Tom Wilkinson

Portrait von Tom Wilkinson
Tom Wilkinson

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GEBURTSTAG:
12.12.1948 in Leeds, England

LEBT IN:
Großbritannien

Kurzinfo

Er strahlt eine unerschütterliche Ruhe und eine natürliche Autorität aus, die von seiner massiven Erscheinung und der sonoren Stimme herrühren. Tom Wilkinson ist als Fabrikarbeiter wie als General, als Familienvater wie als Pfarrer, als Pate wie als Theaterfinanzier, als Kaufmann wie als Erfinder gleichermaßen glaubwürdig. Seine Familie stammt von weit zurückreichenden Reihe kanadischer Bauern ab, die aus wirtschaftlicher Not nach England ...

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GEBURTSDATUM: 12.12.1948 | GEBURTSORT: GROßBRITANNIEN
Er strahlt eine unerschütterliche Ruhe und eine natürliche Autorität aus, die von seiner massiven Erscheinung und der sonoren Stimme herrühren. Tom Wilkinson ist als Fabrikarbeiter wie als General, als Familienvater wie als Pfarrer, als Pate wie als Theaterfinanzier, als Kaufmann wie als Erfinder gleichermaßen glaubwürdig. Seine Familie stammt von weit zurückreichenden Reihe kanadischer Bauern ab, die aus wirtschaftlicher Not nach England zurückkehrten, wo Wilkinson 1948 in Leeds, West Yorkshire geboren wurde.
Wilkinson studierte an der University of Kent in Canterbury und schloss in Englischer und Amerikanischer Literaturwissenschaft ab. Er wandte sich dem Film zu und spielte in über 30 Filmen Nebenrollen ("Wetherby", "Im Namen des Vaters"), bis ihm 1997 in der Brit Comedy "The Full Monty - Ganz oder gar nicht" als arbeitsloser Malocher Gerald, der mit Freunden eine Strip-Show aufzieht, an der Seite von Robert Carlyle der Durchbruch gelang. Seither ist Wilkinson in zeitgenössischen Dramen so zu Hause wie in Kostümfilmen, in letzteren etwa als General in "Der Patriot", als zorniger Vater des Geliebten von Oscar Wilde in "Oscar Wilde", als Geldgeber für die Theaterproduktionen in der Oscar-gekrönten Komödie "Shakespeare in Love", als sanfter Playboy und Millionär Tuppy in der auf Oscar Wildes "Lady Windermeres Fächer" basierenden Gesellschaftskomödie "Good Woman - Ein Sommer in Amalfi" sowie als Lord in der Oscar-Wilde-Adaption "Ernst sein ist alles". In allen Fällen konnte der auch als Bühnenschauspieler gefragte Mime auf entsprechende Theatererfahrungen zurückgreifen.
Wilkinson bereicherte das Genrekino als Pate Carmine Falcone im fünften Batman-Epos "Batman Begins" und als Pfarrer, der an einer Teufelsaustreibung scheitert, im Horrorfilm "Der Exorzismus von Emily Rose". Er gab den verrückten Erfinder Dr. Howard Mierzwiak, der in der skurrilen Komödie "Vergiss mein nicht!" mit dem Löschen von Erinnerungen experimentiert.
Zu seinen herausragenden Leistungen gehört der Familienvater Dr. Matt Fowler in "In the Bedroom", der nicht mit dem Totschlag an seinem Sohn fertig wird und zu einer aus der Verzweiflung einer Ehekrise heraus geborenen Mordtat schreitet. Dafür wurde Wilkinson 2002 mit einer Oscar-Nominierung geehrt.
2005 verkörperte Tom Wilkinson in dem Melodram "Geliebte Lügen" fesselnd den Anwalt James, der völlig in seinem Verhaltenscodex erstarrt ist und den Zerfall seiner Ehe nicht wahrnehmen kann. 2006 stellte er in "Der letzte Kuss" seinen Schwiegersohn in spe zur Rede, und nach einem Kurzauftritt in Woody Allens "Cassandra's Dream" durfte er sich über eine zweite Oscar-Nominierung 2008 freuen. Als Staradvokat Arthur Edens in "Michael Clayton" sucht er sein eigenes Eden, indem die Seite wechselt und droht, einen wichtigen Mandanten der Kanzlei hochgehen zu lassen.
Wilkinson ist seit 1988 mit der Theaterschauspielerin Diana Hardcastle verheiratet, die mit ihm in "Good Woman" (Lady Plymdale) spielt. Das Paar hat zwei Kinder.
GEBURTSDATUM: 12.12.1948 | GEBURTSORT: GROßBRITANNIEN
Bescheidener Spätzünder 18.03.2009

In der Untergrundkomödie "Rock'n Rolla" gibt Tom Wilkinson einen knurrigen Gangsterboss - eine Rolle, die der Brite wie gewohnt mit Bravour spielt.

Er war in "Hamlet" und anderen großen Bühnenrollen zu sehen. Doch erst, als Wilkinson für "Ganz oder gar nicht" die Hüllen fallen ließ, fühlte sich auch die Filmwelt richtig angezogen.
"Ganz oder gar nicht" im Jahr 1997 war die Wendemarke in der Karriere des Briten. Eine charmante Komödie mit sozialem Gewissen, in der er sich als Spießer vorstellte und als Stripper verabschiedete. 21 Jahre zurück lag damals sein Filmdebüt "Die Schattenlinie".
Mittlerweile hat sich Tom Wilkinson als Schauspieler so herausgeputzt, dass er zu den gefragtesten Darstellern gehört - besonders wenn es darum geht, einen "typischen Briten" zu besetzen: Graumeliertes Haar gepaart mit einem Schuss behäbiger Höflichkeit und einem feinen, machmal boshaftem Humor. Den zeigt er jetzt in Guy Ritchies Gangsterposse ""RocknRolla" an der Seite von Gerard Butler und Thandie Newton. Wilkinson spielt den verschlagenen Unterwelt-Don Lenny Cole, der auf die feine englische Art versucht, einen frisch verliehenen Batzen Geld gleich wieder zurückzugaunern.
Dass es mit seinem Durchbruch so lange dauerte, sieht Wilkinson heute gelassen: "Ich bin für die Schauspielerei gut geeignet, bin ziemlich fatalistisch eingestellt. Wenn etwas nicht passiert, passiert es eben nicht, viel daran ändern kann man nicht." Dieses Understatement passt zu vielen seiner Rollen - Figuren mit unterdrückten Emotionen, auf deren Explosion man wartet.
In Interviews wirkt Wilkinson ausgeglichen und freundlich, präsentiert sich gerne als Promi-Analphabet. So soll er Jackie Chan anfangs für die Regisseurin seines US-Debüts "Rush Hour" gehalten haben. Der Mann mit der sanft-sonoren Stimme strahlt Selbstbewusstsein aus, kennt aber auch seine Grenzen: "Herausforderungen sind eher nichts für mich", erklärte er einst.
"An meine tote Großmutter dachte ich jedenfalls nicht", witzelte er auf die Frage, wie er sich auf seine oscarnominierte Rolle, auf den Schmerz eines plötzlich kinderlosen Vaters im Drama "In the Bedroom" von 2000 eingestimmt hatte. "Es ist nicht meine Trauer, sondern die meiner Figur. Hätte ich mir dafür den Tod meiner eigenen Kinder vorgestellt, wäre ich verrückt geworden."
Richtig aus der Spur gerät Wilkinson nur auf der Leinwand, so als Staranwalt Arthur Edens in "Michael Clayton", den sein Gewissen zerfrisst. Mit der Rolle des manisch-depressiven Mannes, der unter seiner Schuld zerbricht, ging er 2008 erneut ins Oscarrennen.
Doch Wilkinson kann noch mehr: So gab er den väterlich-gutmütigen Typen als Gutsbesitzer in "Ride With The Devil", den betrogenen Ehemann in "Geliebte Lügen" oder den verliebten Verehrer von Helen Hunt in "Good Woman - ein Sommer in Amalfi". Aber er kann auch brutal sein, wie als Jude Laws Vater in "Oscar Wilde", als Mafiaboss in "Batman Begins" oder als Machtmensch, der "Das Mädchen mit dem Perlenohrring" vergewaltigen wollte.
Überhaupt ist der Sexualtrieb einiger Rollen, die Wilkinson spielte, manchmal recht ausgeprägt: Als "Der Priester" schlief er mit seiner Haushälterin, als Arzt in "Vergiss mein nicht!" mit Praxishelferin Kirsten Dunst und als Familienvater in "The Governess" mit Erzieherin Minnie Driver. Dass sein größter Erfolg "In the Bedroom" heißt, ist freilich nur Zufall. Heute läuft es für Wilkinson mit Rollen wie in "Rock'n Rolla" oder davor in "Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat auch jenseits von Eden bestens.
Privat ist der Lyrikliebhaber und Absolvent der Royal Academy of Dramatic Arts seit 1988 mit seiner Kollegin Diana Hardcastle verheiratet und hat zwei Töchter Alice und Molly.
Die Orientierungslosigkeit, die er durch seinen unsteten Vater als Kind spürte, scheint vorbei. Papa Wilkinson war erst in der Landwirtschaft tätig, wanderte dann mit der Familie nach Kanada aus, wo er fünf Jahre als Schmelzer arbeitete um nach seiner Rückkehr bis zu seinem Tod ein Pub zu führen.
Wilkinson lernte lieber Golf und belegte so manchen Kurs, wenn die Angebote ausblieben. Der Mann, der schon "König Lear" war, nimmt die Dinge eben gern so, wie sie kommen und verzichtet auf übertriebene Ansprüche und Allüren: "Bis zu meinem 40. Lebensjahr hatte ich kein eigenes Haus. Ich bin zufrieden, wenn ich genug Geld für eine Flasche Wein und ein gutes italienisches Essen habe." Es sei ihm gegönnt.
Herzkönig 16.03.2009

Seit "300" reißt sich Hollywood um Gerard Butler. Der allerdings lässt sich auf kein Genre festlegen. Jetzt gibt er in Guy Ritchies "Rock'n Rolla" einen Ganoven.

Wenn sich der Schotte für einen Film entscheidet, dann legt er all seine Leidenschaft und Energie in das Werk. Egal ob als Krieger, romantischer Held oder Gangsterbruder - Gerard Butler weiß, wie er sein Publikum fesselt.
Echt sexy - das ist das Image von Gerard Butler, das durch seine Performance als König Leonidas in "{mlorigin. 96646.300|U|E}" noch verstärkt wurde. Die Comicverfilmung von Zack Snyder brachte ihm den schauspielerischen Durchbruch - und den World Taurus Stunt Award als Actionstar des Jahres 2007. Seitdem kann sich Butler die Rollen aussuchen, was er auch mit viel Bedacht tut, denn schließlich möchte er mal "jedes Genre" ausprobieren.
Nach seinem Romantikauftritt in "P.S. ich liebe dich" und dem Fantasyfilm "Die Insel der Abenteuer" sagte er dem Independent-Regisseur Guy Ritchie für einen etwas knackigeren Part zu: In der pechschwarzen Gangsterposse ""RocknRolla" gibt Butler ein Mitglied der Londoner Unterwelt, das sich bei einem Ganoven-Streit stets den eigenen Vorteil zu sichern weiß. Mit von der Partie um jede Menge Zaster und ein gestohlenes Gemälde sind Tom Wilkinson und Thandie Newton, die mit Butler ein stets gut gekleidetes Gauner-Trio bieten, das sich sehen lassen kann.
Ursprünglich hatte Butler mit Schauspielerei aber gar nichts am Hut. Fünf Jahre studierte er an der Universität in Glasgow Jura mit dem Ziel, als Anwalt zu arbeiten. Doch nach zwei Jahren in der Kanzlei war Schluss: Butler wurde kurz vor Ausbildungsende gefeuert. Rückblickend hält er dies für eine glückliche Fügung, sei er doch "desillusioniert und unzufrieden" gewesen mit dem, was er tat.
Gerard Butler oder Gerry, wie er sich am liebsten rufen lässt, wurde am 13. November 1969 in Glasgow geboren und wuchs im zehn Kilometer entfernten Paisly als jüngstes von drei Kindern auf. Mutter Margret zog ihre Sprösslinge allein groß, nachdem ihr Mann Edward nach Kanada gegangen war. Butler traf erst mit 16 Jahren wieder auf seinen Vater. Sechs Jahre später stand er ihm bei, als er tödlich an Krebs erkrankte.
Nach der frustrierenden Jura-Episode zog Gerry von Edinburgh nach London. Diese Veränderung in seinem Leben ließ ihn schließlich auch sein größtes Laster bekämpfen, den Alkohol: "Ich habe es geliebt zu trinken, bald war es das Einzige, was mir noch Spaß machte. Diese Sucht hat mich beinahe zerstört." Seit zehn Jahren rührt Butler keinen Alkohol mehr an.
In Englands Hauptstadt begann schließlich seine Schauspielkarriere. Er sprach für das Shakespearstück "Coriolanus" vor und bekam die Rolle - ohne Schauspielausbildung. Nur wenig später stand er als Renton in der Bühnenversion von "Trainspotting - Neue Helden" auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Sein Filmdebüt gab er 1997 neben der großen Dame Judi Dench in "Ihre Majestät Mrs. Brown". Es folgten kleinere Rollen in dem 007-Abenteuer "Der Morgen stirbt nie" und "Talos the Mummy".
In seiner ersten großen Hauptrolle war Gerard 2001 in der Mini-TV-Serie "Attila" als Hunnenkönig zu sehen. Die Rolle des asiatischen Übermenschen brachte ihm schließlich auch in Wes Cravens "Dracula 2000" die Hauptrolle ein, der er wiederum seine Besetzung als "Phantom der Oper" verdankt. Den Part des missgebildeten Musikgenies beschreibt er noch immer als seine größte Herausforderung.
Butler nahm Gesangsunterricht, um seine Stimme, die er bisher nur in seiner Studentenrockband "Speed of Life" auf die Probe gestellt hatte, professionell auszubilden. Während der Dreharbeiten zu dem schottischen Independent-Film "Lieber Frankie" war Butler in den Pausen "ständig am Singen", verriet Schauspielkollegin Emily Mortimer. Für seine Rolle als "Der Fremde" in dem berührenden Drama wurde Gerard als bester Schauspieler mit dem Bowmore Scottish Screen Award ausgezeichnet. Schließlich überzeugte er beim Vorsingen auch den Komponisten Andrew Lloyd Webber und 2004 die Musicalfans als Phantom der Oper auf der Kinoleinwand.
Mit Christian Bale kämpfte er 2002 in "Die Herrschaft des Feuers" und half Angelina Jolie ein Jahr später in "Tomb Raider - Die Wiege des Lebens", die Büchse der Pandora zu finden. Zurück in die Vergangenheit wagte er sich mit Paul Walker in Michael Crichtons "Timeline".
Ab 17. September 2009 ist Butler im SciFi-Thriller "Game" zu sehen. Der Film erzählt von einem PC-Spiel, deren Figuren aber aus Fleisch und Blut sind. Gerard übernimmt die Rolle einer Spielefigur, die erkennen muss, dass ihr Leben fremdgesteuert ist. Zwei Wochen danach, am 1. Oktober, setzt Butler seinen Wunsch nach möglichst vielen Genres in die Tat um: Da zeigt er sich mit Katherine Heigl in "Die nackte Wahrheit" als chauvinistischer Unsymphat, der seine Theorien zu Frauen und Männern an seiner neuen Chefin ausprobiert.
Mit seiner eigenen Produktionsfirma dreht Butler den Selbstjustiz-Thriller "Law Abiding Citizen", in dem er einen Anwalt spielt. Zudem ist Brian de Palmas "The Untouchables - Capone Rising" mit Butler als Gegenspieler von Al Capone in Vorbereitung. Auch mit Jennifer Aniston plant Butler einen Kinoausflug: In einer noch unbenannten Komödie mimt er einen Kopfgeldjäger, der seine Ex gegen Bares einfangen soll.
Privat gibt es bei Butler aber noch kein Wesen, das sich einzufangen lohnt - außer Hundedame Lolita, die vergebens auf ein Frauchen wartet. Mittlerweile ist Gerard vom ewigen Single-Dasein genervt - doch die Richtige fand er noch nicht und außerdem hat er sowieso keine Zeit: "Ich bin einfach zu beschäftigt. Ich reise von einer Location zur nächsten und auch wenn du jemand Nettes triffst, weißt du, dass du bald ans andere Ende der Welt fliegen wirst."
So verbringt der Hin-und-Wieder-Kettenraucher seine Zeit weiterhin unverbindlich turtelnd mit Hollywoods Schönheiten und singt sich ansonsten in Karaoke-Bars mit "New York, New York" oder "My Way" die Seele aus dem Leib. Ob das gut klingt, ist ihm egal - ebenso der Hype um seine Erscheinung: "Man hört lieber, man sei sexy, als man sei es nicht. Aber, und das kann ich aus tiefstem Herzen sagen, um so etwas kümmere ich mich nicht."
GEBURTSDATUM: 12.12.1948 | GEBURTSORT: GROßBRITANNIEN
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