Am 3. Dezember 2018 lief der bestehende Tarifvertrag zwischen CinemaxX und ver.di aus. CinemaxX und ver.di befinden sich aktuell in Verhandlungen für einen neuen Tarifvertrag.

Unsere MitarbeiterInnen sorgen dafür, dass sich unsere Gäste wohlfühlen und garantieren das einzigartige Kinoerlebnis bei CinemaxX. Deshalb stehen für uns die Qualifikation und Motivation unserer MitarbeiterInnen an erster Stelle. Die Rahmenbedingungen dafür werden im Tarifvertrag geregelt, den wir derzeit mit unserem Tarifpartner ver.di gemeinsam verhandeln.  

Unser Grundsatz für die Tarifverhandlungen besteht aus drei Positionen:

  • Wir bieten attraktive Tariferhöhungen für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
  • Wir optimieren unsere Prozesse, damit sich unsere Gäste wohlfühlen.
  • Wir machen Kino zukunftsfähig für einen umkämpften Markt.

Aber wir wissen auch: Sichere Einkommen brauchen ein solides Geschäftsmodell. Und dafür müssen wir Kino zukunftsfähig machen.   


Unser Anspruch ist: Wer im Kino arbeitet kann davon seinen Lebensunterhalt finanzieren.

Unser Vorschlag ist ein realistisches und wohlwollendes Angebot. Gleichzeitig beachtet es das Geschäftsmodell, schafft notwendige strukturelle Veränderungen und bietet eine Tariferhöhung.

Stand: 26. März 2019: Die fünfte Runde der Tarifverhandlungen zwischen CinemaxX und ver.di hat am 26. März 2019 in Hamburg stattgefunden. Obwohl CinemaxX bereits am 4. März 2019 ein drittes, nochmals verbessertes Tarifangebot vorgelegt hat, ist ver.di nicht bereit, sich zu bewegen. Sie beharren auf ihren ursprünglichen Forderungen.

Die Tarifforderungen von ver.di, z.B. für die Einstiegsstufe Servicemanager, liegen derzeit bei 18,8% (Stundenlohn 2018 von 8,84€ vs. aktuelle Forderung von 10,50€). Ver.di ist bewusst, dass eine derartige Gehaltssteigerung nur über massive Personalkosteneinsparungen zu finanzieren wäre. Dennoch bestehen sie auf ihren Forderungen. Die geforderten Steigerungen sind für kein Unternehmen wirtschaftlich akzeptabel und erst recht nicht für ein Kino-Unternehmen im angespannten Kinomarkt. Die Rahmenbedingungen im Kinomarkt sind auch 2019 weiterhin schwierig. Die Besucherzahlen liegen in den ersten Monaten des Geschäftsjahres unter dem Vorjahr.

 

Das CinemaxX Angebot lag nach der 4. Verhandlungsrunde bereits auf dem Niveau der Steigerungen des finalen Tarifergebnisses 2015/2016 – damals nach dem Kino-Rekordjahr 2015. Von dem sind wir derzeit weit entfernt. Die nach wie vor völlig realitätsfernen Forderungen seitens ver.di können in keinem Geschäftsmodell dargestellt werden. Wir fordern ver.di auf, endlich zu realitätsnahen und finanzierbaren Forderungen zu kommen. Mit unserem aktuellen Angebot von rund 7% Gehaltserhöhung in zwei Stufen liegen wir bereits über den von ver.di veröffentlichten aktuellen Abschlüssen in anderen Branchen. 

In der aktuellen Verhandlungsrunde stellt sich ver.di nun auch noch gegen das gemeinsam erfolgreich erprobte Servicemanager-Konzept und will es dauerhaft beenden. Der Servicemanager-Test wurde gemeinsam mit Vertretern des Gesamtbetriebsrats und der Gewerkschaft ver.di erfolgreich abgeschlossen und über 75% der befragten MitarbeiterInnen haben dafür gestimmt. Ver.di scheint diese Mehrheitsmeinung nun völlig zu ignorieren. Die Einführung des Servicemanager-Konzeptes ist dringend notwendig, und der einzige Weg, Tariferhöhungen, die über einem reinen Inflationsausgleich liegen, machen zu können. Ver.di will mit aller Gewalt an extrem tradierten Rollen- und Aufgabenmodellen festhalten, während der Großteil der nicht tarifgebundenen Kinoindustrie längst zeitgemäß und erfolgreich in Teams arbeitet.

Als nächsten möglichen Verhandlungstermin hat ver.di erst den 30. April 2019 vorgeschlagen. Wir halten diesen Termin für deutlich zu spät und stehen jederzeit für frühere Verhandlungen zur Verfügung. Denn Lösungen gibt es nur am Verhandlungstisch. Es ist mehr als offensichtlich, dass ver.di diesen späten Termin gewählt hat, um das wichtige Ostergeschäft sowie den Start von Avengers einseitig für ihre Zwecke zu nutzen. Wir fordern ver.di auf, die Themen in konstruktiven Verhandlungen zu lösen und von weiteren unkonstruktiven Arbeitskampfmaßnahmen abzusehen.

Bei allen bisher stattgefundenen Warnstreiks im Rahmen der laufenden Tarifverhandlungen, aber auch im Rahmen der Tarifverhandlungen 2012 bei denen ver.di zu Warnstreiks aufrief, konnten wir einen regulären Kinobetrieb ohne merkliche Einschränkungen für unsere Gäste bieten. Dies ist auch das erklärte Ziel für alle folgenden Arbeitsniederlegungen. „Sollte es zu weiteren Warnstreiks kommen, setzen wir alles daran, unseren KinobesuchernInnen einen regulären Kinobetrieb mit Popcorn & Co. zu bieten und die Belastung für die nichtstreikenden KollegenInnen so gering wie möglich zu halten. Dabei sind wir optimistisch.

 

Der konstruktive Weg, die Tarifverhandlungen 2015:

Die Tarifverhandlungen zwischen CinemaxX und ver.di 2015 waren von Anfang bis Ende von einem offenen und fairen Verhandlungsprozess geprägt und führten zu einem guten, zügigen und für alle Parteien zufriedenstellenden Abschluss. Zu keinem Zeitpunkt wurden Streiks seitens ver.di in den Raum gestellt. An der CinemaxX-Haltung in den aktuellen Verhandlungen hat sich nichts geändert. Uns ist ein offener und fairer Verhandlungsprozess wichtig und wir setzen alles dran, dass auch diese Verhandlungen konstruktiv und für beide Parteien zufriedenstellend verlaufen.

 

Um eine Vorstellung zu bekommen, wie absolut realitätsfern die aktuellen ver.di Forderungen sind, lohnt sich auch ein Blick auf andere aktuelle Tarifabschlüsse: Papierverarbeitung 5,5% in zwei Stufen; Tarifrunde Banken: ver.di fordert 6% mehr Lohn; Entgelttarifvertrag für Luftsicherheitskräfte in drei Stufen zwischen 3,5% und 9,77% abgeschlossen.

 

Hintergrundinformationen zu dem Verlauf der Tarifverhandlungen 2019

 

Am 31. Dezember 2018 lief der bestehende Vergütungs-Tarifvertrag zwischen CinemaxX und ver.di aus. CinemaxX und ver.di befinden sich aktuell in Verhandlungen für einen neuen Tarifvertrag. Am 05. Februar 2019 fand die dritte Tarifrunde mit der ver.di Tarifkommission statt. 

 

Für derartige Verhandlungssituationen absolut unüblich und trotz mehrfachen Entgegenkommens von CinemaxX, hat ver.di ihre schon anfänglich massiven Forderungen im weiteren Verlauf zum wiederholten Male erhöht und sogar verschärft. In der Spitze fordert ver.di nun für Servicemanager/-kräfte mit mehr als 20 Jahren Berufserfahrung eine Gehaltssteigerung von 35,47%.

Normalerweise bewegen sich die Verhandlungspartner im Sinne konstruktiver und respektvoller Verhandlungen schrittweise aufeinander zu. Das Vorgehen von ver.di ist hingegen irritierend. Es legt leider die Vermutung nahe, dass von ver.di eine Eskalation der Verhandlungen forciert wird.

 

Dies ist bedauerlich, vor allem in Rückblick auf die Tarifverhandlungen 2015, die von Anfang bis Ende von einem offenen und fairen Verhandlungsprozess geprägt waren und die zu einem guten und zügigen sowie für alle Parteien akzeptablen Abschluss führten.

 

Am 25. Februar 2019 fand die vierte Tarifrunde mit der ver.di Tarifkommission statt:

Während wir mit einem Angebot von rund 7% Gehaltserhöhung in zwei Stufen bereits über den von ver.di veröffentlichten aktuellen Abschlüssen in anderen Branchen liegen, fordert ver.di bei uns derzeit 19,4%! Dies ist für kein Unternehmen wirtschaftlich akzeptabel und erst recht nicht für ein Kino-Unternehmen im angespannten Kinomarkt.

 

Um eine Vorstellung zu bekommen, wie absolut realitätsfern die ver.di Forderungen sind, lohnt sich auch ein Blick auf andere aktuelle Tarifabschlüsse: Papierverarbeitung 5,5% in zwei Stufen; Tarifrunde Banken: ver.di fordert 6% mehr Lohn; Entgelttarifvertrag für Luftsicherheitskräfte in drei Stufen zwischen 3,5% und 9,77% abgeschlossen.

 

Das aktuelle CinemaxX Angebot liegt bereits heute auf dem Niveau der Steigerungen des finalen Tarifergebnisses 2015/2016 (damals nach dem Kino Rekordjahr 2015, von dem wir derzeit weit entfernt sind). Die Forderungen seitens ver.di können in keinem Geschäftsmodell dargestellt werden und müssten leider als einseitige Eskalation der Gespräche verstanden werden.

 

Unser erneut zu Gunsten unserer Mitarbeiter verbessertes, 3. Angebot haben wir am 4. März 2019 an ver.di überreicht. Am 26. März fand nun die fünfte Verhandlungsrunde statt.


Ein genauer Blick auf die Mitarbeiterstruktur in der Kinowirtschaft ist wichtig!

ver.di begründet seine Forderung damit, sozial gerechte und existenzsichernde Einkommen für die Kinowirtschaft durchsetzen zu wollen. Diese Forderung geht allerdings von der Annahme aus, dass viele in der Kinobranche tätige Mitarbeiter in Vollzeit arbeiten und von dieser Tätigkeit ihren Lebensunterhalt bestreiten müssen.

Dies ist aber kaum der Fall.

Die Kinobetriebsstudie 2014[1] weist für die deutsche Kinowirtschaft insgesamt 25.632 Beschäftigte aus, davon ist der überwiegende Teil –  zwei Drittel – nur geringfügig beschäftigt. Dies liegt daran, dass es im Kinobetrieb viele Aushilfstätigkeiten gibt, für die man keine Ausbildungsqualifikation benötigt. Entsprechend hoch ist der Anteil der (studentischen) MitarbeiterInnen, die diese Tätigkeit mit einer anderen Hauptbeschäftigung verbinden.

Die Zahl der Vollzeitkräfte insgesamt liegt bei 3.376 Beschäftigten, dies sind nur 13 Prozent aller Kinoangestellten überhaupt. Davon entfällt wiederum ein hoher Anteil auf Verwaltung, Betrieb, IT etc., die höheren Einkommensgruppen angehören.

Der Anteil der in Vollzeit beschäftigten Servicekräfte/-manager, auf die sich die aktuellen Forderungen von ver.di beziehen, ist äußerst gering und liegt bei einzelnen Betreibern wie auch bei uns nur im geringen einstelligen Prozentbereich.

Besonderheit: langjährige MitarbeiterInnen im Servicebereich

Wenn überhaupt, dann betrifft Altersarmut  den Service-Bereich und dort auch nur ArbeitnehmerInnen, die A) länger (> 5 Jahre) in diesem Bereich tätig sind und B) ihren Haupterwerb als Vollzeitkraft nachgehen.

In unseren Kinos arbeiten etwa 20% der MitarbeiterInnen fünf Jahre oder länger im Servicebereich. Davon sind 3% Vollzeitkräfte im gesamten Servicebereich.

Für alle  MitarbeiterInnen  die  fünf Jahre oder länger im Servicebereich arbeiten haben wir ein besonderes Tarifangebot gemacht: Dort haben wir einen höheren Tarif angeboten in Zusammenspiel mit der Einführung der bereichsübergreifenden Arbeitsweise. Damit entgegnen wird Risiko von Altersarmut in diesem Bereich ganz konkret.

Unser Tarifpartner fordert jedoch Lohnsteigerungen gerade für Einsteiger und den Bereich des ersten Jahres. 

Jobs im Servicebereich sind besonders beliebt bei StudentenInnen - aber es gibt noch mehr Möglichkeiten

Den ganz überwiegenden Teil unserer MitarbeiterInnen bilden StudentInnen.

Die leicht zu erlernenden Aufgaben und die flexiblen Arbeitszeiten, die sich mit den Universitären-Strukturen gut vereinbaren lassen, machen die Tätigkeit als Nebenjob beliebt. Im Durchschnitt sind zur Hochsaison im Servicebereich ca. 3% der Beschäftigten in Vollzeit angestellt, 39% der Beschäftigten Teilzeitbeschäftigte, 39% Studierende und 19% Mini-JobberInnen.

Wer während des Studiums bereits mehr Verantwortung übernehmen möchte oder das Studium gezielt mit einer Nebentätigkeit begleiten möchte, von der beim späteren Berufseinstieg fachlich profitiert werden kann, hat auch hier diverse Möglichkeiten bei CinemaxX. So haben wir StudentenInnen, die als Junior-TheaterleitungsassistentIn bereits lernen, einen Kinobetrieb zu managen oder StudentInnen, die als Werksstudenten bspw. in den Bereichen Marketing, Finance & Controlling, Operations oder Filmplanung tätig sind. 

Zum Thema „Existenzsichernde Löhne in der Kinobranche“, bitten wir Sie auch die Hintergrundinfos vom Hauptverband Deutscher Filmtheater (HDF) zu beachten. Zum Thema „Existenzsichernde Löhne in der Kinobranche“, bitten wir Sie auch die beigefügten Hintergrundinfos vom Hauptverband Deutscher Filmtheater (HDF) und CinemaxX zu beachten.

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CinemaxX bietet berufliche Perspektiven.

Wer Spaß an der Branche hat und für Kino brennt, hat bei uns im Unternehmen viele Möglichkeiten sich aus dem Servicebereich weiterzuentwickeln – sowohl in den Kinos aber auch in der Zentrale. Wir haben zahlreiche MitarbeiterInnen im Unternehmen, die im Service bei CinemaxX angefangen haben, dann in die Betriebsleitung gewechselt sind und sich dann zur Theaterleitung weiterentwickelt haben. Viele Kolleginnen und Kollegen haben außerdem aus der Betriebsleitung in die Zentrale gewechselt und dort ihren Verantwortungsbereich weiter ausgebaut. 

Natürlich ist auch ein direkter Einstieg beispielsweise in die Betriebsleitung, Programmplanung, in den Bereich Operations oder ins Marketing mit entsprechenden Qualifikationen möglich. Die Wege und Möglichkeiten bei CinemaxX und für CinemaxX zu arbeiten sind vielfältig! 

Wer Spaß an Kino hat und Lust hat, Verantwortung zu übernehmen, hat bei CinemaxX viele Möglichkeiten sich weiterzuentwickeln. Wir beraten interessierte Personen gerne zu Berufsbildern im Unternehmen.

Nehmen Sie Kontakt zu unserer Personalabteilung auf. 


Höchste Zeit für den Service Manager!

Der Service Manager ermöglicht Team-Work und dieses Zusammenspiel des Kinoteams sieht und spürt auch der Gast.

Die Ansprüche unserer Gäste wachsen stetig. Dieser Herausforderung stellen wir uns gerne. Dafür haben wir das Konzept des Service Managers zum Kern unserer Verhandlungen gemacht.

Die meisten unserer MitarbeiterInnen an unseren Standorten kümmern sich um kleine, voneinander abgegrenzte Aufgabenbereiche. Zwischen den Aufgabenbereichen sind flexible Wechsel bisher kaum möglich. Im Kinobetrieb ist es aber üblich, dass zu bestimmten Zeiten besonders viele Gäste das Kino besuchen. Eine flexible Besetzung der Aufgabenbereiche ist insbesondere bei Stoßzeiten daher sehr wichtig. Für unsere Gäste ist es unverständlich, dass sie Wartezeiten in Kauf nehmen müssen, weil ein ausgelasteter Gastro-Bereich nicht kurzfristig durch MitarbeiterInnen vom Ticket-Counter unterstützt werden kann. 

Exzellenter Service bedeutet schnelle Bedienung der Kundenwünsche, freundliche und kompetente Beratung und flexible Einsatzmöglichkeiten. CinemaxX hat daher das Konzept des Service Managers entworfen, weiterentwickelt und bereits erfolgreich erprobt. Service Manager kümmern sich um sämtliche Aufgaben im Kinobetrieb und sind dafür bestens ausgebildet. Sie arbeiten grundsätzlich in Teams und können flexibel auf alle Anforderungen des Kinobetriebs eingehen. Service Manager sorgen damit aktiv für die Zufriedenheit unserer Gäste.  

Die Idee des Service Mangers ist in der Branche nicht neu. Der Großteil aller Kinos in Deutschland arbeitet in der Team-Organisation nach der bereichsübergreifenden Logik. In deutlich mehr als der Hälfte aller Kinos in Deutschland wird bereits heute so gearbeitet, wie es der Service-Manager vorsieht.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wollen so arbeiten!

CinemaxX hat das Konzept gemeinsam mit Vertretern des Gesamtbetriebsrats und der Gewerkschaft ver.di in einem Pilotprojekt an vier Standorten getestet. In einer Umfrage wurde das Projekt von den MitarbeiterInnen positiv bewertet und zur Umsetzung empfohlen. Denn die gemeinsame Arbeit im Team ist zeitgemäß, ermöglicht effizientere Prozesse und führt zu mehr Zufriedenheit bei MitarbeiterInnen und Gästen.

Unser Ziel ist es daher, den Service Manager endlich deutschlandweit in den CinemaxX Kinos einzuführen.

Wenn wir den Service Manager deutschlandweit einführen können, werden alle neuen Kolleginnen und Kollegen, die im Service bei CinemaxX starten, aus unserem aktuellen Angebot direkt einen höheren Tarif von 7,27% über drei Jahre Laufzeit erhalten. Die Steigerung erfolgt in drei Schritten.


Das Kinogeschäft ist komplex, daher etwas Hintergrund:

  • Das Geschäft ist volatil; Saison, Produktion und Angebot bestimmen über die Besucherzahlen.
  • Die Preise sind von außen beeinflusst. Etwa die Hälfte des Ticketpreises muss für die Leihmiete des jeweiligen Films aufgewendet werden.
  • Das Geschäft ist von zusätzlichen Leistungen abhängig. Die Gastronomie leistet einen wesentlichen Beitrag zur Wirtschaftlichkeit des Betriebs.

Schon jetzt machen die Löhne neben den Gebäudemieten und den Film-verleihmieten den größten Kostenanteil im Kinobetrieb aus. Steigen diese Personalkosten drastisch weiter, sind Investitionen nicht realisierbar und Kinos möglicher Weise existenziell bedroht. Gibt man die Kosten an die Gäste weiter, führt dies mit höchster Wahrscheinlichkeit zu weiteren Besucherrückgängen. Eine Forderung wie ver.di sie derzeit erhebt müsste theoretisch durch eine Ticketpreissteigerung um 5€ aufgefangen werden.

Sie haben weitere Fragen? Senden Sie uns eine Email!

Presseanfragen senden Sie bitte an [email protected]

[1] Oliver Castendyk, Kinobetriebsstudie: Daten zur Kinowirtschaft in Deutschland, Hrsg. HDF Kino e.V. und Arbeitsgemeinschaft Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater e.V., Hamburg, 2014