine - Kunst hin oder her. Bei "Alice im Wunderland", der spektakulären Verfilmung das Kultromans von Lewis Carroll, ist das natürlich genauso.
James Bobin ist dabei der Mann, der für Disney das Sequel inszenieren soll. Und mit Fortsetzungen kennt sich der Regisseur, Autor und Produzent aus: Nicht zuletzt hat er für das Studio bereits das "Muppets"-Reboot inszeniert und - arbeitet derzeit an dessen Sequel, das in Deutschland am 29. Mai 2014 in die Kinos kommen soll. Vorher hat er sich in Hollywood mit TV-Humor einen Namen gemacht, speziell die "Ali G Show" mit Sacha Baron Cohen trägt zum großen Teil seine Handschrift.

Mit Tim Burton zum Kassenschlager

Für das Sequel zu "Alice im Wunderland" steht noch kein Zeitplan fest. Das Original, bei dem Tim Burton Regie geführt hatte, lockte 2010 knapp drei Mio. Besucher in die deutschen Kinos und ist weltweit mit einem Einspiel von 1,024 Mrd. Dollar der 14.-erfolgreichste Film aller Zeiten.
Fossil nach Johnny Depp benannt 17.05.2013

Das arme Tierchen ist zwar seit Millionen Jahren ausgestorben - hat aber dafür einen prominenten Paten.

Eine Meeresschnecke wurde nach Boris Becker benannt (Bufonaria borisbeckeri), nach Gitarrengott Mark Knopfler ein Dino (Masiakasaurus knopfleri) - und Johnny Depp darf jetzt auch Pate spielen. Allerdings bei einem uralten Winzling.
Es gibt ja viele Wege gute Schauspieler zu ehren: Da hätten wir Sterne im Walk of Fame, auch goldene Statuen werden gerne genommen - Ehrendoktortitel, Stiftungen, Straßen... Insgesamt ein breites Feld an Möglichkeiten, sich symbolisch vor einem Star zu verbeugen. Johnny Depp wurde jetzt jedoch eine ganz besondere Ehre zuteil. Der Wissenschaftler David Legg benannte einen fossilen Vorfahren von Hummern nach dem Star: Kooteninchela deppi, wie das Tierchen jetzt offiziell heißt, erinnerte den Paläontologen aufgrund seiner Zangenwerkzeuge an den Film "Edward mit den Scherenhänden" aus dem Jahr 1990.
In dem ersten von vielen gemeinsamen Filmen hatte Regisseur Tim Burton seinem neuen Star, der darin einen künstlichen Menschen spielen musste, mit einem Arsenal an Scheren statt echten Händen ausgerüstet. Und bei der Betrachtung einer Versteinerung des ca. vier Zentimeter langen Tierchens hatte der Forscher am Imperial College in London eben an den Films samt Hauptdarsteller denken müssen.

Eigenwilliges Kompliment

"Ehrlich gesagt bin ich auch ein Fan von Depp", räumte Legg dazu ein. Ob Johnny Depp von der Ehre überhaupt erfahren hat - und wie er darauf reagiert hat - ist nicht bekannt. Wäre aber ganz interessant: Schließlich findet es vermutlich nicht jeder Star besonders schmeichelhaft, in einer vor 400 Millionen Jahren ausgestorbenen Tierart verewigt zu werden. Hat ja doch sowas Fossiles. Und die meisten Stars wünschen sich doch eher eine strahlende Zukunft als eine bereits in Stein verewigte Vergangenheit.
Ben Stiller bald wieder mit Robert Downey Jr. vereint 03.05.2013

Der "Iron Man"-Star hat sich seinen alten Kumpel Ben Stiller als Regisseur für sein neues Projekt "Pinocchio" gewünscht.

Wer "Tropic Thunder" gesehen hat, weiß, dass es zwischen Ben Stiller und Robert Downey Jr. eine ganz besondere Chemie gibt.
Was schon ein Mal hervorragend funktioniert hat, kann auch ein zweites Mal nicht so schlecht werden, dachte sich wohl Robert Downey Jr., als er für sein nächstes Projekt "Pinocchio" einen neuen Regisseur suchte. Nachdem Tim Burton einen Rückzieher gemacht hat, ist der Platz im Regiestuhl momentan wieder leer. Und da wünscht sich Robert Downey Jr. seinen Kumpel Ben Stiller her.
Was Ben Stiller dazu sagt, ist noch nicht bekannt. Die Verhandlungen haben gerade erst begonnen. Aber wie man an "Tropic Thunder" sehen konnte, schien die Zusammenarbeit Spaß gemacht zu haben. Jedenfalls würde Downey Jr. seinen "Pinocchio" nochmal in eine ganz andere Richtung anlegen, als ursprünglich mit Tim Burton geplant. Da wären Stillers kreative Ideen natürlich sehr willkommen.

Downey Jr. will Stiller

Während Robert Downey Jr. gerade in "Iron Man 3" die Leinwände stürmt, bereitet sich Ben Stiller auf den Start seiner aktuellen Regiearbeit "The Secret Life of Walter Mitty" vor. Ob er in "Pinocchio" dann auch eine Rolle übernehmen wird, bleibt abzuwarten, aber zu hoffen. Downey Jr. hat sich zumindest schon den Part des Geppetto gesichert.
Möchtegern-Superman Nic Cage 21.03.2013

Er hätte halt auch so gerne mal das rote Cape angelegt. Es sollte nicht sein - und jetzt schwankt Cage zwischen Ärger und Erleichterung.

In den ganzen 90er Jahren erhielt Superman keine Starterlaubnis - sehr zum Leidwesen von Nicolas Cage.
Christopher Reeve; Brandon Routh, Henry Cavill, Nicolas Cage - welcher der Schauspieler passt nicht in die Reihe? Richtig: Nic Cage. Denn wo sich seine Kollegen tatsächlich das blau-rote Spandex-Kostüm überstreifen und zum Rundflug ansetzten duften, war es ihm lediglich beschieden, davon träumen. Die ersten drei verkörperten die größte Ikone der Comic-Welt: Superman - den Stählernen. Cage hätte lediglich gerne.
Dabei war er mit Tim Burton schon ganz nahe dran: Man schrieb das Jahr 1998 - und alle waren guter Hoffnung, dem Grandseigneur unter den Superhelden nach über zehn Jahren Leinwandabstinenz wieder neue Flügel zu verpassen. Multitalent Kevin Smith ("Clerks", "Dogma") schrieb an der Story, Tim Burton hatte sich schon den Regiestuhl bereitgestellt, Nicolas Cage übte bereits fleißig Fliegen und Filmfirma Warner Bros schaufelte ebenso fleißig Millionen in Richtung "Superman Lives", wie der Film eigentlich heißen sollte. Und dann hörten sie plötzlich damit auf. Irgendwer hatte bezüglich des Budgets kalte Füße bekommen und beschlossen, dass es nicht an der Zeit für eine filmische Reanimation von Supie wäre. Aus und vorbei. "Ahhh - Kryptonit!!"

Das wär's halt gewesen

Doch wenn es den Film gegeben hätte... Mein lieber Schwan! Behauptete jetzt zumindest Nic Cage selbst, als während einer Promo-Tour zu "Die Croods" die Sprache darauf kam: "Tim und ich waren mit der Ausarbeitung schon ziemlich weit gekommen. Und eines weiß ich: Gemeinsam mit Tim und mit dem, was ich vorhatte, hätten wir etwas wirklich Außergewöhnliches geschaffen." Und obwohl Cage offenkundig nicht gerade an Selbstzweifeln leidet: Im Rückspiegel äußerte er sich fast erleichtert darüber, dass es nicht sein sollte. Denn: "Die Figur ist so schwierig zu erwischen. Schließlich ist sie eine der wertvollsten Ikonen in unserem Land."
Seth Grahame-Smith nimmt "Beetlejuice 2" in Angriff 14.03.2013

Mit seiner Story muss der Autor von "Abraham Lincoln - Vampirjäger" Tim Burton, Michael Keaton - und dazu alle Fans überzeugen.

Seit 26 Jahren wartet der bizarre Geist "Beetlejuice" auf seine Befreiung. Jetzt macht sich Erfolgsautor Seth Grahame-Smith ans Werk.
Was Seth Grahame-Smith anfasst, wird normalerweise ein Erfolg. Als Autor hat er der Welt so wundervolle Werke beschert wie "Stolz und Vorurteil und Zombies" oder "Abraham Lincoln - Vampirjäger", dazu ist er als Produzent, Screenwriter, ja sogar als Schauspieler aktiv. Kein Wunder, dass er der Mann der Stunde war, als ein kreativer Kopf für die Fortsetzung von "Beetlejuice" gesucht wurde.
Seinem Hirn soll also eine Story entspringen, die es schafft Humor und Geist der Horror-Komödie aus dem Jahre 1988 in die Neuzeit zu überführen - und sowohl das Publikum als auch Tim Burton und Michael Keaton zu überzeugen. Denn die beiden wollen nur ins Projekt mit einsteigen, wenn das Script ihren hohen Ansprüchen genügt. Und ohne das Dreamteam könnte aus dem geplanten Film alles Mögliche werden - aber sicher kein "Beetlejuice 2". Jetzt hat sich Grahame-Smith offensichtlich konkret ans Werk gemacht. Anders kann man es kaum deuten, dass das Multitalent ein Foto von sich im "Beetlejuice"-Kostüm vor seinem Computer getweetet hat - inklusive der Nachricht: "It's Showtime!"

Langsam und vorsichtig

Auch die ungefähre Richtung ist ihm wohl schon klar: "Ich kann so viel sagen, dass wir kein Remake oder einen Reboot des Films machen. Wir machen auf jeden Fall ein Sequel, das 26 Jahre später spielt. Und noch wichtiger: Wenn wir nicht davon überzeugt sind, dass es dem ersten Film gerecht wird, halte ich es für besser, wenn wir es ganz lassen. Wir werden also sehen."
Klingt vernünftig. Und der Gemütszustand des Autors? Schließlich hängt ja offenbar der ganze Erfolg des Projekts an seinen wohlgesetzten Worten: "Ich glaube, man müsste schon ein Idiot sein, um nicht nervös zu werden - wenn man etwas in die Hand nimmt, das so vielen Menschen am Herzen liegt; mich übrigens eingeschlossen... Wir gehen es also langsam, bedächtig und vorsichtig an."
Briten setzen auf Guy Ritchie 08.03.2013

Geht es nach den Quoten, wird der "Sherlock Holmes"-Regisseur den nächsten Bond inszenieren. Denn die Wetten stehen gut.

Die Stimme des Volkes hat entschieden: Beim Rennen um die nächste Bond-Regie liegt Guy Ritchie ganz vorne.
Die große Frage: Wenn schon Sam Mendes James Bond nicht in sein nächstes Abenteuer schicken will - wer soll's machen? Nachdem seitens Hollywood noch keine sachdienlichen Hinweise vorliegen, könnte es sich diesbezüglich lohnen - so ganz Web 2.0-mäßig - auf Schwarmintelligenz zu setzten. Die ist allerdings mitnichten eine Erfindung der virtuellen Welt - in Wahrheit ist sie schon sehr viel älter.
Wenn Du vor Internet samt Big Data wissen wolltest, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Ereignis eintritt, fragtest du den Buchmacher. Denn seit Jahrhunderten läuft in den Wettstuben der Welt die Meinung der Straße zusammen. Gut: Meistens eher zum Thema Pferde-, Hunde- und sonstige Rennen; in jedoch England auch zu allem anderen. Traditionell wettet die Bevölkerung der klimatisch benachteiligen Insel auf alles, was nicht bei drei auf dem Baum ist. So natürlich auch aufs Thema Bond-Regisseur - per se ist der berühmteste Agent der Filmgeschichte in seinem Heimatland Dauerthema.
William Hill - einer der größten Buchmacher der Welt - hat jetzt die aktuellen Quoten dazu bekannt gegeben. Und ganz vorne liegt... Guy Ritchie. Dem Regisseur von "Sherlock Holmes: Spiel im Schatten" wird immerhin eine Chance von 4:1 eingeräumt, den nächsten Bond zu inszenieren. Ihm folgt mit 6:1 Martin Campbell, der den legendären Spion bereits durch "Casino Royale" und "Goldeneye" hetzten durfte. Dann fällt's aber auch stark ab: Martin Scorsese wird nur noch eine 9:1-Chance zugestanden, Steven Spielberg liegt bei 10:1. Ang Lee mit 20:1 und Ridley Scott mit 25:1 sind bereits weit abgeschlagen, ganz zu schweigen von James Cameron (25:1), Clint Eastwood (33:1), Quentin Tarantino (33:1) und Tim Burton (50:1).

Schenken für Fortgeschrittene

Dann also Guy Ritchie. Gute Wahl: Kaum einer verquickt satte Action mit skurrilem Humor so ansehnlich wie der britische Regisseur. Gibt's nur ein kleines Problem: Angeblich steht dem eher der Sinn nach einem dritten Teil seines "Sherlock Holmes"-Reboots mit Robert Downey Jr. als Kultschnüffler. So oder so: 007-Star Daniel Craig selbst wird's zur Zeit herzlich egal sein, welcher Filmemacher ihn beim nächsten Mal ins Feuer schickt. Der feierte jetzt nämlich seinen 45. Geburtstag. Und als kleine Überraschung gab's die Schlüssel für einen brandneuen Aston Martin V8 Vantage Roadster. 4,3-Liter Hubraum, 385 PS - komprimiert in der schönsten Karosserie, die es auf vier Rädern gibt - da denkt auch ein Doppelnullagent nicht an die Arbeit sondern nur an möglichst freie Strecken.
Ex-Batman Michael Keaton als gescheiterter Superheld 06.03.2013

Für seine Auftritte als Batman hat Michael Keaton oft Häme einstecken müssen. Nun spielt er im Drama "Birdman" ausgerechnet einen abgehalfterten Comichelden-Darsteller.

Da braucht's jede Menge Selbstironie?
Kaum jemand könnte diese Figur besser verkörpern: Michael Keaton hat die Hauptrolle im Drama "Birdman" ergattert. Darin mimt er einen alternden Schauspieler, der einst in Comic-Verfilmungen Weltruhm erlangt hatte, inzwischen aber ohne Rollenangebote zu versauern droht. Also versucht er es statt in der Traumfabrik am Broadway. Doch dort macht ihm der egoistische Star der großen Theaterbühne das Leben zur Hölle?
Keaton als abgetakelter Comic-Held? Da denkt der Filmfan natürlich sofort an dessen beiden Batman-Auftritte. Damals war der Dunkle Rächer noch keine dramatisch-realistische und ernstzunehmende Person wie in Christopher Nolans Neustart der Superhelden-Verfilmungen. Als Tim Burton im Regiestuhl saß, turnte Batman noch durch eine comichaft überzeichnete, grelldunkle Welt, die alles war, aber kein bisschen realistisch.
Entsprechend musste sich Keaton oft Kritik für seine Batman-Darstellung anhören - wenn auch nicht ganz so vernichtende wie sein Nachfolger George Clooney, der in "Batman & Robin" unter der Regie von Joel Schumacher den Ruf der Batman-Filme derart nachhaltig ruinierte, dass es fast zehn Jahre dauerte, ehe Nolan einen neuen Versuch unternehmen konnte.

Die Karriere im Eimer, die Tochter säuft, der Chef ist ein Idiot

In "Birdman" ist neben Keaton noch ein weiterer Comic-Star zu sehen: "Spider-Man"-Darstellerin Emma Stone gibt Michael Keatons Tochter, die gerade aus einer Entzugsklinik kommt und ihren Vater nun als Assistentin unterstützen soll. Dazu mimt Naomi Watts eine der Theaterschauspielerinnen und Zach Galifianakis ist als hinterhältiger Produzent der Broadwayshow zu sehen.
Regie bei "Birdman" führt Alejandro González Iñárritu, der mit "21 Gramm", "Babel" und zuletzt "Biutiful" sein Händchen für bewegendes - und bisweilen verstörendes - Kino bewiesen hat. "Birdman" dürfte also ein echtes Filmjuwel werden?
Oscars für Waltz, Haneke und "Panem"-Star Jennifer Lawrence 25.02.2013

2. Oscar für Christoph Waltz in "Django Unchained", Auslands-Oscar für "Liebe" von Michael Haneke. Beste Hauptdarsteller sind Jennifer Lawrence und Daniel Day-Lewis. Und: Ein Oscar-Unentschieden!

Es war die Nacht der Überraschungserfolge!
Jungstar Jennifer Lawrence aus "Die Tribute von Panem" hat sensationell den Oscar als beste Hauptdarstellerin für ihre mitreißende Darstellung in der Psycho-Dramödie "Silver Linings" gewonnen. "Das ist der totale Wahnsinn", sagte die 22-Jährige atemlos.
Favoritin war eigentlich Jessica Chastain als taffe CIA-Agentin im Bin-Laden-Thriller "Zero Dark Thirty" gewesen, der aber beinahe ganz leer ausging. Die Kontroverse um das heikle Thema des Films und die Vorwürfe wegen angeblicher Rechtfertigung von Folter haben dem Werk von Kathryn Bigelow im Vorfeld wohl sehr geschadet.
Bei den Männern musste sich der ebenfalls nominierte Co-Star von Siegerin Jennifer Lawrence, Bradley Cooper, erwartungsgemäß "Lincoln"-Hauptdarsteller Daniel Day-Lewis geschlagen geben. Dieser ist nun nach den Oscars für "Mein linker Fuß" und "There Will Be Blood" der erste Schauspieler der Filmgeschichte, der drei Hauptrollen-Oscars gewonnen hat.
Als bester Film setzte sich nach engem Rennen der satirische CIA-Thriller "Argo" von Ben Affleck durch, der nach seinem frühen Oscar für das Drehbuch von "Good Will Hunting" unter Tränen sagte: "Damals hatte ich keine Ahnung, was ich da eigentlich tat, ich war doch noch ein Kind. Ich hätte nie gedacht, dass ich noch einmal hier oben stehen würde."
Der Preis kam insofern überraschend, als Affleck bei den Regisseuren nicht einmal nominiert war und die Academy selten den Oscar für den besten Film an einen Kandidaten vergibt, bei dem nicht auch der Filmemacher ein Siegeranwärter ist. Affleck durfte überhaupt nur deshalb auf die Oscar-Bühne und sich bedanken, weil er "Argo" auch als Produzent begleitet hat, der traditionell den Preis für den besten Film entgegennimmt.
Den Regiepreis gewann dagegen Ang Lee für seine poetische Bilderflut "Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger" - obwohl Hollywood-Liebling Steven Spielberg für "Lincoln" als Favorit gegolten hatte. "Ich danke dem Gott des Films", sagte Ang Lee ergriffen.

"Life of Pi" gewinnt die meisten Oscars

Mit insgesamt "nur" vier Oscars war die Bestseller-Verfilmung zudem meistgeehrter Film des Abends, dazu braucht es sonst oft 10 oder mehr Goldjungen. "Life of Pi" wurde völlig verdient für die beste Kameraarbeit ausgezeichnet, dazu für die Filmmusik und die Spezialeffekte, für die etwas überraschend nicht "Der Hobbit: Eine unerwartete Reise" gewann. Peter Jacksons Fantasy-Epos ging damit komplett leer aus.
Drei Oscars gewannen jeweils "Argo", der auch für den Schnitt und die beste Drehbuchadaption geehrt wurde, und "Les Misérables", dort allen voran Anne Hathaway in der Rolle der Fantine als beste Nebendarstellerin. "Es ist wirklich wahr geworden", sagte sie mit ehrfurchtsvollem Blick auf ihre Goldstatuette.
Ihr männliches Gegenüber spricht Deutsch. Denn Christoph Waltz fuhr für seinen skrupellosen Kopfgeldjäger in "Django Unchained" einen Favoritensieg als bester Nebendarsteller ein. Er widmete den Preis Quentin Tarantino, dem Waltz schon seinen ersten Oscar für "Inglourious Basterds" verdankt. Tarantino wurde bei den Regisseuren übergangen, durfte dafür aber den Preis fürs beste Drehbuch mit nach Hause nehmen. "Es ist die Nacht der Autoren", kommentierte er dies grummelnd.
Waltz' österreichischer Landsmann Michael Haneke, auf europäischen Preisverleihungen und Festivals bereits vielfach ausgezeichnet, hat nun ebenfalls den ersten Oscar in der Tasche. Denn sein anrührendes Drama über "Liebe" im Alter wurde als bester nicht-englischsprachiger Film geehrt.
Als bester Filmsong wurde Favorit "Skyfall" von Adele gewürdigt, die eine absolut mitreißende Performance des Titelsongs lieferte. Übertroffen wurde sie allerdings noch von Shirley Bassey, die anlässlich des 50. Bond-Jubiläums den Klassiker "Goldfinger" dermaßen ins Dolby Theatre schmetterte, dass auch der abgebrühteste Hollywood-Veteran Gänsehaut bekam.
Der neue Bond war zudem an einer Überraschung beteiligt, die es bisher erst einmal in der Oscar-Geschichte gegeben hatte, und die dem Laudator Mark Wahlberg den Ausruf "Bullshit!" entlockte. Denn in der Kategorie Tonschnitt lagen "Skyfall" und "Zero Dark Thirty" nach Auszählung der Stimmen von mehreren tausend wahlberechtigen Academy-Mitgliedern absolut gleichauf. So wurden also zwei Oscars vergeben, das hatte es bisher erst im Jahr 1968 gegeben, als sich Barbra Streisand ("Funny Girl") und Katharine Hepburn ("Rat mal, wer zum Essen kommt") den Hauptrollenoscar teilten. So kam denn auch "Zero Dark Thirty" zumindest noch zu einem "halben" Oscar.

Enttäuschter US-Präsident, geschasste Mittelerde-Bewohner

Zu den Verlierern zählte neben "Zero Dark Thirty" am Ende auch "Lincoln", der trotz 12 Nominierungen nur zwei Academy Awards erhielt - neben Day-Lewis wurde auch die Ausstattung gewürdigt. Die besten Kostüme sah die Jury erwartungsgemäß bei "Anna Karenina".
Zudem wurde "Merida - Legende der Highlands" als bester Animationsfilm ausgezeichnet, hier hatten Experten eher mit Tim Burtons "Frankenweenie" oder der Games-Hommage "Ralph reicht's" gerechnet.
Überraschend brav blieb indes Moderator Seth MacFarlane. Einige zart besaitete Mitglieder der Academy hatten bei der Nominierung des als rüpelhaft geltenden Machers von "Ted" und Erfinder von "American Dad" und "Family Guy" ziemliche Bauchschmerzen gehabt. Doch MacFarlanes mutigster Scherz war, "Django Unchained" als "Date-Movie für Rihanna und Chris Brown" zu bezeichnen. "Sie hatten Angst, dass ich so etwas mache", sagte der Moderator dazu - und sagte danach nichts mehr, vor dem irgendjemand Angst haben müsste.
So war denn die größte Änderung der Oscar-Nacht der neue Name des ehemaligen "Kodak Theatre", das sich dank neuem Sponsor nunmehr "Dolby Theatre" nennt. Ansonsten war es trotz neuem Gastgeber, gestraffter Dankesreden und schnell getakteten Showeinlagen doch eher "Business as Usual" mit dem berühmten Satz "And the Oscar goes to?"
» Alle Oscar-Gewinner im Überblick
» Alle Oscar-Nominierungen im Überblick
» Die Favoriten nach den Nominierungen
Bilder von Nic Cage als Superman 30.01.2013

Tim Burton wollte 1998 seinen "Superman"-Film mit Nicolas Cage in der Titelrolle drehen. Nun sind Bilder von der Kostümprobe des gescheiterten Projekts aufgetaucht.

Es wäre sicher der düsterste Superman-Film aller Zeiten geworden?
Am 20. Juni fliegt der rotblaue Held endlich wieder durch die Kinosäle: Henry Cavill ist in "Man of Steel" der neue Superman - und tritt damit ein enorm schweres Erbe an.
Denn Cavill, seit der Kultserie "Die Tudors" und "Krieg der Götter 3D" ein aufstrebender Hollywood-Star, muss sich natürlich am legendären Christopher Reeve messen lassen, der den Kryptonier von 1978 - 1986 in vier Filmen verkörpert hatte, bevor ihn ein Reitunfall 1995 an den Rollstuhl fesselte.
Das hatte vor Cavill zuletzt Brandon Routh 2006 in "Superman Returns" versucht und holte sich dafür vernichtende Kritiken ab - und das trotz des Star-Regisseurs Bryan Singer. Der mangelnde Erfolg des Films war ein Grund, dass Zack Snyder den Superman-Mythos nun in "Man of Steel" erneut ganz von vorne erzählen wird.

Traumrolle für einen Comic-Nerd

Was jedoch wenige wissen: Schon acht Jahre vor "Superman Returns" hatte es bereits einen Versuch gegeben, den Stählernen wieder auf die große Leinwand zu heben: Tim Burton wollte 1998 "Superman Lives" inszenieren - mit keinem Geringeren als dem größten Comic-Fan aller Hollywood-Schauspieler in der Titelrolle: Nicolas Cage!
Filmriese Warner hatte seinerzeit schon Millionen von Dollar in das Projekt gesteckt, gab es dann aber auf, weil man nicht daran glaubte, dass der Film erfolgreich genug sein könnte.
Das lag zum Einen am desaströsen "Batman Forever", bei dem Tim Burton zwar nicht mehr wie bei den beiden vorangegangenen Filmen selbst Regie führte, aber doch immerhin noch als Produzent verantwortlich war. Zum anderen schmeckte den Studiobossen das Drehbuch von Indie-Papst Kevin Smith überhaupt nicht: "Superman Lives" hätte wohl eine ziemlich schräge und düstere Version des größten Comic-Helden aller Zeiten gezeigt.
Davon sind nun geheime Fotos aufgetaucht. Denn bei "Superman Lives" waren nicht nur Regisseur, Hauptdarsteller und Drehbuch bereit, sogar die Kostüme waren schon angefertigt.
So kann man Nic Cage nun also tatsächlich im vollen Superman-Outfit bestaunen. Das Design des Anzugs stammt zwar erkennbar aus den Neunzigern, doch den Hitzeblick des Kryptoniers hätte Cage ganz offensichtlich bestens hingekriegt?
"Batman"-Visionär Michael Keaton 07.01.2013

Zwei "Batman"-Teile haben Tim Burton und Michael Keaton zusammen gestemmt. Aber der dritte wär's eigentlich gewesen - behauptet zumindest der Rächer von einst.

Christopher Nolans "Batman"-Filme haben mit den Vorgängern aus den 90ern etwa soviel zu tun, wie "Avatar" mit "Flash Gordon". Michael Keaton ist jedoch anderer Meinung.
Zwei gemeinsame "Batman"-Filme gingen Anfang der 90er Jahre aufs Konto von Schauspieler Michael Keaton und Regisseur Tim Burton. Beiden entpuppten sich jetzt nicht gerade als Glücksfall - weder für die Filmgeschichte noch für alle Beteiligten. Den ersten davon, schlicht "Batman" betitelt, hielt später sogar sein Regisseur für misslungen. Den zweiten, "Batmans Rückkehr", wollte Burton daher deutlich düsterer gestalten. Mit dem Resultat, dass Studio udn Geldgeber Warner sich für den geplanten dritten Teil eine etwas familienkompatiblere Annäherung an das Thema wünschte - und Burton samt sein Hauptdarsteller sich von dem ganzen Projekt verabschiedeten.
In einem Interview hat jetzt Michael Keaton aus dem Nähkästchen geplaudert. Bereits damals hätten die beiden angeblich eine "Ursprungs"-Story geplant gehabt, ähnlich der von Zeichner-Legende Frank Miller in dem Comic "Batman: Year One". "Schaut Euch einfach an, was Christopher Nolan gemacht hat. Das war genau das, was ich machen wollte, als ich Meetings zu Teil drei hatte", behauptete Keaton diesbezüglich. "Ich sagte, 'eigentlich möchte doch jeder wissen, wie der Junge angefangen hat. Das könnte brillant werden.' Aber Warner wollte es nicht machen, also haben wir es nicht gemacht".

Ganz schwere Geburt

Klingt so, als hätte das Studio damals massive Probleme bei der Entscheidungsfindung gehabt. Denn als nächstes wurde Darren Aronofsky ("Black Swan", "The Wrestler") mit der Umsetzung von "Batman: Year One." beauftragt. Doch dieser Film wurde wenig später zugunsten von "Batman vs. Superman" aufgegeben - ein Projekt, das sich ebenfalls in sämtliche Einzelteile zerlegen sollte.
Dennoch: Nach zwei weiteren "Batman"-Variationen in den 90ern von Joel Schumacher - "Batman Forever" und "Batman & Robin" - erhielt Christopher Nolan 2005 schließlich die Möglichkeit, mit "Batman Begins" den Startschuss für seine grandiose "Dark-Knight"-Trilogie zu setzen. Und diesmal tat Warner genau das Richtige: Das Studio gab dem begnadeten Regisseur viel Geld und hielt sich ansonsten im Wesentlichen aus der Sache heraus. Mit einem kreativen Ergebnis, das sowohl Fans, Studio als auch Kritiker glücklich machte - und mit einem Einspielergebnis von über einer Milliarde Dollar und Platz sieben der erfolgreichsten Filme aller Zeiten.
"Kick Ass"-Autorin soll Tim Burton zu "Pinocchio" locken 16.11.2012

Tim Burton will "Pinocchio" neu mit Robert Downey Jr. verfilmen. Doch bis jetzt hat keiner der beiden unterschrieben, weil es am Drehbuch hakt.

"Pinocchio" soll nun endlich auf seine Holzbeinchen kommen.
Die "Pinocchio"-Verfilmung, die Tim Burton einst ins Auge gefasst hatte, bekommt einen neuen Schub: Drehbuchautorin Jane Goldman, Schreiberin von "Kick-Ass" und "Die Frau in Schwarz", soll das Projekt nun endgültig zum Laufen bringen.
Tim Burton denkt zwar schon länger über einen neuen "Pinocchio" nach, hat bis jetzt aber noch nichts unterzeichnet. Auch Robert Downey Jr., der für die Rolle des Gepetto gedacht ist, hat seine Unterschrift bis jetzt noch nicht gesetzt. Das Ganze hängt also noch in der Schwebe, es sei denn, Frau Goldman schafft es, mit ihrem Script die Stars festzunageln.
Bisher saß "Pushing Daisies"-Erfinder Bryan Fuller am Drehbuch - und brachte womöglich noch nicht das gewünschte Ergebnis zustande.

Drei Projekte um die berühmte Langnase

Wenn Tim Burton "Pinocchio" macht, wäre das aktuell das dritte Projekt um den berühmten Holzkopf: Guillermo del Toro arbeitet schon lange an einer neuen Animationsversion der Geschichte und bei Fox wird gerade ein Projekt mit dem Namen "The Three Misfortunes of Gepetto" vorbereitet.
Burtons "Batman" schlägt Nolans "The Dark Knight Rises" 24.08.2012

Hollywood feiert Jahr für Jahr neue Rekord-Einspielergebnisse. Tatsächlich sind diese Bestmarken aber oft steigenden Ticketpreisen geschuldet.

Wenn sich die Filmstudios der Traumfabrik über neue Rekorde freuen, dann sind diese häufig mit der Inflation und steigenden Preisen an den Kinokassen verbunden. Aufschlussreicher wäre die Zahl der Zuschauer...
1989 landete Tim Burton mit "Batman" einen gigantischen Hit. Der Film wurde zum Popkulturphänomen und startete weltweit die Batmania. Das Fledermaus-Logo war über Monate omnipräsent, in den Innenstädten öffneten Warenhäusern eigens zum Kinostart Batman-Shops. An den amerikanischen Kinokassen spielte Burtons düstere Comic-Verfilmung damals sensationelle 250 Millionen Dollar ein. Eine Zahl, die heute im Vergleich zu "The Dark Knight Rises" verschwindend gering wirkt: Der Abschluss von Christopher Nolans Batman-Trilogie hat bisher alleine in Amerika über 413 Millionen umgesetzt.
Ein Blick auf die Zuschauerzahlen offenbart jedoch eine andere Perspektive: Zum jetzigen Zeitpunkt hat "Batman" in Nordamerika 12 Millionen Tickets mehr verkauft. Wie also erklärt sich die Differenz der Einspielergebnisse? Seit 1989 haben sich die Kartenpreise in den Staaten fast verdoppelt. Auch Faktoren wie 3D spielen bei den aktuellen Zahlen eine gewichtige Rolle. Betrachtet man eine inflationsbereinigte Liste der erfolgreichsten Filme, dann findet man einige Überraschungen. So wären in den USA nicht etwa James Camerons "Avatar" und "Titanic" die Rekordhalter, sondern der Klassiker "Vom Winde verweht", dicht gefolgt von "Krieg der Sterne".
Im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten werden Filme in Deutschland traditionell nach den Zuschauerzahlen bewertet. Somit erhält man einen guten Überblick über die wahren Evergreens. Unangefochtener Spitzenreiter ist Disneys "Das Dschungelbuch" mit mehr als 27 Millionen Zuschauern. Auch ein Streifen aus diesem Jahr hat sich schon in den ewigen Top 25 etabliert: "Ziemlich beste Freunde". Und zumindest in hierzulande schickt sich "The Dark Knight Rises" an, der Batman-Film mit den meisten Besuchern zu werden.
Auch Peter Jacksons "Der Hobbit: Eine unerwartete Reise" hat gute Chancen, sich weit oben in den All-Time-Charts zu platzieren. Dabei geht der neuseeländische Oscar-Gewinner einen publikumsfreundlichen Weg: Die neue Tolkien-Verfilmung wird in ausgewählten Kinos mit 48 Bildern pro Sekunde statt der üblichen 24 Bilder pro Sekunde gezeigt. Während für technische Neuheiten gerne ein Aufpreis verlangt wird, bestand Jackson darauf, dass für die höhere Bildrate nicht mehr berechnet wird. So möchte er die Zuschauer ermutigen, sich mit der anfangs ungewohnten neuen Optik anzufreunden. Das Ergebnis können Kinobesucher dann ab dem 13. Dezember selbst beurteilen.
Johnny Depp in Tim Burtons "Beetlejuice 2"? 08.05.2012

Bei "Dark Shadows" arbeitet Tim Burton zum achten mal mit seinem Lieblingsschauspieler Johnny Depp zusammen. Und das Team plant schon die Zukunft.

Gute Freunde kann niemand trennen ?
Ob "Edward mit den Scherenhänden", "Alice im Wunderland" oder ab 10. Mai "Dark Shadows": Die Zusammenarbeit zwischen Regisseur Tim Burton und Superstar Johnny Depp garantiert seit über 20 Jahren skurrile, morbide und schaurig-schöne Unterhaltung. Dass das Zusammenspiel zwischen den beiden so wunderbar funktioniert, ist natürlich nicht weiter verwunderlich, sind sie doch privat eng befreundet. So ist Depp auch Patenonkel von Burtons beiden Kindern.
Wenn Burton nun die Fortsetzung eines Filmes plant, der noch länger als ihre Bekanntschaft zurückliegt, dann darf sein Kumpel Johnny dabei eigentlich nicht fehlen. 1988 schaffte der Regisseur mit "Beetlejuice" den großen Durchbruch. Und da aktuell an einem Drehbuch für einen zweiten Teil gebastelt wird, drängt sich die Frage nach einer Beteiligung Depps selbstverständlich auf.
Der Autor Seth Grahame-Smith, der auch "Dark Shadows" für Burton schrieb, plant schon mal einen Part für Depp ein."Es ist mir vielleicht unmöglich, das zu vermeiden - Burton könnte mich dazu zwingen", scherzte er. Burton und sein Dauerdarsteller neckten sich ebenfalls bei einem Interview über eine mögliche Rolle für Depp. Man darf also hoffen.
Bevor eine Engagement Johnny Depps verhandelt werden kann, muss allerdings erst mal Tim Burton sein definitives Ja geben. Denn zur Zeit macht er seine Beteiligung an "Beetlejuice 2" von der Qualität des Drehbuchs abhängig. "Ich würde es machen, wenn es interessant ist", so Burton. "Obwohl ich mir nicht sicher bin, ob ich ein gutes Drehbuch erkennen würde, wenn es mich ins Gesicht beißt. Aber ich weiß, was ich mag, also werden wir sehen." Auch ddie Titelfigur der Horror-Komödie, "Beetlejuice"-Star Michael Keaton, hat seine Bereitschaft signalisiert. Jetzt liegt es also an Graham-Smith.
Die aktuelle Zusammenarbeit von Burton, Depp und Graham-Smith ist mit "Dark Shadows" ab dem 10. Mai im Kino zu sehen.
Tim Burton hält seine "Batman"-Filme für leichte Kost 04.05.2012

Im Vergleich zu Christopher Nolans Batman-Versionen empfindet Tim Burton seine beiden Werke über den Dunklen Rächer als reinen Kindergeburtstag.

Tim Burton ist für seine düsteren Leinwandeskapaden bekannt. In Christopher Nolan hat er laut eigener Aussage seinen Meister gefunden. Burtons Batman-Werke reichen Burtons Meinung nach in Sachen Finsternis nicht die Spur an Nolans "Batman Begins" und "Dark Knight" heran.
Was haben Filme wie "Beetlejuice", "Batman", "Alice im Wunderland" oder "Dark Shadows" gemein? Richtig, sie wurden alle von Tim Burton in Szene gesetzt und strotzten nur so vor Skurrilität, Groteske und Aberwitz.
Jetzt hat die Gallionsfigur des Abgründigen laut eigener Meinung jedoch seinen Meister in Christopher Nolan gefunden. Tim Burton glaubt nämlich, seine beiden Batman-Abenteuer "Batman" und "Batmans Rückkehr" wären eine fröhliche Dollerei verglichen mit den neu befeuerten "The Dark Knight"-Versionen von Christopher Nolan.
Burton, der nun mit der Beißer-Mär "Dark Shadows" erneut Gänsehautgefühle aufkommen lassen möchte, zeichnete für Batmans Auferstehung im Kino verantwortlich. 1989 legte der Kalifornier mit "Batman" den Grundstein, bevor er 1992 mit "Batmans Rückkehr" nachlegte.
Burton empfindet seine beiden Flattermannversuche in der Zwischenzeit als zu lasch, wenn er sie mit Nolans Krawall-Blockbustern "Batman Begins" und "The Dark Knight" vergleicht. "Mir wurde immer gesagt, mein Filmmaterial wäre dunkel. Aber heutzutage wirkt mein 'Batman' wie eine Kindergartenversion verglichen mit Christopher Nolans 'The Dark Knight'", berichtet Burton.
Ihm persönlich bleibt wenigstens ein Trost. Immerhin ist für ihn Michelle Pfeiffers Leistung als Catwoman eine seiner Lieblingsdarbietungen von allen Filmen, in denen er mitgewirkt hat. Besonders eine Szene beeindruckte den Regisseur am meisten: "Ich erinnere mich daran wie sie es schaffte, mich zu beeindrucken. So ließ sie einen lebenden Vogel aus ihrem Mund fliegen, lernte den Umgang mit einer Peitsche und tanzte mit High-Heels über Häuserdächer." Daran erinnern wir uns auch besonders gerne.
Helena Bonham Carter ist zum Heiraten zu faul 04.05.2012

Auch im 11. gemeinsamen Jahr denkt "Dark Shadows"-Star Helena Bonham Carter nicht daran, ihren Tim Burton zu heiraten: "Ich bin zu faul!"

Zu einer Hochzeit mit Tim Burton kann sich Helena Bonham Carter nicht aufraffen. Warum? Aus demselben Grund, warum sie sieben Filme mit ihm drehte: Faulheit.
Sie sind seit elf Jahren ein Paar, haben zwei gemeinsame Kinder und sieben Filme zusammen gedreht, zuletzt die Horror-Komödie "Dark Shadows". Eine Ehe zwischen Helena Bonham Carter und Tim Burton kommt trotzdem nicht zustande.
Der Regisseur und seine Lieblingsbesetzung (neben Johnny Depp) leben sogar in getrennten Haushalten. Das soll aber nicht heißen, dass sie es mit ihrer Beziehung nicht ernst meinten, sagt Helena Bonham Carter: "Wir sind nicht verheiratet, weil ... weil ich zu faul bin. Unsere Häuser sind verheiratet, das reicht doch. Man braucht seinen Freiraum."
Immerhin sieht man sich ja oft genug bei der Arbeit und dort passt Bonham Carter dann auf, dass sich Herzblatt Tim Burton nicht übernimmt: "Er ist unheimlich gestresst, wie jeder Regisseur. Es geht ja auch immer alles schief, was schiefgehen kann. Wäre ich nicht bei ihm am Set, dann würde ich mich ständig sorgen, dass er sich in weniger als sechs Monaten umbringt.
Tatsächlich haben die vielen gemeinsamen Filme aber auch einen handfesten und praktischen Grund: Begeisterung und Bequemlichkeit. "Ich liebe es, Tim bei der Arbeit zuzusehen. Er ist ein Genie. Außerdem habe ich zwei Kinder mit dem Mann. Warum sollte ich auf der anderen Seite des Globus Filme drehen, das wäre doch unpraktisch."
Tim Burtons "Dark Shadows", neben Johnny Depp und Helena Bonham Carter auch mit Eva Green und Michelle Pfeiffer besetzt, startet am 10. Mai in unseren Kinos.
Michelle Pfeiffer wollte noch mal Catwoman spielen 24.04.2012

Lange vor ihrer Zusammenarbeit für "Dark Shadows" hatten Regisseur Tim Burton und Michelle Pfeiffer große Pläne für Batmans Hassliebe Catwoman.

Die Katze lässt das Mausen nicht ...
Am 10. Mai startet mit "Dark Shadows" ein neues skurriles Meisterwerk von Tim Burton in den Kinos. Mit von der Partie ist dabei natürlich Johnny Depp, Dauergast in Burton-Filmen. Die Vampir-Komödie markiert aber auch die erneute Zusammenarbeit des exzentrischen Regisseurs mit einer alten Bekannten, Michelle Pfeiffer. 1992 drehten die beiden "Batmans Rückkehr". Und Pfeiffers Darstellung als Catwoman ist noch heute legendär.
Jetzt verriet sie, das sie liebend gerne noch einmal in die Rolle als katzenhafte Widersacherin des dunklen Ritters geschlüpft wäre. "Für eine Weile, eine kurze Zeit, wollte Tim einen Catwoman-Film drehen." Daraus wurde dann aber leider nichts. Schade, denn noch 20 Jahre später ist sie von dem Part der zwiegespaltenen Meisterdiebin begeistert: "Dunkle Charaktere sind immer interessanter und sie ist wirklich sehr düster." Auch für Christopher Nolan hätte sie sich sofort noch einmal in ihr schwarzes Latex-Kostüm gezwängt. "Oh, klar. Das hätte ich definitiv gemacht", sagte Pfeiffer.
Sicher ist, dass Anne Hathaway ab dem 26. Juli als Catwoman in "The Dark Knight Rises" aus Pfeiffers sehr langem Schatten treten muss. Hathaway selbst dachte daher auch, dass sie für eine andere Rolle bei Nolan vorsprechen würde: "Ich glaubte nicht, dass sie den Charakter noch einmal aufgreifen würden, weil Michelles Darstellung so sagenhaft war. Aber Chris zieht sein eigenes Ding durch."
Hathaways Vorgängerin als Katzenfrau ist überzeugt, dass die neue Catwoman das hautenge Kostüm hervorragend ausfüllen wird. "Ich bin ein großer Fan von ihr und ich glaube, dass sie alles mit sich bringt, was man für die Rolle braucht", so Pfeiffer. "Ich freue mich tatsächlich sehr darauf, sie in der Rolle zu sehen." Vielleicht ist es ja auch wirklich an der Zeit für eine neue Catwoman. Tim Burton sagte jetzt nämlich schmunzelnd, dass sich Pfeiffer in Stöckelschuhen nicht mehr so wohl fühlt wie früher. "Sie musste einige Stufen in High Heels runter gehen und hatte Schwierigkeiten dabei. In einem Punkt ist es also abwärts mit ihr gegangen ..."
Wie katzengleich sich Pfeiffer heute noch bewegt, dass können die Zuschauer ab dem 10. Mai in Burtons "Dark Shadows" selbst beurteilen.
Johnny Depp trauert um "Dark Shadows"-Vorbild 20.04.2012

Jonathan Frid, Originalschauspieler des "Dark Shadows"-Vampir, ist im Alter von 87 Jahren verstorben. Johnny Depp und Tim Burton trauern um den Altstar

Ein Gastauftritt an der Seite seines Nachfolgers Johnny Depp gelang ihm noch, nun ist das "Dark Shadows"-Original Jonathan Frid verstorben. Depp ehrt den TV-Star aus den 60er Jahren als "lebenslange Inspiration"
Jonathan Frid, eine der großen US-Fernsehlegenden ist tot. Der Schauspieler wurde mit der Rolle berühmt, die ab 10. Mai Johnny Depp im Kino verkörpert: Die des Kult-Vampirs Barnabas Collins in "Dark Shadows". Frid verstarb bereits am 14. April mit 87 Jahren in seiner Heimat in Ontario, Kanada.
Die Serie "Dark Shadows" wurde von 1966 bis 1971 produziert und nun von Tim Burton fürs Kino adaptiert, der darin seinem Leib- und Magen-Star Johnny Depp die Diven Eva Green, Michelle Pfeiffer und Helena Bonham Carter an die Seite stellt.
Johnny Depp zeigt sich vom Tod Jonathan Frids tief betroffen: "Er ist der Grund, warum ich damals von der Schule nach Hause lief, um "Dark Shadows" zu sehen. Seine Eleganz und sein Anmut waren für mich eine Inspiration und werden es immer sein. Es gibt Fotos von mir, die mich im Alter von fünf oder sechs Jahren mit Bildern von Frids Barnabas zeigen", sagt der Superstar in einem Statement.
Nach seinem Studium an der Universität Yale spielte Jonathan Frid zuerst am Theater, bevor er die Hauptrolle in "Dark Shadows" übernahm. Einzelne Folgen der Serie hatten bis zu 20 Millionen Zuschauer. "Ich bekam die Rolle, weil ich sie gar nicht wollte. Meine Casting-Konkurrenten sahen alle aus wie Kadaver, echte Widerlinge", erzählte Frid in einem Interview, "bis heute habe ich nicht verstanden, wie sich die Zuschauer vor diesem Barnabas fürchten konnten."
Frid tritt im Kinoremake in einer Gastrolle auf - eine Begegnung, von der Johnny Depp schwärmt: "Als ich ihn dann tatsächlich kennenlernen durfte, und er die Rolle des Barnabas großzügig an mich weitergab, war er so elegant und magisch, wie ich ihn mir immer vorgestellt habe. Die Welt hat ein echtes Original verloren."
Affäre zwischen Johnny Depp und Eva Green bei "Dark Shadows"? 30.03.2012

Angeblich hat es zwischen Johnny Depp und Eva Green am Set des Vampirhits "Dark Shadows" gefunkt. Das findet Eva Green nur "lächerlich".

Die witzige Vampirsaga "Dark Shadows" soll Eva Green und Johnny Depp zu Unanständigkeiten am Set verführt haben.
Am Set des neuen Tim Burton-Hits "Dark Shadows" (ab 10. Mai im Kino) soll es zwischen den Hauptdarstellern Johnny Depp und Eva Green mächtig gefunkt haben. Das zumindest wissen neuerdings "Insider", die den beiden eine Affäre nachsagen.
"Bond"-Girl Eva Green allerdings findet diese Gerüchte einfach nur "lächerlich": Sie habe definitiv mit Johnny Depp nichts laufen und kann sich über Leute, die so etwas in die Welt setzen, nur wundern: "Denen muss wirklich langweilig sein. Johnny Depp mein Freund, also wirklich, das ist lustig!"
Dass den beiden ein Verhältnis nachgesagt wird, ist allerdings keine große Überraschung, denn zur Zeit gilt Johnny Depp als Single. Zwar haben weder er noch seine Freundin Vanessa Paradis je von Trennung gesprochen, doch scheint es zwischen dem Paar nicht mehr perfekt zu laufen. So wurden die beiden länger nicht mehr zusammen gesehen und angeblich soll Depp sich schon anderweitig umgesehen haben, unter anderem bei Olsen-Zwilling Ashley.
Haben sie nun oder haben sie nicht? Im Film "Dark Shadows" jedenfalls sind die Fronten zwischen Eva Green und Johnny Depp klar: Eva spielt Angeline Bouchard, eine mächtige Hexe, die sich mit dem reichen Barnabass (Depp) einlässt und von ihm sitzen gelassen wird. Aus Rache verwandelt Angeline die treulose Tomate in einen Vampir, der bei lebendigem Leibe begraben wird. Damit war 1966 die berühmte TV-Serie "Dark Shadows" geboren, die nun in neuem Look und mit Stars wie Michelle Pfeiffer und Helena Bonham Carter die Kinos erobern wird.
Johnny Depps vampirische Ahnengalerie 29.03.2012

In "Dark Shadows" verzückt Johnny Depp demnächst als zeitlich deplatzierter Vampir seine Fans. Wie toll das aussieht, zeigen jetzt düstere Plakate der Filmhelden.

Direkt aus der Gruft des 18. Jahrhunderts in die wilden Siebziger?
Die Verfilmung der Kultserie "Dark Shadows" (ab 10. Mai im Kino) bringt ein Traumpaar erneut zusammen: Kultregisseur Tim Burton, seines Zeichens Experte für schaurig-schöne Kino-Unterhaltung, und dessen Lieblingsdarsteller Johnny Depp, des Filmfans liebster Darsteller schräger Sonderlinge.
Wie die erneute Zusammenarbeit des Duos, dem wir unter anderem "Edward mit den Scherenhänden", "Sleepy Hollow" und "Alice im Wunderland" verdanken, zeigt eine Serie düsterer Plakate aus "Dark Shadows" - quasi die Ahnengalerie des Barnabas Collins.
Denn in der Serienverfilmung spielt Johnny Depp den jungen Barnabas Collins, der im Jahr 1752 aus Liverpool mit seinen Eltern in die neue Welt aufbricht. Bald macht sich die Familie Collins einen Namen im Bundesstaat Maine und herrscht über das Städtchen mit dem passenden Namen Collinsport. Doch der reiche Barnabas begeht einen folgenschweren Fehler, als er das Herz von Angeline Bouchard bricht, die sich als mächtige Hexe herausstellt. Aus Rache verwandelt sie Barnabas in einen Vampir und lässt ihn bei lebendigem Leibe begraben. Als er zwei Jahrhunderte später versehentlich aus seinem Grab befreit wird, findet er nur noch traurige Reste seiner heruntergekommenen Familie und den Wahnsinn der Seventies vor - und die Hexe gibt es natürlich immer noch?
Die Plakatmotive zeigen nun Johnny Depp in vollem Vampir-Ornat sowie Top-Schauspielerin und Bondgirl Eva Green als dessen Peinigerin. Die jetzige Matriarchin der Familie Collins, Elizabeth, mimt Veteranin Michelle Pfeiffer, die derartig psychisch gestört ist, dass sie sich eine Psychiaterin auf dem Familienanwesen hält, gespielt einmal mehr von Tim Burtons Ehefrau Helena Bonham Carter. Die rebellische, hübsche Tochter Carolyn wird von Chloë Grace Moretz ("Hugo Cabret") dargestellt. "Watchmen"-Star Jackie Earle Haley ist darüberhinaus als Top-Betrüger Willie Loomis zu sehen, der Barnabas versehentlich aus dessen Grab befreit.
Der Look der Helden aus "Dark Shadows" lässt beste Unterhaltung der Marke Burton/Depp erwarten. Schon bald, zum Kinostart am 10. Mai, sind die schrägen Bewohner von Collinwood Manor dann auch in Aktion zu sehen?
» Alle Bilder im Web
Reese Witherspoon und Ryan Reynolds in "Big Eyes" 23.01.2012

Reese Witherspoon und Ryan Reynolds sind die neuen Stars im Biopic "Big Eyes" um das Künstlerpaar Walter und Margaret Keane.

Kate Hudson ist damit aus dem Rennen.
Reese Witherspoon und Ryan Reynolds sind die neue Besetzung in "Big Eyes". Das Biopic um das Malerpaar Walter und Margaret Keane war bereits 2008 im Gespräch mit Kate Hudson, die damals für die weibliche Hauptrolle vorgesehen war. Jetzt kommt der Film mit neuer Starpower und dem Geld von Tim Burton, der produzieren wird, endlich in die Gänge. Regie und Drehbuch werden Scott Alexander and Larry Karaszewski, die zum Beispiel das Skript von "Zimmer 1408" verfassten und mit Tim Burton bei "Ed Wood" zusammen arbeiteten.
Das Regisseuren-Duo jedenfalls ist jetzt schon hin und weg von seinen neuen Stars: "Wir sind außer uns vor Freude, diesen Traumcast für unser Traumprojekt gewonnen zu haben", heißt es. "Walter ist ein totaler Antiheld - charmant, witzig, gefährlich und ein bisschen verrückt. Ryan wird den so richtig rocken. Das Gleiche gilt für Reese, sie wird die perfekte Margaret sein - seelenvoll, würdevoll und mit viel Verletzlichkeit, die sie verwandelt in etwas, um für sich selbst zu kämpfen."
Walter und Margaret Keane avancierten in den 60er Jahren mit Frauenbildnissen, die durch extrem große Augen auffielen, zu berühmten Pop-Art-Ikonen. Brisant dabei war, dass Walter seine Frau jahrelang unter seiner Fuchtel hielt und die millionenschweren Kunstwerke als seine eigenen ausgab. Erst in einem Gerichtsverfahren, bei dem Margaret auch live "vormalen" musste, wurden ihr die Rechte an ihren Bildern zuerkannt.
US-Präsident zeigt sich als Vampir-Jäger 17.01.2012

Die ersten Bilder aus dem Horror-Fantasy-Spektakel "Abraham Lincoln: Vampirjäger" aus der "Wächter der Nacht"-Schmiede zeigen den Kultpräsidenten mit Axt!

Es ist eine der schrägsten Filmideen aller Zeiten?
Die größte Leistung von Abraham Lincoln war nicht die Befreiung der Sklaven und sein politisches Verdienst um die Vereinigten Staaten von Amerika! Sondern, dass er seine Axt jeder Menge Vampiren in den untoten Leib rammte!
Das behauptet zumindest der Russe Timur Bekmambetow, bekannt durch "Wächter der Nacht" und "Wächter des Tages", in seinem neuen Film mit dem höchst ausgefallenen Titel "Abraham Lincoln Vampirjäger".
Die Idee: Die Mutter des neunjährigen Abraham Lincoln stirbt im Jahr 1818 nach schwerem Leiden, angeblich an Milchunverträglichkeit. Doch später findet Abraham heraus, dass in Wahrheit ein Vampir seine Mutter tötete. Der Junge schwört Rache und auf seinem unerbittlichen Feldzug ist sein triumphaler Einzug ins Weiße Haus eigentlich nur ein Nebenprodukt. Denn wie auf dem brandheißen ersten Plakat zu lesen steht, gilt für Lincoln: "Präsident bei Tag, Jäger bei Nacht".
Derartige Filmideen landen für gewöhnlich direkt in den hinteren Regalen von Videotheken und erblicken nie das Licht eines Kinosaals. Doch hinter "Abraham Lincoln Vampirjäger" steht außer Timur Bekmambetow auch noch Hollywood-Ikone Tim Burton, der den Film als Produzent begleitet, weltweiter Kinostart inklusive. Entsprechend finster fallen auch die ersten Szenenbilder aus dem Horror-Fantasy-Werk aus.
Vorlage zu "Abraham Lincoln Vampirjäger" ist dabei der gleichnamige Roman von Seth Grahame-Smith, der vorgibt, Lincolns geheime Tagebücher gefunden zu haben. Darin gibt dieser haarklein Auskunft über sein Doppelleben als Vampirschlächter, das er über 140 Jahre vor der Öffentlichkeit geheim gehalten hat. Dabei wird auch offenbart, dass Vampire ihre ganz besondere Rolle bei der Entstehung, Entwicklung und sogar beinahe dem Ende der USA gespielt haben?
Die Hauptrolle in der Verfilmung spielt dabei mit Benjamin Walker ein Newcomer, immerhin ist mit Mary Elizabeth Winstead als dessen Frau Mary der Star aus "Death Proof - Todsicher" und "Stirb langsam 4.0" mit an Bord.
Wie schräg "Abraham Lincoln Vampirjäger" wirklich ist, gibt's ab 12. Juli im Kino zu ersterben.
Tim Burton mixt bei "Beetlejuice 2" mit 13.01.2012

Letzten September wurde bekannt, dass Warner eine Fortsetzung des Tim-Burton-Klassikers "Beetlejuice" plane. Jetzt scheint auch der Top-Regisseur dabei zu sein.

Michael Keaton verkörperte Ende der Achtziger Jahre auf herrlich-rotzige Art und Weise den Quälgeist "Beetlejuice". Eine Fortsetzung der Kultkomödie von Tim Burton war lange geplant. Jetzt nimmt sie endlich Formen an.
Auch Geister haben es schwer - nämlich dann, wenn sich Lebende plötzlich in ihrem Heim breit machen. Wenn dann auch noch alle Vertreibungsversuche in bewährter Spukmanier scheitern, wird das unfreiwillige Miteinander zur Qual. Gut, dass es für die harten Fälle Beetlejuice gibt. Der Poltergeist ist auf Menschenaustreibung spezialisiert. Dass seine unorthodoxen Methoden nicht bei allen gut ankommen, ist nicht verwunderlich...
1988 gelang Tim Burton mit der schwarzen Gruselkomödie "Beetlejuice" mit einem brillanten Michael Keaton in der Titelrolle ein Welterfolg. Eine Fortsetzung war wenige Jahre später unter dem Titel "Beatlejuice Goes Hawaiian" zwar geplant, scheiterte jedoch an einem unspektakulärem Drehbuch. Tim Burton wollte jedenfalls wieder auf dem Regiestuhl Platz nehmen. Daraus wurde nichts. Bis heute.
Erste Meldungen machten letzten September die Runde, Warner Bros. wäre daran interessiert, "Beetlejuice" wieder zu aktivieren. Im Oktober hieß es, Michael Keaton solle erneut den Quälgeist verkörpern. Seit heute steht fest, dass auch "Beetlejuice"-Vater Tim Burton involviert sein wird.
"Ja", antwortete Burton auf die Frage, ob er etwas mit dem Projekt zu tun hätte. "Ich liebe die Figur und Michael ist so großartig darin. Ich muss immer daran denken, wie einmalig und witzig diese Rolle war. Darum sagte ich einfach zu Seth (Grahame-Smith), 'Wenn du eine Idee hast, leg los. Ich werde dann darauf einen frischen Blick werfen.' In der Vergangenheit habe ich einiges dazu ausprobiert, aber das ist schon eine Ewigkeit her. Er schien darüber sehr angetan zu sein", schildert Tim den weiteren Verlauf. Jetzt ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis Beetlejuice wieder über die Leinwand pöbelt.
Robert Downey Jr. für Tim Burtons "Pinocchio" 09.01.2012

Tim Burton will ihn haben, Robert Downey Jr. ist interessiert - und wäre der erste Superstar bei "Pinocchio".

Die Abenteuer von Holzkopf Pinocchio sollen als fantastisches Epos verfilmt werden. Dafür braucht Tim Burton Starpower und die soll Robert Downey Jr. liefern.
Seit einer Weile schon spielt Tim Burton mit dem Gedanken, das italienische Kinderbuch "Pinocchio" auf die Leinwand zu bringen. Damit scheint es dem Macher von "Alice im Wunderland" nun ernst.
Einen Star hat Burton für die Verfilmung schon im Auge, und diesmal denkt er nicht gleich an Johnny Depp, seinen Leib- und Magen-Darsteller: Robert Downey jr. soll von "Iron Man" auf Holzschnitzer umsatteln und als Gepetto für die Erschaffung des Holzjungen sorgen.
Das Drehbuch für Pinocchio schrieb Bryan Fuller ("Pushing Daisies"), der der Gepetto-Rolle viel Raum gibt: Im Film begibt sich der alte Holzschnitzer auf eine gefahrvolle Odyssee, um seine verschollene Marionette wiederzufinden.
Robert Downey jr., derzeit als "Sherlock Holmes" überaus erfolgreich im Kino und ab 26. April wieder im "Iron Man"-Dress bei den "Avengers" zu sehen, hat bereits Interesse signalisiert. Überhaupt würde er zu gerne einmal mit Tim Burton drehen, aber die Termine könnten zum Problem werden. Gelingt es dem Studio Warner Bros., Burton und Downey jr. zusammen zu bringen, kommt das Projekt schnell in Fahrt.
Gleichzeitig arbeitet auch Guillermo Del Toro an einem "Pinocchio"-Projekt, bei ihm wird das Kerlchen mit der Lügennase aber als sehr düstere Stop-Motion-Animation zum Leben erweckt.
"Fluch der Karibik 5": Tim Burton als Regisseur im Gespräch 03.06.2011

Hauptdarsteller Johnny Depp ist Tim Burtons Lieblings-Schauspieler. Bald könnten die beiden erstmals auch in "Fluch der Karibik" zusammenarbeiten.

Es wird düster in der Karibik?
Von "Edward mit den Scherenhänden" bis "Alice im Wunderland": Wenn Top-Mime Johnny Depp und der Meister des düster-fantastischen Kinos Tim Burton zusammenarbeiteten, kamen meistens großartige Filme dabei heraus. Nun ist Burton sogar als Regisseur bei der Filmreihe im Gespräch, die aus dem Edelmimen Johnny Depp einen Blockbuster-Superstar machte: "Fluch der Karibik".
Der vierte Teil "Pirates of the Caribbean - Fremde Gezeiten" ist zwar gerade noch im Kino, doch die Planungen für einen fünften Film, der sich problemlos an das Ende des aktuellen Piraten-Abenteuers anschließen ließe, laufen bereits auf Hochtouren. Allerdings ist Johnny Depp erst mal auf die Bremse getreten und will nicht sofort loslegen - damit die "Fluch der Karibik"-Filme fürs Publikum etwas Besonderes bleiben.
Nun ist aber unklar, wie der Terminplan von Regisseur Rob Marshall aussieht, der "Fremde Gezeiten" inszenierte und eigentlich auch für den fünften Film vorgesehen ist. Doch Marshall ist in Hollywood schwer gefragt, erst Recht seit seinem ersten "Fluch der Karibik"-Film.
Daher haben die Macher um Produzentenpapst Jerry Bruckheimer nun eine Liste möglicher Nachfolger aufgestellt. Und ganz oben steht darauf Tim Burton! Mit ihm würden Jack Sparrows Abenteuer, die unter Gore Verbinski als knallbunte Popcorn-Blockbuster begannen, sicher deutlich düsterer - und möglicherweise auch ein wenig anspruchsvoller. Nachdem der vierte Teil derzeit zwar recht erfolgreich aber doch kein absoluter Kassenknüller ist, könnte eine solche Neuausrichtung durchaus gewollt sein.
Auch die anderen Regisseure auf der Liste sind große Namen: Shawn Levy ("Nachts im Museum") würde eher die Verbinski-Tradition fortsetzen, "Spider-Man"-Macher Sam Raimi wäre eine gute Verbindung aus Dramatik und Spektakel, Chris Weitz und Alfonso Cuarón stünden wie Tim Burton eher für eine düstere Stimmung und haben mit "Twilight" respektive "Harry Potter" schon bewiesen, dass sie große Fantasy-Reihen stemmen können.
Viele Fans würden jedoch sicher Tim Burton als Regisseur für Johnny Depps nächste Kaperfahrt als Jack Sparrow bevorzugen. Welchen düsteren Gestalten er dann unterwegs wohl begegnen würde?
Facebook-Profil sagt Teenager Zukunft voraus 24.05.2011

Was, wenn man heute sehen könnte, wie das eigene Facebook-Profil in 15 Jahren aussieht? Der Roman zum Thema, "The Future of Us", wird nun verfilmt.

Zeig' mir Dein Facebook-Profil, und ich weiß, wer Du bist!
In "The Social Network" ging's noch um die Macher der beliebtesten Social-Website. Nach dem Kino-Erfolg des Dramas hinter den Kulissen von Facebook plant Hollywodd nun einen Film über die Nutzer - allerdings mit einer Prise Science Fiction.
Im Roman "The Future of Us" vom Autorenduo Jay Asher und Carolyn Macker wählt sich ein junges Mädchen zusammen mit einer Freundin 1996 über Modem und AOL ins Internet ein. Plötzlich erblicken die beiden eine seltsame Website in weiß, blau und schwarz, die intime Daten über sie enthält - allerdings über eine 15 Jahre ältere Version ihrer selbst im Jahr 2011!
Die eine entschließt sich daraufhin, alles zu tun, um bloß nicht so zu werden, wie die Person, die sie auf Facebook kennenlernt. Die andere will unbedingt genau so sein, wir ihr zukünftiges Ich?
Der Roman, der erst im November in den USA erscheint, wird nun verfilmt. Hollywood-Riese Warner Brothers hat sich die Rechte gesichert, mit Tim Burton-Weggefährtin Denise Di Novi ("Edward mit den Scherenhänden", "Nightmare Before Christmas", "So spielt das Leben") ist auch schon eine Produzentin am Ruder. Wenn Hollywood bereits ein halbes Jahr vor Veröffentlichung der Vorlage derart Gas gibt, handelt es sich meist um extrem heißes Material.
Kein Wunder, denn das Thema Facebook garantiert automatisch große Aufmerksamkeit. Dazu steckt in "The Future of Us" natürlich die spannende Frage, wie aussagekräftig Personenprofile im Web überhaupt sind: Was geschieht, wenn man wirklich genau die Person wird, die man laut Facebook zu sein scheint - wo doch dort eigentlich nur ein Bild von sich erkennbar wird, das man anderen gerne vermitteln möchte?
Oscars: Colin Firth dankt wie in "The King's Speech", Natalie Portman weint 28.02.2011

Colin Firth erstottert für "The King's Speech" vier Oscars, auch "Inception" erhält 4. Natalie Portman gewinnt unter Tränen, "True Grit" verliert 10 Mal!

"Wenn Du nominiert bist und dann Deinen Namen hörst - das fühlt sich an wie ein lautloses impressionistisches Gemälde?"
So beschrieb Hollywoods Liebling Tom Hanks zu Beginn den besonderen Reiz einer Oscar-Verleihung. Dieser blumige Vergleich muss auch den großen Sieger Colin Firth verwirrt haben. Denn der Brite rang ganz wie seine stotternde Filmfigur König George in "The King's Speech" mit den richtigen Worten, nachdem er den magischen Satz "And the Oscar goes to? Colin Firth" gehört hatte: "Ich habe so ein komisches Gefühl im Bauch, das sich den Weg zu meinen Füßen bahnen will - aber meinen Freudentanz will ich lieber niemandem zumuten."
Den Rest seiner Dankesrede absolvierte Colin Firth sichtlich um Fassung bemüht im Stotterrhythmus - und dabei war garantiert kein Method Acting im Spiel: Der feinsinnige Brite steckte nicht etwa noch in seiner Rolle fest, er war schlicht vollkommen überwältigt.
Dabei war Colin Firths Sieg ebenso wenig überraschend wie der Preis für Natalie Portmans Glanzleistung in "Black Swan". Als Ballerina, die unter enormem Leistungsdruck die Grenzen ihres Körpers und ihrer Seele überschreitet, beeindruckte sie wie Millionen deutscher Kinozuschauer auch die ehrwürdige Academy - und nahm den Oscar als beste Hauptdarstellerin entgegen.
"Das ist der Wahnsinn!", rief Natalie Portman und kämpfte bei jedem Wort mit den Tränen. Sie dankte brav ihren Eltern sowie Luc Besson für ihre erste Rolle in "Leon - der Profi". Als sie sich schließlich an den Choreographen von "Black Swan", Benjamin Millepied, wandte, verlor Portman endgültig die Fassung: "Du hast mir die wichtigste Rolle meines Lebens gegeben", schluchzte Natalie dem Mann entgegen, von dem sie ein Kind erwartet.
Tränen dürfte es auch bei den Coen-Brüdern gegeben haben: Ihr Western-Remake "True Grit" war zehn Mal nominiert und ging dennoch vollkommen leer aus. Stattdessen wurde "The King's Speech" mit vier Goldjungs neben "Inception" (ebenfalls vier Preise) der meistausgezeichnete Film des Abends. Dabei heimste das berührende Monarchendrama, das insgesamt zwölf Mal nominiert war, allerdings den wichtigsten Oscar für den besten Film ein. Außerdem gewann Newcomer Tom Hooper gleich auf Anhieb den begehrten Regie-Oscar. Auch fürs Drehbuch gab's einen Academy Award. "Inception" erhielt die Preise eher in den kleineren technischen Kategorien wie Visual Effects, Kamera und Ton.
Auch der hochgehandelte "The Social Network" gewann nur drei von acht möglichen Oscars (adaptiertes Drehbuch, Schnitt und Musik). Dafür überraschte Autor Aaron Sorkin mit einem Plädoyer für Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, der im Film alles andere als gut wegkommt: Ohne ihn wäre keine Revolution in Nordafrika möglich geworden, gab Aaron Sorkin zu bedenken.
Einer der wenigen Momente schallenden Gelächters in einer ansonsten arg braven Oscar-Nacht war ausgerechnet Christian Bale zu verdanken. Er gewann den Preis für die beste Nebenrolle als Mark Wahlbergs Bruder in "The Fighter" und spielte auf der Bühne mit seinem Image als spaßgebremster Perfektionist: "Ich werde hier keine F**k-Arie ablassen, das kennt ihr ja schon zur Genüge von mir!" Bale hatte sich am Set von "Terminator 4" einen legendären Ausraster geleistet und einen Beleuchter minutenlang wüst beschimpft, weil dieser durchs Bild gelaufen war.
Auch der zweite Nebenrollen-Oscar ging an "The Fighter": Melissa Leo, die zuletzt schon für "Frozen River" nominiert gewesen war, wurde für ihren Part als biestige Mutter der boxenden Brüder Wahlberg und Bale ausgezeichnet. Sie benutzte in ihrer Dankesrede allerdings tatsächlich das böse F-Wort: "Als Kate Winslet hier oben stand, sah das so verf*ckt einfach aus!" In der US-Übertragung, die wegen des Superbowl-Eklats (Janet Jacksons "Nipplegate") um einige Sekunden zeitversetzt über den Äther ging, wurde diese Stelle prompt überpiept.
Den Auslands-Oscar gewann Susanne Bier für Dänemark mit dem Familiendrama "In einer besseren Welt". Ein deutscher Beitrag war in diesem Jahr ausnahmsweise nicht nominiert. Deutsche Oscar-Chancen hatten aber Hans Zimmer für die Musik in "Inception" sowie Jakob Schuh und Max Lang für ihren animierten Kurzfilm "Der Grüffelo" gehabt. Die Preise gewannen jedoch "The Social Network" respektive "The Lost Thing".
Als bester animierter Spielfilm wurde erwartungsgemäß "Toy Story 3" geehrt, der auch als bester Film nominiert gewesen war. Für Ausstattung und Kostüme erhielt Tim Burtons knallbunte Mär "Alice im Wunderland" zwei Oscars, beim Makeup triumphierte - fast zwangsläufig - "Wolfman".
Einiges Aufsehen erregte die Dankesrede von Charles Ferguson, der für seine Finanzkrisen-Doku "Inside Job" einen Oscar erhielt: "Vor drei Jahren wurde eine weltweite Finanzkatastrophe durch massive Betrügereien verursacht. Doch bis heute musste dafür noch kein einziger Finanz-Manager ins Gefängnis. Da läuft etwas völlig falsch!"
Ach ja, außer den Gewinnern waren auch noch zwei Moderatoren im Kodak Theatre von Los Angeles zugange. Allerdings fielen Anne Hathaway und James Franco kaum auf, obwohl Letzterer sogar als Hauptdarsteller in "127 Hours" (der bei sechs Nominierungen übrigens auch komplett leer ausging) selbst eine Oscar-Chance hatte. Wie mau die Gags der beiden waren, zeigte eine Rückblende auf Bob Hopes genial-pointierte Moderationen - die waren sogar in schwarzweiß lebendiger als die des Jahres 2011!
So war der schönste Oscar-Moment der 83. Verleihung auch nicht Anne Hathaway oder James Franco zu verdanken, sondern einer 94-jährigen Hollywood-Legende: Kirk Douglas! Am Stock gehend und mit schleppender, kaum noch zu verstehender Stimme verlieh er den Preis für die beste Nebendarstellerin. Dabei erwies er sich als galanter Charmeur: "Du siehst toll aus! Wo warst Du nur, als ich noch Filme gedreht habe?", fragte er eine mädchenhaft errötende Anne Hathaway.
Antwort: weit weg von einer Oscar-Verleihung - und das wäre wohl besser auch so geblieben?
"Nightmare Before Christmas" bekommt Fortsetzung, "Casper" wird neu verfilmt 03.01.2011

Zwar ist Weihnachten gerade erst durch, doch zwei Festtags-Klassiker werden demnächst von Tim Burton und Steven Spielberg frisch aufpoliert.

Jack und Casper machen das Weihnachtsfest schön schaurig und schaurig schön!
Die Lichterketten am Weihnachtsbaum glühen langsam aus und die Tanne wird demnächst vom Balkon geworfen. Doch in Hollywood hat das Fest der Liebe weiter Hochkonjunktur: Dort arbeitet man an neuen Versionen der Festtags-Klassiker "Nightmare Before Christmas" und "Casper".
Im Fall des schrägen Animations-Spaßes von Produzent Tim Burton dürfen sich Fans sogar über eine echte Fortsetzung freuen. Das hat Paul Reubens verraten, der in der englischen Version "Lock" seine Stimme leiht. Nach Aussage des Schauspielers wird Tim Burton "Nightmare Before Christmas 2" angehen, sobald er die Verfilmung der kultigen US-Vampirserie "Dark Shadows" mit Johnny Depp abgeschlossen hat.
Über die Handlung des zweiten Abenteuers von Knochenheld Jack Skellington ist derzeit aber noch nichts bekannt - ebenso wenig, ob Tim Burton den Regiestuhl wieder "Coraline"-Macher Henry Selick überlasst oder sogar selbst die Puppen tanzen lässt.
Gleichzeitig plant Steven Spielberg eine Neuverfilmung von "Casper". Die rührselige Kombi aus dem CGI-Gespenst und der jungen Christina Ricci als dessen beste Freundin Kat sorgte 1995 für große Begeisterung und gehört seither zum Standard-Repertoire der TV-Sender um die Weihnachtszeit. Darauf folgten unzählige DVDs und TV-Serien, die neue Abenteuer sowie Caspers Vorgeschichte erzählten, teils auch rein animiert.
Der nun geplante Kinofilm soll aber ein "Reboot" werden, also die Geschichte des Kinofilms noch einmal neu erzählen - selbstverständlich mit den seit 1995 deutlich weiterentwickelten Möglichkeiten der Kombination von echten Schauspielern und Computeranimation. Sehr wahrscheinlich dürfte "Casper" dann auch in 3D durch Kats Leben geistern. Das gilt natürlich auch für die Fortsetzung von "Nightmare Before Christmas", dessen 3D-Neuauflage schon lange vor dem "Avatar"-Hype die Fans begeisterte!
Bonham Carter und Burton sammeln Zähne 31.12.2010

Das Künstler-Ehepaar hat einen ganz besonderen Tick: Helena Bonham Carter und Tim Burton lieben hässliche Zahnprothesen.

Erneut outen sich Helena Bonham Carter und ihr Gatte als etwas exzentrische Zeitgenossen.
Normale Menschen sammeln Briefmarken, Münzen, Eisenbahnen, Teddybären - die Liste der handelsüblichen Sammlerobjekte ist schier unendlich. Umso ungewöhnlicher scheint die Leidenschaft von Helena Bonham Carter und Tim Burton: Das Ehepaar sammelt falsche Zähne.
Die meisten davon dienten als Teil der Maske der unzähligen fantasievollen Rollen, die Helena Bonham Carter bereits spielte. Regisseur Tim Burton leistet ebenfalls seinen Beitrag zur Kollektion, schräge Figuren hat er in seinem Filmen mehr als genug. Nach den Dreharbeiten werden die fiesen Mundprothesen einfach eingepackt und mitgenommen.
Die guten Stücke werden dann im Londoner Haus des Künstlerpaares an einem speziellen Ort aufbewahrt: "Tim und ich, wir lieben hässliche Zähne einfach. Ich habe davon zuhause einen ganzen Schrank voll." Gäste sollten also besser davon absehen, neugierig die Schranktüren zu öffnen ...
"Mary & Max" - Kritik in Bildern 24.08.2010

Skurriler Knetspaß in der Tradition von "Wallace & Gromit" mit liebevoll zum Leben erweckten Figuren. Wundervolles Kino!

Tim Burton verfilmt Brettspiel "Monsterpocalypse" 20.07.2010

Wieder einmal greift ein Hollywoodregisseur auf ein erfolgreiches Spielethema zurück. Diesmal ist es Tim Burton, der "Monsterpocalypse" ins Kino bringt.

Nach "Alice im Wunderland" widmet sich Tim Burton nun der Verfilmung des Brettspiels Monsterpocalypse.
Wahrlich Großes kommt auf Kinofans zu: Tim Burton schiebt gerade mit Volldampf sein nächstes Projekt an. Im nächsten Jahr möchte der König der Fantasie (u.a. "Alice im Wunderland") mit den Dreharbeiten zur Verfilmung des Brettspiels "Monsterpocalypse" beginnen. Darin geht es um die Invasion der Erde durch hochhausgroße Aliens. Die erste Attacke der Außerirdischen können die Menschen abwehren.
Die Killer aus einer anderen Welt ziehen sich zunächst zurück. Schnell finden die Erdenbürger heraus, dass der aggressive Abschaum aus dem All unseren Planeten keinesfalls verlassen hat. Tief unter der Erde harren die Angreifer aus, senden Signale in die Weiten des Alls und warten auf das erneute Signal zum Angriff.
Die Menschheit begegnet der Bedrohung mit dem Bau von ebenso gigantischen Kampfrobotern. Jeder Blechkrieger wird von einer Crew in dessen Innern gesteuert. Tim Burton möchte "Monsterpocalypse", die Schlacht um unseren Planeten, unbedingt in 3D produzieren. Über dem Drehbuch brütet gerade John August, der sich Rat beim Erfinder des Spiels Matt Wilson holt.
Für die Monster zeichnet dagegen Experte Ken Ralston verantwortlich. Als Filmstart ist Ende 2012 vorgesehen. Hört sich nach einer monstermäßigen Schlachtplatte an, die uns Tim Burton da auftischen wird.
Tim Burton fährt nach Cannes 26.01.2010

Große Ehre für Tim Burton: Der Regisseur der in Kürze startenden Verfilmung von "Alice im Wunderland" wird Jury-Kopf des diesjährigen Festival de Cannes.

Im letzten Jahr stand noch Schauspielerin Isabelle Huppert der Jury des wichtigsten Filmfestivals der Welt vor, 2010 darf wieder ein Mann ran.
Tim Burton, Fantasy-Fex, Meister des Makabren und Regisseur der jüngsten Verfilmung von "Alice im Wunderland", wird Präsident der diesjährigen Jury des Festival de Cannes. Die 63. Ausgabe des Kinospektakels an der Cote d'Azur findet vom 12. bis 23. Mai statt.
In einer Pressemitteilung erklärte Burton: "Nachdem ich mein Leben damit verbracht habe, Triple-Features und zweitägige Horrorfilm-Marathons anzusehen, bin ich jetzt endlich bereit für diese Aufgabe. Es ist eine große Ehre und ich freue mich darauf, mit meinen weiteren Juroren ein paar großartige Filme aus der ganzen Welt anzusehen. Wenn man an Cannes denkt, denkt man an die Welt des Kinos. Und weil Filme mir immer wie Träume vorkamen, ist dies ein Traum, der in Erfüllung geht."
Zur Wahl Burtons, der zu den eigenwilligsten und erfolgreichsten
Filmemachern der Welt zählt, sagt Cannes-Chef Gilles Jacob: "Erstmals wird ein Künstler, dessen Wurzeln in der Welt der Animation liegen, die Präsidentschaft der Jury in Cannes übernehmen. Tim Burton ist ein Filmemacher mit einem Herz aus Gold und Händen aus Silber, aber vor allem ist er ein Poet."
"Er ist ein Zauberer visueller Genüsse, der die Leinwand mit dem Wunder eines Märchens erfüllt. Wir hoffen, dass sich sein süßer Wahnsinn und sein Gothic-Humor auf die gesamte Croisette überträgt, auf dass es im Frühsommer Weihnachten wird - Weihnachten und Halloween."
Tim Burton verfilmt böse Dornröschen-Fee 20.01.2010

Nach "Alice im Wunderland" wird Regie-Genie Tim Burton erneut märchenhaft. In seiner Version von "Dornröschen" ist jedoch die böse Fee die Heldin.

Er liebt es abseitig und düster. Kein Wunder also, dass bei Tim Burton nicht die schlafende Schöne im Mittelpunkt steht, sondern die hinterlistige Fee, die den bösen Zauber sprach.
Ob fiese Geister in "Beetlejuice", kopfloser Mörder in "Sleepy Hollow", oder gar eine wandelnde Leiche in "Corpse Bride": Wo Tim Burton draufsteht, ist kunstvolles Gruseln mit einer ordentlichen Prise schwarzem Humor drin.
Daher wird auch Burtons neues Projekt trotz des scheinbar kindgerechten Themas ein echter Schocker: Sein "Dornröschen"-Film macht die verführerische böse Fee zur schauerlich-faszinierenden Heldin. Darum lautet der Titel von Tim Burtons Film "Maleficent", denn so hieß in der klassischen Disney-Fassung von 1959 die Übeltäterin (so die wörtliche Übersetzung von "Maleficent"), die Dornröschen mit einem Fluch in einen hundertjährigen Schlaf versetzt.
Wie Tim Burtons gespannt erwartete Neuverfilmung von "Alice im Wunderland", soll auch "Maleficent" eine Mischung aus Realfilm und Computeranimation werden. Welch faszinierende Bilderwelt Burton aus diesem Mix mithilfe aktueller Technik auf die Leinwand zu zaubern vermag, lassen erste {mlorigin.112505.Filmbilder|U|T#typ=fotoshow} und der {mlorigin.112505.Trailer|U|T#typ=trailer} zu "Alice" schon jetzt erahnen.
Für alle, die nicht sämtliche Grimms-Märchen auswändig parat haben, hier nochmal kurz die Geschehnisse, für alle anderen: nächster Absatz! Noch hier? Sehr sympathisch, wer kennt schließlich heute noch alle Märchenhandlungen! Jedenfalls geht Dornröschen so: König wird nach langem vergeblichen Rumprobieren endlich eine Tochter geboren, vor lauter Freude schmeißt er 'ne Riesenparty, bei der auch zwölf Feen auf der Gästeliste stehen. Für die dreizehnte heißt es aber bei der Taufe mangels Geschirr "Du kommst hier net rein!", worauf die so sauer wird, dass sie das Kind verflucht: Es soll sich mit 16 an einer Spindel stechen und verrecken. Andere Feen finden das zu fies und mildern die Nummer ab auf verdammt langen Schlaf. König lässt darauf Spindeln komplett verbieten, aber fiese Fee setzt sich am 16. der Tochter selbst mit einer Spindel in den Schlossturm (zumindest im Disney-Film). Die neugierige Teenie-Prinzessin sticht sich natürlich an dem ihr total unbekannten Teil und pennt erstmal weg, bis ein stylisher Prinz sie hundert Jahre später wach küsst. Böse Fee ist not amused.
So, ab hier wieder für alle: Tim Burton will sich deshalb auf die böse Fee konzentrieren, weil sie aus seiner Sicht erst durch die als große Ungerechtigkeit empfundene Nichteinladung ihren Racheplan ersinnt und quasi nur als Reaktion darauf zur titelgebenden "Übeltäterin" wird. Einmal mehr beleuchtet der geniale Regisseur also das Zustandekommen dunkler Abgründe in der menschlichen Seele aus alltäglichen Geschehnissen. Und eins ist dabei sicher: Burtons Maleficent wird die schönste böse Fee, die je ein Kino gesehen hat! Vermutlich in Gestalt von Burton-Gattin Helena Bonham Carter, die seit "Der Orden des Phönix" in den Harry-Potter-Filmen als fiese Zauberin Bellatrix Lestrange brilliert.
Johnny Depp mit Jolie in "The Tourist" 05.11.2009

Erst kam Angelina Jolie an Bord von "The Tourist". Jetzt ist auch Johnny Depp mit dabei. Was für ein edles Gespann!

Johnny Depp und Angelina Jolie in einem Film - das wollen wir sehen!
Vielleicht wird Johnny Depp bald Angelina Jolie im Nachtzug nach Nizza bezirzen und sie in ein heißes Katz- und Mausspiel verwickeln. Neuesten Gerüchten zufolge nämlich soll der Star aus "Fluch der Karibik" die männliche Hauptrolle im Remake des französischen Thrillers "Anthony Zimmer" namens "The Tourist" übernehmen.
Der Film dreht sich um den Gangster Anthony Zimmer, der als meistgesuchter Verbrecher der Welt gejagt wird. Zimmer ist nicht zu fassen, weil er sein Aussehen immer wieder mit plastischer Chirurgie verändert. Um ihn doch noch zu schnappen, versucht ihn die Polizei über seine Freundin, die Jolie spielen soll, in eine Falle zu locken. Das Ganze beginnt mit einem sexy Flirt im Zug. Am Ende jedoch kommt alles anders und der Zuschauer wird prächtig hinters Licht geführt.
Johnny Depp würde mit seiner Zusage in die Fußstapfen von Yvan Attal treten, der im Original von 2005 mit Sophie Marceau spielte. Als nächstes ist der berühmte Gatte von Vanessa Paradis im Tim Burton-Film "Alice im Wunderland" zu sehen. Kinostart ist am 4. März 2010. Hinter einem vierten Teil von "Fluch der Karibik" mit Johnny Depp steht allerdings ein kleines Fragezeichen: Der Schauspieler hat nach allerlei Turbulenzen um dieses Projekt sowie dem Absprung von Orlando Bloom ein wenig die Lust verloren auf einen weiteren Piratenauftritt.
Johnny Depp in Fluch der Karibik 4 15.09.2009

"On stranger Tides" heißt das vierte Karibikabenteuer, in dem Johnny Depp erneut als Capt'n Jack Sparrow in See sticht

Piraten lassen sich ungern festlegen und so war es lange nicht klar, ob weitere Flüche der Karibik ausgestoßen werden. Johnny Depp beseitigte nun jeden Zweifel - auf seine ganze eigene Art ...
Wer Dick Cook heißt, gerät schnell selbst in Verdacht, ein Piratenkapitän zu sein. Ist er zwar nicht, aber auf fette Beute im Jahr 2011 darf er sich trotzdem freuen. Dann kommt nämlich ein viertes "Fluch der Karibik"-Abenteuer in die Kinos. Cook, der in seinen Anfängen als Lokführer Touristen durch die Walt Disney Studios chauffiert hat, ist heute einer der Chefs eben dieser Studios. Großes Entertainment ist dem Mann nicht fremd, aber manchmal gibt es diese Momente: Dick Cook kündigte also auf der eigenen Filmproduktmesse D23 in Anaheim an, dass "Pirates of the Caribbean - On stranger Tides" übernächsten Sommer kommen würde und auch, dass Johnny Depp in seiner Paraderolle als Capt'n Jack Sparrow das Ruder übernehmen würde. Ganz nett, aber so Absichtserklärungen bedeuten im Filmgeschäft ja oft nicht viel.
Dann kam Johnny Depp auf die Bühne. Schon besser. Er kam aber von Kopf bis Fuß im Jack Sparrow-Kostüm inklusive Make up. Kein Raunen, sondern Rasen im Publikum - und kein Zweifel mehr: Eine der aufregendsten und erfolgreichsten Filmserien der Kinogeschichte geht in die vierte Runde, gedreht wird nächstes Jahr.
Kleiner Wermutstropfen: Gore Verbinski wird definitiv nicht im Regiestuhl sitzen. Gehandelt werden Namen wie Rob Marshall ("Nine") und Tim Burton ("Mars Attacks", der mit Johnny Depp bereits fünf Filme gedreht hat, zuletzt "Sweeney Todd - Der teuflische Barbier aus der Fleet Street". Außerdem werden Keira Knightley und Orlando Bloom nicht an Depps Seite "In fremden Gewässern" segeln. Beide signalisierten, dass sie kein Interesse hätten. Aber vielleicht kann ja Superproduzent Jerry Bruckheimer die beiden mit dem einen oder anderen schicken Scheck noch an Bord shanghaien.
Außerdem gaben Cook und Johnny Depp ein weiteres gemeinsames Projekt bekannt: Depp wird die Hauptrolle in "The Lone Ranger" übernehmen.
Der rebellische Anti-Star 07.08.2009

Die tiefgründigen Rollen liebt er, die düsteren perfektioniert er. In "Public Enemies" spielt Depp einen der beliebtesten Verbrecher Amerikas.

In Hollywood wird er gerne als ungewöhnlich oder gar seltsam bezeichnet. Dabei hält er sich einfach nur dem Starrummel fern. Doch Regisseure und Publikum lieben ihn für seine Andersartigkeit.
Als Bankräuber John Dillinger ist Johnny Depp nun in "Public Enemies" zu sehen. Doch Feinde machte er sich auch schon als legendärer König der Meere. Als personifizierter Pirat, der zuviel Sonne und zuviel Rum abbekommen hat, definierte Johnny Depp das Genre neu. Man musste dem talentierten Wahleuropäer nur genug Freiraum zur Rolleninterpretation lassen und schon wurde der "Fluch der Karibik" ein verflucht unterhaltsames Seeräuberspektakel, dessen Oberpirat Jack Sparrow dank seines fabulösen Darstellers zur Legende werden könnte, denn: Der mutige Versuch wurde zur Trilogie. Nun ist sogar ein vierter Teil in Planung.
In "Pirates of the Caribbean - Fluch der Karibik 2" und "Pirates of the Caribbean - Am Ende der Welt" durfte sich Johnny zuletzt mit Keira Knightley und Azubi-Pirat Orlando Bloom aufs Meer hinaus wagen. In Teil vier winkt dann ein Abschied von Elizabeth Swann und Will Turner, dafür steht ein weiteres Familientreffen an: Jack Sparrow hat ein Wiedersehen mit seinem Bruder.
Lange bevor Depp als exaltierter Pirat seinen größten kommerziellen Erfolg feierte, verdingte er sich als Teenie-Idol Tom Hanson in der Erfolgsserie "21 Jump Street". Danach kamen die Angebote nur so ins Haus geflattert. Es folgten Rollen in "Cry Baby", "Edward mit den Scherenhänden" und "Gilbert Grape", in denen Johnny seine Vorliebe für ungewöhnliche Figuren auslebte.
Doch anfangs traute man dem Rebellen seinen grandiosen Aufstieg gar nicht zu. Denn sein Lebensmotto schien zu sein: Weg vom Mädchenschwarm, rein in die Partyszene.
Johnnys eigener Club "Viper Room" wurde Anfang der 90er nicht nur für ausgelassene Alkohol- und Drogenparties bekannt. 1993 ging der Name durch alle Schlagzeilen, als sein Kollege River Phoenix vor dem Szenetreff an einer Überdosis starb. Doch Skandale konnten dem Ruf des Ausnahmeschauspielers nichts anhaben, denn als Saubermann galt er ohnehin nie.
Auch in seinen Rollen spiegelt sich dies wider: So spielte Johnny Depp in "Fear and Loathing in Las Vegas" den berühmten Autor Hunter Thompsen, der im Film wie im wirklichen Leben mit allerlei Drogen experimentierte. Auch im echten Leben waren die beiden befreundet und Johnny Depp erfüllte dem Journalisten den letzten Wunsch, indem er seine Asche ins Weltall schießen ließ. In "Blow" spielt er den Drogendealer George Jung, der binnen kürzester Zeit zum meistgesuchten Verbrecher der USA aufsteigt, ebenfalls nach einer wahren Geschichte.
Depp spielt eine sorgfältig ausgesuchte Hauptrolle nach der anderen, um die ihn so mancher Kollege beneidet: In "Ed Wood" verkörpert er den schlechtesten Regisseur der Welt, in "From Hell" einen Inspektor auf der Suche nach Jack the Ripper und in "Don Juan DeMarco" brach er alle Frauenherzen.
Das tat er auch privat. Zu den Unglücklichen zählen die ewige "Dirty Dancing"-Queen Jennifer Grey, die rehäugige Winona Ryder und Superdünn-Model Kate Moss. Seit 1998 gehört sein Herz jedoch nur noch Vanessa Paradis. Mit ihr und den beiden Kindern lebt er zurückgezogen und glücklich in Frankreich - und geht dabei voll in seiner Aufgabe als Familienvater auf: "Dein Kind ist das einzige Wesen in der Welt, dem Du erlaubst, Dich anzupinkeln. Und es ist toll!"
Kinder spielen auch in "Wenn Träume fliegen lernen" eine große Rolle. Als Autor James M. Barrie erfindet Johnny Depp für die Kinder der kranken Witwe Davies (Kate Winslet) die Welt von Nimmerland.
Depp möchte sich mehr auf Filme konzentrieren, die auch Kinder verstehen, denn seine Sprößlinge Lily-Rose und Jack sollen schließlich sehen, was Papa so macht.
Diesen Wunsch erfüllte er sich gleich mit Tim Burtons Remake des Klassikers von 1971: "Charlie und die Schokoladenfabrik". Johnny sucht darin als Willy Wonka nach einem Nachfolger für seine Fabrik.
Der ehemals Wilde ist merklich gereift und gestaltet seine Charaktere gerne mit viel Selbstironie. Trotz gruseliger Grundstimmung blieb schon in Tim Burtons "Sleepy Hollow" noch viel Gelegenheit, über den etwas unbeholfenen Ichabod Crane zu schmunzeln. Und für Burton, Depps Lieblingsregisseur und besten Freund, steht Johnny gerade im siebten gemeinsamen Film als verrückter Hutmacher in "Alice im Wunderland" vor der Kamera.
Außerdem können sich "Sin City"-Fans über Johny Depp als Bereicherung für Teil 2 freuen. Es ist allerdings noch nicht bekannt, welche Rolle er dort übernehmen wird. Ob Bösewicht oder tapferer Held, er hat bereits bewiesen, dass er alles spielen kann. Johnny Depp ist einfach mehr als außergewöhnlich!
GEBURTSDATUM: 25.08.1958 | GEBURTSORT: USA
Kommentar erstellen
Kommentar erstellen

 
 
GEBURTSDATUM: 25.08.1958 | GEBURTSORT: USA

Familie

Mutter: Jean Burton (Kaufhausmanagerin)
Vater: Bill Burton (Parkarbeiter)
Bruder:
Daniel
Lebenspartnerinnen:
Helena Bonham Carter (seit Oktober 2001, Schauspielerin)
Lisa Marie (1992 - 2001, Schauspielerin)
Ehefrau:
Lena Gieseke (24. Februar 1989 - 31. Dezember 1991)
Kinder:
Billy Ray (6. Oktober 2003)

Autogrammadresse

c/o William Morris Agency
151 El Camino Drive
Beverly Hills, CA 90212
USA

 
 

Reservierungshotline

040 80 80 69 69
Täglich von 10 bis 21 Uhr

zzgl. 0,70 € Aufschlag je Karte

MaxXimum 4K