Tinto Brass
Kultfilmer Tinto Brass will seinem Faible für plakative Erotik noch mehr Tiefe verleihen - und geht in die dritte Dimension.
Es war nur in Frage der Zeit, bis auch die Erotik die Produktionsform 3D für sich entdeckt. Konkret angehen will es jetzt aber ein echter Veteran des Fachs.Seit den 70er Jahren hat sich der italienische Kultregisseur Tinto Brass einen beachtenswerten Ruf als Regisseur erotischer Filme erarbeitet. Wenngleich die meisten seiner Werke in Windeseile auf dem Index landeten, da Brass gerne echte Hardcore-Elemente in seine Filme einarbeitete. "Caligula" ist darunter sicher seine bekannteste Arbeit.
Das möchte der mittlerweile 76-jährige aber noch toppen und plant nicht weniger, als die Welt der filmischen Erotik zu revolutionieren. Ein echter 3D-Porno steht jetzt auf der Agenda des Meisters; auf die Idee gebracht hat ihn dabei der unglaubliche Erfolg von "Avatar". Was dort nur zart angedeutet wurde, will der Erotikfilmer jetzt ins Zentrum stellen - wenngleich wohl eher nicht mit Außerirdischen.
Tinto Brass gewinnt Rennen gegen Tarantino
Bleibt abzuwarten, was dem Regisseur, der in seinen Filmen gerne mit Spiegeln und Masken arbeiten ließ, so alles einfällt. Ein Freund üppiger Weiblichkeit wie Brass hat sicher ganze wunderbare Einfälle, was man bei diesem ergiebigen Themenfeld so alles ins Bild ragen, baumeln oder fliegen lassen kann.
Ja, da ärgert er sich jetzt, der Quentin Tarantino. Dieser geht zwar schon seit 2007 mit der gleichen Idee schwanger - hat aber zwischenzeitlich nicht auf Erotik sondern mit seinen "Inglourious Basterds" auf cineastische Würden gesetzt. Na ja: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Und wer in 3D kommt... Aber das soll sich Tinto Brass besser selbst ausmalen.
Quentin Tarantino sucht für sein nächstes Projekt eine Königin - und sie hat für eine solche Rolle schon einen Oscar bekommen. Passt.
Die Königin der Charakterrollen trifft auf den König der Action-Groteske. Auf das mittelalterliche Ergebnis kann man nur gespannt sein.Sie gilt als eine der größten Schauspielerinnen Hollywoods - und zugleich als eine der interessantesten Frauen: Helen Mirren. Mit 19 Jahren war sie die jüngste Schauspielerin, die jemals in die ehrwürdige "Royal Shakespeare Company" aufgenommen wurde. Sie galt Jahrzehnte als "Symbol für Sexualität", wie sie es selbst gerne bezeichnet - und wurde 2007 für die Verkörperung von Elizabeth II. in "Die Queen" mit dem Oscar geehrt. Jetzt könnte ihr das Vergnügen zuteil werden, mit dem angesagtesten - und abgefahrensten Regisseur Hollywoods zusammen zu arbeiten: Quentin Tarantino. Der sucht nämlich für sein nächstes Projekt nichts weniger als eine Königin - und scheint Dame Helen Mirren als seine Idealbesetzung zu betrachten.
Das behauptet zumindest die britische Sun auf ihrer Website und zitiert einen anonymen Insider: "Helen hat noch nie mit Tarantino gearbeitet - aber sie ist durchaus interessiert. Falls der Film zustande kommt, wird sie wahrscheinlich einen Part übernehmen." Dabei soll es sich um einen echten Tarantino handeln: mit Blut, Gewalt - und einer wild fluchenden Queen im mittelalterlichen England. Drastische Szenen und ebensolche Sprache können eine Hellen Mirren aber kaum schrecken. Dafür hat die heute 64-jährige schon in Filmen wie "Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber" oder Tinto Brass' "Caligula" zu viele Tabubrüche hinter sich. Alle ohne Bedauern, versteht sich.
Melen Mirren hasst Mainstream
Obwohl... Eine Sache würde die Britin heute am liebsten ungeschehen machen: ihr Tattoo. Natürlich nicht aus Gründen der alterskonservativen Denkungsart. Eher im Gegenteil: "Ich war damals sehr, sehr betrunken. Es passierte vor langer Zeit, als nur Matrosen, Hell's Angels und Sträflinge tätowiert waren. Ich beschloss, mich tätowieren zu lassen, weil es das Schockierendste war, das mir einfiel. Jetzt bin ich angewidert weil es so gewöhnlich geworden ist. Was für mich völlig inakzeptabel ist." Also nicht zu provokant - sondern nicht provokant genug. Bei so einem Statement müsste Quentin Tarantino doch das Herz aufgegangen sein. Dem ist bekanntlich auch nichts provokant genug. Nicht mal Hitler über die Klinge springen zu lassen, wie in seinem grandiosen "Inglourious Basterds"































