Michael Bully Herbig

Portrait von Michael Bully Herbig
Michael Bully Herbig

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REALER NAME:
Michael Herbig

GEBURTSTAG:
29.04.1968 in München

Kurzinfo

Als deutsche Comedy-Institution des beginnenden 21. Jahrhunderts gelang es Autor, Regisseur, Produzent und Darsteller Michael "Bully" Herbig nach anfänglichen Fernseherfolgen, das Publikum auch millionenweise in die Kinosäle zu locken.
Ab 1997 war Herbig mit seiner "Bullyparade" in sechs Staffeln Garant für schrill verschärfte Mattscheibenblödeleien. 2000 ließ er außerdem als Regisseur das Münchner Proll-Duo "Erkan & Stefan" aus dem deutsch-türkischen Jugend-Milieu mit ...

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GEBURTSDATUM: 29.04.1968
Als deutsche Comedy-Institution des beginnenden 21. Jahrhunderts gelang es Autor, Regisseur, Produzent und Darsteller Michael "Bully" Herbig nach anfänglichen Fernseherfolgen, das Publikum auch millionenweise in die Kinosäle zu locken.
Ab 1997 war Herbig mit seiner "Bullyparade" in sechs Staffeln Garant für schrill verschärfte Mattscheibenblödeleien. 2000 ließ er außerdem als Regisseur das Münchner Proll-Duo "Erkan & Stefan" aus dem deutsch-türkischen Jugend-Milieu mit Namensschild-Halsband, Trainingsanzug und tiefergelegtem Handy samt kindisch-pubertärem Gefasel in der Manier von Sprachkrüppeln auf die Leinwand los. Die "konkret krasse, fett stabile" Komödie um zwei unfreiwillige Bodyguards brachte dem Produzenten den Bayerischen Filmpreis für die Beste Deutsche Nachwuchsproduktion ein. Auch für alle (!) seine folgenden Kinofilme erhielt Herbig mindestens einen Bayerischen Filmpreis.
Der ausgebildete Fotograf Herbig landete über Radio, Werbespots, Sketche für TV-Shows und die "Bullyparade" beim Film und trat als Darsteller mit Partner Hilmi Sözer in dem Debilendelirium "Die Bademeister - Weiber, saufen, Leben retten" (Regie: Martin Walz) auf.
1999 gründete er die herbX film produktion, deren erstes Projekt "Der Schuh des Manitu" Herbig als Autor, Regisseur, Produzent und in der Doppelhauptrolle verantwortete. Die Parodie auf die Karl-May-Filme der 60er-Jahre, die mit Sicherheit den guten alten Karl May in seinem Grab in Radebeul rotieren ließ, erzählte vom bayerisch sprechenden Apachenhäuptling Abahachi (Herbig), der durch den zwielichtigen Immobilienmakler Santa Maria in Kreditschwierigkeiten gebracht wird und mit Hilfe seines weißen Blutsbruders Ranger und seines schwulen Zwillingsbruders Winnetouch (Herbig) der Rache der Schoschonen entkommt.
Nach dem Überraschungshit des Kinojahres 2001 (insgesamt mehr als elf Millionen Besucher) widerstand Herbig der Versuchung, den Erfolg mittels Fortsetzung auszuschlachten und ließ stattdessen das Publikum über seinen nächsten Film abstimmen: Die gewählte SciFi-Persiflage "(T)Raumschiff Surprise" hatte ebenso wie "Manitu" ihren Ursprung in "Bullyparade"-Sketchen und war auch fast genauso erfolgreich: Mehr als neun Millionen Besucher amüsierten sich mit den Abenteuern der "warmen" Crew um Herbig als Schpuck in den unendlichen Weiten des Weltalls. Auch hier war Herbig außerdem für Produktion, Regie und Drehbuch (mit-)verantwortlich.
Gleiches gilt bei seinem Coup, die Kulttrickserie "Wickie und die starken Männer" als Realfilm ins Kino zu bringen - und dazu vorher ein quotenträchtiges TV-Casting für die Bewohner von Flake zu veranstalten.
Für "Lissi und der wilde Kaiser" (2007) ließ sich Bully Herbig ebenfalls von Figuren aus der "Bullyparade" inspirieren und übertrug sie gar eigenhändig in ein neues Medium, den Animationsfilm. Der Tausendsassa übernahm hier auch mehrere Sprechrollen.
Auch als Schauspieler in nicht von ihm inszenierten Filmen hatte Herbig markante Auftritte, insbesondere als "Hui Buh, das Schlossgespenst" und als Boandlkramer in Joseph Vilsmaiers Adaption des Volksstücks "Die Geschichte vom Brandner Kaspar".
Neuland betrat Herbig als Hauptdarsteller in Leander Haußmanns Tragikomödie "Hotel Lux" um einen Kabarettisten, der 1938 aus Berlin fliehen muss, mit dem abtrünnigen Astrologen von Adolf Hitler verwechselt wird und schließlich in Stalins Diensten landet.
Nun mimt Herbig für Kultregisseur Helmut Dietl in der mit haufenweise deutschen Topstars besetzten Szene-Satire "Zettl" einen Chauffeur, der in Berlin hoch hinaus will und unterwegs das verdorbene Treiben in Society-, Medien-, Politik- und Wirtschaftskreisen in all seiner geltungsgeilen Armseligkeit entlarvt.
GEBURTSDATUM: 29.04.1968
"Toy Story 3" - Kritik in Bildern 26.07.2010

Mit Teil 3 der bahnbrechenden Animations-Saga haben die Macher von Disney und Pixar etwas Perfektes noch perfekter gemacht.

Die Lust an der Perfektion 20.11.2009

Das Geheimnis seines Erfolges ist das Lustprinzip. Deutschlands erfolgreichster Filmemacher im XXL-Interview.

Er hat nicht nur bereits ein Gespenst ("Hui Buh") gespielt, Michael Bully Herbig ist auch ein Phantom: Zwischen zwei Filmen sieht und hört man nur wenig von Deutschlands erfolgreichstem Filmemacher. Für kino.de nahm sich Bully Zeit für eines seiner ausführlichsten Interviews - ein "Making of" seiner Karriere ...
» Glückwunsch zu über vier Millionen "Wickie"-Besuchern. Damit hat jeder Ihrer fünf Filme die Millionengrenze geknackt. Das hat noch kein deutscher Regisseur geschafft ...
MICHAEL BULLY HERBIG: Besten Dank. Und noch musste ich mich nicht für "Wickie" entschuldigen. "Lissi" hatte zweieinhalb Millionen. Jeder andere springt da vor Freude in die Luft und ich wurde gefragt, ob ich enttäuscht sei. Dabei ist es ein weiter Weg, erst mal eine Million Zuschauer ins Kino zu bekommen.
» 21 Millionen Zuschauer für "Der Schuh des Manitu" und "(T)Raumschiff Surprise - Periode 1" sind natürlich eine Hypothek. Aber doch eine, mit der es sich bestens leben lässt?
MICHAEL BULLY HERBIG: Wenn einer 1974 Fußballweltmeister war, dann bleibt er das bis zum Ende seiner Tage. Der Kaiser ist heute noch Weltmeister. Mit dem "Schuh des Manitu" fühlt sich das ein bisschen so an - Du hast da so einen tollen Erfolg gehabt, und der wird in 100 Jahren immer noch in den Bestsellerlisten stehen. Das macht gelassener, ich muß nicht auf Biegen und Brechen über Zuschauermillionen nachdenken.
» Wenn Sie Projekte prüfen, spielt da die potentielle Reaktion des Publikums eine Rolle oder entscheidet allein Ihr persönlicher Blick?
MICHAEL BULLY HERBIG: Es ist die eigene Lust, die sich sofort zeigen muss. Ich habe festgestellt, dass die realisierten Projekte immer die sind, bei denen man von vorneherein gesagt hat: "Wow, das klingt gut und spannend." Ich muß mich darin zuhause fühlen lange bevor ich ans Publikum denke.
» Wieviel Zeit haben Sie mit "Wickie" verbracht?
MICHAEL BULLY HERBIG: 2004 kam Christian Becker mit dem Projekt zu mir. Er hat zusammen mit der Constantin die Rechte erworben und ich habe gleich gesagt: "Das ist ein Knaller!" und mich geärgert, dass ich nicht selbst drauf gekommen bin. An dem Projekt gearbeitet habe ich etwa zweieinhalb Jahre. Mit dem einen, dem richtigen Thema verbringe ich gerne viel Zeit. Ich kenne Kollegen, die drehen drei Filme im Jahr - ich weiß wirklich nicht, wie die das machen. Vielleicht bin ich zu langsam?
» Oder zu perfektionistisch?
MICHAEL BULLY HERBIG: Möglich. Es fällt mir schon wahnsinnig schwer, Dinge anderen in die Hand zu geben und zu sagen: Jetzt macht ihr mal die Tonmischung, ich hör mir das in fünf Wochen an. Es liegt in der Natur der Sache, dass Du Dinge abgeben musst, wenn du fünf oder mehr Projekte im Jahr durchziehst. Aber wenn ich eines gelernt habe in den letzten 20 Jahren, dann: Soll es wirklich Deinen Vorstellungen entsprechen, dann musst Du alles selber machen. Das ist so, da kannst Du Dich auf den Kopf stellen. Dafür verzichte ich gerne auf Masse.
» Wie schwierig ist denn das Zusammenarbeiten mit dem Perfektionisten Bully Herbig?
MICHAEL BULLY HERBIG: Manchmal wird mir der Vorwurf gemacht, ich sei zu nett. Das verstehe ich nicht ganz, weil ich gerne mit netten Menschen zu tun habe. Das ist meine Grundhaltung: Ich bin gerne dort, wo eine angenehme Atmosphäre herrscht und bilde mir ein, Antennen dafür zu haben. Ich will Dinge aussprechen können, ohne gleich ein Kopfschütteln dafür zu ernten. Das ist auch sehr wichtig in kleineren Besprechungsrunden, in denen es auf Kreativität ankommt. Wenn man Ideen aussprechen kann, die im ersten Moment vielleicht völlig idiotisch klingen, hat das viel mit Vertrauen zu tun. Aber dieses "Ping-Pong", das daraus entsteht, diesen kreativen Prozess mag ich unheimlich gern. In einer solchen Atmosphäre arbeite ich gerne und die versuche ich auch selbst zu erzeugen.
» Das schwierigste Genre von allen, die Komödie, können Sie ja jetzt - wann zeigen Sie es Ihrem Vorbild Alfred Hitchcock und setzen auf Suspense?
MICHAEL BULLY HERBIG: Große Lust, mal einen Thriller zu machen, habe ich schon. Aber ich weiß nicht, ob ich ein guter Thriller-Autor bin. Bisher habe ich das alles immer selber geschrieben oder mitgeschrieben. Vorsichtig ausgedrückt: Ich kriege eine Menge Drehbücher auf den Tisch und stelle fest, dass sich die Themen komplett gedreht haben. Früher waren in der Regel zehn von zehn Büchern Komödien. Heute sind es nur noch zwei. Der Rest ist alles mögliche andere von Action über Thriller bis ... ich wage "Arthaus" kaum zu sagen, weil ich die Branche nicht verängstigen will.
» Sie haben einen entspannten Umgang mit Ihrem Publikum und laden es sehr früh zu Ihren Projekten ein. Durch Abstimmung über den Stoff oder via Castingshow. Gibt es clevere Marketingleute in Ihrem Team, die das Thema lange vor und nach dem Filmstart treiben?
MICHAEL BULLY HERBIG: Ich bin kein Marketingprofi und so ein Team gibt es auch nicht. Der eine oder andere Marketingstratege mag schon sagen: Genialer Schachzug, von vorne bis hinten durchdacht. Mit der Castingshow war es aber so, dass der Wunsch nach neuen Gesichtern oberste Priorität hatte. In den Agentur-Mappen waren die richtigen nicht dabei. Auf der Straße haben wir sie auch nicht gefunden. Erst danach kam mir der Gedanke, das mit der Show zu machen. Und ich habe mich Anfangs bei dem Gedanken auch nicht wohlgefühlt, was mit meiner Wahrnehmung von Castingshows zu tun hat. Dabei wurde beim Film und am Theater ja immer schon gecastet. Mir war von Anfang an wichtig, dass diese Castingshow dem Ziel dient, den Film zu besetzen: Die Leute, die ich da suche, die brauche ich wirklich.
» Als Günther Kaufmann in der Show um eine Rolle kämpfte, sah es so aus, als würden Ihnen tatsächlich die Worte fehlen ...
MICHAEL BULLY HERBIG: Günther Kaufmanns Mumm ist wirklich beeindruckend. Er ist wie jeder andere zuerst zu einem der öffentlichen Castings gegangen. Klar, er hat Höhen und Tiefen erlebt, und zu den Höhen zählt immerhin Fassbinder. Ihre Einschätzung ist schon richtig: Als er dann bei der Show auftrat, dachte ich mir: "Mein lieber Schwan, jetzt steht der da und ist sich nicht zu fein dafür, hier vorzusprechen." Für die Show war das ein Riesenglücksfall, für den Film aber noch ein noch viel größerer.
» Es hat sich als Besetzungscoup gezeigt ...
MICHAEL BULLY HERBIG: Absolut. Obwohl er sich ja eigentlich als Faxe beworben hat. Ich dachte: "Das kriegen wir nicht hin. Ich sag' vorher an, dass wir hier die perfekte Besetzung suchen und dann steht hier der Günther Kaufmann, der so ganz anders aussieht als der Faxe." Aber mit dem Schrecklichen Sven hat das fantastisch funktioniert. Ich bin mehrfach gefragt worden, ob das nicht eine Fake-Nummer war - das war es definitiv nicht!
» Es ist aber schon schräg, dass die Besetzung eines Filmes selbst zum Unterhaltungsformat gerät ...
MICHAEL BULLY HERBIG: Ich habe noch nie so viel positives und rührendes Feedback auf eine Fernsehshow bekommen wie auf "Bully sucht die starken Männer". Natürlich soll eine TV-Show unterhaltsam sein und man muß sie spannend halten. Wir hatten es ja auch mit erwachsenen Kerlen und nicht mit heulenden Teenagern zu tun. Das heißt nicht, dass man mit jüngeren Menschen weniger respektvoll umgehen sollte - manchmal würde man sich das ja wünschen. Unsere emotionale Regung, die wir auslösen wollten, war Comedy. Mit dem Ziel, die Starken Männer zu finden. Anderswo sind es Mitleid, Schadenfreude oder das Gaffersyndrom.
» Man kann Ihnen bescheinigen, dass das Timing immer stimmt - um die Filme herum, aber natürlich auch darin. War die "bullyparade" mit ihren kurzen Sketchen die notwendige Schule?
MICHAEL BULLY HERBIG: Absolut. Und davor schon die Radiojobs. Dort hast Du ja noch weniger Zeit und musst Du mit dem arbeiten, was Du gerade vor die Füße geknallt bekommst. Ob das nun ein Anruf ist oder tagesaktuelle Nachrichten. Das hat alles mit Timing zu tun. Und wenn man mal über 1.000 Sketche gemacht hat, kann man ganz gut einschätzen, wo eine Pointe funktioniert.
Teil 2: Michael Bully Herbig über die Ängste eines Filmemachers, schlaflose Nächte auf Malta, seine Lieblingsfilme - und Barbapapa!
» Bei Lissi wie bei Wicki zeigen Sie große Kamerafahrten und mutige Schnitte, die man so aus Deutschland eigentlich nicht kennt. Das hat eine gewisse Chuzpe, die sich andere nicht trauen. Warum?
MICHAEL BULLY HERBIG: Ich habe gerade bei der "Lissi"-Produktion viel gelernt. Diese Erfahrungen sind unbezahlbar. Ich habe danach festgestellt, dass
90 Prozent der Filmschaffenden in Deutschland gar nicht wissen, wie so ein 3D-Animationsfilm entsteht. Als ich den Film zum ersten mal im Schnitt Bernd Eichinger gezeigt habe, sagte der nur: "Woher kannst'n Du das?" Das war ein tolles Kompliment.
» Gab es Momente, wo Sie selbst kleingläubig wurden und sich gefragt haben, ob das hinhaut?
MICHAEL BULLY HERBIG: Ich hatte zwei Jahre am Stück Zweifel. Beim Realfilm schaut man sich die Muster an und sagt: "Naja, das schneide ich, dann passt das schon". Aber so ein 3-D-Animationsfilm steht nach drei Monaten auf dem Papier fest und muss dann so gemacht werden. Bis der Film nach vielen Monaten so einigermaßen zu sehen ist, hat man schon 80 Prozent des Budgets rausgeblasen. Meine Horrorvorstellung war: Das fertige Bild kommt aus dem Computer und sieht nicht so aus, wie ich es mir vorgestellt habe. Kein Film hat mir soviel Erfahrung gebracht wie "Lissi". Und keiner hat mich bisher so sehr gequält.
» Nutzen Sie Storyboards für alle Ihre Live-Actionfilme?
MICHAEL BULLY HERBIG: Nur bei ganz komplizierten Szenen, denn Storyboards sind teuer. Es sind zwar immer recht üppige Budgets, aber ich versuche trotzdem, sie so einzuteilen, dass die Kohle dann auch auf der Leinwand zu sehen ist. Nach der "Lissi"-Erfahrung bin ich auf 3D-animierte Storyboards, sogenannte Animatics, umgestiegen, auf denen schon Kamerafahrten und Schnitte angedeutet sind. Da lege ich dann auch schon mal Musik darunter. Je exakter man seine Mitarbeiter, die ja alle Künstler sind, brieft, umso größer ist die Chance, das Bild im Kopf später auf der Leinwand zu sehen. Da ist so ein virtuelles Storyboard eine große Hilfe. Beim Gezeichneten gibt es schnell Missverständnisse. Das fängt bei der Brennweite an und hört bei Kamerafahrten auf.
» Wir hatten eine Umfrage, welche Vorabendserie sich als nächstes für eine Kinoadaption anböte: Biene Maja, Nils Holgersson und Heidi lagen gut im Rennen
MICHAEL BULLY HERBIG: Mit Biene Maja könnte man eine 3D-Animation machen. Nils Holgersson hat ganz großes Potential. Die Technik ist so weit, um kleine Leute mit großen Tieren glaubwürdig kombinieren zu können und es ist ein Abenteuerstoff. Heidi ist schon zu oft gemacht worden.
» Und Barbapapa wurde genannt ...
MICHAEL BULLY HERBIG: Großartig. Das könnte bei einer Realverfilmung allerdings ein bisschen eklig werden.
» Was schaut sich Bully denn selbst gerne an - nicht der Filmemacher, sondern der Filmfan.
MICHAEL BULLY HERBIG: Das ist sehr unterschiedlich. Mir geht es immer um die Unterhaltung und da ist auch Arthaus kein Widerspruch. Es gelingt halt nicht oft. Für mich ist Kino ein Event und Fernsehen eine gute Inspiration. Ohne das gäbe es mich nicht, vor allem nicht ohne das Privatfernsehen. Aber es ist halt bequem. Kino dagegen ist: Den Hintern aus dem Haus bewegen, Ticket kaufen. Kino ist ausgehen, so wie ein Theaterbesuch. Man darf das nie vergessen, wenn man einen Film macht. Egal, mit welcher emotionalen Regung ich sie dann kriege. Ob die Zuschauer nun heulen oder lachen - nur langweilen sollen sie sich nicht. So gucke ich mir selbst die Filme an. Und ich gucke mir wirklich viel an.
» Können Sie noch loslassen und sich einfach unterhalten lassen oder ist immer der Profiblick auf den Film gerichtet?
MICHAEL BULLY HERBIG: Es kommt drauf an, wie gut der Film ist. Wenn er toll unterhält ist es ja wurscht, dann verzeihst Du jeden Fehler. Wenn er mich langweilt, dann suche ich natürlich nach Anschlussfehlern. Auf Fragen nach der Logik kommst Du ja nur dann, wenn Du den Film doof findest. Und dann gibt es noch das Phänomen, dass man den alten Kollegen und Künstlern so nachtrauert. So ein Film wie "2001 - Odyssee im Weltraum" ...
» Vorsicht - Blasphemie!
MICHAEL BULLY HERBIG: Ganz ehrlich: Die ersten 10 Minuten von "2001" kannst Du heute nicht mehr machen. Geht nicht, vergiss es. Wann haben Sie den Film das letzte Mal gesehen?
» Ist eine Weile her ...
MICHAEL BULLY HERBIG: Schauen Sie ihn mal wieder an. Haben Sie "2001" jemals verstanden? Ich habe ihn in drei Etappen gesehen: Beim ersten Mal war ich 12. Raumschiff - toll! Und sonst? Hä? Dann mit 18 und wieder mit 30. Ich habe ihn bis heute nicht verstanden.
» "2001" ist ja auch ein Dokument seiner Zeit. Der Film erzählt, wie sich die Menschen damals die Zukunft vorgestellt haben und bekommt dadurch eine weitere Ebene. Das ist ja auch spannend ...
MICHAEL BULLY HERBIG: ... und kann auch für eine unfreiwillige Komik sorgen. Ich rede nur von den ersten 10 Minuten ...
» Was macht Ihnen denn am meisten Spaß? Wikipedia weist Ihnen ja sieben Berufe zu ...
MICHAEL BULLY HERBIG: Sieben? Hoffentlich ist nicht Synchronsprecher dabei ...
» Doch! Außerdem noch Komiker, Schauspieler, Unternehmer, Drehbuchautor, Regisseur und Produzent.
MICHAEL BULLY HERBIG: Einen Film zu drehen ist mir schon das liebste. Aber auch den Schnitt genieße ich sehr und die Ruhe, die man dabei hat.
» Läßt sich der Produktionsaufwand von "Wickie" und "Lissi" vergleichen?
MICHAEL BULLY HERBIG: "Wickie" ist der teuerste Film, den ich bisher gemacht habe und der komplexeste Dreh. Mit Kindern, Tieren und fünf Schiffen, die man nicht alle bauen konnte. Wann ist welches im Becken, vor Malta, am Walchensee? Wann dreht man mit den Kindern, wann mit den erwachsenen Schauspielern? 80 Prozent Außenshots. Keine Coversets und damit alles sehr wetterabhängig ...
» Was waren die größten Probleme dabei?
MICHAEL BULLY HERBIG: Wir standen vor der Situation, dass wir oft mehrere Szenen begonnen, aber nicht zu Ende drehen konnten. Nehmen wir das Wasserbecken auf Malta. Da kann man nur in eine Richtung gucken, überall sonst ist Land im Bild. Jetzt dreht man die Szene mit Kindern, die aber nur fünf Stunden am Set sein dürfen. Mittags schicken wir den Jonas nach Hause, aber wir sind ja schlau und haben ein Double. Das Schiff wird also für den Gegenschuss umgedreht. Jetzt schlägt das Wetter um. Gut, dann beginnen wir mit dem Double eben eine andere Szene. Am Ende solcher Tage lag ich dann im Bett und ließ vor meinem geistigen Auge die Lücken vorbeiziehen. Man schleift so viele fehlende Shots mit sich herum, von denen man weiß: Die braucht man noch dringend, um die kann man sich nicht herummogeln. Insofern waren diese 60 Drehtage sehr kompliziert.
Teil 3: Michael Bully Herbig über Kino aus Deutschland, ein Leben als Prominenter, Idole - und skurrile Google-Fundsachen.
» Die erfolgreichsten deutschen Produktionen sind ja in der Regel Komödien. Woran liegt das?
MICHAEL BULLY HERBIG: Ich kann natürlich hier die Floskel wiederholen, dass die Leute in schweren Zeiten gerne Lachen gehen. Aber wenn es danach ginge, haben wir seit 20 Jahren schwere Zeiten. Die Leute wollen sich einfach unterhalten lassen, das ist bei mir auch nicht anders. Es fehlt aber, wenn man mal ganz ehrlich ist, das Genrekino in Deutschland. Es gibt das Drama und die Komödie. Dazwischen passiert nur wenig.
» Krimi wird ja stark durchs Fernsehen besetzt ...
MICHAEL BULLY HERBIG: Wir haben ein starkes Fernsehen. Aber ich frage mich heute immer noch, warum "Mogadischu" nicht ins Kino kam und bin nicht der einzige, der sich da wundert. Es ist immer wieder erstaunlich, dass es Filme ins Kino schaffen, die man mit viel Wohlwollen höchstens nachts um zwei auf Arte bringen könnte. Und dann laufen im Fernsehen Produktionen, die großartig gemacht sind und tolle Schauspieler haben wie "Mogadischu". Warum bringt man den nicht ins Kino? Genrefilm haben wir im Fernsehen, aber nicht im Kino.
» Wahrscheinlich, weil die koproduzierenden Sender nicht 18 Monate warten wollen ...
Und da haben wir das Problem.
» Die "Romantic Comedy" eines Til Schweiger ist doch immerhin Genrefilm.
MICHAEL BULLY HERBIG: Stimmt. Und der Til macht das richtig und gut wie kein anderer. Dafür lieben ihn die Leute und gehen auch ins Kino. In der Vielfalt des deutschen Films fehlen aber noch ein paar Bausteine: zum Beispiel der Thriller, der Actionfilm, Abenteuer, Fantasy, Horror, der große Liebesfilm, der historische Schinken. Da sind ja Produktionen wie "Das Parfum" oder "Die Päpstin" wohltuend.
» Wie verteilen Sie Ihre eigene Arbeit auf TV und Leinwand?
MICHAEL BULLY HERBIG: Im Fernsehen mache ich gerne Shows, das heißt Sketch oder Moderation. Filme kommen für mich nur fürs Kino in Frage. Denn Kino ist für mich das größte und die Königsdisziplin. Ich will damit nicht sagen, dass ich kein Interesse an TV-Produktionen habe. Aber die großen Bilder, die ich im Kopf habe, die passen erst mal nicht ins Fernsehen, auch wenn sie da später ebenso laufen.
» Wie wählt der Schauspieler Bully Herbig seine Rollen aus?
MICHAEL BULLY HERBIG: Genauso wie meine eigenen Regieprojekte: Nach dem Lustprinzip, das Gesamtpaket muß mich reizen. Es sei denn der Helmut Dietl ruft an. Da sage ich blind zu und es ist mir erstmal wurscht, was das für ein Buch ist.
» Wir reden jetzt über "Berlin Mitte" ...
MICHAEL BULLY HERBIG: Helmut Dietl ist eine lebende Legende. Wenn der fragt, ob ich in seinem Film mitspielen will und womöglich noch die Hauptrolle, dann sag' ich "Ja logisch!". Das ist eine Frage der eigenen Lebenserfahrung. Ich weiß, dass ich bis zu meinem Lebensende von diesem Dreh erzählen werde. Auch diesen Mann einfach nur bei der Arbeit zu beobachten ist ein Hauptgewinn. Schließlich zählt "Schtonk!" zu meinen absoluten Lieblingsfilmen. Überraschend finde ich den Umstand, dass mir mittlerweile Rollen angeboten werden, die gänzlich weg von der Comedy sind. Vielleicht hat ja "Die Geschichte vom Brandner Kaspar" dazu beigetragen.
» Macht der Umstand, dass ein mit "Bully" gebrandeter Film an der Kinokasse größeres Potential hat, auch misstrauisch? Es gibt ja nicht so viele Schauspieler, deren Präsenz allein das Publikum ins Kino bringen kann.
MICHAEL BULLY HERBIG: Schade, dass es so wenige sind, denn wir haben ja großartige Schauspieler und Talente. Es hat natürlich auch mit inflationärer Präsenz zu tun. Wenn Du jeden Tag im Fernsehen und auf allen roten Teppichen zu sehen bist, sagt man sich: "Wieso soll ich für den jetzt noch ins Kino gehen?" Rar machen kann manchmal nicht schaden.
» Zwischen zwei Filmen ist von Ihnen kaum etwas zu sehen und zu hören, den privaten Bully Herbig kennt man gar nicht.
MICHAEL BULLY HERBIG: Das ist eine bewußte Entscheidung. Ich glaube, eine inflationäre Medienpräsenz kann durchaus schädlich sein. Ich sehe meinen Aufgabenbereich auch nicht darin, die Leute mit meinem Privatleben zu unterhalten. Das ist für mich ein Rückzugsort, eine Ladestation. Ich komme nach Hause, mache die Tür zu und nehme das wahr, was das Publikum auch wahrnimmt, weil ich selbst zum Publikum werde. Deswegen schaue ich mir lieber Filmbälle im Fernsehen an, als selbst hinzugehen. Zu beobachten ist mir lieber als selbst beobachtet zu werden. Daraus ziehe ich auch Inspiration - wer soll Dich denn noch inspirieren, wenn Du permanent in diesem Klüngel drinhängst.
» Kann man das als Prominenter wirklich steuern? Die Boulevardmedien brauchen Geschichten und jeder an der Supermarktkasse könnte ein Leserreporter sein ...
MICHAEL BULLY HERBIG: Es ist strange, stimmt. Dass wir das so handhaben wollen, haben wir - mein privates Umfeld und ich - vor Jahren so entschieden. Du kannst nicht einmal die Tore öffnen für den Boulevard und dann plötzlich sagen: Jetzt bitte keine Fotos mehr. Ganz oder gar nicht. Und wir haben gesagt: Gar nicht. Hinzu kommt das eigene Unternehmen, da gibt es Angestellte und Büroalltag. Dafür brauchst Du Zeit, hast eine soziale Verantwortung. Das ist mir wichtiger, als über den Roten Teppich zu latschen oder Bars zu eröffnen. Ich freue mich, wenn sich die Leute die Filme und die Shows anschauen - da unterhalte ich sie gern.
» Der deutsche Film hat in diesem Jahr einen Marktanteil von 23 Prozent - und die beiden Filme von und mit Til Schweiger sind noch nicht mitgerechnet. Wir wagen eine These: Es gibt bei uns eine Kinolandschaft vor und eine nach "Der Schuh des Manitu"
MICHAEL BULLY HERBIG: Wenn das so ist, wenn ich hier Impulse geben konnte, würde mich das sehr stolz machen.
» Sie sind angesichts der Erfolge und Rekorde mit 41 noch blutjung und auch erst seit 10 Jahren im Kinogeschäft. Welches Fazit würden Sie bis hierhin ziehen?
MICHAEL BULLY HERBIG: Wenn mir einer vor 10 Jahren prophezeit hätte, dass ich mal mit George Lucas auf seiner Skywalker-Ranch sitzen werde und mit ihm über digitales Drehen fachsimpele, hätte ich gesagt: "Du spinnst, niemals." Während dieser Unterhaltung, musste ich daran denken, wie ich 1977 mit großen Augen im Kino saß, während dieses Raumschiff über mich hinwegzog. Und der Typ, der das gemacht hat, sitzt da und erzählt mir ganz seriös, wieviel er bei "Episode III" mit Digitaltechnik gespart hat. Es war so ein unglaubliches Erlebnis, dass ich mir dachte: "Dafür hat sich das Ganze bereits gelohnt." Und wer weiß, was da noch kommt.
» Was sind denn die Herausforderungen, denen Sie sich noch stellen möchten? Muß der nächste Film noch größer, vielleicht sogar in 3D sein?
MICHAEL BULLY HERBIG: Ich beobachte die 3-D-Entwicklung sehr genau und bin ein ganz großer Fan davon. Aber es ist sehr kompliziert zu machen. Natürlich wäre es reizvoll festzustellen, ob man in der Lage ist, einen Film für ein internationales Publikum zu machen. "Wickie" ist toll in Spanien gestartet. Allerdings ist "Congaz" dort ein italienischer Reporter. Und auch bei "Lissi" macht es Spaß, ab und zu zu googeln und Clips in italienischer und russischer Sprache zu finden.
» Google weist unter "Bully Herbig" übrigens 286.000 Treffer aus.
MICHAEL BULLY HERBIG: Ist das viel? Was haben andere?
» Brad Pitt hat 23 Millionen.
MICHAEL BULLY HERBIG: Oh, da ist noch Luft nach oben.
"Hysterische Anfälle bei 'Wickie'-Entzug" 09.09.2008

Regisseur Michael Bully Herbig und "Wickie"-Darsteller Jonas Hämmerle verraten erste Geheimnisse aus "Wickie und die starken Männer".

Derzeit dreht Bully in den Bavaria Film Studios bei München seine neue Komödie "Wickie und die starken Männer". Für KINO.DE nahmen sich der Regisseur und sein kleiner Hauptdarsteller Zeit für ein kurzes Gespräch.
» Bully, übernimmst du in deinem neuen Film "Wickie und die starken Männer" wieder eine Rolle?
MICHAEL BULLY HERBIG: Das war nicht geplant. Aber wir haben eine klitzekleine Rolle für mich gefunden. Eine Figur, die in der TV-Serie nicht vorkam - mehr wird nicht verraten. Jemand hat mich mal gefragt, ob ich den Wickie spiele. Das fasse ich als Kompliment auf.
Für die Hauptrolle haben wir nach einem Casting mit 600 Kindern die perfekte Besetzung gefunden. Viele Mädchen glauben ja, Wickie sei ein Mädchen, während Jungs wissen, dass es sich um einen Jungen handelt. Aber es gibt eine Folge, in der Wickie mit Seelöwen schwimmt, da sieht man überraschenderweise sehr deutlich, dass er tatsächlich ein Junge ist.
» Jonas, wie war das Vorsprechen mit Bully?
JONAS HÄMMERLE: Er hat mich gefragt, was mein Lieblingsfilm ist. Da hab ich gesagt "Der Schuh des Manitu".
Bully: Deshalb hat Jonas die Rolle bekommen.
» Jonas, kannst du uns ein wenig über dich verraten?
Jonas: Ich bin zehn Jahre alt und komme aus Berlin-Zehlendorf. Während der Dreharbeiten muss ich nicht zur Schule gehen, sondern bekomme Nachhilfeunterreicht von einem Privatlehrer. Aber meine Klassenkameraden sind nicht neidisch, sondern freuen sich für mich. In meiner Freizeit spiele ich gerne Fußball und Tennis, mache Taekwondo und spiele Cello.
Bully: Das habe alles ich ihm beigebracht.
» Hast du schon Erfahrung als Schauspieler?
Jonas: Ja, "Wickie und die starken Männer" ist mein dritter Film. Ich habe schon den Kinofilm "Morphus" und den Fernsehfilm "Das Kuckuckskind" gedreht, aber die waren beide bisher noch nicht zu sehen. Außerdem bin ich schon für einen Auto-Werbespot vor der Kamera gestanden.
» Als Hauptdarsteller hast du sicher viel Text. Kommst du mit dem Auswändiglernen der vielen Dialoge zurecht?
Jonas: Ja, ich bereite mich immer nur für den nächsten Drehtag vor und muss deshalb nicht das ganze Drehbuch auswendig lernen.
Bully: Das ist mehr, als mancher erwachsene Schauspieler hinbekommt.
» Könnt ihr beide euch mit Wickie identifizieren?
Jonas: Ich bin auch klein, nur 1,32 Meter. Deshalb denken manche, ich wäre erst acht, aber ich bin schon zehn. Außerdem habe ich auch manchmal ganz schlaue Ideen - allerdings nicht ganz so verrückte wie Wickie.
Bully: Früher konnte ich mich natürlich besser mit Wickie identifizieren. Aber ich bin auch klein, und ab und zu habe ich auch gute Einfälle. Als Kind habe ich die Serie geliebt und einen hysterischen Anfall bekommen, wenn ich eine Folge verpasst habe. Sie hat einen ganz besonderen Charme und eine subtile Botschaft: Nicht immer kommt man mit Gebrüll weiter.
» Bully, warum drehst du dieses Mal ohne deine Kumpels aus der "bullyparade", Rick Kavanian und Christian Tramitz?
Bully: Ich möchte dem Original möglichst treu bleiben. Keine prominenten Gesichter sollen von den Figuren ablenken, außerdem will ich nicht in eine Parodie abgleiten. Deswegen haben wir die Darsteller der "starken Männer" über ein Fernseh-Casting gesucht. Wir wollten einfach diejenigen finden, die am besten auf die Rollen passen. Jetzt verkörpern vier Profis und zwei Laien die wilde Wikingertruppe.
» Kannst du schon etwas über die Handlung verraten?
Bully: Wir haben eine völlig neue Geschichte geschrieben, aber Fans der Serie werden natürlich Einiges wiedererkennen. Wir bauen in den Bavaria Film Studios in München das Wikingerdorf Flake nach, werden aber auch auf Malta drehen - vor allem die Szenen auf offenem Meer. Das ist ja das Schlimmste, was einem als Regisseur passieren kann: ein Dreh mit Kindern, mit Tieren oder auf dem Wasser - wir haben alles.
GEBURTSDATUM: 29.04.1968
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GEBURTSDATUM: 29.04.1968

Familie

Mutter: Marianne (Finanzbuchhalterin bei HerbX)
Vater: Industriekaufmann
Ehefrau: Daniela Herbig (seit August 2003)

Autogrammadresse

herbX medienproduktion gmbh
c/o Autogramm Bully
Südliche Münchner Str. 35a
82031 Grünwald

 
 
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