Rango
START 03.03.2011
ABENTEUER/TRICKFILM | 107 MINUTEN | USA 2011 | PARAMOUNT
Wunderbar skurriler und visuell bestechender CGI-Animartionsfilm über ein Chamäleon im Wilden Westen, das als Sheriff in einem Wüstenkaff für Recht und Ordnung sorgen soll.
John Wayne war RINGO, ein CGI-Chamäleon in der Identitätskrise ist RANGO, knallharte Westerner sind beide. FLUCH DER KARIBIK-Macher GORE VERBINSKI ist seit seinem Filmdebüt MÄUSEJAGD bekannt dafür, einen verqueren Blick auf die Welt zu werfen. Mit RANGO bleibt er sich treu: Sein Ausflug in den CGI-Animationsfilm mag inhaltlich eine Variante von DIE GLORREICHEN SIEBEN sein, ansonsten lässt er sich mit nichts vergleichen. Rango hat ein Identitätsproblem, was sein Leben als Chamäleon in einem Terrarium nicht einfach macht: Er träumt davon, ein Held zu sein, und bricht aus, um im Südwesten der USA seine wahre Bestimmung zu finden. In dem trostlosen Kaff Dirt stößt er auf eine Bande Gesetzloser, die die Bewohner terrorisieren. Kurz entschlossen wird Rango Sheriff…START 03.03.2011
ABENTEUER/TRICKFILM | 107 MINUTEN | USA 2011 | PARAMOUNT
Film Trailer
| Filmtrailer | 09.08.2010 |
| Filmtrailer (englisch) | 16.07.2010 |
| Filmtrailer 2 (englisch) | 17.12.2010 |
| Teaser (englisch) | 16.07.2010 |
| TV-Spot | 09.02.2011 |
| Aufsager Michael Kessler | 25.02.2011 |
START 03.03.2011
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5 Oscars für den besten Film "The Artist", darunter Hauptdarsteller Jean Durjardin. Bei den Damen siegt Meryl Streep als "Eiserne Lady". Keine deutsche Hauptgewinner.
Ich habe einen Oscar! Ich ? ich habe meine Dankesrede vergessen!Regisseur Michel Hazanavicius ging es wie den Helden seines Films - er war sprachlos! Sein Filmkunstwerk "The Artist" um eine Liebe in den letzten Tagen des Stummfilms ist von der Academy überraschend mit 5 Oscars zum meistprämierten Film gekürt worden - darunter Preise in allen drei "Königskategorien": Bester Film, Beste Regie und Bester Hauptdarsteller!
Doch der Franzose mit litauischen Vorfahren fand seine Sprache bald wieder, hielt eine überschwängliche Dankesrede und endete mit Worten, so poetisch wie sein Filmkunstwerk: "Im Film geht es um das Leben. Und an manchen Tagen ist das Leben wunderbar. Heute ist solch ein Tag. Danke! Danke!"
Ebenfalls fünf Oscars gingen an Martin Scorseses Verfilmung des Kultkinderbuchs "Hugo Cabret". Allerdings gab's die Goldjungs ausnahmslos in Bereichen, die in Hollywood eher zu den Nebenkategorien gezählt werden: Kamera, Visual Effects (hier stach man etwas überraschend den Blockbuster "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2" aus), Ausstattung, Ton und Tonschnitt. Damit war Martin Scorsese eher einer der Verlierer des Abends.
Ganz anders Academy-Liebling Meryl Streep. Auch sie hatte zu den Oscar-Favoriten gezählt, doch ihr Traum erfüllte sich auch: Streeps fast schon gespenstisch gute Leistung als britische Ex-Premierministerin Margaret Thatcher in "Die Eiserne Lady" brachte ihr bei der siebzehnten (!) Nominierung erwartungsgemäß endlich den dritten Oscar nach "Kramer gegen Kramer" und "Sophies Entscheidung".
Überraschenderweise verlor die Veteranin auf der Bühne des Kodak Theatre nach einem launigen Einstieg in ihre Dankesrede ("Ganz Amerika denkt sich jetzt 'Oh nein, nicht sie schon wieder'"!) komplett die Fassung und brach - unter stehenden Ovationen - in Tränen aus: "Ich werde wahrscheinlich nicht noch einmal hier oben stehen, also danke an Euch alle!" Trotz ihrer überragenden mimischen Leistung dankte Meryl Streep auch ihren Maskenbildnern, die ebenfalls einen Oscar erhielten.
Kollege Jean Dujardin, der als Stummfilmstar in "The Artist" wirklich alle darstellerischen Register zieht, machte es dagegen kurz: "Ich liebe Euer Land!", schmeichelte er französisch-charmant dem Auditorium in Los Angeles, das eher mit George Clooney als Sieger für seine Rolle als überforderter Vater in "The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten" gerechnet hatte. Clooney durfte sich aber zumindest über einen Drehbuch-Oscar für "The Ides of March" freuen.
Eine herbe Enttäuschung war die Oscar-Verleihung sowohl für Steven Spielbergs Kriegspferd-Epos "Gefährten" wie auch "Moneyball" mit Brad Pitt als revolutionärem Baseball-Coach. Trotz sechs Nominierungen gingen beide Filme komplett leer aus -weil in den entsprechenden Kategorien zumeist entweder "Hugo Cabret" oder "The Artist" punkteten.
Auch aus deutscher Sicht boten die 84. Academy Awards keinen Grund zum Feiern. Für den Auslands-Oscar war der deutsche Vorschlag "Pina" gar nicht erst nominiert worden, hier machte erwartungsgemäß erstmals ein iranischer Beitrag das Rennen, "Nader und Simin - Eine Trennung". Aber als beste Doku war Wim Wenders' lyrisches 3D-Juwel um das Schaffen der verstorbenen Choreographie-Legende Pina Bausch nominiert und als Sieg-Kandidat gehandelt worden. Hier machte aber der US-Beitrag "Undefeated" um den Aufstieg eines erfolglosen Football-Teams das Rennen.
Die deutsche Kostümbildnerin Lisy Christl ("Anonymus") musste sich den Oscar-Abonnenten Dante Ferretti und Francesca Lo Schiavo für "Hugo Cabret" geschlagen geben und der deutsche Kurzfilm "Raju" zog gegen "The Shore" um eine Freundschaft im Nordirlandkonflikt den Kürzeren. Zumindest waren aber die deutschen Effektkünstler Alex Henning und Ben Grossmann von der Frankfurter Firma Pixomondo am Visual-FX-Oscar für "Hugo Cabret" beteiligt.
Als ältester Schauspieler aller Zeiten gewann Christopher Plummer einen Oscar als Nebendarsteller in "Beginners". Der 82-Jährige erlebt im Film von Mike Mills zum Erstaunen seines Sohnes (Ewan McGregor) ein spätes Coming Out. Die Dankesrede des Veteranen zählte zu den absoluten Highlights der diesjährigen Academy Awards. Mit Blick auf die Oscar-Statue in seinen Händen begann Christopher Plummer:
"Mann, Du bist nur zwei Jahre älter als ich, wo warst Du nur die ganze Zeit?!?" Dann wandte er sich ans Publikum: "Wisst ihr, schon als ich aus der Gebärmutter meiner Mutter kam, habe ich diese Dankesrede einzuüben begonnen. Zu Eurem Glück ist das jetzt so lange her, dass ich sie inzwischen vergessen habe. Also: Danke!"
Den Preis für die beste weibliche Nebenrolle überreichte Batman Christian Bale an Octavia Spencer, die in "The Help" eine mutige schwarze Haushaltsgehilfin spielt. Die Gewinnerin nutzte die Chance für einen Flirt: "Danke, dass ihr mich neben den heißesten Typen im Raum gestellt habt!" Spencers Dankesrede ersoff dann aber fast komplett in einer Tränenflut, die Halle Berry alle Ehre machte. Die letzten Worte "Danke? Welt!" konnte man nur noch erahnen.
Zum besten Animationsfilm wurde erwartungsgemäß "Rango" gekürt - eine besondere Genugtuung für Regisseur Gore Verbinski, der in Hollywood wegen seiner drei "Fluch der Karibik"-Filme als Popcorn-Filmemacher verschrien gewesen war. Er dankte überschwänglich Johnny Depp, der im Original dem titelgebenden Wildwest-Chamäleon seine Stimme leiht.
Als großes Highlight war eine Performance der legendären Artisten des Cirque du Soleil angekündigt worden - auch, weil mit 50 Künstlern die größte Truppe für einen Einzelauftritt der Truppe bereit stand. Die Hommage an Filmklassiker wie Hitchcocks "Verdacht" oder "King Kong" wirkte aber recht konventionell, trotz hoch in der Kuppel des Kodak Theatre schwebender Trapeze.
Erwartet souverän agierte Moderator Billy Crystal, der nur Notnagel war, nachdem das eigentlich vorgesehene Duo von Moderator Eddie Murphy und Produzent Brett Ratner wegen rassistischer Entgleisungen Ratners gehen musste. So kündigte Crystal den von seiner Krebserkrankung sichtbar erholten Michael Douglas als Präsentator für den Regie-Oscar mit den Worten an: "He occupied Wall Street, long before that was cool - Er besetzte die Wall Street, lange bevor das als cool galt!"
Und Crystal, der schon zum neunten Mal Oscar-Gastgeber war, lieferte den besten Trost für alle Verlierer des Abends, indem er die Bedeutung der Preisverleihung mit den ironischen Worten relativierte: "Nichts lenkt einen besser von den Wirtschaftskrisen in aller Welt ab, als einem Haufen Millionäre dabei zuzusehen, wie sie sich gegenseitig goldene Statuen in die Hand drücken?"
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Martin Scorseses "Hugo Cabret" um einen Waisen im Pariser Bahnhof hat die meisten Oscar-Chancen, 10 der Kritikerliebling "The Artist". Wim Wenders' "Pina" ist als Doku nominiert.
Völlig überraschend ist der Kritikerliebling "The Artist" bei den Oscar-Nominierungen von Martin Scorseses "Hugo Cabret" um einen Waisen im Pariser Bahnhof überholt worden.Hollywood hatte schon die Revolution des Kinos ausgerufen. Schließlich galt - und das in den Zeiten der Megaerfolge von Spektakeln wie "Avatar" & Co. - mit "The Artist" ein kleiner, feiner Stummfilm in Schwarzweiß über die Liebe zweier Schauspieler am Ende der Stummfilmära als Favorit bei den Oscar-Nominierungen.
Nachdem Jungstar Jennifer Lawrence und Academy-Präsident Tom Sherak nun die Nominierungen bekannt gegeben haben, steht das belgisch-französische Kunstwerk mit insgesamt zehn Nominierungen zwar auch ordentlich da, doch ein Altmeister hat den Kritikerliebling noch überholt:
Martin Scorseses in prächtigen Bildern schwelgende 3D-Kinderbuchverfilmung "Hugo Cabret" um einen Waisenjungen, der im Pariser Bahnhof Montparnasse Gare lebt, heimste insgesamt elf Oscar-Nominierungen ein. Die leidlich bekannte Vorliebe der Academy für US-Produktionen gegenüber europäischen mag dabei eine Rolle gespielt haben.
Allerdings ist "Hugo Cabret" zwar in den Hauptkategorien Bester Film und Beste Regie nominiert, ansonsten gab's die Award-Chancen aber eher in den technischen Nebenkategorien wie Visual Effects, Kamera, Schnitt, Ausstattung, Ton, Tonschnitt, Musik und Drehbuchadaption. Dagegen sind mit Jean Dujardin und Bérénice Bejo in "The Artist" auch der Haupt- und die Nebendarstellerin nominiert. Die beiden Filme werden wohl den Oscar für den besten Film unter sich ausmachen.
Dujardin wird sich allerdings sehr wahrscheinlich George Clooney beugen müssen, der als überforderter Vater, der in "The Descendants" erfährt, dass ihn seine im Koma liegende Frau betrogen hat, als Favorit für den Hauptrollen-Oscar gilt. Auch Clooneys Regisseur Alexander Payne ("Sideways") ist nominiert und darf sich darüberhinaus über eine Berücksichtigung als bester Film und insgesamt 5 Oscar-Chancen freuen.
Clooneys Kumpel Brad Pitt ist als Coach, der erstmals Computerstatistiken benutzt, im Baseballdrama "Moneyball" für den Hauptrollenoscar nominiert. Das Sportspektakel gehört mit insgesamt 5 Nominierungen, darunter als bester Film, ebenfalls zu den meistberücksichtigten Werken. Gefährlich könnte George Clooney vermutlich eher noch Gary Oldman werden, der in "Dame, König, As, Spion" einen Maulfwurf im Secret Service aufspüren soll. Lediglich Außenseiterchancen hat Demián Bichir, dessen Nominierung für "A Better Life" bereits eine Riesenüberraschung und -ehre darstellt.
Absolut gesetzt ist Meryl Streep für den weiblichen Hauptrollenoscar. Ihre gespenstisch gute Verkörperung der britischen Permierministerin Margaret Thatcher in "Die Eiserne Lady" brachte ihr bereits die 17. Oscar-Nominierung ein. Da wird es höchste Zeit für den dritten Sieg nach "Kramer gegen Kramer" und "Sophies Entscheidung", wie ganz Hollywood meint.
Ansonsten wäre Rooney Mara als Lisbeth Salander in der US-Neuverfilmung des ersten Teils der schwedischen Kultkrimi-Trilogie "Millennium", "Verblendung", eine starke Herausforderin, ebenso Michelle Williams als Leinwand-Legende Marilyn Monroe in "My Week with Marilyn" und Glenn Close, die sich in "Albert Nobbs" im Dublin des 19. Jahrhundert als Mann verkleidet, um in der Gesellschaft aufzusteigen. Auch Viola Davis glänzte im Südstaatendrama um die ersten afroamerikanischen Haushaltsgehilfinnen in "The Help", das insgesamt sechs Nominierungen erhielt, darunter als bester Film und für Octavia Spencer als beste Nebendarstellerin.
In jener Kategorie gilt wiederum Bérénice Bejo aus "The Artist" als leichte Favoritin. Sie glänzt als eine der ersten Tonfilm-Diven, die ausgerechnet einen alten Stummfilm-Star (Jean Dujardin) liebt, dessen Stern nun am Sinken ist. Octavia Spencer und Jessica Chastain, beide für "The Help" nominiert, werden als starke Herausforderinnen gesehen. Janet McTeer, die in "Albert Nobbs" ebenfalls einen Mann spielt, und Melissa McCarthy in der Komödie "Brautalarm" dürften eher geringe Chancen haben.
Einen glasklaren Favoriten gibt es bei den männlichen Nebendarstellern: Albert Brooks mutet in "Beginners" seinem Filmsohn Ewan McGregor ein spätes schwules Coming out zu - beeindruckend und herzerweichend. Das Nachsehen haben werden daher Max von Sydow als Holocaust-Opfer im 9/11-Drama "Extrem laut und unglaublich nah", Kenneth Branagh als Sir Laurence Olivier in "My Week with Marilyn", Jonah Hill als Sidekick von Coach Brad Pitt in "Moneyball" und Nick Nolte als versoffener Rabenvater in "Warrior".
Unter den Regisseuren dürfte es dagegen extrem spannend werden. Von den fünf Nominierten Michel Hazanavicius ("The Artist"), Alexander Payne ("The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten"), Woody Allen ("Midnight in Paris"), Terrence Malick ("The Tree of Life") und Martin Scorsese ("Hugo Cabret") kann eigentlich jeder gewinnen. Nachdem die Filme der fünf Macher auch allesamt in der Kategorie Bester Film ins Rennen gehen, könnte der gewinnen, dessen Werk auch den Königspreis abräumt. Denn die Regie wird dafür von der Academy traditionell als Schlüsselkategorie angesehen.
Aus deutscher Sicht gab es zwar nicht wie erhofft eine Chance auf den Auslandsoscar für Wim Wenders' "Pina", hier gilt der iranische Beitrag "Nader und Simin - Eine Trennung" als Favorit, der auch für das Drehbuch nominiert wurde. Dafür wurde der bildstarke deutsche Beitrag über die Choreographen-Legende Pina Bausch als beste Doku nominiert und hat hier auch berechtigte Sieg-Chancen.
Bei den für die Academy immer wichtiger werdenden Animationsfilmen zeichnet sich ein Dreikampf zwischen "Rango", "Der gestiefelte Kater" und "Kung Fu Panda 2" ab. Den Spezialeffekte-Oscar dürften entweder "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2" oder "Planet der Affen: PRevolution" einheimsen.
Wer dann tatsächlich alles einen Goldjungen mit nach Hause nehmen darf, das entscheidet sich in der Nacht von Sonntag, den 26.2., auf Montag, den 27.2., im Kodak Theatre von Los Angeles. Moderieren darf den wichtigsten Abend der Traumfabrik dabei Comedy-Superstar Billy Crystal - und das bereits zum neunten Mal!
Doch Crystal ist nur ein Notnagel, denn eigentlich sollte ein anderer die Filmschaffenden mit coolen Sprüchen begeistern: Eddie Murphy! Aber der sagte ab, weil der als Regisseur der Zeremonie geplante Brett Ratner, mit dem Murphy zuletzt den Komödienhit "Aushilfsgangster" gedreht hat, abgesetzt wurde: Er hatte sich im Vorfeld zu schwulenfeindlichen Witzen hinreißen lassen.
Nun freut sich also Billy Crystal auf die Goldjungs-Gala. Und auch wenn natürlich selbst er noch keine Preisträger kennt und auch wenn sein gespannt erwarteter Eröffnungs-Monolog ebenfalls streng geheim bleibt, so hat er zumindest soviel über seine Pläne für die Verleihung verraten: "Mein großes Thema für den Abend lautet: 'Wie habt Ihr Euch eigentlich ins Kino verliebt?' Schließlich verbindet uns das alle und das müssen wir mal so richtig feiern!"
Was für ein schönes Motto für die Nacht, in der diejenigen geehrt werden, die dieser Liebe immer wieder Nahrung geben...
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Der beste Mann in Hollywood ist nach Ansicht der Kinobesitzer Brad Pitt: Keiner verkaufte 2011 mehr Tickets
Jedes Jahr wählen die amerikanischen Kinobetreiber ihren Superstar. Das Kriterium ist simpel: DollarsEine Wahl mit Tradition: Seit 80 Jahren küren die Kinobesitzer der Vereinigten Staaten ihren persönlichen Superstar. Dabei geht es nicht um Kunst und Schönheit, sondern um das Geld, das er ihnen in die Kassen spült. Ihr Goldesel 2011 ist Brad Pitt.
Mit den Filmen "Die Kunst zu gewinnen - Moneyball" (bei uns ab 2. Februar), "The Tree of Life" und "Happy Feet 2" wärmte Brad Pitt die Herzen der Kinobetreiber - und stieß Johnny Depp vom Thron. Der landete mit seinen 2011-Hits "Pirates of the Caribbean - Fremde Gezeiten"und "Rango" auf dem dritten Platz. Nummer zwei im Ranking ist George Clooney ("The Ides of March - Tage des Verrats" und "The Descendants")
In den Top 10 finden sich auch zwei Neuzugänge, Bradley Cooper ("Hangover 2") und Ben Stiller ("Aushilfsgangster"). Tom Cruise hat es seit sechs Jahren nicht mehr unter die ersten zehn geschafft, hält sich aber seit 1983 unter den Top 20. Immerhin war der Held aus "Mission: Impossible - Phantom Protokoll" schon insgesamt siebenmal die Nummer eins des Rankings, öfter als jeder andere.
Amerikas Kinobesitzer wählen auch die besten Newcomer des Jahres. Das ist ein Karriereturbo, denn auf die Goldeel von morgen sind die Filmproduzenten besonders scharf. 2011 dürfen sich mit diesem Titel Rooney Mara ("Verblendung") und Jonah Hill ("Moneyball" schmücken.
1. Brad Pitt
2. George Clooney
3. Johnny Depp
4. Leonardo DiCaprio
5. Matt Damon
6. Sandra Bullock
7. Bradley Cooper
8. Robert Downey Jr.
9. Meryl Streep
10. Ben Stiller
Erfolg zieht Kriminelle an. So könnten sich die "Fast Five"-Macher geschmeichelt fühlen - ginge es nicht um Filmpiraten.
Die Zahl illegaler Filmdownloads ist zurückgegangen - eine nur begrenzt gute Nachricht für die Branche: Der Schaden geht immer noch in die Milliarden.Zum Jahresende häufen sich die Charts, aber nicht alle stehen für Erfolgserlebnisse. Die Liste der Filme mit den meisten Raubkopien des Jahres dürfte bei Filmstudios und Produzenten kaum Stolz erzeugen - an der Spitze stehen 2011 "Fast & Furious Five", gefolgt von "Hangover 2" und "Thor".
Diese drei Filme waren echte Blockbuster, doch in den Piraten-Top Ten finden sich auch Titel, die an der Kinokasse wenig gerissen haben. Darunter "Source Code", "Sucker Punch" und "127 Hours".
Der größte Hit des Jahres, "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 2", hat es dagegen nur mit Mühe in diese Charts geschafft, wurde aber immer noch rund neun Millionen mal geklaut. "Transformers" und "Breaking Dawn - Biss zum Ende der Nacht, Teil 1" die Platz zwei und drei beim Umsatz belegen, tauchen gar nicht darauf auf.
Insgesamt gab es erheblich weniger illegale Downloads im Vergleich zum letzten Jahr, als "Avatar - Aufbruch nach Pandora" mit 16,6 Millionen Raubkopien einen traurigen Rekord aufstellte. "Fast & Furious Five" belegt mit 9,3 Millionen Downloads die diesjährige Nummer 1.
1. "Fast & Furious Five" (9,3 Mio. illegale Downloads)
2. "Hangover 2" (8.8 Mio.)
3. "Thor" (8,3 Mio.)
4. "Source Code" (7,9 Mio.)
5. "Ich bin Nummer Vier" (7,7 Mio.)
6. "Sucker Punch" (7,2 Mio.)
7. "127 Hours" (6,9 Mio.)
8. "Rango" (6,9 Mio.)
9. "The King's Speech" (6,3 Mio.)
10. "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 2"
Zu teuer: Johnny Depp und sein "Fluch der Karibik"-Regisseur müssen sparen - sonst ist ihr "Lone Ranger" erledigt.
Spektakuläre Action sollten den "Lone Ranger" zum Super-Western machen. Aber die kostet viel Geld - viel zu viel, findet das Studio, und holte Johnny Depp erst einmal aus dem Sattel.Ob mit schrägem Animationshumor ("Rango") oder abgedrehter Freibeuter-Sause ("Fluch der Karibik"-Reihe): Wenn Johnny Depp und "sein" Regisseur Gore Verbinski etwas aushecken, stürmen Millionen Filmfans die Kinos. Jetzt hat das Erfolgsduo allerdings eine Nummer zu groß geplant: Ihr "The Lone Ranger" ist dem Studio zu teuer.
Stolze 275 Millionen Dollar sollte der Western kosten, in dem Johnny Depp noch nicht einmal den Titelhelden, sondern dessen Indianer-Kumpel Tonto gibt. Vor einigen Tagen wurde bekannt, dass Disney das Projekt auf Eis gelegt hat - und nun auch, warum: "The Lone Ranger" müsste satte 800 Millionen Dollar an den Kinokassen umsetzen, um Profit zu machen.
Ein solcher Erfolg wäre für einen Western ungewöhnlich. Selbst das Gespann Harrison Ford und Daniel Craig blieb mit "Cowboys & Aliens" weit hinter den Erwartungen zurück: Bei Kosten von 163 Millionen Dollar spielte ihr SciFi-Western bislang erst 92 Millionen wieder ein.
Die Frage, warum Johnny Depp und Gore Verbinski für "The Lone Ranger" so ein gewaltiges Budget benötigen, ist leicht beantwortet: Rudelweise Werwölfe und andere Kreaturen der indianischen Mythen sollen den Wilden Westen heimsuchen. Auch drei gewaltige Action-Sequenzen, darunter die größte Zug-Szene der Filmgeschichte reißen ordentliche Löcher ins Budget.
Studio und Macher haben "The Lone Ranger" aber noch nicht aufgegeben. Als erste Geste verzichten Regisseur Gore Verbinski und Produzent Jerry Bruckheimer jeweils auf 10 Millionen Dollar Gage. Aber das reicht noch nicht: Insgesamt müssen 50 Millionen Dollar eingespart werden.
Vielleicht läßt sich ja an Johnny Depps 'Aufwandsentschädigung' noch etwas drehen. Schließlich hat der "The Lone Ranger" als reine Herzensangelegenheit bezeichnet. Er möchte mit der Rolle seine indianischen Vorfahren ehren.
Regisseur Gore Verbinski über die Verbindung zwischen "Fluch der Karibik" und "Rango", geplantes Chaos, Western-Zitate und Antihelden.
Mit der "Fluch der Karibik"-Trilogie hat Gore Verbinski Filmgeschichte geschrieben. Abermals mit Johnny Depp als Mitstreiter wagt er sich nun mit "Rango" an seinen ersten Computer-Animationsfilm.Sind Sie ein mutiger Mann?
GORE VERBINSKI: Wie kommen Sie darauf?
Man muss Mut haben, im Jahr 2011 einen Animationsfilm zu machen, der sich nicht an die gängigen Regeln hält.
Das fiel uns leicht. Wir wussten nicht, was die Regeln sind.
Haben Sie sich mit dem Ansatz mehr Arbeit gemacht als nötig?
Richtig, viel Arbeit war es auf jeden Fall. Aber es hat auch Spaß gemacht, sich dieses Format Stück um Stück zu erarbeiten. Und ganz fremd war uns der Umgang mit Computeranimation auch nicht. Filme wie die "Fluch der Karibik"-Filme wären ohne den Einsatz von Computern absolut unvorstellbar. Das war unser Ausgangspunkt: Wir sahen "Rango" nicht als Animationsfilm, sondern als ausgedehnte, letztlich abendfüllende Animationssequenz in einem
Realfilm.
Wie sind Sie vorgegangen?
Es gab drei Phasen. Eineinhalb Jahre verbrachten wir gemeinsam, insgesamt sieben Künstler, mit Bleistift und Block in einem Haus und ließen unserer Fantasie freien Lauf. Sehr lowtech. Dann folgten 20 Tage mit den Schauspielern am Set, wo wir die Stimmen und Gesten aufzeichneten. Und schließlich waren wir eineinhalb Jahre mit ILM beschäftigt. Sehr hightech.
Was waren Ihre Referenzpunkte?
Wir folgten unserer Eingebung. Wir arbeiteten an den Figuren, wie wir bei "Fluch der Karibik" an Figuren wie Davey Jones gearbeitet hatten. Wir wollten mit ILM arbeiten, weil wir wussten, dass das Ergebnis exzellent werden würde. Uns ging es nicht um die Abbildung der Realität - der Film ist sehr surreal -, sondern um eine emotionale Echtheit, die sich vor allem in den Nahaufnahmen in den Gesichtern widerspiegeln sollte.
Was waren die Hürden?
Weil man bei Animation so lange feilt, hatte ich Angst, der Film könnte zu durchgeplant, nicht spontan genug wirken. Ich wollte aber, dass wir unserer Intuition vertrauen. Beim Realfilm erhält man die besten Ergebnisse in den ungeplanten Momenten, wenn man Chaos zulässt. Hier mussten wir diese ungeplanten Momente vorhersehen. Ein komplizierter Prozess.
Sie verneigen sich wiederholt vor der Geschichte des Westerngenres und lassen damit im Kopf des Zuschauers einen eigenen Film ablaufen.
Es passt zum ganzen Film, der immer wie ein Kommentar auf das wirkt, was er gerade zeigt, ein Film im Film, mit einem Helden, der sich selbst für einen Schauspieler hält und dem bewusst ist, dass er den anderen Figuren einen Westernhelden vorspielt.
Sollte der Film ein Liebesbrief an den Western werden?
Vielleicht. Aber auch als Statement zum Tod des klassischen Helden.
Trotz Ihrer Erfolge sind Sie mit Ihrer Gamesverfilmung "Bioshock" gescheitert.
Das Projekt war dem Studio zu teuer. Die Geschichte spielt in einer Stadt unter Wasser, die man komplett hätte bauen müssen. Weil ich nicht bereit war, den Ton des Games zu ändern und damit garantiert ein R-Rating bekommen hätte, zog Universal den Stecker. Sofern mir also nicht jemand viel Geld in die Hand drückt, ist das Projekt mit mir als Regisseur tot.




















































