Bill Condon
GEBURTSTAG:
22.10.1955 in New York
22.10.1955 in New York
Kurzinfo
Der New Yorker Independentfilmer Jahrgang 1955 erregte 1999 mit "Gods and Monsters" die Aufmerksamkeit der breiten Öffentlichkeit, als er mit einem Oscar für dessen Drehbuch ausgezeichnet wurde.Bill Condon, der einen Abschluss in Philosophie an der Columbia Universität machte, gab 1987 sein Regiedebüt und inszenierte diverse Genrefilme, bevor er mit seinem Film über die letzten Tage eines legendären Horrorfilmemachers seinen großen ...
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GEBURTSDATUM: 22.10.1955
Der New Yorker Independentfilmer Jahrgang 1955 erregte 1999 mit "Gods and Monsters" die Aufmerksamkeit der breiten Öffentlichkeit, als er mit einem Oscar für dessen Drehbuch ausgezeichnet wurde.Bill Condon, der einen Abschluss in Philosophie an der Columbia Universität machte, gab 1987 sein Regiedebüt und inszenierte diverse Genrefilme, bevor er mit seinem Film über die letzten Tage eines legendären Horrorfilmemachers seinen großen Durchbruch schaffte. Für sein Drehbuch der Musical-Adaption "Chicago" wurde Condon 2003 erneut für den Oscar nominiert. Mit einer weiteren Musical-Adaption, "Dreamgirls", legte er seinen ersten Studiofilm vor.
GEBURTSDATUM: 22.10.1955
Twilight-Regisseur Bill Condon über den ersten Finalfilm "Breaking Dawn", die begeisterten Fans, Außenseiter-Romantik, Parallelen zum Musical und US-Zensur.
Die "Twilight"-Saga geht in die letzte Runde: Bill Condon ("Dreamgirls") bringt Stephenie Meyers' Erfolgsroman "Breaking Dawn - Biss zum Ende der Nacht" als zweiteiliges Vampir-Emotionsspektakel in die Kinos.Wussten Sie, worauf Sie sich einlassen, als Sie für die beiden "Breaking Dawn"-Filme unterzeichneten?
BILL CONDON: Ich hatte bestenfalls eine leise Ahnung, wusste nur, dass die Reihe eine große Fangemeinde hat. Zugesagt habe ich ganz naiv, weil mir die Bücher gefielen. Ich habe aber schnell verstanden, dass es bei "Breaking Dawn" um etwas anderes gehen würde als darum, auf Teufel komm raus ein Meisterwerk zu machen. Die "Twilight"-Fans lieben die Figuren. Und wenn ich sage "lieben", dann meine ich das: Sie l-i-e-b-e-n diese Welt. Das darf man nie aus den Augen verlieren, wenn man diese Filme macht: Man macht sie für die Fans. Die Kritik hasst sie, und klar, das tut ein bisschen weh. Aber man darf sich nichts vormachen.
Wie sind Sie mit diesem Wissen an den Dreh herangegangen?
Man muss sich selbst davon überzeugen, dass das der einzige Weg ist, wie man diesen Film machen kann. Ich habe versucht den Film zu drehen, als wäre ich selbst der größte Fan des Franchises. Man begreift dann sehr schnell, welche Entscheidungen die richtigen sind.
Waren Sie überrascht, als Summit Ihnen das Angebot machte, "Breaking Dawn" zu drehen?
Ein bisschen schon, ja. Sie hatten vorher schon ein- oder zweimal angeklopft, aber eine ernsthafte Anfrage hatte es nicht gegeben. Ich hätte erwartet, dass sie mehr auf Nummer sicher gehen würden. Aber natürlich hat mich das sofort gereizt.
Was macht "Breaking Dawn" zu einem Bill-Condon-Film?
Die Figuren ringen darum, ihren Platz in der Welt zu finden. Bella ist eine Figur, die mich sofort ansprach. Ich konnte sie sofort verstehen, dieses Gefühl, in einem anderen Rhythmus durch die Welt zu gehen als alle anderen.
Haben Sie sich die anderen drei Filme angesehen?
Selbstverständlich. Es faszinierte mich, dass sie die von Stephenie Meyer erschaffene Welt allesamt auf eine völlig andere Weise interpretierten. Es gibt einen hohen Wiedererkennungswert, aber tonal und von ihrer Stimmung sind sie doch grundverschieden. Das machte mir Mut. Es zeigte mir, dass es möglich war, im Rahmen der vorgegebenen Parameter eine gewisse Freiheit zu genießen. Tatsächlich war es Stephenie Meyer und dem Studio wichtig, dass ich als Regisseur meine Persönlichkeit einbrachte. Es gab keinen Stil, an dem man sich orientieren musste. Ein bisschen kam es mir vor wie eine Versuchsanordnung.
Was unterscheidet Ihren Film von den Vorgängern?
Für mich ergab die Geschichte einen Sinn, weil ich sie in der Tradition eines längst vergessenen Hollywoodgenres sah: das weibliche Melodram, wie es Douglas Sirk und Vincente Minnelli in den Fünfzigerjahren zur Kunstform erhoben hatten, mit seinen ganz aufrichtigen Emotionen. Im Zeitalter der Ironie ist das natürlich nicht mehr angesagt. Aber ich glaube, diese Sehn- sucht gibt es immer noch. Und das ist einer der Gründe für den Erfolg der Twilight Saga; sie erzählt ironiefrei von einer jungen Frau, die sich in einem emotionalen Tumult befindet. Es gefiel mir, dass ich nach dem Musical noch eines meiner Lieblingsgenres anpacken konnte. Zum Schluss hin überwiegen dann die Horrorelemente, aber auch eher klassisch und ein bisschen romantisch. Ihnen fiel die Aufgabe zu, all das verfilmen zu können, worauf die Fangemeinde nun seit drei Jahren wartet: die Hochzeit, der erste Sex, Bellas Tod und Wiederauferstehung.
Wie geht man an diese Szenen heran, von denen man weiß, dass sie jede Erwartung übertreffen müssen?
Das sind Meilensteine im Leben jedes Menschen, aber in diesem Fall sind sie einfach noch einmal verstärkt, weil es um Bella und Edward geht. Wir haben uns diese Szenen als Oper vorgestellt, größer als das Leben. Weil es in diesem Film eine ganze Reihe einschneidender Ereignisse gibt, die über die Laufzeit verteilt sind, musste ich beim Drehen öfters an "Dreamgirls" denken: Es ist wie ein Musical, und diese Höhepunkte - Hochzeit, Sex, Geburt, Tod - sind wie Musiknummern.
Sie haben die beiden Teile am Stück gedreht. Was waren die Herausforderungen dabei?
Die Herausforderung - mal abgesehen von der Logistik des extrem langen Drehs - war eindeutig, zwei zusammenhängende Filme zu machen, die sich aber stilistisch und tonal deutlich voneinander unterscheiden sollten. Es gab keine Pause zwischen den beiden Drehs: Am Tag, nach dem die Klappe für Teil eins gefallen war, fingen wir mit dem Dreh von Teil zwei an. Da die Filme alle aus der Sicht Bellas erzählt werden, war unsere Aufgabe klar: Teil zwei wird aus der Sicht eines Vampirs gedreht und muss deshalb ganz anders sein als die Filme davor. Wie empfinden sie? Wie existieren sie? Natürlich mussten wir einen anderen Stil finden. Darin lag der Reiz.
Aufgrund der klar definierten Zielgruppe war Altersfreigabe gewiss ein wichtiges Thema bei der Konzeption.
Absolut. Wie gesagt: Diese Filme werden für ein gewisses Publikum gedreht. Es kann nicht angehen, es wegen einer zu hohen Altersfreigabe auszuschließen. Gleichzeitig handelt es sich um ein ziemlich explizit geschriebenes, verstörendes Buch. Für Amerika war das größte Problem natürlich der Sex. Mein erster Schnitt des Films war der MPAA tatsächlich auch zu heiß, dabei ist er gar nicht so anders wie das, was jetzt im Kino zu sehen ist. Deutschland bereitete uns übrigens auch tatsächliches Kopfzerbrechen - wegen des vielen Bluts bei der Geburtsszene.
Kann man vorhersehen, wie die MPAA reagieren wird?
Man entwickelt ein Gespür. Ich kann mich noch gut erinnern, wie uns die Knie schlotterten, als wir "Kinsey" vorlegten. Wir waren uns sicher, dass uns die Abbildung all der erigierten Glieder und Vaginas ein NC-17-Rating bescheren würde. Sie berieten endlos und kamen schließlich aus ihrer Kammer heraus und sagten uns, dass wir ein R-Rating für "extremen sexuellen Inhalt" bekommen würden. Und dann nahmen sie mich beiseite und sagten: Übrigens, vielen Dank für diesen Film. Sie sind also nicht ganz humorlos.
Sind wir wieder in den Fünfzigern?
Möchte man meinen. Wenn man beim Sex das Stoßen sieht, kriegt man automatisch ein R-Rating. Das erinnert einen schon fatal an die Zeit des Hays-Codes, als zwei Erwachsene nicht nebeneinander auf einem Bett liegen durften. Aber wissen Sie, ich kann das auch verstehen: Eltern schicken da ihre zehnjährigen Kinder ins Kino und sind natürlich besorgt, sie könnten Dinge sehen, die sie ihrer Meinung nach noch nicht sehen sollten.
Neue Einblicke in "Twilight: Biss zum Abendrot"! Dazu Robert Pattinson über seine geänderte Vorbereitung und 3D-Wünsche von Kristen Stewart.
In "Twilight: Eclipse" gibt's deutlich mehr Action als in den ersten beiden Filmen.Das beweist ein neuer Clip zum dritten Vampir-Abenteuer: Edwards Vampire und Jacobs Werwölfe rüsten sich in "Eclipse - Biss zum Abendrot" für den Kampf gegen die Armee der Neugeborenen Vampire und deren Anführerin Victoria. Dabei knistert's natürlich ordentlich zwischen den bisherigen Gegnern. Im Video gibt's nicht nur spektakuläre neue Szenen aus dem fertigen Film und Kommentare der Darsteller, sondern auch Einblicke vom Set, wie diese packenden Sequenzen gedreht wurden - mit Robert Pattinson im Zentrum des Geschehens.
Der Twilight-Held hat zudem verraten, dass er sich diesmal zur Vorbereitung auf seinen Auftritt als Edward Cullen nicht mehr komplett abgeschottet hat: "Edward lebt in 'Eclipse' nicht mehr nur in seiner eigenen Welt, er geht Beziehungen ein - also musste ich vor dem Film auch selbst nicht mehr in Klausur gehen."
Überraschend diplomatisch äußerte sich Robert Pattinson auf die Frage nach seiner Position zum Thema "Team Edward" gegen "Team Jacob". Twilight-Fans tun mit ihrer Anhängerschaft kund, ob Bella sich ihrer Meinung nach für Vampir Edward oder Werwolf Jacob entscheiden soll. "Damit habe ich mich nie beschäftigt", sagt Robert Pattinson dazu. "Wir machen einen Film, da bevorzugt man keine der Figuren. Außerdem will ich keine Rivalität mit Taylor Lautner." Eine sehr salomonische Haltung - insbesondere da vieles darauf hindeutet, dass Pattinson privat tatsächlich mit Bella-Darstellerin Kristen Stewart liiert ist.
Diese hat indes einen interessanten Vorschlag für Regisseur Bill Condon parat, der das zweiteilige Twilight-Finale "Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht" inszenieren wird: "Es wäre doch cool, wenn Bella zum ersten Mal als Vampirin die Augen öffnet, und plötzlich alles in 3D sieht!", schlägt Kristen Stewart vor. "Schließlich weiß keiner, wie ein Vampir überhaupt die Welt wahrnimmt ..." Eine Einschränkung macht Stewart dabei jedoch: "Die Geburt sollte vielleicht doch besser nur in 2D gezeigt werden."
Auf youtube finden Sie den Clip zu "Twilight: Biss zum Abendrot" unter www.youtube.com/watch?v=6-fFrFQei6A
"Breaking Dawn" soll nicht nur ein kommerzielles, sondern auch ein künstlerisches Highlight werden. Fehlt nur noch der passende Regisseur.
Für die beiden "Breaking Dawn"-Filme, die den Abschluss der "Twilight"-Saga bilden, wollen die Macher einen Regie-Hochkaräter mit künstlerischer Glaubwürdigkeit gewinnen.Für die ersten drei Filme aus dem von Stephenie Meyer ersonnenen "Twilight"-Universum hatten sich die Macher von Summit Entertainment mit Catherine Hardwicke ("Twilight - Biss zum Morgengrauen"), Paul Weitz ("New Moon - Biss zur Mittagsstunde") und David Slade, der für den für Juli dieses Jahres vorgesehenen "Eclipse - Biss zum Abendrot" zuständig ist, ebenso interessante wie ungewöhnliche Filmemacher gesichert.
Bei der Verfilmung von "Biss zum Ende der Nacht", so der deutsche Titel von "Breaking Dawn", darf's allerdings noch ein bisschen ambitionierter zugehen. Für den großen Abschluss der Saga um Bella und Vampir Edward will man unbedingt einen Regisseur mit künstlerischer Glaubwürdigkeit gewinnen. Anfragen gingen an Sofia Coppola, Gus Van Sant und Bill Condon heraus.
Vor allem Coppola und Van Sant, aber auch "Kinsey"- und "Dreamgirls"-Regisseur Condon, sind bekannt für ihre individuellen Stile und eine klare, persönliche Vision. Man kann also nicht sagen, dass man von Studioseite auf Nummer sicher gehen will, zumal das Risiko allein deshalb etwas größer ist, weil der Roman nach Vorbild des letzten "Harry Potter"-Abenteuers auf zwei Filme aufgeteilt wird, die hintereinander gedreht werden und im Abstand von sechs Monaten ins Kino kommen sollen.
Ob die Bemühungen von Erfolg gekörnt sein werden, ist ungewiss: Coppola stellt aktuell ihren vierten Film, "Somewhere" mit Stephen Dorff fertig und steht nicht im Ruf, sich nach einer Produktion sofort wieder an den nächsten Film zu wagen. Van Sant legt aktuell letzte Hand an "Reckless" mit "Alice im Wunderland"-Star Mia Wasikowska, der seinerseits bereits als Film mit einem Hauch von"Twilight" beschrieben wird. Und Condon soll im Herbst mit seinem lange geplanten Biopic über den Komiker Richard Pryor beginnen.


































