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Kino-News

History-Thriller mit Leonardo da Vinci

11.03.2010
History-Thriller mit Leonardo da Vinci

Er malte die Mona Lisa - und verdrosch haufenweise Bösewichte. Laut Hollywood war Leonardo da Vinci nämlich ein Action-Held

Wüste Stunts, finstere Gestalten, heiße Bräute und mittendrin Action-Leonardo. Da Vinci, wohlgemerkt, nicht DiCaprio ...
Mens sana in corpore sano - nur über einem gestählten Body wohnt auch ein schlaues Hirn. Klare Sache, die Römer wußten Bescheid: Lothar Matthäus kriegt den Physiknobelpreis und im Umkehrschluß war Leonardo da Vinci die Kampfmaschine schlechthin. Mit dieser Logik hat jedenfalls Produzent Adrian Askarieh ("Hitman - Jeder stirbt alleine") an Warner Bros. ein Filmkonzept verkauft, in dem das Universalgenie als Actionheld die Fäuste ballt. "Leonardo Da Vinci and the Soldiers of Forever" lautet der Arbeitstitel, der schwer an "Indiana Jones" erinnert.
Die Idee folgt dem Trend, Superstars aus Geschichte oder Literatur auf die Leinwand zu bringen - hat ja zuletzt mit "Sherlock Holmes" prima geklappt und aktuell sind 'Marco Polo', 'King Arthur', 'Moby Dick', 'Captain Nemo', 'Moses' und mal wieder 'Die drei Musketiere' in Vorbereitung. Letztere, nebenbei bemerkt, stammen aus der Feder von Alexandre Dumas und stellen den am häufigsten verfilmten Roman aller Zeiten.
Es wäre natürlich aus kultureller Sicht hochinteressant, Leonardo da Vinci beim Malen der Mona Lisa zuzuschauen, aber für Hollywood sind Bild und Louvre bestenfalls als Kulisse für Tom Hanks und seinen "The Da Vinci Code" von Belang. Nein, Leonardo braucht die volle Action-Packung und hat in der Hinsicht auch was zu bieten: Das Genie aus dem 15 Jahrhundert erfand Maschinengewehre, Panzer, Hubschrauber, U-Boote und Roboter.
Mit dem Arsenal läßt sich was anfangen und eine hübsche Geschichte stricken: Leo ist Mitglied eines Geheimbundes, der gegen biblische Dämonen antritt. Zu den übernatürlichen Monstern gesellen sich noch Geheimcodes, versunkene Zivilisationen, versteckte Burgen und gefallene Engel. Wer soll das Action-Genie spielen? Den überlieferten Selbstportraits kommt "Harry Potter"-Rektor Dumbledore, also Michael Gambon am nächsten. Der Genre-Mix aus History und Mystery hat übrigens noch keinen Namen. Wie wäre es mit Mistory?

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