Virginia Madsen

Portrait von Virginia Madsen
Virginia Madsen

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GEBURTSTAG:
11.09.1963 in Chicago, Illionis

LEBT IN:
USA

Kurzinfo

Anerikanische Schauspielerin. Verführerin, Femme fatale, blondes Gift, Geliebte, Lehrerin, Wissenschaftlerin, Kellnerin und sorgende Ehefrau: Seit ihrem Debüt 1983 hat Virginia Madsen in 70 TV- und Kinofilmen eine Vielzahl unterschiedlichster Frauentypen verkörpert, war in den 80er- und 90er-Jahren in sechs Filmen ("Class", "Creator", "Slam Dance", "Gotham", "The Hot Spot", "Candyman") nackter Blickfang und nicht wählerisch bei der Auswahl ihrer Rollen. Gehörten diese ...

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GEBURTSDATUM: 11.09.1963 | GEBURTSORT: USA
Anerikanische Schauspielerin. Verführerin, Femme fatale, blondes Gift, Geliebte, Lehrerin, Wissenschaftlerin, Kellnerin und sorgende Ehefrau: Seit ihrem Debüt 1983 hat Virginia Madsen in 70 TV- und Kinofilmen eine Vielzahl unterschiedlichster Frauentypen verkörpert, war in den 80er- und 90er-Jahren in sechs Filmen ("Class", "Creator", "Slam Dance", "Gotham", "The Hot Spot", "Candyman") nackter Blickfang und nicht wählerisch bei der Auswahl ihrer Rollen. Gehörten diese Produktionen auch nicht zu den Geschichte schreibenden Werken, so hat Madsen immer mit ihrer Präsenz für Aufmerksamkeit gesorgt. Eine Weile fast vergessen, erlebte sie 2005 mit der Weinballade und dem Road Movie "Sideways" ein großartiges Comeback, das ihr außer Oscar- und Golden-Globe-Nominierungen 17 Filmpreise einbrachte. Nach 20 Jahren Hollywood sah Madsen strahlend aus wie zu Beginn ihrer Karriere und trug 2005 bei der Verleihung der Academy Awards ein königsblaues, schulterfreies Abendkleid, das alles in den Schatten stellte.
Virginia Madsen wurde 1961, 1962 oder 1963 in Chicago als Tochter eines Feuerwehrmanns dänischer Herkunft und der Autorin Elaine Madsen als jüngste von drei Geschwistern geboren. Ihr älterer Bruder ist der Schauspieler Michael Madsen ("Kill Bill"). Sie nahm Tanz- und Schauspielunterricht und studierte nach dem High School-Abschluss an der Northwestern University in Illinois. 1982 ging sie nach Los Angeles, debütierte in "Class" und wurde als Prinzessin Irulan in David Lynchs "Der Wüstenplanet" (1983) bekannt (Madsen war eine der ersten Schauspielerinnen, die 1993 Videogames, hier "Dune 2: The Battle For Arakis" synchronisierten). Sie spielte das Mordopfer in Wayne Wangs "Slam Dance", die Geliebte von Diktator Benito Mussolini in einer Mini-Serie, den Südstaaten-Vamp, der Don "Miami Vice" Johnson im Film noir "The Hot Spot" (1989) zu Mord und Bankraub treibt und die bisexuelle Schauspielerin im Biopic "Colette" (1991). Populär machte Madsen auch ihre Rolle als Anthropologin im Horrorfilm "Candymans Fluch" (1992).
Nebenrollen in "Highlander II", "Teuflische Schlange", "God's Army", "Das Attentat", "Der Regenmacher", "Das Geisterschloss", "Mr. North", Auftritte in Serien wie "Das Model und der Schnüffler", "Frasier", "Star Trek: Raumschiff Voyager", "CSI: Miami", "Liga der Gerechten", "The Practice - Die Anwälte" und "Smith" (2006) machten Madsen zu einer viel beschäftigten Schauspielerin. Nach dem Triumph in "Sideways" als Ehefrau von Harrison Ford wurde sie von Jim Carrey ("Number 23") und von Billy Bob Thornton ("The Astronaut Farmer") beinahe wieder stereotypisiert. Nur Robert Altman wusste die umwerfend erotische Madsen als durchs Theater schwebenden blonden Todesengel in "Robert Altman's Last Radio Show" (2006) perfekt einzusetzen.
Virginia Madsen ist in Michael Jacksons Musikvideo "Liberian Girl" zu sehen.
Virginia Madsen war von 1989 bis 1992 mit Regisseur Danny Huston ("Colette") verheiratet. Von Schauspieler Antonio Sabato Jr. hat sie einen Sohn (1994).
Virginia Madsen wurde für "Candyman" mit dem Saturn Award (1993) und für "Sideways" unter anderem mit den Preisen der Filmkritiker von New York, Los Angeles, Boston, Seattle, Toronto, Vancouver und Dallas und dem Independent Spirit Award ausgezeichnet. Für ihre Lehrerin im TV-Western "Crossfire Trail - Der Ritt nach Hause" (2001, mit Tom "Magnum" Selleck) erhielt sie den Western Heritage Award. Für ihre kriminelle Galeristin in "Artworks" (TV 2003) wurde Madsen mit dem Slate Award des California Independent Film Festival ausgezeichnet.
GEBURTSDATUM: 11.09.1963 | GEBURTSORT: USA
Schöne Sünderin 03.07.2009

Seit 1983 geistert "Sideways"-Star Virginia Madsen Männern im Kopf herum. Jetzt spukt es bei ihr selbst in "Das Haus der Dämonen."

"Firewall", einer ihrer letzten Flops, erklärt im Titel Virginia Madsens Karriere. Denn die großen Hits kamen nie durch.
Allein Achterbahn fuhr sie allerdings nicht, denn auch ihr älterer Bruder Michael war mehrfach in und wieder out. Mit ihm und Schwester Cheri wuchs Virginia in Chicago auf. Das Geld war knapp, doch richtig schwierig wurde es, als Mutter Elaine sich von Vater Calvin, einem Feuerwehrmann mit dänischen Wurzeln, scheiden ließ.
Einem Impuls folgend, ging Mom aufs College, wurde Autorin, veränderte ihr Leben und auch das ihrer Tochter: "Sie war mein Vorbild, und ich wollte Schauspielerin werden", erklärt Virginia. "So für die eigene Kunst zu kämpfen, fand ich unglaublich inspirierend." Während die Mutter sich als Künstlerin durchschlug, zapfte Michael Benzin, nahm Virginia Schauspielunterricht und kellnerte.
An der Schule galt sie als Außenseiterin, doch ein paar Jahre später wendete sich das Blatt. Virginia hatte einen attraktiven Freund namens Billy Campbell, der später als "Rocketeer" durchstartete, und eine kleine Rolle in "Class" erobert. Es war ihr und auch Andrew McCarthys Debüt, der ihr denkwürdig die Bluse aufriss. Die Virginia Hills legte sie in gut zehn weiteren Film- und TV-Projekten frei, nachdem sie mit Campbell nach Hollywood gezogen war.
Das nackte Grauen für ihren Bruder, der seine frühere Assistentin in kindlichen Zaubershows so nie sehen wollte. Die Achtziger wurden die Dekade des Mädchens mit der blonden Lockenmähne. Sie war der süße Traum Lenny von Dohlens und eines Computers in "Electric Dreams", die Imperator-Tochter in "Der Wüstenplanet", das erotische Mordopfer, das in "Slam Dance" nur in Rückblenden lebte und im Clip "I Found Someone" die Rivalin von Cher, deren Halbschwester Georgianne damals mit Michael verheiratet war. Mit Cher blieb sie befreundet, warb mit ihr offen für die Vorzüge von Botox.
Neben Cher gehörte Virginia auch zum Huston-Clan. Drei Jahre dauerte ihre Ehe mit Danny Huston, den sie als Regisseur von "Mr. North - Liebling der Götter" kennen lernte, dafür Campbell in die Wüste schickte. Dort fand Billy Jennifer Connelly wieder, die auch in "The Hot Spot" am gleichen Mann (Don Johnson) interessiert war, doch von Virginias Femme fatale skrupellos ausgespielt wurde.
Als 1994 Jack geboren wurde, Virginias Sohn aus der mehrjährigen Beziehung mit Italo-Schönling Antonio Sabato jr., ging ihre Karriere auf Talfahrt. Ihr Kampf gegen Schlitzer "Candyman" war zwar auch kommerziell erfolgreich, doch Flops wie "Highlander II - Die Rückkehr" häuften sich, während Indie-Filme wie "American Gun" unbeachtet blieben.
Jahrelang hielt sich Madsen mit billigen TV-Produktionen über Wasser. Als sie sich davon lösen wollte, kam sie das teuer zu stehen. Kurz vor dem Bankrott erlöste sie in "Sideways" Paul Giamatti von seinem Frauentrauma, wurde dafür mit einer Oscar-Nominierung belohnt. Die Rolle, die ihr näher ist als jede andere, schob die Karriere und die Gründung ihrer Firma an, mit der sie eine Dokumentation über Skispringerinnen produziert. Aber ihr folgten auch zu viele Angebote als "gute Zuhörerin, die sanft ihren Mann liebt".
Martin Donovan profitiert davon in "Das Haus der Dämonen", muss dafür aber unheimliche Erscheinungen konfrontieren. Eine solche war Virginia zuvor selbst, als gütige Frau und S&M-Luder von Jim Carrey in "Nummer 23". Das Etikett verrucht und sexy, das sie früher hasste, mag sie heute. "Es ist witzig, dass ich mich heute, in meinen Vierzigern, mit diesem Image überhaupt nicht unwohl fühle. Sogar Paris Hilton soll gesagt haben, dass ich heiß wäre."
GEBURTSDATUM: 11.09.1963 | GEBURTSORT: USA
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